Wann muss die Umsatzsteuer bei der Sollversteuerung gezahlt werden?

Gefragt von: Melitta Reichert
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Der Unterschied zwischen Soll- und Istversteuerung liegt vor allem im Zeitpunkt der Steuerzahlung. Bei der Sollversteuerung muss die Umsatzsteuer bereits mit der Rechnungsstellung gezahlt werden, während sie bei der Istversteuerung erst mit dem tatsächlichen Zahlungseingang fällig wird.

Wann ist Umsatzsteuer fällig bei Sollversteuerung?

Grundsätzlich ist die Soll-Versteuerung bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung für Unternehmen vorgesehen. Bei diesem Verfahren wird die Umsatzsteuer fällig, wenn die Rechnungsstellung erfolgt ist. Bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung werden sämtliche Rechnungen berücksichtigt, die ein Unternehmen im Monat geschrieben hat.

Wann wird die Umsatzsteuer fällig?

Die Vorauszahlung ist am zehnten Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums fällig und bis dahin vom Unternehmer zu entrichten.

Wann wird Umsatzsteuer im Soll gebucht?

Im Umsatzsteuerrecht gilt der Grundsatz der Soll-Versteuerung nach § 16 Abs. 1 Satz 1 UStG. Die Umsatzsteuer entsteht bei der Soll-Besteuerung mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistung ausgeführt wurde.

Wann muss die Umsatzsteuer an das Finanzamt gezahlt werden?

Bei monatlicher Abgabepflicht muss die Umsatzsteuer-Voranmeldung für den Monat März bis zum 10. April eingereicht werden. Bei vierteljährlicher Abgabeweise müssen Sie die Voranmeldung für das 2. Kalendervierteljahr bis zum 10. Juli an das Finanzamt übermitteln.

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Wann ist die Umsatzsteuerzahlung fällig?

Die Vorauszahlung ist am 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums fällig (§ 18 Abs. 1 UStG). Voranmeldungszeitraum ist grundsätzlich das Kalendervierteljahr.

Wann ist die Umsatzsteuer zu bezahlen?

Es ist zu beachten, dass die Abgaben in einem unterschiedlichen Rhythmus anfallen. Während die sich für einen bestimmten Monat ergebende Umsatzsteuerzahllast am 15. des zweitfolgenden Monats zu entrichten ist, sind die lohnabhängigen Abgaben bereits am 15. des Folgemonats zur Zahlung fällig.

Ist die Soll- oder Istversteuerung der Umsatzsteuer besser?

Bei der Sollversteuerung erfolgt die Umsatzsteuerzahlung bereits mit Ausstellung der Rechnung, unabhängig davon, ob dein*e Kund*in bezahlt hat. Im Gegensatz dazu wird bei der Istversteuerung die Umsatzsteuer erst fällig, wenn deine Kund*innen ihre Rechnungen beglichen haben.

Wann entsteht die Steuerschuld bei der Sollbesteuerung?

Die Sollbesteuerung ist der Regelfall. Die Grundlage bilden die in einem Monat erbrachten Leistungen. Die Steuerschuld entsteht mit Ablauf des Monats, in dem die Lieferung oder sonstige Leistung ausgeführt wurde.

Wann Vorsteuerabzug bei Istversteuerung?

Der Vorsteuerabzug richtet sich danach, wann der Unternehmer eine Leistung für sein Unternehmen empfangen und hierfür eine ordentliche Rechnung erhalten hat. Auf den Zeitpunkt der Zahlung kommt es für diesen Grundfall weder bei der Ist- noch bei der Sollversteuerung an.

Wann bezahlt man die Umsatzsteuer?

Grundsätzlich sind alle Unternehmer:innen in Deutschland ab einer Umsatzgrenze von 25.000 € im Jahr umsatzsteuerpflichtig. Liegt der Umsatz eines Unternehmens unterhalb dieser Grenze, spricht man von Kleinunternehmen.

Wann ist die Umsatzsteuer bei Istversteuerung fällig?

Mit der Istversteuerung wird die Umsatzsteuer erst im Juli fällig, da die Zahlung im Juni eingegangen ist. Genau wie bei der Sollversteuerung wird die Umsatzsteuer erst im Folgemonat fällig.

Wann muss die jährliche Umsatzsteuer abgegeben werden?

Als Unternehmer haben Sie für das Kalenderjahr grundsätzlich bis zum 31. Juli des Folgejahres Zeit, Ihre Umsatzsteuerklärung auf elektronischem Weg authentifiziert an Ihr Finanzamt zu übermitteln.

Wann wird die Umsatzsteuer als Fälligkeitssteuer fällig?

Die USt als Fälligkeitssteuer wird zehn Tage nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums fällig (§ 18 Abs. 1 Satz 4 UStG). Bei Fälligkeitssteuern wird die Steuer ohne Rücksicht auf die erforderliche Steuerfestsetzung oder Steueranmeldung fällig.

Welches Datum sollte ich beim Buchen verwenden?

Beim Buchen frägt man sich zuerst, welches Buchungsdatum das richtige ist: Entweder das Ausstellungsdatum des Beleges (also z. B. das Datum der Rechnung) oder das Datum, wenn das Geld fließt (also das Datum auf dem Kontoauszug).

Wann ist immer Umsatzsteuer fällig?

Am Ende eines Jahres müssen Sie als Zusammenfassung der monatlichen bzw. vierteljährlichen Voranmeldung die jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben. Die Frist hierfür ist der 31. Mai des Folgejahres.

Wann entsteht die Umsatzsteuer bei der Sollversteuerung?

Die Umsatzsteuer (USt) entsteht bei der Sollbesteuerung grundsätzlich mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt wurden, ohne Rücksicht auf die Vereinnahmung des Entgelts (also mit Ablauf eines Monats oder Vierteljahres).

Ist die Umsatzsteuer im Soll oder haben?

Die korrekte Buchführung erfolgt anhand eines Umsatzsteuerkontos. Dazu werden für Vorsteuer und Umsatzsteuer eigene Konten geführt. Die Vorsteuer wird im Soll gebucht, die Umsatzsteuer im Haben.

Wann entsteht USt Schuld?

Die Umsatzsteuer entsteht nicht mit Ausführung der Leistung, sondern mit der Ausstellung der Rechnung. Wird die Rechnung erst nach der Leistungsausführung erstellt, entsteht die Steuer spätestens im Monat der Leistungserbringung. Für die Entstehung der Umsatzsteuer kommt es auf den Zeitpunkt der Rechnungserstellung an.

Wann muss auf Sollversteuerung umgestellt werden?

Von der Istbesteuerung zur Sollbesteuerung

Zu diesem Wechsel kommt es vor allem, wenn ein Gewerbetreibender mit seinem Vorjahresumsatz die Grenze von 600.000 Euro (bis 2019: 500.000 Euro) übersteigt.

Was ist die Sollversteuerung nach dem UStG?

Die Soll-Versteuerung bezeichnet man auch als Berechnung der Umsatzsteuer „nach vereinbarten Entgelten“. Bei der Soll-Versteuerung entsteht die Umsatzsteuer gemäß § 13 UStG Abs. 1 Nr. 1a im Voranmeldungszeitraum, in dem der Unternehmer die Leistung erbringt.

Was sind die Vorteile der Sollversteuerung?

Bei der Soll-Versteuerung ist daher von Vorteil, dass die Umsatzsteuer bereits bei Rechnungsstellung abgeführt wird. So entstehen auch keine Steuernachzahlungen, wenn der Zahlungseingang übersehen und demnach keine Umsatzsteuer abgeführt wurde.

Wann ist die Zahlung der Umsatzsteuer fällig?

Falls sich aus der Umsatzsteuer-Voranmeldung eine Zahllast ergibt, müssen Sie diese pünktlich zahlen, ansonsten entstehen Säumniszuschläge. Die Zahlung der Umsatzsteuerzahllast ist am 10. des Folgemonats fällig.

Wann bezahlt man Umsatzsteuer?

Wer also selbstständig tätig ist und für seine Leistungen oder Lieferungen Geld verlangt, muss dafür Umsatzsteuer berechnen. Eine Ausnahme ergibt sich aus § 19 UStG: Kleinunternehmer sind von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Als Kleinunternehmer gelten Selbstständige mit einem Vorjahresumsatz nicht über 17.500 Euro.

Wann entsteht die Umsatzsteuerpflicht?

Da der Gesamtumsatz (60.000 EUR) die Kleinunternehmergrenze um nur 9,1% überschreitet, kann die Rechnung für diesen Umsatz noch ohne Umsatzsteuer ausgestellt werden. Überschreitet der Gesamtumsatz jedoch 60.500 EUR, sind alle Rechnungen ab dem Zeitpunkt der Überschreitung umsatzsteuerpflichtig.