Warum muss ich auf Krankengeld Steuern nachzahlen?

Gefragt von: Herr Prof. Karl-Heinrich Philipp MBA.
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Obwohl es sich bei Krankengeld um eine steuerfreie Leistung handelt, unterliegt es dem Progressionsvorbehalt. Das gilt nicht für Krankengeld-Zahlungen, die Sie von einer privaten Krankenversicherung erhalten. Deshalb müssen Sie diese Einkünfte nicht in Ihrer Steuererklärung angeben.

Warum Steuernachzahlung bei Krankengeld?

Der Bezug von Krankengeld führt oft zu einer steuernachzahlung nach krankengeld, da diese Einkünfte dem Progressionsvorbehalt unterliegen. Dies bedeutet, dass Sie zwar keine direkte Steuer auf das Krankengeld zahlen, dennoch Ihr persönlicher Steuersatz ansteigen kann.

Wie viel Steuern zahle ich auf Krankengeld?

Muss ich Krankengeld versteuern? Nein, Lohnersatzleistungen wie Krankengeld sind steuerfrei.

Warum muss man Krankengeld versteuern?

Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt

Allerdings unterliegen Lohnersatzleistungen dem Progressionsvorbehalt, weshalb Sie das bezogene Krankengeld in der Steuererklärung angeben müssen. Zumindest dann, wenn Sie mehr als 410 € Krankengeld im Jahr bezogen haben.

Wird Krankengeld nachträglich versteuert?

Ja, du musst Krankengeld in deiner Steuererklärung angeben, da es nachträglich deinen Steuersatz erhöht. Wenn du länger als 6 Wochen krankgeschrieben bist, bekommst du dein Gehalt nicht mehr vom Arbeitgeber, stattdessen springt deine Krankenversicherung ein und zahlt dir Krankengeld als Einkommensersatzleistung.

This is how the tax office takes apart emigrants...

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In welchen Fällen muss man Steuern nachzahlen?

Häufige Gründe für eine Nachzahlung:

  • zusätzliche Einkünfte.
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.
  • zu niedrige Vorauszahlungen.
  • veränderte Lebensumstände.
  • Änderung der Steuerklasse.
  • Wegfall bisher steuerbegünstigter Kinder.
  • Wegfall/Minderung Grad der Behinderung.

Welche Nachteile hat der Bezug von Krankengeld?

Der offensichtlichste Nachteil liegt in der Höhe der Leistung. Krankengeld ersetzt in der Regel 70 Prozent des Brutto- bzw. höchstens 90 Prozent des Nettogehalts. Durch die Deckelung greift bei höheren Einkommen eine Beitragsbemessungsgrenze, sodass Besserverdienende spürbare Abschläge hinnehmen müssen.

Welche Abzüge gibt es vom Krankengeld?

Vom Krankengeld werden die Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen, nicht aber die Krankenversicherungsbeiträge selbst, da diese vom Krankengeld bezahlt werden. Es fällt auch keine Einkommensteuer an, aber das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, was Ihren persönlichen Steuersatz erhöhen kann und in der Steuererklärung angegeben werden muss. 

Wird Krankengeld dem Finanzamt automatisch gemeldet?

Automatische Übermittlung an das Finanzamt

Jeweils bis zum 28. Februar übermittelt die VIACTIV Ihre Krankengeldbezüge des Vorjahres elektronisch an das für Sie zuständige Finanzamt. Anfang März erhalten Sie dann von uns unaufgefordert eine Bescheinigung über die gemeldeten Daten für Ihre Unterlagen.

Zählt Krankengeld als Einkommen?

Ja. Laut Gesetz muss das gesetzliche Krankengeld als Teil des anrechenbaren Einkommens gelten . Während des Krankenstands basieren die Rentenbeiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern auf dem tatsächlichen Verdienst des Arbeitnehmers.

Ist man verpflichtet, eine Steuererklärung zu machen, wenn man Krankengeld bekommen hat?

Erhalten Sie in einem Kalenderjahr Krankengeld (oder andere Entgeltersatzleistungen von zusammen mehr als 410 Euro) wird dieses auf Ihre steuerpflichtigen Einkünfte angerechnet und so müssen Sie vielleicht mehr Steuern zahlen. Sie sind dann verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben.

Wie wird Krankengeld von der Krankenkasse versteuert?

Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung ist steuerfrei, wird aber in den Progressionsvorbehalt einbezogen. Das bedeutet, dass der Steuersatz, der auf das übrige Einkommen angewandt wird, höher wird und so zu einer Steuermehrbelastung führt.

Welche Steuerklasse bei Krankengeld?

Wechsel Steuerklasse V zu IV-Faktor

Krankengeld bzw. Kurzarbeitergeld beziehen. Die beiden haben derzeit klassisch die Steuerklassenkombination III/V (Ehemann/Ehefrau).

Wie viel Steuern fallen auf Krankengeld an?

Bei Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Elterngeld handelt es sich um Einnahmen, die steuerfrei sind.

Wie kann ich eine Steuernachzahlung vermeiden?

Steuernachzahlung – kurz zusammengefasst

Häufige Gründe: höhere Gewinne, zusätzliche Einkünfte oder fehlende absetzbare Ausgaben. Vermeiden kannst du sie, indem du Vorauszahlungen anpasst, monatlich planst und Rücklagen bildest. Wird es eng, helfen Ratenzahlung oder Stundung beim Finanzamt.

Ist eine Nachzahlung von Krankengeld pfändbar?

Übergangs- und Krankengelder sind sogenannte Entgeltersatzleistungen und als solche pfändbar. Eine (rechnerische) Verteilung der nachträglich gezahlten Gelder auf die jeweiligen Monate, für die sie eigentlich gedacht gewesen wären, sei nicht vorgesehen.

Warum muss ich Steuern zahlen, wenn ich 0 angebe?

Wenn Sie 0 Freibeträge geltend gemacht haben und trotzdem Steuern nachzahlen müssen, haben Sie wahrscheinlich „verheiratet“ in Ihrem W4-Formular angegeben . Wenn Sie 0 Freibeträge geltend machen, wirkt es so, als ob nur Sie verdienen und Ihr Ehepartner nicht. Wenn Sie dann beide verdienen und der Gesamtbetrag den Steuersatz von 25 % erreicht, reicht die gezahlte Steuer nicht aus.

Was meldet die Krankenkasse ans Finanzamt?

Die Meldung beinhaltet u. a. Angaben zu den Versicherungsdaten, die Steuer-Identifikationsnummer, kurz: Steuer-ID, sowie die vom Versicherten geleisteten und die von der Krankenkasse erstatteten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung innerhalb des entsprechenden Kalenderjahres.

Wie wirkt sich Krankengeld auf die Steuererklärung aus?

Krankengeld ist eigentlich steuerfrei

Einen Haken hat die Sache aber: Entgeltersatzleistungen, wie das Krankengeld, unterliegen bei der Steuer dem Progressionsvorbehalt. Der sorgt dafür, dass Ihr persönlicher Steuersatz steigt. Ein Rechenbeispiel: Ruth bekommt 2024 drei Monate lang 4.800 Euro steuerfreies Krankengeld.

Warum muss ich beim Krankengeld Steuern nachzahlen?

Muss ich Steuern nachzahlen, wenn ich Krankengeld bekommen habe? Das hängt von deiner Einkommenshöhe ab. Häufig steigt die Steuerlast durch den höheren Steuersatz, der durch das Krankengeld verursacht wird.

Was bleibt netto vom Krankengeld?

Krankengeld netto ist das Krankengeld, das nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge übrig bleibt; es beträgt grundsätzlich 70 % des Bruttoeinkommens, aber maximal 90 % des Nettoeinkommens, wobei Einmalzahlungen einbezogen werden und ein gesetzlicher Höchstbetrag (2025: 128,63 € pro Tag) gilt, von dem noch Beiträge zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abgezogen werden, bis das Nettokrankengeld übrig ist. Die genaue Höhe hängt also von Ihrem individuellen Brutto- und Nettoverdienst ab, es gibt aber eine Obergrenze. 

Welche Beiträge zahlt man vom Krankengeld?

Vom Krankengeld werden Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen, nicht jedoch zur Krankenversicherung. Versicherte müssen während des Bezugs keine zusätzlichen Krankenversicherungsbeiträge zahlen.

Wie wirkt sich 1 Jahr Krankengeld auf die Rente aus?

Ein Jahr Krankengeld wirkt sich rentenmindernd aus, da auf Basis des geringeren Krankengeldbetrags (ca. 80% des Brutto-Einkommens) weniger Rentenbeiträge gezahlt werden, was zu weniger Entgeltpunkten führt, aber die Wartezeiten für die Rente nicht negativ beeinflusst; es ist finanziell ein Nachteil im Vergleich zu einem Jahr voller Erwerbstätigkeit, aber keine kompletten Nachteile. Die Minderung ist spürbar, aber nicht dramatisch, und bei späterem Rentenbeginn wird die Zeit mit Krankengeld durch die gezahlten Pflichtbeiträge aufgewertet. 

Was zahlt die Krankenkasse, wenn man länger als 6 Wochen krank ist?

Nach 6 Wochen Krankheit zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld, das etwa 70 % des Bruttoeinkommens beträgt, aber maximal 90 % des Nettogehalts nicht überschreitet; es ist ein Abschlag von ca. 18 % im Vergleich zum Nettogehalt normal, wobei Beiträge zur Sozialversicherung noch abgezogen werden und die Zahlung bis zu 78 Wochen für dieselbe Krankheit möglich ist. 

Was ist besser, Arbeitslos- oder Krankengeld?

In der Regel ist Krankengeld besser als Arbeitslosengeld (ALG I), da es oft höher ausfällt (bis zu 90% des Nettogehalts vs. 60-67% beim ALG I) und während des Bezugs Beiträge für die Arbeitslosenversicherung zahlt, wodurch Ihr Anspruch auf ALG I nicht verbraucht wird. Das Krankengeld wird von der Krankenkasse gezahlt, wenn Sie arbeitsunfähig sind, während das ALG I von der Agentur für Arbeit gezahlt wird, wenn Sie arbeitslos sind.