Warum dürfen Patienten im Basis bzw Standardtarif nur Vertragsärzte aufsuchen?

Gefragt von: Pauline Naumann
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Der Leistungsumfang entspricht dem der gesetzlichen Krankenkassen. Wer im Basistarif versichert ist, darf deswegen keine reinen Privatärzte aufsuchen, sondern muss Ärzte mit Kassenzulassung („Vertragsärzte“) wählen, wenn er die Kosten für die Behandlung erstattet bekommen will.

Warum dürfen Patienten im Basistarif nur Vertragsärzte aufsuchen?

Da die Kassenärztlichen Vereinigungen gesetzlich verpflichtet sind, die vertragsärztliche Versorgung der Versicherten im PKV-Basistarif sicherzustellen, muss eine Behandlung dieser Versicherten durch die Vertragsärzte auch gewährleistet sein.

Was ist der Unterschied zwischen Basistarif und Standardtarif in der PKV?

Der Basistarif und der Standardtarif sind brancheneinheitliche PKV-„Sozialtarife“. Der Basistarif bietet Leistungen, die mit denen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weitgehend vergleichbar sind. Die Leistungen des Standardtarifs orientieren sich dagegen nur an denen der GKV.

Wer hat Anspruch auf Standardtarife?

Der Standardtarif kommt nur für Versicherte mit vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossenen Verträgen in Frage. Privat Versicherte mit seit dem 1. Januar 2009 abgeschlossenen Verträgen haben die Möglichkeit, in den Basistarif zu wechseln.

Wer darf in den Basistarif?

Auch wenn Du bisher nicht krankenversichert bist und die private Krankenversicherung für Dich zuständig ist, muss Dich jeder Versicherer in den Basistarif aufnehmen. Hast Du Deinen Vertrag vor 2009 abgeschlossen, kannst Du auch in den anderen Sozialtarif der PKV, den Standardtarif, wechseln.

Beitragserhöhung im Standardtarif 2021 durch Mehrausgaben und Niedrigzinsen | PKV erklärt

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Welche Nachteile hat der Basistarif der privaten Krankenversicherung?

Nachteile

  • Niedrigeres Leistungsniveau als im Normaltarif der PKV.
  • Viele Ärzte behandeln Versicherte im Basistarif nur mit Einschränkungen oder lehnen die Behandlung ab.
  • Der Leistungsumfang ist festgelegt und kann wie in der GKV sogar gekürzt werden.

Welche Voraussetzungen müssen für einen Wechsel in den Standardtarif erfüllt sein?

Der Standardtarif

  • seit mindestens 10 Jahren privat krankenversichert sind und.
  • mindestens 65 Jahre alt sind oder.
  • mindestens 55 Jahre alt sind und ihr gesamtes Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze der GKV (2026: 5.812,50 Euro/Monat) nicht übersteigt (das gilt auch für Heilfürsorgeberechtigte wie Polizisten) oder.

Wie teuer ist der Standardtarif in der PKV?

Was kostet der Standardtarif? Der durchschnittliche Monatsbeitrag für den Standardtarif beträgt seit Juli 2025 500 Euro im Monat. Und es wird 2026 deutlich teurer: Insgesamt steigen die PKV-Beiträge 2026 durchschnittlich um 13 Prozent, teilte der PKV-Verband Anfang Oktober 2025 mit.

Kann ich vom Standardtarif in den Basistarif wechseln?

Ein Wechsel in den Basistarif PKV ist für Versicherungsnehmer:innen, die ihren Versicherungsvertrag nach dem 1. Januar 2009 abgeschlossen haben, jederzeit möglich. Der Basistarif kann auch von Versicherten abgeschlossen werden, die den Vertrag vor 01.01.2009 abgeschlossen haben.

Wer hat Anspruch auf Tarifverträge?

3. Für wen gelten Tarifverträge? Nur Gewerkschaftsmitglieder haben einen rechtlichen Anspruch auf tarifliche Leistungen. In der Praxis gewähren Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber diese zwar meist allen Beschäftigten – doch einen verbindlichen Rechtsanspruch darauf haben sie nicht.

Was passiert, wenn ich als Rentner meine private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen kann?

Was passiert, wenn ich als Rentner meine private Krankenversicherung nicht mehr zahlen kann? Wer den Beitrag seiner PKV gar nicht mehr stemmen kann und Zahlungen schuldig bleibt, wechselt in den Notlagentarif, bis die Beitragsschulden beim Versicherer abbezahlt sind.

Wie hoch ist die Beitragserhöhung im Standardtarif?

Die Beitragserhöhung betrifft alle im Standardtarif Versicherten – Männer, Frauen und Kinder, sowohl für den Tarif mit Beihilfeanspruch (STB) als auch ohne Beihilfeanspruch (STN). Der durchschnittliche Monatsbeitrag steigt auf rund 500 Euro (2024: 400 Euro).

Was bedeutet Basistarif bei Privatpatienten?

Den Basistarif müssen alle privaten Krankenversicherungen (PKV) anbieten. Er hat einen reduzierten Beitrag und die Leistungen sind mit denen der gesetzlichen Krankenkassen vergleichbar. Er ist speziell für Privatversicherte in finanziellen Notlagen gedacht.

Was ist besser, Standard- oder Basistarif?

Der Standardtarif ist im direkten Vergleich der deutlich günstigere Tarif, beinhaltet aber unter anderem auch eine Selbstbeteiligung für Medikamente und Hilfsmittel. Der Basistarif bietet ein höheres Leistungsspektrum, kostet allerdings mit einem Höchstbetrag von 843,52 € pro Monat deutlich mehr als der Standardtarif.

Was ist der Unterschied zwischen Arzt und Vertragsarzt?

Vertrags(zahn)ärztinnen und Vertrags(zahn)ärzte (früher als „Kassenärzte“ bezeichnet) sind Ärztinnen und Ärzte, die im Besitz einer Zulassung zur Teilnahme an der ambulanten ärztlichen (vertragsärztlichen) Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten sind.

Kann ich als Kassenpatient zu einem Privatarzt gehen?

Auch als GKV-Versicherter ist es möglich, zu Privatärzten in Behandlung zu gehen! Denn Privatpraxis bedeutet lediglich „keine Kassenabrechnung“ – die Abrechnung kann also nicht über die gesetzliche Krankenkasse erfolgen und jemand anderes muss für die Kosten aufkommen.

Was kostet der Basistarif 2025 für die private Krankenversicherung?

Kosten für den Basistarif der privaten Krankenversicherung

Der Höchstbeitrag im Basistarif der privaten Krankenversicherung ist im Jahr 2025 auf 942,64 Euro pro Monat begrenzt. Außerdem kommt noch der Beitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von maximal 198,45 Euro pro Monat hinzu.

Was ist der LKH Basistarif?

Endet Ihre Hilfebedürftigkeit, müssen Sie den vollen Beitrag im Basistarif zahlen (2025: maximal 942,64 Euro). Der Beitrag für den Basistarif der PKV darf den Höchstbeitrag der GKV nicht überschreiten. Diese Deckelung liegt 2025 bei 942,64 Euro (zuzüglich Ihres individuellen Beitrags zur Pflegepflichtversicherung).

Kann man innerhalb der PKV den Tarif wechseln?

Der gesetzliche Anspruch auf einen internen Tarifwechsel ist klar geregelt. § 204 VVG garantiert Versicherten die Möglichkeit, in einen gleichartigen Tarif innerhalb ihrer PKV zu wechseln – unter Mitnahme aller Alterungsrückstellungen, die du über die Jahre aufgebaut hast.

Was sind die Nachteile der privaten Krankenversicherung?

Nachteile der privaten Krankenversicherung

  • Beiträge im Alter: Es kann richtig teuer werden. ...
  • Gesundheitsprüfung: Wer Vorerkrankungen hat, zahlt mehr – oder kommt nicht rein. ...
  • Keine kostenlose Familienversicherung. ...
  • Wechsel zurück in die GKV ist fast unmöglich. ...
  • Private Pflegepflichtversicherung ist Pflicht.

Welche PKV hat den günstigsten Basistarif?

Günstigster PKV-Tarif: NK select S3000 inkl. Pflegepflichtversicherung; Arbeitnehmeranteil: 138,84 € pro Monat. Beitrag GKV (BKK Firmus): Arbeitnehmeranteil: 627,17 € pro Monat. Monatliche Ersparnis: 488,33 €.

Was zahlt die private Krankenversicherung nach 6 Wochen?

Ab der 6. Woche der Erkrankung bekommt der/die Angestellte nur noch ein Krankengeld, das etwa 70 Prozent des Bruttogehalts entspricht. Die Differenz kann versichert werden.

Was passiert, wenn ich die PKV nicht mehr bezahlen kann?

Wer seine Beiträge für die private Krankenversicherung (PKV) nicht zahlen kann, verliert seine Versicherung nicht. Dann werden Sie in den Notlagentarif umgestellt. Das sind Ihre Rechte und Gestaltungsmöglichkeiten in einem solchen Fall.

Wie hoch ist der durchschnittliche Monatsbeitrag im Standardtarif der PKV?

Laut PKV-Verband zahlen Standardtarif-Versicherte seit Juli 2025 durchschnittlich rund 500 Euro im Monat. Dennoch liegen die Beiträge für langjährig Versicherte oft deutlich unter dem, was sie zuvor in ihrem „normalen“ Tarif bezahlt haben.

Wann kann ich 2025 in die PKV wechseln?

FAQs – Ab wann lohnt sich eine PKV

Als Angestellter haben Sie dann die freie Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung , wenn Ihr Bruttogehalt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Diese Grenze steigt jedes Jahr. 2025 liegt sie bei 73.800 Euro im Jahr bzw. 5.775 Euro im Monat.