Warum muss man weniger Steuern zahlen, wenn man verheiratet ist?

Gefragt von: Lilo Ritter
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In den meisten Fällen ist die Steuerlast für euch als Paar jedoch nach der Hochzeit zusammen genommen geringer. Vor allem bei größeren Gehaltsunterschieden verringert die Ehe die Steuerlast. Grund dafür ist das sogenannte Ehegattensplitting (auch genannt Splittingtarif).

Warum müssen Verheiratete weniger Steuern bezahlen?

In einer Ehe kann derjenige, der weniger verdient (meist sind es Frauen) die Steuerlast des Besserverdienenden abmildern. Dadurch müssen Paare mit unterschiedlich hohen Einkommen weniger Steuern bezahlen, als wenn beide einzeln als Alleinstehende besteuert würden.

Ist es steuerlich günstiger, verheiratet zu sein?

Ein weiterer finanzieller Vorteil der Ehe zeigt sich bei der Schenkungsteuer: Verheiratete profitieren von einem deutlich höheren Freibetrag. Während bei unverheirateten Paaren nur 20.000 Euro steuerfrei verschenkt werden können, liegt der Freibetrag für Ehepartner bei satten 500.000 Euro – und das alle zehn Jahre.

Wie viel weniger Steuern zahlt man, wenn man heiratet?

Bei getrennter Veranlagung der beiden Ehepartner fällt eine Einkommenssteuer von 13.911 Euro an. Die gemeinsame Zusammenveranlagung sorgt hingegen für eine gemeinsame Einkommenssteuer von 12.530 Euro und beutetet somit auch ein Ersparnis. Der Splittingvorteil beläuft sich somit auf 1.381 Euro.

Haben Eheleute Steuervorteile?

Erwerbstätige Ehepaare und eingetragene Lebenspartner erhalten für den Steuerabzug vom Arbeitslohn die Steuerklassenkombination IV/IV (gesetzlicher Regelfall) und können die Steuerklassenkombination III/V oder die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor beantragen.

Die Steuerklasse nach der Hochzeit- erklärt in 2 Minuten.

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Was bringt die Ehe steuerlich?

Nach der Eheschließung profitiert man von höheren Freibeträgen in der Einkommensteuer, aber auch bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Beispiele hierfür sind z.B.: Doppelter Grundfreibetrag bei einer Zusammenveranlagung. Übertragung des unverbrauchten Sparer-Pauschbetrags eines Ehegatten.

Wie viel Steuern zahlt man mehr, wenn man verheiratet ist?

Bei gutverdienenden Heiratspaaren sieht das anders aus. Hier werden die Steuern wegen der stark progressiven Besteuerung um einiges höher ausfallen. Wenn Ehepaare über 10% mehr direkte Bundessteuern zahlen, spricht man sogar von einer sogenannten «Heiratsstrafe».

Was ist steuerlich besser, ledig oder verheiratet?

Verdient aber jemand mehr, liegt die Steuerbelastung unter dem Strich deutlich höher als bei einem Ehepaar. Ein Beispiel: Bei einem unverheirateten Paar verdient der oder die eine 70.000 Euro brutto im Jahr, der oder die andere 30.000 Euro. Das Paar zahlt unter dem Strich 2.000 Euro mehr Steuern als ein Ehepaar.

Wie viel Lohn bekomme ich mehr, wenn ich verheiratet bin?

Wenn wir ein Ehepaar haben, das einmal 100.000 Euro und einmal 20.000 Euro pro Jahr verdient, hat der Ehepartner mit dem 100.000 Euro vor der Hochzeit einen deutlich höheren Steuersatz. Nach der Hochzeit werden die Einkommen addiert (120.000 Euro) und dann durch zwei geteilt (60.000 Euro).

Wann lohnt sich heiraten finanziell?

Eine Heirat kann sich jährlich mit einem Plus von 10.000 Euro lohnen, so die Finanztester. Verdienen in einer Beziehung beide in etwa gleich viel, lohnt sich eine Heirat aus einkommensteuerlichen Vorteilen dagegen nicht.

Warum 2025 noch heiraten?

Die Hochzeitstrends 2025 zeigen, dass die Era der prunkvollen und überladenen Hochzeiten (zumindest für die meisten Normalsterblichen) vorbei ist. Die Hochzeiten im Jahr 2025 spiegeln den Wunsch nach persönlichen, nachhaltigen und emotionalen Feiern wider.

Welche Steuerklasse macht Sinn verheiratet?

Wenn die Einkommen der Partner:innen keine hohe Differenz aufweisen, ist Steuerklasse IV für beide ratsam, wenn sie verheiratet sind. Wenn Ihre Partnerin oder Ihr Partner ein deutlich höheres Einkommen haben als Sie, sollte sie oder er den Wechsel zur Steuerklasse III in Erwägung ziehen.

Ist es für Verheiratete besser, eine getrennte Steuererklärung abzugeben?

Ehepaare können eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, sich also für die Zusammenveranlagung entscheiden. Diese ist steuerlich meist besser als die Einzelveranlagung, bei der jede Person eine eigene Steuererklärung abgibt. In bestimmten Fällen kann sich diese getrennte Veranlagung aber doch lohnen.

Warum ist das Ehegattensplitting frauenfeindlich?

Als verfassungswidrig bewertet eine juristische Expertise das Ehegattensplitting. Denn es benachteiligt ganz überwiegend Frauen. Das Steuerrecht ist geschlechtsneutral formuliert, berufstätige Ehefrauen werden formal nicht anders besteuert als ihre berufstätigen Ehemänner.

Wie wirkt sich Hochzeit auf Steuererklärung aus?

Beide Steuerklasse IV : Nach der Hochzeit ordnet euch das Finanzamt automatisch in die Steuerklasse IV ein, und zwar auch, wenn nur einer von euch ein Einkommen hat. Diese Kombination ist besonders sinnvoll, wenn ihr beide berufstätig seid und auch in etwa das gleich verdient.

Welche Steuerklasse, wenn Frau weniger verdient?

Wer heiratet und nichts macht, landet automatisch in Steuerklasse 4. Und zwar beide. Wenn die Eheleute ein ähnliches Gehalt haben, müssen diese auch nichts ändern. Die Steuerklasse 4 hat die gleichen Steuersätze wie die 1, also fällt (2019) ersten ab 1.050 € brutto im Monat Lohnsteuer an.

Was bringt Heiraten steuerlich?

Wenn ihr heiratet, könnt ihr euch gegenseitig Geschenke bis zu 500.000 Euro machen, ohne dass Steuern anfallen. Zum Vergleich: Unverheiratete Paare können sich "nur" 20.000 Euro steuerfrei schenken. Dank einer Hochzeit könnt ihr also größere Vermögenswerte steuerfrei aneinander übertragen.

Was ist besser Steuerklasse 4 4 oder 3 5?

Generell ist es egal, ob Steuerklasse 3 und 5, 4 und 4 oder 4 und 4 mit Faktor gewählt wird. Unterm Strich zahlen Paare immer dieselbe Steuersumme. Auf die Jahressteuer hat die Kombination der Steuerklassen keinen Einfluss. Lediglich die monatliche Lohnsteuer wird von den Lohnsteuerklassen beeinflusst.

Warum muss ich in Steuerklasse 3 keine Lohnsteuer zahlen?

Sonderfall »Steuerklasse III«: Bei Verheirateten mit Steuerklasse 3 handelt es sich um einen Sonderfall insofern, dass bis zu einem Gehalt von monatlich ca. 2.625 Euro (2025) keine Lohnsteuer anfällt.

Habe ich mehr Netto, wenn ich heirate?

Nach Heirat erhalten Ehepartner automatisch Steuerklasse IV. Das ändert zunächst nichts am Nettoeinkommen.

Warum zahlen Single mehr Steuern?

Gründe für die Single-Steuer

Die Gründe für die finanzielle Benachteiligung von Singles sind vielfältig: Gesellschaftliche Normen: Unsere Gesellschaft ist traditionell auf Familien und Paare ausgerichtet. Wirtschaftliche Effizienz: Unternehmen bieten oft günstigere Konditionen pro Person für Paare an.

Ist die Hochzeit von der Steuer absetzbar?

Eine Hochzeit von der Steuer vollständig abzusetzen, ist nicht möglich. Die Feier bleibt eine persönliche Angelegenheit. Dennoch können bestimmte Dienstleistungen und die Wahl der Steuerklassen die finanzielle Belastung mindern. Nutzen Sie die Vorteile der Zusammenveranlagung.

Was verändert sich, wenn man heiratet?

Nach der Heirat ändern sich rechtliche Verpflichtungen (gegenseitiger Beistand, Unterhalt, Güterrecht), steuerliche Möglichkeiten (Ehegattensplitting, Steuerklassen IV/IV oder III/V) und es entstehen administrative Aufgaben wie die Namensänderung in Dokumenten (Ausweis, Reisepass, Führerschein) und die Benachrichtigung von Arbeitgeber, Banken und Versicherungen, wobei Paare oft auch durch Familientarife und gemeinsame Steuererklärung sparen können. Es gibt auch eine stärkere Bindung und ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl, aber der Alltag muss bewältigt werden. 

Wie werden Ehegatten besteuert?

Die Steuer wird für die Ehegatten/Lebenspartnerinnen zusammen nach dem sogenannten Splittingverfahren berechnet. Das heißt: Für die Hälfte des gemeinsamen Einkommens wird zuerst die Steuer gemäß der Grundtabelle für ein Einkommen berechnet - und dieser Wert anschließend verdoppelt.

Wie kann man als Ehepaar Steuern sparen?

Verheiratete können mit dem sogenannten Ehegattensplitting Steuern sparen. Dabei werden die Einkommen beider Partner*innen zusammengerechnet, halbiert und dann versteuert. Verheiratete können zwischen drei Steuerklassenkombination wählen: 4/4, 4/4 mit Faktor und 3/5.