Wann ist Riester-Auszahlung steuerfrei?

Gefragt von: Marko Seidl
sternezahl: 4.8/5 (43 sternebewertungen)

Ab 2058 wird der Altersentlastungsbetrag abgeschafft. Liegt dein Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag, musst du gar nichts versteuern – also auch nichts von deiner Riester-Rente. Der Grundfreibetrag liegt für Alleinstehende bei 11.604 Euro pro Jahr, für Verheiratete bei 23.208 Euro (Stand: 2024).

Wie wird die Einmalzahlung der Riester-Rente versteuert?

Wird für die Riester-Rente eine einmalige Auszahlung gewählt, hängt die Besteuerung von der Höhe des ausgezahlten Betrags und der individuellen Steuersituation ab. Die Einmalzahlung aus einer Riester-Rente ist in voller Höhe steuerpflichtig. Die Steuerbelastung erfolgt nach dem individuellen Einkommensteuersatz.

Sind Riester-Verträge vor 2005 steuerfrei?

Bei Vertragsabschluss vor 2005 ist die Auszahlung damit steuerfrei oder bei schädlicher Verwendung steuerpflichtig.

Wird die Riesterrate bei Auszahlung besteuert?

Wie alle Renteneinkünfte wird auch die Riesterrente bei Auszahlung besteuert. Der Umfang der Besteuerung richtet sich danach, ob Ihre eingezahlten Beiträge durch die Altersvorsorgezulage und/oder den zusätzlichen Sonderausgabenabzug gefördert oder nicht gefördert waren.

Wie hoch ist der Freibetrag bei der Riester-Rente?

Ein Riester-Freibetrag existiert hauptsächlich bei der Anrechnung auf die Grundsicherung im Alter: Es bleiben monatlich 100 € plus 30 % des darüber hinausgehenden Betrags bis zu einem Maximalbetrag (ca. 281,50 € in 2024/2025) anrechnungsfrei. In der Steuererklärung sind die Beiträge (bis 2.100 €) absetzbar, aber die spätere Rente muss versteuert werden (nachgelagerte Besteuerung), wobei der persönliche Grundfreibetrag zählt. 

Warum SIE so FRÜH wie möglich in Rente gehen sollten! (6 Gründe)

44 verwandte Fragen gefunden

Wann ist eine Riester-Rente steuerfrei?

Liegt dein Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag, musst du gar nichts versteuern – also auch nichts von deiner Riester-Rente. Der Grundfreibetrag liegt für Alleinstehende bei 11.604 Euro pro Jahr, für Verheiratete bei 23.208 Euro (Stand: 2024).

Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Riester-Rente?

Werden Steuern auf die Auszahlung fällig? Die Riester-Rente fördert der Staat mit hohen Zulagen und Steuervorteilen. Dafür muss die Riester-Rente im Alter versteuert werden. Die monatliche Rente oder eine Teilauszahlung von bis zu 30 Prozent müssen Sie mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

Wie lässt man sich am besten die Riester-Rente auszahlen?

Für die Auszahlung der Riester-Rente gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten: Du kannst dir das gesamte Vorsorgevermögen als lebenslange Rente auszahlen lassen. Oder du lässt dir eine Einmalzahlung in Höhe von 30 % des Gesamtkapitals (20 % bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden) auszahlen.

Wie wird die Einmalzahlung der Riester-Rente mit der Fünftelregelung besteuert?

Diese Einmalzahlung ist im Jahr der Auszahlung als sonstige Einkünfte voll steuerpflichtig, soweit sie auf geförderten Beiträgen beruht. Ab 2018 wird die Einmalzahlung jedoch durch Anwendung der sog. Fünftelregelung (Berechnung der Steuer für 1/5 der Einmalzahlung und Multiplikation mit fünf) ermäßigt besteuert.

Wird die Riester-Rente automatisch an das Finanzamt übermittelt?

Den Zulagenanspruch berücksichtigt das Finanzamt automatisch – selbst dann, wenn Sie die Zulage gar nicht beantragt haben. Banken und Versicherungen sind inzwischen verpflichtet, Riester-Beiträge automatisch an das Finanzamt zu übermitteln, Sie brauchen also keine Bescheinigung beilegen.

Wie wird eine einmalige Kapitalauszahlung versteuert?

Eine einmalige Kapitalauszahlung wird meist als "sonstige Einkünfte" voll besteuert, oft nach der sogenannten nachgelagerten Besteuerung (Betriebliche Altersvorsorge/bAV), wo niedrige persönliche Steuersätze im Alter vorteilhaft sind, oder über eine Kapitalertragsteuer von 25 % (plus Soli/ggf. Kirchensteuer) bei privaten Verträgen (ab 2005) – die genaue Behandlung hängt stark von der Art des Vertrags (bAV, Lebensversicherung) und dem Zeitpunkt des Abschlusses ab. 

Wie berechne ich die Auszahlung meiner Riester-Rente?

Die Berechnung der Riester-Auszahlung hängt von Einzahlungen, Zulagen, Rendite und Kosten ab und erfolgt meist über Online-Rechner, die Ihre Daten (Einkommen, Kinder) verwenden, um das angesparte Kapital zu schätzen und daraus eine monatliche Rente oder eine teilweise Einmalzahlung zu ermitteln, wobei die Rentenhöhe mit dem persönlichen Steuersatz versteuert wird. Sie erhalten meist eine lebenslange Rente, können sich aber bis zu 30 % des Kapitals einmalig auszahlen lassen und versteuern dann 30 % der Gesamtsumme (bei Einmalzahlung) oder einen Teil der monatlichen Rente (Renteneintritt: ca. 83,5 % des Betrags). 

Bei welchem Jahrgang fällt die Doppelbesteuerung der Rente weg?

Doppelte Besteuerung von Renten: Bei welchen Jahrgängen fällt die Doppelbesteuerung weg? Ab 2025 sind alle Rentenbeiträge, die Menschen vor dem Renteneintritt einzahlen, steuerfrei, sodass es nicht mehr zu einer Doppelbesteuerung kommen kann. Die Doppelbesteuerung der Rente fällt dann also weg.

Kann ich mir die Riester-Rente als Einmalzahlung auszahlen lassen?

Sie können sich die Riester-Rente auch teilweise auszahlen lassen, allerdings ist die Teilauszahlung auf 30 Prozent begrenzt. Das heißt, bei Rentenbeginn können Sie sich einmalig 30 Prozent Ihres Riester-Kapitals auf einmal auszahlen lassen. Der Restbetrag wird dann ganz normal als lebenslange Rente ausgezahlt.

Wird die Auszahlung einer Rentenversicherung dem Finanzamt gemeldet?

Auszahlung: Steuererklärung

Ihre ausgezahlte private Rente wird an die Finanzverwaltung übermittelt. Es ist nicht notwendig, den ausgezahlten Betrag in der Steuererklärung anzugeben, Sie können Ihn aber in Anlage R unter Leibrente in Zeile 13 und 14 eintragen.

Welche Nachteile hat es, die Riester-Rente ruhen zu lassen?

Die größten Nachteile beim Ruhenlassen einer Riester-Rente sind der Verlust staatlicher Zulagen und Steuervorteile, eine geringere Gesamtsumme im Alter, da keine neuen Beiträge und Förderungen fließen, und vor allem der Verlust des Pfändungsschutzes, was das Kapital bei Privatinsolvenz angreifbar macht. Das angesparte Guthaben bleibt zwar erhalten und Sie erhalten es später als Rente, aber der Staat zahlt nicht mehr mit, was die spätere Altersvorsorge schmälert.
 

Warum muss ich die Auszahlungen meiner Riester-Rente versteuern?

Warum wird die Auszahlung meiner Riester-Rente besteuert? Wie alle Renteneinkünfte wird auch die Riester-Rente nachgelagert besteuert. Das bedeutet, dass die eingezahlten Beiträge durch die Riester-Förderung steuerfrei gestellt sind, während die späteren Auszahlungen versteuert werden müssen.

Wann macht die Fünftelregelung keinen Sinn?

Wenn das zu versteuernde Einkommen bereits ohne außerordentliche Einkünfte so hoch ist, dass der Spitzensteuersatz erreicht ist, hat die Fünftelregelung keine Auswirkung.

Wie beantrage ich die Fünftelregelung beim Finanzamt 2025?

Die Fünftelregelung wird nicht automatisch berücksichtigt, sondern muss über Ihre persönliche Einkommensteuererklärung beantragt werden. Das bedeutet: Nach Erhalt der Abfindung geben Sie die Zahlung in Ihrer Steuererklärung an, und das Finanzamt prüft, ob die Voraussetzungen für die Fünftelregelung erfüllt sind.

Wann sollte man sich die Riester-Rente auszahlen lassen?

Die Riester-Rente wird normalerweise mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter ausgezahlt, aber frühestens ab 62 Jahren (bei Verträgen vor 2012 ab 60 Jahren) und kann flexibel als lebenslange Rente oder teilweise als Einmalbetrag (bis 30%) erfolgen, wobei der genaue Zeitpunkt vertraglich festgelegt ist und oft mit dem Bezug der gesetzlichen Rente zusammenfällt, aber unabhängig davon starten kann, um das angesparte Kapital zu nutzen. 

Was ist besser, monatliche Rente oder Kapitalauszahlung?

Besser ist, was zu Ihrer individuellen Situation passt: Die monatliche Rente bietet lebenslange finanzielle Sicherheit und Planungssicherheit, ideal bei weniger Rücklagen. Die Kapitalauszahlung bietet Flexibilität, ermöglicht größere Anschaffungen (Immobilie, Kredit) und kann bei früherem Tod vorteilhaft für Erben sein, birgt aber das Risiko, das Geld selbst zu verbrauchen, bevor man stirbt, und hat oft eine andere Besteuerung.
 

Wann ist eine Auszahlung der Lebensversicherung steuerfrei?

Die Auszahlung ist steuerfrei. Voraussetzung: Die Versicherung läuft mindestens zwölf Jahre lang. Bei Lebensversicherungen gilt zusätzlich: Der Todesfallschutz umfasst wenigstens 60 Prozent der insgesamt zu zahlenden Beiträge und die Beitragszahlungsdauer beläuft sich auf mindestens fünf Jahre.

Wie hoch ist die monatliche Auszahlung bei Riester-Rente?

Wie viel Riester-Rente Sie monatlich bekommen, hängt von Ihren Einzahlungen, Zulagen, Rendite und Laufzeit ab, liegt aber oft zwischen 100 und 400 Euro oder mehr, wobei die tatsächliche Summe stark variiert; eine Durchschnittszahl bei Auszahlung lag 2022 bei etwa 132 € pro Monat, aber viele Rentner erhalten auch deutlich mehr (teilweise über 200 €), da die Auszahlung steuerpflichtig ist und bis zu 30 % als Einmalzahlung entnommen werden können. 

Wie viel Steuern bei Kapitalauszahlung?

Bei einer Kapitalauszahlung in Deutschland werden Erträge meist mit der 25 % Abgeltungsteuer besteuert, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer) und ggf. Kirchensteuer (8–9 % der Steuer). Für betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder Lebensversicherungen gelten spezielle Regeln: oft der persönliche Steuersatz auf den Ertragsanteil oder die gesamte Auszahlung (nach einem Freibetrag), was zu höheren Steuern (bis zu 42 %) führen kann, besonders bei Einmalzahlungen, die in ein hohes Einkommensjahr fallen. 

Wie wird eine Rentenversicherung bei Einmalzahlung versteuert?

Eine Einmalzahlung aus der Rentenversicherung kann steuerpflichtig sein, aber die Besteuerung hängt stark davon ab, ob es sich um eine gesetzliche oder private Rente handelt und wann der Vertrag geschlossen wurde: Bei privaten Rentenversicherungen (ab 2005) muss meist nur die Hälfte der Erträge versteuert werden (Halbeinkünfteverfahren), wenn bestimmte Alters- und Laufzeitvoraussetzungen erfüllt sind. Sonderzahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung (um Rentenabschläge auszugleichen) sind hingegen steuerlich absetzbar (als Sonderausgaben) und mindern das zu versteuernde Einkommen bis zu einem bestimmten Höchstbetrag.