Wann müssen Selbstständige in Rente gehen?
Gefragt von: Emine Kühne B.Eng.sternezahl: 4.1/5 (26 sternebewertungen)
Selbstständige müssen nicht zwangsläufig zu einem bestimmten Alter "in Rente gehen", aber sie müssen die gesetzliche Regelaltersgrenze (ab 1964 Geborene: 67 Jahre) erreichen, um die volle Rente ohne Abschläge zu bekommen, wobei die Wartezeiten (z.B. 35 Jahre) erfüllt sein müssen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, früher in Rente zu gehen (z.B. "Rente mit 63" für langjährig Versicherte), wenn bestimmte Voraussetzungen und Abschläge erfüllt sind, ähnlich wie bei Angestellten. Ab 2025 soll eine Rentenversicherungspflicht für neue Selbstständige eingeführt werden, die aber eine Befreiung bei nachgewiesener gleichwertiger privater Vorsorge ermöglichen soll.
Wann muss man als Selbständiger in Rente gehen?
Die Regelaltersgrenze für Rentner*innen wird bis 2031 stufenweise auf 67 Jahre angehoben. Wenn du 1956 geboren bist, kannst du mit 65 Jahren und zehn Monaten in Rente gehen und erhältst deine volle Rente, ohne Abschläge. Für alle ab 1964 Geborenen beträgt die Altersgrenze 67 Jahre.
Wie hoch ist die Mindestrente für Selbständige?
Die durchschnittliche Grundrente beträgt etwa 86 Euro, maximal rund 420 Euro zusätzlich zur normalen Rente. Reicht die Rente nicht zum Leben, kann Grundsicherung im Alter beantragt werden (2025: 563 Euro monatlich für Alleinstehende). Eine Rentenversicherungspflicht für neue Selbständige wurde bislang nicht eingeführt.
Wann wird die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige ab 2025 eingeführt?
Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist festgeschrieben, dass ab 2025 eine Rentenversicherungspflicht für neue Selbstständige eingeführt werden soll, sofern diese nicht bereits anderweitig abgesichert sind. Ziel ist es, die Altersvorsorge dieser Berufsgruppe zu stärken und die soziale Absicherung zu verbessern.
Was passiert, wenn ich mit 58 aufhöre zu arbeiten?
Sind Arbeitnehmer 55 oder älter, können sie mit Zustimmung des Arbeitgebers in Altersteilzeit gehen. Bei dieser Form des Vorruhestands halbieren sie ihre Arbeitszeit und ihr Gehalt, ergänzt um einen steuer- und sozialversicherungsfreien Aufstockungsbetrag von mindestens 20 Prozent.
Sollte ich als Selbstständige(r) in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?
Kann ich mit 57 Jahren aufhören zu arbeiten?
Ausstieg mit 60: Altersteilzeit und Nebentätigkeit. Altersteilzeit, kurz "ATZ" genannt, ermöglicht Beschäftigten ab 57 Jahren den Ausstieg aus dem sprichwörtlichen Hamsterrad – mithin schon ab 60. So funktioniert es: Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen einen Vertrag von bis zu sechs Jahren Laufzeit.
Was ist die 58er-Regelung?
Die sogenannte 58er-Regelung besagt, dass ältere Arbeitslose auf Antrag vom Arbeitsamt nicht mehr vermittelt werden. Für die Arbeitslosen entfallen damit bestimmte Meldepflichten. Bei Abgabe der entsprechenden Erklärung wird der Arbeitslose nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik geführt.
Wann entfällt die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige?
Als selbständiger Handwerker können Sie sich auf An- trag von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn Sie mindestens 216 Monate (18 Jahre) Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.
Was ändert sich 2026 bei der Rente?
2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern. Die übrigen 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente sind steuerfrei.
Sind selbständige Logopäden rentenversicherungspflichtig?
Selbständig tätige Logopäden sowie selbständig Tätige im medizinisch-therapeutischen Bereich der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie werden als selbständige Krankenpflegepersonen von § 2 Satz 1 Nr. 2 SGB VI erfasst und unterliegen unter den dort genannten Voraussetzungen der Rentenversicherungspflicht.
Ist es sinnvoll, als Selbständiger in die Rentenkasse einzuzahlen?
Die freiwillige Einzahlung in die gesetzliche Rentenkasse wirkt auf den ersten Blick nicht besonders lukrativ für Selbstständige. Sie kann aber vorteilhaft sein: So lässt sich zum Beispiel der gezahlte Beitrag im Jahr der Einzahlung als Altersvorsorgeaufwendung von der Steuer absetzen.
Wie viel muss ich in die Rente einzahlen, um 1000 € mehr zu bekommen?
Ranking 2025 50 Aktien fürs Leben – Dividenden-Champions für die langfristige Geldanlage. Damit Kai sich im Ruhestand monatlich 1000 Euro Zusatzrente auszahlen kann, muss er die 8000 Euro aus der Steuerrückzahlung einmalig anlegen und zusätzlich monatlich eine Sparrate einzahlen. Um bis zu seinem 67.
Wer bekommt die Grundrente von 850 €?
Anspruch auf den Grundrentenzuschlag haben Menschen mit Minirenten, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Arbeit, Kindererziehung oder Pflegetätigkeit aufweisen. Die Leistung soll zunächst gestaffelt werden, bei 35 Beitragsjahren kann sie die volle Höhe erreichen.
Wie hoch ist die Grundrente bei Selbständigen?
30 Prozent des Einkommens aus selbstständiger/nichtselbstständiger Tätigkeit, höchstens 50 Prozent der Regelbedarfsstufe 1. Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz. Unterhaltsansprüche gegenüber Eltern oder Kindern, wenn deren Jahreseinkommen unter 100.000 Euro liegt.
Was passiert, wenn man als Selbstständiger arbeitsunfähig wird?
Wenn ein Selbstständiger krank wird, muss er sich selbst absichern, da er kein automatisches Krankengeld vom Arbeitgeber bekommt; er erhält erst ab dem 43. Tag Krankengeld von der Krankenkasse (wenn versichert), oft nur 70 % des Einkommens (gedeckelt) und muss ggf. eine private Krankentagegeldversicherung abschließen, um Verdienstausfälle auszugleichen und existenzbedrohende Situationen zu vermeiden, da Rücklagen und eine gute Dokumentation entscheidend sind.
Wie lange muss ich als Selbstständiger in die Rentenkasse einzahlen?
Selbständige Handwerker mit zulassungspflichtigem Gewerbe müssen 18 Jahre lang Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Kann ich 2026 noch mit 63 Jahren in Rente gehen?
Rente mit 63: Jahrgang 1963
Wurden Sie im Jahr 1963 geboren, müssen Sie für die Rente mit 63 noch bis 2026 arbeiten. Die Regelaltersgrenze für den Geburtsjahrgang 1963 ist 66 Jahre und zehn Monate. Wenn Sie zum 63. Geburtstag in Rente gehen, fehlen 46 Monate und die Rente wird um 13,8 Prozent gemindert.
Wie viel kostet ein Rentenpunkt im Jahr 2026?
Ein Rentenpunkt (Entgeltpunkt) 2026 erfordert ein Einkommen von ca. 51.944 € pro Jahr (rund 4.328 €/Monat), da der sogenannte Durchschnittsverdienst steigt; für den Kauf eines Rentenpunktes müssen 2026 voraussichtlich rund 9.661,58 € gezahlt werden, während die monatliche Rente pro Punkt ab Juli 2026 auf etwa 42,30 € (brutto) ansteigen soll. Die Beiträge für freiwillige Versicherungen steigen ebenfalls.
Bei welchem Jahrgang fällt die Doppelbesteuerung der Rente weg?
Doppelte Besteuerung von Renten: Bei welchen Jahrgängen fällt die Doppelbesteuerung weg? Ab 2025 sind alle Rentenbeiträge, die Menschen vor dem Renteneintritt einzahlen, steuerfrei, sodass es nicht mehr zu einer Doppelbesteuerung kommen kann. Die Doppelbesteuerung der Rente fällt dann also weg.
Wann kann ich als Selbständiger in Rente gehen?
Als Selbstständiger können Sie mit dem regulären Rentenalter (bis 67 Jahre, je nach Geburtsjahr) oder früher mit Abschlägen in die Altersrente gehen, wenn Sie die nötigen 35 oder 45 Jahre Wartezeit (Beitragsjahre) in der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt haben – auch durch freiwillige Beiträge, frühere Anstellungen oder Kindererziehungszeiten. Bestimmte Selbstständige (z.B. Handwerker) können Pflichtversicherungen abschließen, während andere freiwillig einzahlen können, um Rentenansprüche zu erwerben.
Wie hoch ist die Rente für Selbstständige?
Die Höhe der Rente als Selbstständiger hängt stark von deinen Beiträgen ab: Pflichtversicherte zahlen 18,6 % ihres Einkommens (Mindestbeitrag ca. 103 €), wobei es oft einen Regelbeitrag gibt (ca. 696 €/Monat), aber auch geringere Beiträge für Gründer möglich sind. Freiwillig Versicherte wählen ihren Beitrag (ab ca. 103 €) und erhöhen so ihren Anspruch. Eine pauschale Summe gibt es nicht, aber die Rentenhöhe ist ein Mix aus Pflicht- und freiwilligen Beiträgen, der sich durch eigene Einzahlungen beeinflussen lässt, wobei 15–20 % des Nettoeinkommens als Richtwert für die Vorsorge gelten.
Wie komme ich als Selbständiger aus der Rentenversicherung raus?
Für Selbstständige gibt es verschiedene Wege zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht, darunter die Befreiung als Existenzgründer (bis zu 3 Jahre), die Befreiung nach 18 Jahren Pflichtbeiträgen (besonders für Handwerker) oder die Befreiung, wenn man hauptsächlich für einen Auftraggeber arbeitet und keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt (Scheinselbstständigkeit-Status). Der Antrag muss meist bei der Deutschen Rentenversicherung gestellt werden und sollte fristgerecht (oft innerhalb von 3 Monaten nach Aufnahme der Tätigkeit) erfolgen, um Rückwirkungen zu vermeiden.
Wird man mit 63 Jahren vom Arbeitsamt noch vermittelt?
Ja, auch mit 63 wird man grundsätzlich noch vom Arbeitsamt vermittelt, aber die Vermittlungschancen sind real oft geringer und die Vermittlungspflicht (Bewerbungen etc.) bleibt bestehen, bis Sie in Rente gehen – das Arbeitsamt zahlt sogar Beiträge, aber Sie müssen sich bewerben, falls Jobs angeboten werden, sonst droht Kürzung von ALG. Die Betreuung ist individuell und kann je nach Sachbearbeiter variieren, oft gibt es aber eine realistische Einschätzung, dass Sie bald in Rente gehen.
Was passiert, wenn ich 2 Jahre vor Rentenbeginn arbeitslos werde?
Wenn Sie 2 Jahre vor der Rente arbeitslos werden, erhalten Sie in der Regel Arbeitslosengeld 1, welches auch Rentenbeiträge zahlt und damit Ihre Rente weiter aufbaut, aber die Zeit zählt nicht für die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren (außer bei Insolvenz/Betriebsschließung) – es kann also eine Lücke entstehen, die Sie durch Minijobs o.Ä. füllen oder eine abschlagsfreie Rente gefährden. Für Ältere (ab 58) gibt es bis zu 24 Monate ALG 1, was eine gute Brücke sein kann.
Wie kann ich mit 58 Jahren aufhören zu arbeiten?
Mit 58 aufhören zu arbeiten ist möglich, erfordert aber eine gute Finanzplanung, da die Regelaltersrente erst später beginnt und Abschläge drohen; Optionen sind Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen des Arbeitgebers, Arbeitslosengeld (ALG I) bei Erfüllung der Voraussetzungen (mind. 48 Monate versichert) für bis zu 24 Monate oder eine frühzeitige private Altersvorsorge, wobei Sie die Zeit bis zum Rentenbeginn überbrücken müssen. Finanzielle Einbußen durch frühere Rente müssen durch Ersparnisse oder andere Einkünfte kompensiert werden, aber ab 2023 gibt es bei vorgezogenen Altersrenten keine Hinzuverdienstgrenze mehr.