Wann zahlt Sparkasse Gebühren zurück?

Gefragt von: Gerti Wiese
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Folge des BGH-Urteils: Bank- und Sparkassenkunden müssen nur Gebühren zahlen, die bei Kontoeröffnung oder dem letzten Wechsel des Kontomodells galten. Auf Erhöhungen entfallende Zahlungen innerhalb der letzten zehn Jahre sind zu erstatten.

Wie bekomme ich meine Gebühren von der Sparkasse zurück?

Sie haben die Möglichkeit, es zunächst mit einem Musterbrief zu versuchen und die Sparkasse im Alleingang dazu aufzufordern, das Geld zurückzuzahlen. Diesen können Sie hier kostenlos herunterladen.

Wie bekomme ich meine Bankgebühren zurück?

Hierfür müssen Sie Ihre Kontoauszüge sichten und die jeweiligen unzulässigen Gebühren, welche Sie gezahlt haben, zusammenzählen. Selbst wenn die Bank diese Gebühren verlangt hat, als Sie Ihr Konto eröffnet und damit den Gebühren zugestimmt haben, können Sie mit einem Musterbrief die Bankgebühren dennoch zurückfordern.

Wie lange kann man die Kontoführungsgebühren zurückfordern?

Dein Anspruch verjährt grundsätzlich nach drei Jahren zum Jahresende. Buchung der unzulässigen Gebühren 2018 – Rückforderung möglich bis 31. Dezember 2021: Bei den Gebühren von 2018 kann sich die Bank also auf Verjährung berufen.

Wie hoch sind die Gebühren bei der Sparkasse?

Welche Kontoführungsgebühren sind normal? Eine genaue Auflistung der Kontogebühren bei den Sparkassen gibt es nicht. Jedes Institut entscheidet für sich, wie hoch die Kontogebühren ausfallen sollen. In der Regel können Sie allerdings mit einem monatlichen Betrag von drei bis acht Euro rechnen.

Ärger mit Gebühren bei Banken und Sparkassen

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Wer kann Bankgebühren zurückfordern?

Kontoinhaber können demnach Bankgebühren zurückfordern, die Geldhäuser ohne ausdrückliche Kundeneinwilligung kassiert haben. Vor dem Urteil gingen Banken davon aus, dass Kunden neue Konditionen akzeptieren, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Frist widersprechen. Es galt also eine stillschweigende Zustimmung.

Wie hoch darf die kontoführungsgebühr sein?

Es gibt diesbezüglich nämlich keine gesetzlichen Obergrenzen oder ähnliche Regelungen. Jede Bank kann also frei entscheiden, wie hoch die Kontoführungsgebühren ausfallen. In der Regel müssen Sie aber mit etwa 3 bis 8 Euro pro Monat rechnen.

Sind Kontoführungsgebühren noch erlaubt?

Banken dürfen für Bareinzahlungen und Barauszahlungen am Bankschalter auf das eigene oder vom eigenen Girokonto ein Entgelt verlangen. Allerdings dürfen sie dabei nur solche Kosten umlegen, die unmittelbar durch die Nutzung des Zahlungsmittels entstehen (sogenannte transaktionsbezogene Kosten).

Hat Sparkasse Kontoführungsgebühren erhöht?

Die Preiserhöhung betrifft zum einen die Kontoführung der Girokonto-Modelle „Pauschal“, „Digital“ und „Individual“. Ab 1. Juli 2022 fallen hier jeweils 1,95 Euro mehr im Monat an. Das entspricht einer Erhöhung von bis zu 195 Prozent. Teurer wird auch die Ausgabe einer Sparkassen-Card (Debitkarte) im Bestandsgeschäft.

Werden die Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse erhöht?

Die Sparkasse hebt erst zum 1. März 2023 die Preise für die privaten Girokonten an, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet. Der monatliche Grundpreis für die 70.000 Privat-Girokonten erhöht sich moderat um 40 Cent auf 6,90 Euro. Einen Rabatt, wenn das Konto online geführt ist, gibt es weiterhin.

Was passiert wenn ich den Kontoführungsgebühren nicht zustimme?

Was sollte ich tun, wenn ich mit den neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen meiner Bank nicht einverstanden bin? Wenn Sie einer Erhöhung von Entgelten nicht zustimmen möchten, bleibt Ihnen nur, sich nach einem anderen Geldinstitut umzusehen.

Warum ist das Konto bei der Sparkasse so teuer?

Wie bei der Volksbank wird auch von der Sparkasse als Grund für die Gebührenerhöhungen die andauernde Niedrigzinspolitik der EZB angegeben. Durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes sind viele Gebühren, die die Banken in den letzten Monaten und Jahren eingeführt haben in Frage gestellt worden.

Sind die Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse rechtens?

Brisantes Urteil: Viele Kontogebühren sind ungültig. Der Bundesgerichtshof stärkte im April 2021 die Rechte vieler Bankkunden. In einem grundlegenden Urteil (AZ. XI ZR 26/20) wurde Banken und Sparkassen untersagt, Kontoführungsgebühren ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden zu erheben.

Bei welcher Bank zahlt man keine Kontoführungsgebühren?

Bei diesen Banken gibt es ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren
  • Girokonto eröffnen bei der DKB. ...
  • Girokonto eröffnen bei der ING. ...
  • Girokonto eröffnen bei der Norisbank. ...
  • Girokonto eröffnen bei 1822direkt. ...
  • Girokonto eröffnen bei der Comdirect. ...
  • Girokonto eröffnen bei der Commerzbank. ...
  • Girokonto eröffnen bei der Targobank.

Wie vermeide ich Kontoführungsgebühren?

Unsere Tipps um Kontoführungsgebühren zu vermeiden:
  1. Kombinieren Sie mehrere kostenfreie Konten.
  2. Verzichten Sie auf Filialbanken.
  3. Wählen Sie keinen Anbieter mit strengen Bedingungen für die kostenfreie Kontoführung!

Wie viel Geld darf man auf dem Girokonto haben Sparkasse?

Wie viel Geld darf man auf dem Konto haben? – Generell kannst Du einen beliebigen Betrag auf dem Girokonto haben, da es keine Begrenzung oder Regelung für die maximale Höhe gibt – das gilt grundsätzlich für alle Banken, Sparkassen und Volksbanken. Du kannst also so viel Geld auf dem Konto haben, wie Du möchtest.

Welche Sparkasse hat keine Kontoführungsgebühren?

Unsere Empfehlung für alle, die eine Sparkasse ohne Kontoführungsgebühren suchen, ist die 1822direkt. Die 1822direkt gehört zur Frankfurter Sparkasse. Der Name 1822direkt leitet sich von der Gründung der Sparkasse im Jahr 1822 ab. Das Girokonto der 1822direkt ist von 18 bis 26 Jahren ohne Kontoführungsgebühren.

Wann muss man keine Kontoführungsgebühren zahlen?

Auch möglich ist, dass Du keine Kontoführungsgebühr zahlst, wenn Du mehr Geld bei der Bank hast oder andere Produkte eröffnest, wie zum Beispiel ein Depot. Außerdem gibt es regionale Unterschiede bei Sparkassen, Volksbanken, Sparda-Banken und PSD-Banken.

Was passiert wenn man bei der Sparkasse nicht zustimmt?

Weigere sich ein Kunde, die Änderungen anzunehmen oder reagiere darauf nicht, müssen die Kreditinstitute laut BGH-Urteil tätig werden. Damit könnte es zu neuen juristischen Auseinandersetzungen kommen. “Lehnen Bankkunden die Zustimmung ab, müssen sie die neuen Gebühren zwar nicht bezahlen”, erklärt die Kanzlei Gansel.

Soll man den Bedingungen der Sparkasse zustimmen?

Banken und Sparkassen dürfen nicht stillschweigend Änderungen der allgemeinen Geschäftsbedingungen einführen oder Entgelte erhöhen – sie brauchen dafür die Zustimmung ihrer Kundinnen und Kunden.

Was passiert mit dem Geld wenn ich mein Konto kündige?

Was passiert nach der Kündigung mit meinem Geld? – Ganz einfach: Das Geld wird auf das Konto überwiesen, das Sie als neues Konto angegeben haben. Deshalb ist es wichtig, dass Sie ein neues Konto angeben. Alternativ können Sie sich das Geld auf Ihrem Konto auch bar auszahlen lassen.

Warum zahle ich keine Kontoführungsgebühren?

Oft verzichtet die Bank auch auf Gebühren für die Kontoführung, wenn monatlich ein gewisser Mindestbetrag auf dem Konto eingeht, beispielsweise 1.000 oder 1.200 Euro. Die Bank geht in diesem Fall davon aus, dass das Konto ausreichend gedeckt ist, sodass sie mit dem Geld des Kunden wirtschaften und Geld verdienen kann.

Was ist die teuerste Bank in Deutschland?

Gleich drei Banken haben sich den Titel «teuerste Bank Deutschlands» verdient: die Kaltenkirchener Bank, die Volksbank Braunlage und die Sparkasse Münden verlangen mit 14,75 Prozent die höchsten Zinsen von Kunden, die ihr Girokonto überziehen und Geld im Rahmen des eingeräumten Kredits abheben.