Warum muss man die AU an die Krankenkasse schicken?

Gefragt von: Elli Gruber
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Damit sichern Sie sich Ihren Anspruch auf Krankengeld, welches bei einer Erkrankung gezahlt wird, die länger als sechs Wochen anhält. Innerhalb einer Woche sollten Sie die Krankmeldung an die Krankenkasse schicken. Diese sogenannte Vorlagefrist ist im Fünften Sozialgesetzbuch geregelt.

Warum muss man au zur Krankenkasse schicken?

Darum benötigt die AOK Ihre Krankmeldung

Wenn Sie länger als sechs Wochen krankgeschrieben sind, haben Sie Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse. Damit Sie sich diesen Anspruch sichern, benötigt die Krankenkasse die Meldung zu Ihrer Arbeitsunfähigkeit. Diese übermittelt die Arztpraxis direkt an die AOK.

Wird die AU direkt an die Krankenkasse geschickt?

Ärztinnen und Ärzte versenden die AU darüber an die Krankenkassen. Von hier können Arbeitgeber die Daten abrufen. Die eAU ist für alle Ärztinnen und Ärzte verpflichtend. Vertragsärztinnen und -ärzte sind verpflichtet, die Krankenkassen über eine Arbeitsunfähigkeit ihrer Versicherten zu informieren.

Wer muss die AU an die Krankenkasse schicken?

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gilt nur für gesetzlich Krankenversicherte. Privatversicherte und Beilhilfeberechtigte erhalten die Krankmeldung weiterhin in Papierform und müssen sie an Arbeitgeber und Krankenversicherung beziehungsweise Beihilfestelle verschicken.

Wie erfährt die Krankenkasse von einer Krankmeldung?

Der Arbeitnehmer erhält von seiner Arztpraxis einen Ausdruck der AU-Daten für sich selbst. Auf seinen Wunsch erhält er zudem eine ausgedruckte AU-Bescheinigung für seinen Arbeitgeber. Nach dem Arztbesuch, spätestens bis 24:00 Uhr, übermittelt die Arztpraxis die Arbeitsunfähigkeitsdaten elektronisch an die Krankenkasse.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) – wie funktioniert das Verfahren?

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Was passiert wenn man die AU nicht an die Krankenkasse schickt?

Haben Sie die Krankmeldung nicht an die Krankenkasse geschickt, verlieren Sie damit den Anspruch auf die Zahlung des Krankengelds. Sie müssen dieses im Übrigen nicht gesondert beantragen. Die Krankenkasse prüft beim Eingang der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Ihr Anrecht auf diese Auszahlung automatisch.

Was passiert wenn ich die Krankmeldung nicht bei der Krankenkasse einreiche?

Denn wenn Sie es versäumen, Ihrer Krankenkasse innerhalb der Ein-Wochen-Frist die Krankschreibung zukommen zu lassen, verlieren Sie Ihren Anspruch auf die Zahlung von Krankengeld. Dabei kann es unter Umständen um hohe Summen gehen.

Wann schickt Arzt AU zur Krankenkasse?

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sollte so schnell wie möglich, jedoch spätestens eine Woche nach der Krankschreibung bei der Krankenkasse vorliegen. Diese Frist ist im Sozialgesetzbuch festgelegt (§ 49 Abs. 1 Nr. 55 SGB V).

Was bekommt der Arbeitgeber von der Krankenkasse Wenn ich krank bin?

Mindestens müssen Krankenkassen aber 40 Prozent der Fortzahlung erstatten. Das bedeutet, dass Arbeitgeber bei 80 Prozent Erstattung immer noch 20 Prozent der Entgeltfortzahlung aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Ein niedrigerer Beitrag wird mit einer höheren Selbstbeteiligung erkauft.

Was darf die Krankenkasse mich fragen?

Wonach darf mich die Kasse fragen?
  • Sie darf fragen, ob eine Wiederaufnahme Ihrer Arbeit absehbar ist und gegebenenfalls zu welchem Zeitpunkt diese voraussichtlich erfolgt.
  • Sie darf fragen, ob es konkret bevorstehende diagnostische und therapeutische Maßnahmen gibt, die einer Wiederaufnahme der Arbeit entgegenstehen.

Was ändert sich 2023 bei der Krankmeldung?

Seit dem 1. Januar 2023 sind gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer jedoch nicht mehr dazu verpflichtet, ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber weiterzuleiten. Stattdessen rufen Arbeitgeber die eAU direkt bei der Krankenkasse über ein systemgeprüftes Entgeltabrechnungs-Programm ab.

Was macht Krankenkasse mit Au?

Das Vorlegen der Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung (AU, "Krankschreibung", "gelber Zettel") entfällt für Krankenkassen-Versicherte seit 1.1.2023 weitgehend. Die Meldung läuft digital vom Arzt an die Krankenkasse und der Arbeitgeber muss sie bei der Krankenkasse abrufen.

Wer zahlt bei Au?

Krankheit während der ersten 4 Wochen der Beschäftigung

Stattdessen hat er einen Anspruch auf Krankengeld gegenüber der Krankenkasse. Ist der Arbeitnehmer auch nach der vierten Beschäftigungswoche weiter arbeitsunfähig, zahlt der Arbeitgeber vom Beginn der fünften Woche an das Entgelt für bis zu sechs Wochen fort.

Was macht der Arbeitgeber mit der Au?

Die Krankmeldung muss an 'den Arbeitgeber' gerichtet sein. Das kann je nach Organisationsstruktur des Unternehmens auch die Personalabteilung oder die/der direkte Vorgesetzte sein. Dies gilt allerdings nicht für die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (§ 5 Abs.

Wie viel kostet ein kranker Mitarbeiter pro Tag?

Je nach Unternehmen und Position betragen die täglichen Ausfallkosten je Mitarbeiter der arbeitsunfähig ist durchschnittlich ca. 400 EUR.

Wie lange muss ich krank sein um gekündigt zu werden?

Die Gerichte prüfen bei einer krankheitsbedingten Kündigung, ob wegen des Gesundheitszustandes des Beschäftigten auch in Zukunft damit gerechnet werden muss, dass dieser mehr als 6 Wochen im Jahr wegen Krankheit ausfällt.

Was braucht der Arbeitgeber bei Krankheit?

Wenn die Krankheit länger als drei Tage dauert, muss eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingereicht werden. Der Arbeitgeber kann aber auch unverzüglich ein Attest verlangen, wenn es so im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt ist, berichtet Engesser.

Was erfährt der Arzt von der Krankenkasse?

Die Kassenärzte rechnen ihre erbrachten Leistungen nicht direkt mit den Krankenkassen ab, sondern über ihre Kassenärztlichen Vereinigungen. Durch das Vergütungssystem (Einheitlicher Bewertungsmaßstab, EBM) erfahren sie erst Monate nach der Behandlung, was sie tatsächlich für die jeweilige Leistung bekommen.

Werden Krankmeldungen automatisch an die Krankenkasse gesendet?

Eine elektronische Übermittlung der AU-Bescheinigung vom Arzt an die Krankenkasse ist ab dem 1. Juli 2022 verpflichtend. Die elektronische Anbindung von Arbeitgebern an den Prozess kann seit dem 1. Januar 2022 erfolgen.

Wann muss man eine Au einreichen?

In den meisten Fällen muss die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am dritten Tag der Krankheit beim Arbeitgeber eingehen. Eine Krankschreibung durch einen Arzt kann auch rückwirkend erfolgen, sofern sie innerhalb von 3 Tagen nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit ausgestellt wird.

Warum schreibt der Arzt nur 3 Tage krank?

Krankschreibung vom Arzt – Drei-Tage-Regel

Diese informiert den Arbeitgeber lediglich darüber, dass Sie ärztlich begründet nicht zur Arbeit erscheinen können – ein Grund ist darauf nicht ausgewiesen. Je nach Arbeitgeber kann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch schon am ersten Tag der Krankheit verlangt werden.

Wird die AU automatisch an den Arbeitgeber?

Es entfällt die Pflicht, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung der Personalabteilung postalisch oder digital zuzusenden. Stattdessen müssen künftig Arbeitgeber in jedem Einzelfall die eAU abrufen. Das neue Verfahren ändert nichts daran, sich beim Arbeitgeber krankmelden zu müssen.

Wer zahlt das Krankengeld aus?

Versicherte erhalten von ihrer Krankenkasse Krankengeld, wenn es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich ist, dass sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben und eine andere im Haushalt lebende Person dies nicht übernehmen kann.

Warum keine Lohnfortzahlung bei Krankheit?

Melden Sie Ihre Arbeitsunfähigkeit nicht oder haben Sie kein Attest ab dem dritten Tag, fehlen Sie ohne Grund bei der Arbeit. Sie haben dann keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Der Arbeitgeber wird Ihnen für die Zeit der Abwesenheit kein Gehalt oder keinen Lohn bezahlen.

Wie lange darf man nicht wegen der gleichen Krankheit krank sein?

Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Erkrankung

Auch wenn eine Arbeitsunfähigkeit nicht zusammenhängend verläuft, besteht der Anspruch für insgesamt 42 Kalendertage.