Wann muss der Arbeitgeber über eine Kur informiert werden?

Gefragt von: Falk Schröter
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Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber den Zeitpunkt des Antritts der Kur, ihre voraussichtliche Dauer und eine etwaige Verlängerung unverzüglich mitzuteilen und ihm eine Bescheinigung über die Bewilligung der Kur durch einen Sozialleistungsträger unverzüglich vorzulegen.

Wann muss ich dem Arbeitgeber sagen dass ich eine Kur beantragt habe?

Ist eine Reha-Maßnahme geplant, müssen Sie den Beginn, die voraussichtliche Dauer sowie eine eventuelle Verlängerung Ihrem Arbeitgeber mitteilen, sobald Ihnen diese Informationen vorliegen. Hierfür genügt ein Telefonat. Die Schriftform ist nicht nötig.

Kann eine Kur vom Arbeitgeber abgelehnt werden?

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber nicht das Recht, eine bewilligte Rehabilitation zu verweigern, denn hier greift das Arbeitsrecht. So ist im Entgeltfortzahlungsgesetz festgelegt, dass der Arbeitgeber den Betroffenen für den Zeitraum der Reha-Maßnahme freistellen und eine Lohnfortzahlung leisten muss.

Wer informiert Arbeitgeber bei Reha?

Bitte informieren Sie Ihren Arbeitgeber (Personalbüro) und Ihren behandelnden Arzt, wenn Ihre Rehabilitation bewilligt wurde. bewilligt wird. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn ein ärztliches Gutachten notwendig ist, kann es länger dauern.

Kann der Arbeitgeber verlangen eine Kur zu verschieben?

Der Gesetzgeber wertet die Teilnahme an einer Kur oder Reha als gleichwertig mit der Arbeitsverhinderung, weil man krank ist. Und genauso wenig wie eine Arbeitsunfähigkeit in Folge einer akuten Erkrankung verschoben werden kann, kann eine Rehabilitationsmaßnahme auf Wunsch des Arbeitgebers verschoben werden.

Wann muss ich den Arbeitgeber über meine Arbeitsunfähigkeit informieren?

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Ist eine Kur ein Kündigungsgrund?

Der Arbeitgeber ist in gewissen Fällen berechtigt aus Anlass der Vorsorge- bzw. Rehamaßnahme zu kündigen. Tatsächlich geschieht dies sogar relativ häufig, wenn die Prognose der Rehabilitation darauf hindeutet, dass der Arbeitnehmer längere Zeit arbeitsunfähig ist.

Was bedeutet Kur für Arbeitgeber?

der Arbeitgeber Einfluss nehmen kann, in welchem Zeitraum die „Kur“ genommen werden muss. Der Begriff „Kur“ wird in diesem Zusammenhang als Oberbegriff für Maßnahmen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation verwendet. Gesetzlicher Anknüp-fungspunkt ist § 9 Abs. 1 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EFZG).

Was braucht der Arbeitgeber bei Reha?

Um von der Arbeit freigestellt zu werden, ist es ausreichend, die Bescheinigung des Rehabilitationsträgers dem Arbeitgeber vorzulegen, welche Beginn und voraussichtliche Dauer der Reha enthält. War der Patient vor der Reha arbeitsfähig, muss der Arbeitgeber für maximal sechs Wochen Entgeltfortzahlungen leisten.

Werde ich für eine Kur krank geschrieben?

Muss ich etwas besonderes bei einer ambulanten Kur beachten? Während der ambulanten Kur gelten Sie als arbeitsfähig, sind also nicht vom Arzt oder der Ärztin krankgeschrieben. Deshalb müssen Sie in dieser Zeit in der Regel Urlaub nehmen.

Wer zahlt mein Gehalt Wenn ich in Kur bin?

In einer Reha haben Patienten ein Recht auf eine sechswöchige Gehaltsfortzahlung. Diese zahlt in der Regel der Arbeitgeber. Nach Ablauf der sechs Wochen übernimmt der zuständige Versicherungsträger die Fortzahlung eines Krankengeldes oder eines Übergangsgeldes.

Wird bei einer Kur Urlaub abgezogen?

Wird für die Reha Urlaub abgezogen? Nein, wenn Sie in der Reha behandelt werden, darf Ihnen Ihr Arbeitgeber für diese Zeit keinen Urlaub abziehen.

Wird eine Kur vom Arbeitgeber bezahlt?

Denn tatsächlich sind Arbeitgeber auch bei einer Mutter-Kind-Kur zur Entgeltfortzahlung verpflichtet. Das bedeutet in vielen Fällen: Der volle Monatslohn wird weiterhin gezahlt. Mütter und Väter müssen aber natürlich ebenfalls darauf achten, ihrem Vorgesetzten unverzüglich die entsprechenden Genehmigungen bzw.

Kann ich als Arbeitnehmer eine Kur beantragen?

FOCUS Online erklärt, wann Ihnen eine Kur zusteht und was Sie beim Antrag beachten müssen. Ein Recht auf eine Kur hat jeder gesetzlich Krankenversicherte: der ausgepowerte Student oder Arbeitnehmer genauso wie die überlastete Hausfrau oder der Rentner mit Arthrose.

Wird eine Kur als Krankheitstage?

Während Sie bei ambulanten Vorsorgekuren für gewöhnlich keine Krankschreibung erhalten, gelten stationäre Kuraufenthalte bzw. Rehabilitationskuren generell als Sonderurlaub. Ferner besteht dann für den Arbeitgeber eine Entgeltfortzahlungspflicht Ihnen gegenüber.

Welche Fehlzeit bei Kur?

Beginnt die Reha während einer Arbeitsunfähigkeit, leisten Sie vom Beginn der Arbeitsunfähigkeit an für längstens sechs Wochen die Entgeltfortzahlung. Durch die Reha verlängert sich dieser Zeitraum nicht.

Wie beantrage ich eine Kur bei Erschöpfung?

Wie kann ich eine Kur beantragen, zum Beispiel wegen Erschöpfung? Nun, der erste Weg führt dich in eine ärztliche Praxis. Denn ob eine ambulante oder stationäre Vorsorge beziehungsweise Reha für dich infrage kommt, muss ein Mediziner entscheiden. Nur wenn er oder sie zustimmt, kannst du eine Kur beantragen.

Welche Kriterien muss man erfüllen um eine Kur über die bis zu bekommen?

Voraussetzungen
  • Ihre Arbeitsfähigkeit ("Erwerbsfähigkeit") ist gefährdet oder gemindert.
  • Sie haben eine Mindestversicherungszeit erreicht. ...
  • Ihre letzte Reha ist mindestens vier Jahre her, falls Sie schon einmal eine Reha hatten (wenn aus gesundheitlichen Gründen ein dringender Bedarf besteht, kann es hier Ausnahmen geben)

Kann man einfach so eine Kur machen?

Eine Kur ist nur möglich, wenn alle therapeutischen Angebote vor Ort ausgeschöpft sind. Dazu zählen Medikamente, Heilmittel, Therapien und die Behandlung durch einen Facharzt. Außerdem sollte der Patient auch zu Hause alles für seine Gesundheit unternommen haben, z.B. Sport und eine gesunde Ernährung.

Was ist der Unterschied zwischen einer Reha und einer Kur?

Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Kur bei einem gesunden Menschen ansetzt, der erste Symptome aufweist, während eine Reha für einen bereits erkrankten Menschen gedacht ist. Eine Kur ist also präventiv; es handelt sich um Maßnahmen zur Festigung der Gesundheit.

Wie viel kostet eine 3 wöchige Reha?

Je nach medizinischen Erfordernissen oder den Pauschalpaketen für Selbstzahler variieren die Kosten pro Tag zwischen 100 und 500 Euro – dies ist aber nur ein Richtwert.

Wird die Fahrt zur Reha bezahlt?

Bei Fahrten zur stationären Reha-Maßnahme müssen Sie keine gesetzlichen Zuzahlungen zu den Fahrkosten leisten. Unter bestimmten Voraussetzungen beteiligt sich die TK an weiteren Kosten der Fahrt, etwa für Gepäck oder Verpflegung.

Wie wirkt sich eine Kur auf die Rente aus?

"Eine Reha führt zur Kürzung der späteren Rente!" Auch das ist ein Irrtum, denn eine Rehabilitation mindert die spätere Rente nicht. Im Gegenteil: Während einer Reha werden normalerweise Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung entrichtet, die den späteren Rentenanspruch erhöhen.

Wie viel kostet eine Kur pro Tag?

Die Kosten für eine Reha beinhalten Unterkunft, Verpflegung, Verwaltung und alle diagnostischen und therapeutischen Leistungen. Je nach medizinischen Erfordernissen oder den Pauschalpaketen für Selbstzahler variieren die Kosten pro Tag zwischen 100 und 500 Euro – dies ist aber nur ein Richtwert.

Wie lange dauert eine Kur bei Depressionen?

In der Regel dauert eine psychosomatische Rehabilitation fünf bis sechs Wochen.

Warum werden Kuren abgelehnt?

Den Grund für die Ablehnung Ihres Reha-Antrags entnehmen Sie dem Ablehnungs-Bescheid. In den meisten Fällen werden Reha-Anträge dann abgelehnt, wenn entweder die letzte Reha-Maßnahme noch keine 4 Jahre zurück liegt oder der Kostenträger die Reha-Fähigkeit bezweifelt und alternative Maßnahmen als zielführender erachtet.