Wann verjähren freiwillige Krankenkassenbeiträge?

Gefragt von: Karl-Otto Herbst MBA.
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Freiwillige Krankenkassenbeiträge verjähren grundsätzlich in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig wurden, nach § 25 SGB IV. Bei vorsätzlich nicht gezahlten Beiträgen verlängert sich die Frist auf 30 Jahre. Wichtig ist, dass die Verjährung durch eine Betriebsprüfung gehemmt werden kann.

Wie lange können Krankenkassenbeiträge nachgefordert werden?

Krankenkassen können Sozialversicherungsbeiträge in der Regel vier Jahre rückwirkend nachfordern, die Verjährungsfrist beginnt am 1. Januar des Folgejahres, in dem die Beiträge fällig wurden; bei vorsätzlich hinterzogenen Beiträgen verlängert sich die Frist auf 30 Jahre. Bei Erstattungen (zu viel gezahlt) gilt ebenfalls die 4-Jahres-Frist. 

Wann erlischt die freiwillige Krankenversicherung?

Die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung endet, wenn Sie die Voraussetzungen für eine Pflichtmitgliedschaft erfüllen (z. B. durch Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung), Sie freiwillig kündigen (nach 12-monatiger Bindung) und in die PKV wechseln, oder bei bestimmten Lebensereignissen wie dem Ende einer Selbstständigkeit oder dem Bezug einer Rente. Wichtig ist: Bei Eintritt einer neuen Pflichtmitgliedschaft endet die freiwillige Versicherung meist automatisch, ohne Kündigung, und die 12-Monats-Bindung entfällt. 

Wann sind Krankenkassenbeiträge verjährt?

Krankenkassenbeiträge verjähren grundsätzlich nach vier Jahren, wobei die Frist mit dem Ablauf des Kalenderjahres beginnt, in dem die Beiträge fällig wurden (§ 25 SGB IV). Bei vorsätzlich vorenthaltenen Beiträgen (z.B. bei Schwarzarbeit) verlängert sich die Frist auf 30 Jahre. Die Verjährung wird z.B. durch eine Betriebsprüfung gehemmt, bis der Prüfbescheid erlassen wird.
 

Wie lange können Mitgliedsbeiträge nachgefordert werden?

Mitgliedsbeiträge können in Deutschland in der Regel drei Jahre lang nachgefordert werden, da die regelmäßige Verjährungsfrist nach § 195 BGB drei Jahre beträgt, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch fällig wurde (z.B. ein Beitrag aus 2023 verjährt am 31.12.2026). Für spezielle Beiträge (z.B. Sozialversicherungsbeiträge) können andere Fristen (oft 4 Jahre, § 25 SGB IV) gelten.
 

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Wann verfallen die Mitgliedsbeiträge?

Mitgliedsbeiträge verjähren in der Regel nach drei Jahren gemäß § 195 BGB; die Frist beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch fällig wurde. Um die Verjährung zu verhindern, müssen Vereine die Forderung aktiv verfolgen, z. B. durch Mahnungen oder gerichtliche Schritte (Mahnverfahren), um die Verjährung zu hemmen oder zu unterbrechen. Die Forderung muss zeitnah geltend gemacht werden, da die Nichtzahlung die Zahlungsfähigkeit des Vereins gefährden kann. 

Wann verjähren Säumniszuschläge bei der Krankenkasse?

Verzinsung und Verjährung des Erstattungsanspruchs

Verzinst werden volle Euro-Beträge. Dabei ist der Kalendermonat mit dreißig Tagen zugrunde zu legen. (2) 1 Der Erstattungsanspruch verjährt in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Beiträge entrichtet worden sind.

Kann die Krankenversicherung Beiträge rückwirkend fordern?

Ja, die Krankenkasse darf Beiträge rückwirkend fordern, wenn Sie z.B. eine Zeit lang nicht versichert waren oder sich Ihr Einkommen ändert (besonders bei Selbstständigen), da die Mitgliedschaft rückwirkend beginnt. Allerdings gibt es eine Verjährungsfrist von vier Jahren (§ 25 SGB IV), die am 1. Januar des Folgejahres beginnt, also können Forderungen für 2020 bis Ende 2024 eingefordert werden. Bei vorsätzlichem Vorenthalten verlängert sich die Frist auf 30 Jahre. 

Wann verjähren private Krankenkassenbeiträge?

Grundsätzlich sei es so, dass Ansprüche aus Versicherungsverträgen grundsätzlich innerhalb von drei Jahren verjähren, antwortet darauf Susanne Arndt vom Verbraucherservice Bayern. Die Verjährung beginne dabei regelmäßig am Schluss desjenigen Jahres, in dem der Anspruch fällig wird.

Wie lange können Rückforderungsbelege bei der Krankenkasse eingereicht werden?

Ein Arzt darf der Patientin oder dem Patienten für bis zu fünf Jahre zurückliegende erbrachte Leistungen Rechnung stellen. Die Krankenkasse muss aber für im Zusatzversicherungsbereich erbrachte Leistungen nur Kosten zurückerstatten, wenn der Behandlungsabschluss maximal zwei Jahre zurückliegt.

Welche Nachteile hat die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung?

Welche Nachteile hat die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung? Nachteile sind die einkommensabhängige Beitragsberechnung, oft höhere Kosten für Gutverdiener, Beitragsberechnung auch auf Kapitalerträge und Mieteinnahmen sowie ein eingeschränkter Leistungsumfang im Vergleich zur PKV.

Wie komme ich aus der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung raus?

Um aus der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) rauszukommen, müssen Sie in eine andere Form der Absicherung wechseln, z.B. in die private Krankenversicherung (PKV) oder eine pflichtversichernde Beschäftigung aufnehmen; Sie müssen eine Kündigung bei der alten Kasse einreichen und nachweisen, dass Sie lückenlos anders versichert sind, oft durch einen Aufnahmeantrag bei der neuen Kasse, die dann die Kündigung abwickelt, wobei eine 12-monatige Bindungsfrist bei der GKV oft zu beachten ist. 

Wie lange ist man freiwillig versichert?

Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer sind Sie freiwillig versichert, wenn Sie ein Jahr lang regelmäßig mehr als 6.450 Euro pro Monat verdienen. Dieser Betrag ist die monatliche Versicherungspflichtgrenze für 2026 .

Wie erfährt die Krankenkasse von Einkünften?

Krankenkassen überprüfen das Einkommen durch Anforderung von Nachweisen wie Steuerbescheide, Gehaltsnachweise oder Kontoauszüge, besonders bei Selbstständigen und in der Familienversicherung, oft mittels jährlicher Fragebögen. Bei Angestellten übermittelt der Arbeitgeber meist automatisch die Daten. Die Kasse fordert diese Belege an, um Beiträge korrekt zu berechnen oder Zuzahlungsbefreiungen zu prüfen und gleicht sie mit den gemeldeten Daten ab, wobei sie bei Bedarf auch Informationen vom Finanzamt einfordern darf. 

Wie lange kann man zu viel gezahlte Krankenkassenbeiträge zurückfordern?

Zu viel gezahlte Krankenkassenbeiträge können in der Regel innerhalb von vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Zahlung erfolgte, zurückgefordert werden, da die Verjährungsfrist 4 Jahre beträgt (§ 27 Abs. 2 SGB IV). Bei spezifischen Fällen (z.B. nur Teilbeiträge oder bei besonderen Umständen wie unzulässigen Beitragsanpassungen in der PKV) können auch kürzere Fristen (z.B. 2 Jahre) gelten, während bei vorsätzlicher Vorenthaltung die Frist deutlich länger ist. 

Wie lange rückwirkend Nachzahlung?

Die Abrechnung muss dem Mieter spätestens zwölf Monate nach Ende des vereinbarten Abrechnungszeitraums schriftlich vorliegen. Versäumt der Vermieter diese Frist, kann er keine Nachforderungen mehr stellen. Sowohl für Mieter als auch für Vermieter gilt nach § 195 BGB eine Verjährungsfrist von drei Jahren.

Wann verjähren nicht gezahlte Krankenkassenbeiträge?

Schulden bei der Krankenkasse verjähren grundsätzlich nach vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig wurden (§ 25 SGB IV). Die Frist beginnt aber erst am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist und die Kasse Kenntnis erlangt hat. Wichtig: Diese Frist wird durch Mahnungen, Vollstreckungsversuche oder Anerkenntnisse gehemmt oder unterbrochen, was die Verjährung oft verhindert, und bei vorsätzlichem Vorenthalten von Beiträgen gilt eine 30-jährige Frist. 

Wann verjährt die Nachzahlung der Krankenkasse?

Prüfen Sie als erstes, ob Forderungen bereits verjährt sind.

Beitragsschulden bei der gesetzlichen Krankenversicherung verjähren nach den sozialrechtlichen Vorschriften nach 4 Jahren. Und zwar nach Ablauf des Jahres, in denen sie entstanden sind.

Wie lange dürfen Gebühren nachgefordert werden?

Gebühren können je nach Art der Forderung unterschiedlich lange nachgefordert werden: Für Bundesgebühren sind es meist 5 Jahre, für allgemeine zivilrechtliche Forderungen und unzulässige Bankgebühren oft 3 Jahre (beginnend mit Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstand), während Sozialversicherungsbeiträge ebenfalls oft 4 Jahre verjähren, aber bei Vorsatz bis zu 30 Jahre betragen können, und GEZ-Nachforderungen bis zu 30 Jahre möglich sind. Die Verjährungsfristen beginnen meist mit dem Ende des Jahres, in dem die Forderung fällig wurde, wobei bestimmte Ereignisse die Verjährung hemmen können, z.B. durch Mahnverfahren. 

Kann die Krankenkasse Nachzahlungen verlangen?

Du solltest wissen, dass deine Krankenversicherung auch 4 Jahre nach Nichtzahlung ihre Beitragsansprüche geltend machen kann. Stehen also noch Beitragszahlungen aus dem Jahr 2020 aus, kann die Kasse bis Ende 2024 eine Nachzahlung verlangen.

Wie kann ich eine Rückerstattung für freiwillig versicherte Beiträge beantragen?

Freiwillig Versicherte können zu viel gezahlte Krankenkassenbeiträge zurückfordern, indem sie bei ihrer Krankenkasse einen Antrag stellen, oft mit Einkommensnachweisen (Steuerbescheid), da die Beiträge nach den tatsächlichen Einnahmen berechnet werden müssen – die Erstattung erfolgt erst nach Vorlage aller Unterlagen und der Prüfung, meist nach Ablauf des Jahres, in dem die Beiträge gezahlt wurden, und verjährt nach vier Jahren. Die Krankenkasse prüft den Anspruch und erstattet dann die Differenz, oft nach Einreichung der Einkommensnachweise.
 

Wie lange können Versicherungsbeiträge nachgefordert werden?

Nach § 25 SGB IV verjähren Ansprüche auf Beiträge in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig geworden sind.

Wann verjähren Ansprüche an die Krankenkasse?

Schulden bei der Krankenkasse verjähren grundsätzlich nach vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig wurden (§ 25 SGB IV). Die Frist beginnt aber erst am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist und die Kasse Kenntnis erlangt hat. Wichtig: Diese Frist wird durch Mahnungen, Vollstreckungsversuche oder Anerkenntnisse gehemmt oder unterbrochen, was die Verjährung oft verhindert, und bei vorsätzlichem Vorenthalten von Beiträgen gilt eine 30-jährige Frist. 

Wann verjähren Rechnungen bei der Krankenkasse?

Ansprüche auf Sozialleistungen verjähren 4 Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden sind. Beispiel: Rechnungen für das Kalenderjahr 2021 können wir Ihnen bis zum 31. Dezember 2025 erstatten.

Wie lange ist die Zahlungsschonfrist für Säumniszuschläge?

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass ein Säumniszuschlag bei einer Verspätung von bis zu 3 Tagen nicht erhoben wird. Es handelt sich um die sogenannte Zahlungsschonfrist.