Wann müssen Kinder keinen Unterhalt für Eltern zahlen?

Gefragt von: Tom Jacob
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Kinder müssen nur dann Unterhalt für ihre pflegebedürftigen Eltern zahlen, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt; darunter entfällt die Pflicht, wobei das Einkommen des Ehepartners (Schwiegerkinds) nicht zählt, nur das eigene Einkommen des Kindes ist relevant. Falls diese Grenze überschritten wird, wird der Unterhalt anteilig nach dem Einkommen aller unterhaltspflichtigen Kinder berechnet, wobei ein gerichtlich festgelegter Mindestselbstbehalt bleibt, um dem Kind ein Existenzminimum zu sichern.

Wann muss ein Kind Unterhalt für die Eltern zahlen?

Kinder müssen für ihre pflegebedürftigen Eltern zahlen, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt – dies gilt seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz 2020. Bis zu dieser Grenze greift der Staat (Sozialamt) ein, um die Pflegekosten zu decken; erst wenn das Einkommen des Kindes diese Grenze überschreitet, kann es für den Elternunterhalt herangezogen werden, wobei das eigene Vermögen des Kindes in der Regel nicht zählt. 

Wann muss ich nicht für die Pflege meiner Eltern aufkommen?

Nicht nur, dass Kinder mit einem 100.000 Euro nicht übersteigenden Einkommen nicht zum Unterhalt herangezogen werden können. Darüber hinaus darf der Sozialhilfeträger an unterhaltspflichtige Angehörige erst dann herantreten, wenn er hinreichende Anhaltspunkte für ein Überschreiten dieser Einkommensgrenze hat.

Wann sind Kinder verpflichtet, Eltern finanziell zu unterstützen?

Kinder sind erst dann verpflichtet, finanziell für ihre pflegebedürftigen Eltern zu zahlen, wenn sie ein sehr hohes Einkommen von über 100.000 € brutto pro Jahr haben (seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz 2020). Bei Einkommen unter dieser Grenze zahlt der Sozialhilfeträger; eigene Vermögenswerte wie selbstgenutztes Wohneigentum zählen für die Berechnung des Elternunterhalts nicht. 

Wann müssen Eltern keinen Unterhalt zahlen?

Eltern sind in Deutschland grundsätzlich nicht an ein festes Alter gebunden, sondern müssen Unterhalt leisten, bis das Kind seinen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erreicht hat (z. B. Abitur + Ausbildung oder Studium bis Master), sofern das Kind zielstrebig und ohne vermeidbare Verzögerungen darauf hinarbeitet. Die Pflicht endet, wenn das Kind wirtschaftlich selbstständig ist, wobei auch volljährige Kinder Anspruch auf Ausbildungskosten haben. 

Faktencheck: Müssen Kinder für die Pflege ihrer Eltern zahlen?

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Wann sind die Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig?

Eltern sind in Deutschland grundsätzlich nicht an ein festes Alter gebunden, sondern müssen Unterhalt leisten, bis das Kind seinen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erreicht hat (z. B. Abitur + Ausbildung oder Studium bis Master), sofern das Kind zielstrebig und ohne vermeidbare Verzögerungen darauf hinarbeitet. Die Pflicht endet, wenn das Kind wirtschaftlich selbstständig ist, wobei auch volljährige Kinder Anspruch auf Ausbildungskosten haben. 

Wie kann ich Elternunterhalt vermeiden?

Elternunterhalt lässt sich durch eine Jahresbruttoeinkommensgrenze von 100.000 € vermeiden, aber auch durch Reduzierung des Einkommens (Steuerabzugsfähiges) oder durch Nachweis einer „grob unbilligen“ Situation (z.B. massive Vernachlässigung in der Kindheit, Sucht der Eltern), wobei Hierarchien bei der Einkommensprüfung und Schonvermögen (Altersvorsorge, selbstgenutzte Immobilie) beachtet werden müssen. Wichtig ist auch, dass Eltern selbst vorsorgen, z.B. mit einer Pflegezusatzversicherung, um erst gar nicht auf Sozialhilfe angewiesen zu sein.
 

Wann kann man von der Unterhaltspflicht befreit werden?

Eine Befreiung von der Unterhaltspflicht ist möglich, wenn Ihr Einkommen unter dem notwendigen Selbstbehalt liegt (ca. 1.450 € für Berufstätige, 1.200 € für Nicht-Berufstätige, Stand 2025) oder wenn das Kind selbst für seinen Unterhalt sorgen kann (z.B. nach abgeschlossener Ausbildung) oder schwere Verfehlungen begeht; auch eine vertragliche Freistellung (nur im Innenverhältnis) oder Insolvenz können Gründe sein, wobei Unterhaltsschulden oft ausgenommen sind. 

Wann werden Kinder zur Kasse gebeten?

Elternunterhalt: Kinder zahlen erst ab 100.000 Euro Jahreseinkommen. Reicht bei den Eltern das Geld für die Pflege im Alter nicht, bittet der Staat bei höheren Einkommen und Vermögen die Nachkommen zur Kasse.

Wann müssen Eltern für ihre erwachsenen Kinder Unterhalt zahlen?

Eltern müssen für erwachsene Kinder zahlen, solange diese sich in ihrer ersten berufsqualifizierenden Ausbildung (Studium/Lehre) befinden und bedürftig sind; die Pflicht endet mit Abschluss der Ausbildung, außer bei Pflegebedarf der Eltern (dann müssen Kinder erst ab über 100.000€ brutto/Jahr zahlen, dank Angehörigen-Entlastungsgesetz). Für Kinder mit Behinderung gibt es Sonderregelungen (Grundsicherung). 

Bis wann müssen meine Eltern mich finanziell unterstützen?

Eltern sind ihren Kindern gegenüber zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet, bis diese ihre erste berufsqualifizierende Ausbildung (z.B. Studium, Lehre) abgeschlossen haben und selbst für ihren Unterhalt sorgen können, auch wenn das Kind bereits volljährig ist. Es gibt keine starre Altersgrenze, die Pflicht besteht, solange das Kind studiert oder sich ausbildet und zielstrebig vorgeht, wobei die erste Ausbildung Vorrang hat. Bei Krankheit oder Behinderung kann die Pflicht auch länger bestehen.
 

Welches Vermögen ist unantastbar?

Es gibt kein pauschal "unantastbares" Vermögen, aber das sogenannte Schonvermögen ist bei Bezug von Sozialleistungen (wie Hilfe zur Pflege oder Grundsicherung) geschützt und darf nicht zur Finanzierung des Lebensunterhalts herangezogen werden, darunter fallen Freibeträge für Bargeld (z.B. 10.000 € für Einzelpersonen), eine selbstgenutzte Immobilie, ein angemessenes Auto, Hausrat und bestimmte Altersvorsorgeverträge. Was als "angemessen" gilt, hängt oft vom Einzelfall ab, aber bestimmte Gegenstände (z.B. für Berufsausübung oder altersgerechte Wohnung) bleiben ebenfalls unantastbar.
 

Ist es möglich, auf Elternunterhalt zu verzichten?

Grundsätzlich können Eltern Ihre Kinder nicht aus der Verantwortung nehmen. Können Sie selbst nicht für Ihren Lebensunterhalt aufkommen, fordert der Staat den Elternunterhalt ein. Ein Verzicht ist nur möglich, wenn sich auf Seiten der Eltern Rücklagen aus früheren Unterhaltszahlungen gebildet haben.

Wie verhindert man, für die Pflege der Eltern zahlen zu müssen?

Wenn die eigenen Mittel der pflegebedürftigen Person und des Ehegatten nicht ausreichen, um die Pflegekosten zu decken, kann Sozialhilfe in Form der Hilfe zur Pflege beantragt werden. Bevor der Staat einspringt, prüft er jedoch, ob Vermögen zur Finanzierung herangezogen werden kann. Dazu zählen: Ersparnisse.

Wann müssen Kinder für die Schulden der Eltern aufkommen?

Müssen Kinder die Schulden der Eltern bezahlen? Nein. Grundsätzlich gilt, dass Kinder hier keine Forderungen der Gläubiger ihrer Eltern zu befürchten haben. Das ändert sich erst nach dem Tod der Eltern: Dann erben Kinder nicht nur Vermögen, sondern auch die Schulden des Erblassers.

Sind Eltern für erwachsene behinderte Kinder unterhaltspflichtig?

Sie haben einen Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern, wenn Sie aufgrund ihrer Behinderung nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt aus eigenem Vermögen oder eigener Kraft zu bezahlen. Dieser Unterhaltsanspruch behinderter Kinder gegenüber ihren Eltern besteht unabhängig vom Alter.

Bei welchem Einkommen müssen Kinder für ihre Eltern zahlen?

Kinder werden erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 100.000 Euro zur Zahlung von Elternunterhalt verpflichtet. Das eigene Vermögen wie Wohneigentum spielt dabei keine Rolle und wird für den Elternunterhalt nicht herangezogen.

Wann sind Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig?

Eltern sind in Deutschland grundsätzlich nicht an ein festes Alter gebunden, sondern müssen Unterhalt leisten, bis das Kind seinen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erreicht hat (z. B. Abitur + Ausbildung oder Studium bis Master), sofern das Kind zielstrebig und ohne vermeidbare Verzögerungen darauf hinarbeitet. Die Pflicht endet, wenn das Kind wirtschaftlich selbstständig ist, wobei auch volljährige Kinder Anspruch auf Ausbildungskosten haben. 

Sind Kinder verpflichtet, ihre Eltern finanziell zu unterstützen?

Ja, Kinder müssen gesetzlich für ihre bedürftigen Eltern aufkommen (Elternunterhalt), aber erst seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz greift diese Pflicht nur bei sehr hohen Einkommen: Kinder müssen erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von über 100.000 Euro zahlen, wenn die Eltern ihren eigenen Unterhalt (z.B. Pflegekosten) nicht decken können, wobei ein gewisser Selbstbehalt und Schonvermögen berücksichtigt wird. Das Sozialamt prüft die Fälle, und die Pflicht gilt nur für die eigenen Eltern, nicht für Schwiegereltern.
 

Wann ist man von der Unterhaltspflicht befreit?

Um Ihren eigenen Lebensunterhalt zu gewährleisten, haben Sie Anspruch auf einen Selbstbehalt (Eigenbedarf). Dieser beträgt 1.450 EUR, wenn Sie berufstätig sind und 1.750 EUR, wenn Sie nicht arbeiten. Liegt Ihr Einkommen unter diesen Selbstbehalten, dürfen Sie den Kindesunterhalt verweigern.

Wann fällt die Unterhaltszahlung für die Kinder weg?

Eltern müssen Unterhalt für ihre Kinder zahlen, bis diese eine erste berufliche Ausbildung (Lehre, Studium) abgeschlossen haben, was oft weit über das 18. Lebensjahr hinausgeht, ohne feste Altersgrenze, solange das Kind zielstrebig ist und die Ausbildung den Begabungen entspricht. Bei volljährigen Kindern sind beide Elternteile zur Zahlung verpflichtet (Barunterhalt), und das Kind muss den Anspruch selbst geltend machen. Der Anspruch endet mit der wirtschaftlichen Selbstständigkeit, aber nicht durch bloßen Altersablauf oder Schulabschluss, wenn eine Ausbildung folgt.
 

Welche Ausnahmen gibt es von der Unterhaltspflicht?

Man muss keinen Unterhalt zahlen, wenn man leistungsunfähig ist (Eigenbedarf gedeckt), das Kind selbstständig ist (z.B. nach abgeschlossener Ausbildung/Studium und mit eigenem Einkommen), das Kind schwere Verfehlungen begeht, eine Ausbildung abbricht (ohne triftigen Grund), sich „auf Weltreise“ begibt oder eine verfestigte Partnerschaft mit eigenem Einkommen eingeht, sowie bei bestimmten Einkommensgrenzen für den Elternunterhalt (z.B. 100.000 € brutto bei den Sozialhilfeträgern). 

Wann sind Kinder von der Unterhaltspflicht für ihre Eltern befreit?

Kinder dürfen ihre Unterhaltspflicht gegenüber ihren Eltern also nur in Ausnahmefällen zurückweisen. Als sogenannte Härtefälle gelten beispielsweise körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch oder die jahrzehntelange einseitige Kontaktverweigerung gegenüber den eigenen Kindern.

Wann muss ein Vater keinen Unterhalt zahlen?

Ein Vater muss keinen Unterhalt zahlen, wenn das Kind selbst für seinen Unterhalt sorgen kann (z.B. durch eigenes Einkommen aus Ausbildung/Job), oder wenn der Vater selbst nicht leistungsfähig ist (sein Einkommen unter dem Selbstbehalt liegt). Bei volljährigen Kindern endet die Pflicht oft nach erster Ausbildung/Studium, aber auch bei Abbruch ohne triftigen Grund, Weltreisen oder freiwilligen sozialen Jahren, wenn das Kind untätig bleibt. 

Können Kinder zur Pflege der Eltern verpflichtet werden?

Nein, man kann in Deutschland nicht zur persönlichen Pflege der Eltern gezwungen werden, da es keine gesetzliche Pflicht dazu gibt; die Pflege ist eine freiwillige Entscheidung, die auf dem Grundgesetz basiert. Es besteht jedoch eine gesetzliche Unterhaltspflicht, die primär die Finanzierung der Pflege sicherstellt, falls die Eltern bedürftig sind und der Sozialhilfeträger einspringt (z.B. über das Angehörigen-Entlastungsgesetz). Die Pflegebedürftigen müssen die Pflege durch Verwandte auch nicht dulden, da auch sie ein Recht auf Selbstbestimmung haben.