Wann kann ich den Versorgungsausgleich zurückfordern?
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Sie können den Versorgungsausgleich zurückfordern, wenn Ihr geschiedener Ex-Partner verstorben ist und nicht länger als 36 Monate (3 Jahre) Rente aus den übertragenen Anrechten bezogen hat. Ein Antrag auf "Anpassung wegen Tod" muss bei den jeweiligen Versorgungsträgern (z.B. Deutsche Rentenversicherung) gestellt werden, um Ihre abgegebenen Rentenpunkte zurückzubekommen; dies geschieht nicht automatisch. Eine Rückgängigmachung ist nur für die gesetzliche Rente, Beamtenversorgung und berufsständische Versorgung möglich, nicht aber für Betriebs- oder private Renten.
Wann bekommt man den Versorgungsausgleich zurück?
Der Gesetzgeber hat für diese Fälle vorgesehen, dass der Versorgungsausgleich grundsätzlich "rückabgewickelt" werden kann, wenn die ausgleichsberechtigte Person Versorgungsleistungen aus dem im Versorgungsausgleich erworbenen Anrecht nicht länger als 36 Monate bezogen hat (§ 37 VersAusglG).
Wann kann der Versorgungsausgleich aufgehoben werden?
Wenn die Person, die den Ausgleich erhält, jedoch innerhalb der ersten drei Jahre nach Rentenbeginn verstirbt, kann der Versorgungsausgleich auf Antrag aufgehoben werden. Ab diesem Zeitpunkt muss der oder die Ausgleichspflichtige nichts mehr zahlen.
Kann man sich den Versorgungsausgleich auszahlen lassen?
Der Versorgungsausgleich wird nicht sofort ausgezahlt, sondern die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften werden intern bei den Rententrägern aufgeteilt und Ihnen erst mit dem regulären Renteneintritt ausgezahlt, oft durch eine höhere monatliche Rente oder einen neuen Rentenanspruch beim Partner; in Ausnahmefällen können auch einmalige Ausgleichszahlungen vereinbart werden (sogenannte schuldrechtliche Teilung), die dann als steuerpflichtige Einkünfte behandelt werden, aber eine Barauszahlung ist unüblich und erfolgt erst mit Rentenbezug.
Was passiert mit dem Versorgungsausgleich, wenn der geschiedene Partner verstirbt?
Verstirbt der ausgleichsberechtigte frühere Ehegatte, endet der Versorgungsausgleich nicht. Der Ausgleichspflichtige zahlt weiterhin Versorgungsausgleichsbeträge für die Verstorbene weiter.
Versorgungsausgleich rückgängig machen - Tod des früheren Ehegatten
Wann bekomme ich den Versorgungsausgleich von meinem geschiedenen Mann?
Im Normalfall wird der Versorgungsausgleich immer automatisch nach Beantragung der Scheidung durch das Familiengericht durchgeführt. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass derjenige Ehegatte, der während der Ehe z.B. den Haushalt geführt und die Kinder betreut hat, im Alter eine eigene soziale Absicherung haben soll.
Was passiert mit dem Versorgungsausgleich, wenn man nach einer Scheidung wieder heiratet?
Eine Wiederheirat des geschiedenen Partners ändert nichts am bereits durchgeführten Versorgungsausgleich der ersten Ehe; die Aufteilung der Rentenanwartschaften aus der Vergangenheit bleibt bestehen. Allerdings kann eine Wiederheirat des geschiedenen, versorgungsausgleichsberechtigten Partners unter bestimmten Umständen zu einer Hinterbliebenenrente aus der ersten Ehe führen, was den Anspruch des Ex-Partners (der Witwenrente bezieht) mindern kann, oder eine Abfindung auslösen. Für eine erneute Scheidung nach einer Wiederheirat gilt ein neuer Versorgungsausgleich nur für die Renten aus der zweiten Ehezeit.
Wann bekommt man das Geld aus dem Versorgungsausgleich?
Der Versorgungsausgleich wird nicht sofort nach der Scheidung ausgezahlt, sondern wird automatisch nach der Scheidung durch das Familiengericht durchgeführt, wobei die Rentenansprüche aufgeteilt werden und dem Rentenkonto gutgeschrieben werden. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt erst, wenn Sie in Rente gehen, also bei Erreichen des gesetzlichen Rentenalters oder bei vorzeitiger Rente (z. B. wegen Erwerbsminderung), da die übertragenen Anrechte Ihre zukünftige Rente erhöhen.
Wie hoch ist der Versorgungsausgleich nach 12 Jahren Ehe?
Wenn die Ehezeit 12 Jahre betrug, beläuft sich der auszugleichende Ehezeitanteil seiner Pension auf 12/38 x 3.000,- Euro = 947,- Euro. Privat- und Betriebsrenten haben oft ihre eigenen Berechnungsmethoden, im Grundsatz ist es aber immer ähnlich: Es wird immer der Ehezeitanteil herausgerechnet.
Wie bekomme ich den Versorgungsausgleich?
Sie müssen den Versorgungsausgleich nicht gesondert beantragen. Um diese Entscheidung treffen zu können, fordert das Familiengericht von Ihren Versorgungsträgern Auskünfte über Ihre Anrechte an. Die Entscheidung über den Versorgungsausgleich führt das Familiengericht im Scheidungsurteil auf.
Welche Zeiten aus einem Versorgungsausgleich werden nach einer Scheidung berücksichtigt?
Stichtag für den Versorgungsausgleich ist der letzte Tag des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrags (Rechtshängigkeit). Als zu berücksichtigende Ehezeit gilt für den Versorgungsausgleich die Zeit vom 1. des Monats der Heirat bis zum Ende des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrags (§ 3 Abs. 1 VersAusglG).
Wie lange nach der Scheidung kann man Zugewinnausgleich bekommen?
Der Anspruch auf Zugewinnausgleich verjährt in der Regel nach drei Jahren ab dem Ende des Jahres, in dem die Scheidung rechtskräftig wurde und Sie von Ihrem Anspruch Kenntnis erlangt haben. Das bedeutet, die Frist beginnt am 31. Dezember des Jahres der Scheidung und läuft dann drei volle Jahre, also bis zum 31. Dezember drei Jahre später. Verhandlungen oder ein Antrag beim Familiengericht können die Verjährung hemmen.
Kann eine geschiedene Frau die Rente ihres Ex-Mannes beziehen?
Die Witwenrente steht grundsätzlich verheirateten Ehepartnern und Lebenspartnern zu, aber Ausnahmen gelten auch für geschiedene Ehepartner. Witwen und Witwer haben gleiche Ansprüche. Voraussetzung für die Witwenrente ist eine bestehende Ehe oder Lebenspartnerschaft zum Zeitpunkt des Todes.
Wie lange dauert es vom Versorgungsausgleich bis zur Scheidung?
Denn das Gericht benötigt mindestens drei bis vier Monate bis es die Auskünfte zum Ausgleich der Rentenansprüche vom Versorgungsträger (z.B. der deutschen Rentenversicherung) erhält. Ab Einreichen des Scheidungsantrags dauert eine einvernehmliche Scheidung (mit Versorgungsausgleich) im Normalfall vier bis sechs Monate.
Können sich Geschiedene ihre Rente zurückholen?
Sollte der geschiedene Ex-Partner, die sogenannte ausgleichsberechtigte Person, versterben, können Sie einen Versorgungsausgleich ggf. wieder rückgängig machen lassen. Laut Gesetz aber nur dann, wenn Ihr Ex-Partner/in nicht länger als 36 Monate Rente aus den übertragenen Anwartschaften erhalten hat.
Wann verjährt der Versorgungsausgleich?
Gemäß § 2 Abs 4 Satz 1 der Versorgungsausgleichs-Erstattungsverordnung ( VAErstV ) in der bis zum 30.6.2020 geltenden Fassung betrage die Verjährung vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Anspruch fällig geworden sei.
Wann fällt der Versorgungsausgleich weg?
In sechs Fällen findet kein Versorgungsausgleich bei der Scheidung statt: Ihr wart nicht länger als drei Jahre verheiratet. Ihr habt den Versorgungsausgleich im Ehevertrag ausgeschlossen. Ihr habt in einer Scheidungsfolgenvereinbarung den Ausgleich ausgeschlossen.
Wie lange Unterhalt nach 20 Jahren Ehe?
Solange ehebedingte Nachteile bestehen, scheidet eine Befristung fast immer aus. Bei einer Ehe von mehr als 20 Jahren kann das Familiengericht Unterhalt auch unbefristet zusprechen (§ 1587b BGB). Allerdings kommt es auch hier auf den Einzelfall an.
Wird der Versorgungsausgleich vom Brutto oder Netto abgezogen?
Der Versorgungsausgleich wird grundsätzlich auf Basis des Bruttogehalts ermittelt, da er die Rentenanwartschaften (gesetzlich, betrieblich, privat) aufteilt, die während der Ehezeit erworben wurden. Die Berechnung der Höhe der Ausgleichszahlung orientiert sich am Brutto-Einkommen, wobei die Rentenversicherung die Sozialabgaben (KV/PV) von der Brutto-Rente abzieht und Steuern erst später anfallen – die gezahlten Beiträge können aber steuerlich geltend gemacht werden.
Wie kann ich den Versorgungsausgleich zurückholen?
Den Versorgungsausgleich können Sie "zurückholen", wenn Ihr geschiedener Ex-Partner verstirbt und weniger als 36 Monate Rente aus den übertragenen Anwartschaften bezogen hat – dies muss jedoch beim zuständigen Rentenversicherungsträger beantragt werden, da es nicht automatisch geschieht, und gilt primär für gesetzliche Renten, Beamtenversorgung und berufsständische Leistungen, nicht für Betriebs- oder private Renten. Nach Antragstellung wird Ihre Rente ab dem folgenden Monat wieder ungekürzt gezahlt, wobei eine Rückzahlung für die Vergangenheit nicht erfolgt.
Was ist mit dem Versorgungsausgleich, wenn der Ex-Partner stirbt?
Wenn der Ex-Partner stirbt, bleibt der Versorgungsausgleich oft bestehen und kürzt Ihre Rente weiter, bis Sie einen Antrag auf Rücknahme oder Aussetzung stellen, da der Anspruch auf Ausgleich mit dem Tod erlischt (§ 31 VersAusglG). Sie müssen bei der Rentenversicherung den Tod melden und beantragen, dass die Kürzung rückgängig gemacht wird, was eine Neuberechnung Ihrer Rente zur Folge hat. Für Kinder oder Enkelkinder kann sich jedoch ein Anspruch auf Waisenrente ergeben, die aus dem Rentenkonto des Verstorbenen berechnet wird.
Wie hoch ist der Versorgungsausgleich nach 10 Jahren Ehe?
Der Erwerb der Rentenansprüche ist teilweise statisch, dynamisch oder teildynamisch gestaltet. Der Rentenwert wird mit der Anzahl der Ehejahre multipliziert. Waren Sie 10 Jahre verheiratet, beträgt der Faktor also 10, bei 15 Jahren Ehe beträgt er 15 und so weiter.
Wie lange bekommt man den Versorgungsausgleich nach einer Scheidung?
Wie lange muss der Versorgungsausgleich gezahlt werden? Der Versorgungsausgleich muss gezahlt werden, solange der ausgleichsberechtigte Ehepartner lebt. Erst durch dessen Tod endet die Ausgleichspflicht und die Kürzung der Rente des anderen Ehepartners.
Erhält meine Ex-Frau meine Rente weiterhin, wenn sie wieder heiratet?
Wenn mein Ex-Ehepartner wieder heiratet, fällt sein/ihr Rentenanteil dann an mich zurück? a. Im Allgemeinen nein . Wie bei anderem geteiltem Vermögen bleibt der Rentenanteil des Ex-Ehepartners sein/ihr Eigentum.
Warum sich heiraten im Alter noch lohnt?
Heiraten im Alter lohnt sich wegen finanzieller Absicherung (Witwen-/Witwerrente, Erbschaftssteuerfreibeträge, Steuerklassen-Vorteile wie Splitting), gegenseitiger Unterstützung bei Krankheit und Pflege, der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden (gesündere Ernährung, weniger Stress) und der besseren rechtlichen Absicherung bei Entscheidungen, was gerade bei steigender Lebenserwartung die Lebensqualität erhöht.