Wann verjährt eine Nachforderung?

Gefragt von: Annika Steffen-Franz
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Eine Nachforderung verjährt meist nach drei Jahren (§ 195 BGB), beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger davon wusste. Bei bestimmten Forderungen, wie z.B. aus dem Arbeitsverhältnis oder Nebenkostenabrechnungen, gelten diese Regelungen ebenfalls, wobei bei Nebenkosten der Mieter die Abrechnung fristgerecht erhalten haben muss. Sonderfälle, wie z.B. Baumängel (5 Jahre) oder gerichtliche Titel (30 Jahre), haben abweichende Fristen.

Wann verjähren Nachforderungen?

Ansprüche verjähren grundsätzlich in drei Jahren (regelmäßige Verjährung).

Wie lange darf eine Rechnung nachgefordert werden?

Allgemein gilt für Rechnungen aller Art eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Der Ablauf der Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung gestellt wurde. Handelt es sich also zum Beispiel um eine Rechnung vom 03. Mai 2023, so verjährt die Rechnung zum 31.12.2026.

Wann verfällt eine Forderung?

Eine Forderung verfällt in der Regel nach drei Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem sie entstanden ist (z.B. eine 2024 entstandene Forderung verjährt am 31.12.2027). Es gibt aber Sonderfristen, wie 2 Jahre für Gewährleistungsansprüche (Kauf- und Werkverträge), 5 Jahre für Bauwerksmängel oder 30 Jahre für titulierte Ansprüche. Wichtig: Nach Verjährung kann der Schuldner die Zahlung verweigern, auch wenn die Forderung noch existiert. 

Wie lange kann man Rechnungen nachträglich einfordern?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Es gibt keine Verjährung, wenn Sie eine Rechnung rückwirkend stellen möchten. Sie können also immer rückwirkend eine Rechnung schreiben – egal, wie lange die Erbringung der Leistung bzw. die Lieferung des Produkts her ist.

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Wie weit rückwirkend dürfen Rechnungen gestellt werden?

Rechnungen dürfen grundsätzlich rückwirkend immer gestellt werden, solange die Leistung erbracht wurde, aber der Kunde kann die Zahlung verweigern, wenn die Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist. Diese Frist beginnt nicht mit dem Datum der Leistung, sondern mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist, sodass eine Forderung aus 2022 am 31.12.2025 verjährt. Wichtig ist, dass Sie nachweisen können, dass die Leistung wirklich erbracht wurde, und die üblichen Pflichtangaben auf der Rechnung vorhanden sind, auch wenn sie rückdatiert wird. 

Was hemmt die Verjährung von Forderungen?

§ 203 Hemmung der Verjährung bei Verhandlungen. Schweben zwischen dem Schuldner und dem Gläubiger Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der eine oder der andere Teil die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert.

Wann ist eine Forderung erloschen?

Die regelmäßige Verjährungsfrist für Schulden beträgt in Deutschland gemäß § 195 BGB drei Jahre. Die Frist beginnt am Ende des Jahres,unter der Bedingung, dass die Forderung im Laufe des Jahres fällig geworden ist, in dem die Leistung erbracht wurde.

Welche Rechnungen verjähren nicht?

Eine Rechnung ohne Mahnung verjährt wie alle anderen Rechnungen auch nach drei Jahren. Aber auch eine von dir verschickte Mahnung hat keine Auswirkung auf die Verjährungsfrist. Ein gerichtliches Mahnverfahren und der dazugehörige korrekt ausgefüllte Mahnbescheid sind eine Möglichkeit, die Verjährung zu stoppen.

Kann ich auch nach 3 Jahren Ansprüche geltend machen?

Zeitlimits

Wenn Sie Schadensersatzansprüche geltend machen möchten, sollten Sie sich dringend rechtlich beraten lassen. Der häufigste Anspruch bei Personenschäden beruht auf Fahrlässigkeit, und die Verjährungsfrist hierfür beträgt drei Jahre. Das bedeutet, dass die Klage innerhalb von drei Jahren erhoben werden muss, nachdem Sie erstmals von der Verletzung Kenntnis erlangt haben .

Wie lange muss man eine Rückwirkendrechnung stellen?

Sie können eine Rechnung grundsätzlich rückwirkend ohne zeitliche Grenze stellen, solange Sie die Leistung erbracht haben, aber der Kunde muss die Zahlung nur innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist von drei Jahren leisten. Diese Frist beginnt am Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist (z. B. eine Leistung vom Juni 2022 verjährt am 31.12.2025). Beachten Sie dabei die UStG-Pflichtangaben auf der Rechnung. 

Ist es möglich, nach 2 Jahren noch eine Rechnung zu stellen?

Ja, ein Handwerker kann auch nach zwei Jahren noch eine Rechnung stellen, aber die Zahlungspflicht des Kunden verjährt in der Regel nach drei Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde (§ 195 BGB). Das bedeutet, dass nach Ablauf dieser Frist der Kunde die Zahlung verweigern kann, wenn er sich auf die Verjährung beruft; rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren können die Frist unterbrechen.
 

Wann muss ich eine Rechnung nicht bezahlen?

Eine Rechnung muss man nicht mehr bezahlen, wenn die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist; diese beginnt am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist, also z.B. eine Rechnung vom 15. Mai 2023 verjährt am 31. Dezember 2026. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung rechtlich verweigern. Beachten Sie auch, dass Rechnungen grundsätzlich sofort fällig sind, aber oft eine 30-tägige Zahlungsfrist gewährt wird, nach der der Verzug eintritt.
 

Wie lange dürfen Rechnungen nachgefordert werden?

Die Verjährungsfrist von Rechnungen beträgt demnach drei Jahre. Die Frist beginnt allerdings nicht mit der Rechnungsstellung, sondern am Ende des Jahres, in dem die Leistung erbracht wurde. Wurde eine Leistung also im April 2025 erbracht, läuft die Frist vom 31.12.2025 bis zum 31.12.2028.

Wie lange kann man eine Nachzahlung fordern?

Wie lange kann eine Nachzahlung aus der Nebenkostenabrechnung gefordert werden? Nachzahlungen unterliegen laut § 195 BGB einer dreijährigen Verjährungsfrist. Dies gilt auch für das Guthaben des Mieters. Nachzahlungen sollten vom Mieter innerhalb von 30 Tagen geleistet werden.

Wann ist eine Nachzahlung verjährt?

Nebenkostenabrechnung: Verjährung für Vermieter und Mieter

Es gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren, gerechnet vom Ende der Abrechnungsfrist. Beispiel: Die Abrechnungsfrist für die Nebenkostenabrechnung 2021 hat am 31.12.2022 geendet. Der Anspruch des Mieters verjährt also am 31.12.2025.

Welche Rechnungen sind 2025 verjährt?

Verjährung. Nach den genannten Rechtsgrundlagen verjähren zum Jahreswechsel 2025/2026 Honorarrechnungen an Patientinnen und Patienten, die im Lauf des Jahres 2022 erstellt und der Patientin bzw. dem Patienten zugestellt worden sind.

Wie lange kann ich eine Rechnung rückwirkend stellen?

Die Rechnungsstellung hat zwei wichtige Fristen: Für gewerbliche Leistungen (B2B) müssen Rechnungen spätestens 6 Monate nach Leistungserbringung gestellt werden, sonst drohen Bußgelder und Steuernachteile; für Privatkunden (B2C) gibt es keine gesetzliche Frist, aber meist gilt die 30-tägige Zahlungsfrist, die mit Zugang der Rechnung beginnt, wenn nichts anderes vereinbart ist. Nach Ablauf dieser 30 Tage tritt der Zahlungsverzug ein. Eine allgemeine Verjährungsfrist für Forderungen beträgt 3 Jahre ab Ende des Kalenderjahres, in dem der Anspruch entstand. 

Was tun, wenn die Firma keine Rechnung schickt?

Wenn eine Firma keine Rechnung schickt, sollten Sie zuerst freundlich nachfragen und eine Zahlungsaufforderung senden; bleibt dies erfolglos, können Sie das Finanzamt informieren (besonders bei Handwerkern), rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten, oder bei Online-Käufen Ihre Bestellung und Zahlung belegen, um Gewährleistung zu erhalten, auch ohne Rechnung. 

Wann ist eine Forderung ungültig?

Die regelmäßige Verjährungsfrist nach § 195 BGB beträgt drei Jahre und gilt für die meisten geschäftlichen Forderungen. Entscheidend für die Berechnung ist nicht das Datum der Rechnungsstellung, sondern der Zeitpunkt der Leistungserbringung.

Wann tritt Verjährung nicht ein?

Die Verjährung einer Forderung tritt nicht ein, wenn sie gehemmt ist oder neu beginnt (siehe unten). Hemmung der Verjährung bedeutet, dass mit Eintritt des Hemmungs- grundes die Verjährung zum Stillstand kommt und nach dessen Wegfall weiterläuft.

Wann ist eine Forderung verwirkt?

Ein Recht ist verwirkt, wenn seit der Möglichkeit seiner Geltendmachung längere Zeit verstrichen ist (Zeitmoment) und besondere Umstände hinzutreten, die eine spätere Geltendmachung als Verstoß gegen Treu und Glauben erscheinen lassen (Umstandsmoment).

Was hindert die Verjährung?

Gerichtliches Mahnverfahren: Ein gerichtliches Mahnverfahren kann die Verjährung verhindern. Wenn Sie einen Mahnbescheid bei Gericht beantragen, wird die Verjährungsfrist gehemmt. Dies setzt voraus, dass der Schuldner innerhalb der gesetzlichen Frist auf den Mahnbescheid reagiert.

Wann verjähren Forderungen nach dem BGB?

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre.

Wann verjährt eine Geldbuße?

Ein Bußgeldbescheid unterliegt verschiedenen Verjährungsfristen, wobei für Verkehrsverstöße meist drei Monate gelten (ab Tat-Ende) und die Behörde innerhalb dieser Zeit den Bescheid zustellen muss; wird der Bescheid rechtskräftig, greift die Vollstreckungsverjährung, die je nach Höhe des Bußgeldes drei bis fünf Jahre (oder länger bei Straftaten) betragen kann und die Eintreibung regelt. Wichtig: Die Verjährung kann durch Maßnahmen wie den Versand eines Anhörungsbogens unterbrochen werden und beginnt dann neu.