Wann verjährt eine unbezahlte Rechnung?

Gefragt von: Rosina Weidner
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Offene Rechnungen verjähren in Deutschland nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB), wobei die Frist am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis erlangt hat (Jahresendverjährung). Eine Rechnung vom 15. März 2023 verjährt also erst zum 31. Dezember 2026. Die Verjährung stoppt eine einfache Mahnung nicht; dafür sind rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren oder eine Klage notwendig, die die Frist hemmen können.

Wann verjähren unbezahlte Rechnungen?

Allgemein gilt für Rechnungen aller Art eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Der Ablauf der Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung gestellt wurde. Handelt es sich also zum Beispiel um eine Rechnung vom 03. Mai 2023, so verjährt die Rechnung zum 31.12.2026.

Wie lange kann eine Rechnung unbezahlt bleiben?

Es handelt sich im Grunde um eine Verjährungsfrist für die Zahlung von Rechnungen und die Frist, innerhalb derer ein Gläubiger einen Schuldner wegen Nichtzahlung einer Rechnung belangen kann. Viele Unternehmen werden überrascht sein, dass unbezahlte Rechnungen gemäß einem einfachen Vertrag bis zu sechs Jahre lang rechtmäßig geltend gemacht werden können.

Wie lange kann man unbezahlte Rechnungen einfordern?

Die Verjährungsfrist für Rechnungen beträgt in Deutschland drei Jahre und beginnt zum Jahresende des Leistungsjahres. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung verweigern. Eine Mahnung allein stoppt die Verjährung nicht, sondern nur rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren mit Mahnbescheid.

Ist es möglich, nach 2 Jahren noch eine Rechnung zu stellen?

Kann man nach 2, 3 oder 5 Jahren noch eine Rechnung stellen? Ja, es ist möglich, eine Rechnung nachträglich zu stellen. Doch auch wenn es keine Verjährungsfrist für die Rechnungsstellung gibt, so kann die Zahlungsfrist verjähren.

Statute of limitations for claims - restart and suspension

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Wie weit rückwirkend dürfen Rechnungen gestellt werden?

Rechnungen dürfen grundsätzlich rückwirkend immer gestellt werden, solange die Leistung erbracht wurde, aber der Kunde kann die Zahlung verweigern, wenn die Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist. Diese Frist beginnt nicht mit dem Datum der Leistung, sondern mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist, sodass eine Forderung aus 2022 am 31.12.2025 verjährt. Wichtig ist, dass Sie nachweisen können, dass die Leistung wirklich erbracht wurde, und die üblichen Pflichtangaben auf der Rechnung vorhanden sind, auch wenn sie rückdatiert wird. 

Wie lange kann ich eine Rechnung rückwirkend ausstellen?

Sie können eine Rechnung grundsätzlich rückwirkend ohne zeitliche Grenze stellen, solange Sie die Leistung erbracht haben, aber der Kunde muss die Zahlung nur innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist von drei Jahren leisten. Diese Frist beginnt am Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist (z. B. eine Leistung vom Juni 2022 verjährt am 31.12.2025). Beachten Sie dabei die UStG-Pflichtangaben auf der Rechnung. 

Kann ein Handwerker nach 3 Jahren noch eine Rechnung stellen?

Ja, ein Handwerker kann grundsätzlich auch nach drei Jahren noch eine Rechnung stellen, aber der Anspruch auf Zahlung kann bereits verjährt sein, da die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB) bereits am Ende des Jahres beginnt, in dem die Leistung erbracht wurde. Wenn der Kunde die Verjährungseinrede (§ 924 BGB) erhebt, muss er nicht mehr zahlen, auch wenn die Rechnung formal noch gestellt wird; die Forderung erlischt dann rechtlich.
 

Welche Folgen haben unbezahlte Rechnungen?

a) Welche Folgen haben unbezahlte Rechnungen? Wenn eine Rechnung nicht bezahlt wird, kann diese eingeklagt werden oder einem Anwalt übergeben werden. Der Anwalt kann dann eine anwaltliche Mahnung erstellen. Dabei fallen Anwaltsgebühren an, die dann dem Schuldner in Rechnung gestellt werden können.

Wann ist eine Forderung erloschen?

Die regelmäßige Verjährungsfrist für Schulden beträgt in Deutschland gemäß § 195 BGB drei Jahre. Die Frist beginnt am Ende des Jahres,unter der Bedingung, dass die Forderung im Laufe des Jahres fällig geworden ist, in dem die Leistung erbracht wurde.

Wann erlischt der Anspruch auf eine Rechnung?

Forderungen aus Rechnungen verjähren in Deutschland grundsätzlich nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren, die am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger davon Kenntnis erlangte (z.B. eine Rechnung von 2025 verjährt am 31.12.2028). Wichtig ist: Nur rechtliche Schritte (wie ein gerichtliches Mahnverfahren) stoppen die Verjährung, nicht aber Mahnungen; nach Ablauf der Frist kann der Schuldner die Zahlung verweigern. 

Was passiert, wenn keine Rechnung kommt?

Sofern der Leistungserbringer keine Rechnung ausstellt, muss der Leistungsempfänger die Erteilung einer Rechnung auf dem ordentlichen Rechtsweg vor den Zivilgerichten einklagen. Anspruchsgrundlage für diese Verpflichtung ist das zugrundeliegende zivilrechtliche Rechtsverhältnis i.V.m. der sich aus § 14 Abs.

Wie lange haben Firmen Zeit, eine Rechnung zu stellen?

Eine Firma muss Rechnungen an andere Unternehmen (B2B) spätestens innerhalb von sechs Monaten nach Leistungserbringung stellen, um Bußgelder zu vermeiden und dem Kunden den Vorsteuerabzug zu ermöglichen. Bei Leistungen an Privatkunden (B2C) gibt es grundsätzlich keine gesetzliche Frist für die Rechnungsstellung, aber eine zeitnahe Ausstellung ist wichtig, da die eigentliche Verjährungsfrist für Forderungen drei Jahre beträgt (beginnend mit dem Jahresende). 

Wie lange kann man Rechnungen nachträglich einfordern?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Es gibt keine Verjährung, wenn Sie eine Rechnung rückwirkend stellen möchten. Sie können also immer rückwirkend eine Rechnung schreiben – egal, wie lange die Erbringung der Leistung bzw. die Lieferung des Produkts her ist.

Wann verjährt eine Aufforderung zur Zahlung?

Die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren beginnt grundsätzlich mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den anspruchsbegründenden Umständen und von der Person des Schuldners Kenntnis erlangt hat (Jahresendverjährung).

Wann muss ich eine Rechnung nicht bezahlen?

Eine Rechnung muss man nicht mehr bezahlen, wenn die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist; diese beginnt am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist, also z.B. eine Rechnung vom 15. Mai 2023 verjährt am 31. Dezember 2026. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung rechtlich verweigern. Beachten Sie auch, dass Rechnungen grundsätzlich sofort fällig sind, aber oft eine 30-tägige Zahlungsfrist gewährt wird, nach der der Verzug eintritt.
 

Wann verfallen unbezahlte Rechnungen?

Offene Rechnungen verjähren in Deutschland nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB), wobei die Frist am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis erlangt hat (Jahresendverjährung). Eine Rechnung vom 15. März 2023 verjährt also erst zum 31. Dezember 2026. Die Verjährung stoppt eine einfache Mahnung nicht; dafür sind rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren oder eine Klage notwendig, die die Frist hemmen können. 

Was tun bei unbezahlter Rechnung?

Wenn eine Rechnung nicht bezahlt wird, sollten Sie zuerst das Gespräch suchen, dann eine formelle Mahnung mit Frist setzen (inkl. Mahngebühren/Zinsen) und bei weiterhin ausbleibender Zahlung ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten oder einen Inkasso-Dienstleister/Anwalt beauftragen, bis hin zur Klage, um Ihre Forderung durchzusetzen. 

Was passiert, wenn eine Rechnung unbezahlt bleibt?

Da Sie Ihren Kunden Zahlungsziele einräumen, können Sie bei unbezahlten Rechnungen Mahngebühren oder Zinsen erheben . Diese dürfen jedoch nicht ohne vorherige Ankündigung hinzugefügt werden. Es empfiehlt sich, eine Regelung für Mahngebühren festzulegen und diese im ursprünglichen Kaufvertrag zu dokumentieren.

Wie lange dürfen Rechnungen rückwirkend gestellt werden?

Rechnungen dürfen grundsätzlich rückwirkend immer gestellt werden, solange die Leistung erbracht wurde, aber der Kunde kann die Zahlung verweigern, wenn die Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist. Diese Frist beginnt nicht mit dem Datum der Leistung, sondern mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist, sodass eine Forderung aus 2022 am 31.12.2025 verjährt. Wichtig ist, dass Sie nachweisen können, dass die Leistung wirklich erbracht wurde, und die üblichen Pflichtangaben auf der Rechnung vorhanden sind, auch wenn sie rückdatiert wird. 

Wie weit rückwirkend kann ich Rechnungen stellen?

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu unseren Dienstleistungen im Bereich Inkasso und Kreditmanagement. Gibt es eine Frist für die Rechnungsstellung? Gemäß dem Verjährungsgesetz von 1980 können Rechnungen bis zu sechs Jahre nach Abschluss der Arbeiten oder Lieferung der Waren ausgestellt werden.

Wann verjähren Handwerkerleistungen ohne Rechnung?

Wann verjähren Leistungen, wenn der Handwerker keine Rechnung schickt? Bei Privatkunden verjährt Ihr Anspruch auch ohne Rechnungsstellung drei Jahre nach der ausdrücklichen oder stillschweigenden Werkabnahme.

Was passiert, wenn der Handwerker keine Rechnung schickt?

Wenn ein Handwerker keine Rechnung schickt, ist das eine Pflichtverletzung, die zu Problemen für beide Seiten führen kann: Der Kunde kann die Leistung nicht steuerlich geltend machen und der Handwerker riskiert Bußgelder wegen Steuerhinterziehung (Schwarzarbeit) und verliert eventuell den Anspruch auf Bezahlung, wenn er es versäumt, seine Forderung rechtzeitig durchzusetzen. Der Kunde kann die Rechnung einklagen und der Handwerker muss handeln, um die Verjährung zu verhindern, z.B. durch Mahnungen oder gerichtliche Schritte. 

Wie lange ist eine Rechnung ungültig?

Hier ist die 6-Jahres -Rechnungsregel, ganz einfach erklärt. Denken Sie daran, wachsam, organisiert und vor allem geduldig zu bleiben. Gut Ding will Weile haben – auch wenn es seine Zeit braucht.

Was tun, wenn man keine Rechnung bekommt?

Wenn Sie keine Rechnung bekommen, sollten Sie zunächst den Rechnungssteller kontakieren und zur Ausstellung auffordern, Beweise für die Leistung (Bestellbestätigung, Zahlungsbeleg) sichern und bei anhaltender Weigerung den Rechtsweg über Zivilgerichte in Erwägung ziehen oder den Fall dem Finanzamt melden (besonders bei Handwerkern), da der Gläubiger in der Beweispflicht ist, die Rechnung zugestellt zu haben.