Warum R0810 ausfüllen?
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Sie müssen das Formular R0810 ausfüllen, weil es die „Meldung zur Krankenversicherung der Rentner (KVdR)“ ist, die zusammen mit Ihrem Rentenantrag an Ihre Krankenkasse geht, um zu prüfen, ob Sie als Rentner pflichtversichert werden, was ein wichtiger Schritt für Ihre Gesundheitsversorgung nach der Rente ist, da hier alle Einkünfte wie Betriebsrenten und andere Bezüge erfasst werden.
Wer muss das Formular R0810 ausfüllen?
Das Formular R0810 ("Meldung zur Krankenversicherung der Rentner") muss jeder ausfüllen, der eine gesetzliche Rente beantragt, um zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die gesetzliche Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erfüllt sind, selbst wenn man privat versichert ist oder später in die PKV wechselt, denn die Rentenversicherung benötigt die Daten, um mit der Krankenkasse abzurechnen. Es wird zusammen mit dem Rentenantrag (R0100) eingereicht und dient der zuständigen Krankenkasse zur Prüfung der Pflichtversicherung, wird aber bei Ablehnung oder Rücknahme des Antrags nicht erstattet.
Wer muss das Formular V0810 ausfüllen?
Anzugeben sind leibliche Kinder, Adoptivkinder, Stiefkinder und Pflegekinder. Als Pflegekinder geben Sie bitte nur Kinder an, die mit Ihnen während dieser Zeit durch ein auf längere Dauer angelegtes Pflegeverhältnis mit häuslicher Gemeinschaft wie Kinder mit Eltern verbunden waren.
Welche Vorteile hat die KVdR?
Die Hauptvorteile der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind die halbierte Beitragszahlung durch die Rentenversicherung (DRV) sowie die keine Beitragspflicht für bestimmte Nebeneinkünfte (wie Mieteinnahmen, Kapitalerträge oder Privatrenten), was die Beiträge deutlich senkt und eine lückenlose Absicherung im Alter ermöglicht, ähnlich der Zeit des Erwerbslebens.
Wer prüft, ob ich die Voraussetzungen für die KVdR erfülle?
Ob die Voraussetzungen zur KVdR erfüllt sind, prüft die jeweils gewählte Krankenkasse.
Krankenversicherung der Rentner erklärt!
Welche Ausschlussgründe gibt es für die KVdR?
Ausschluss der KVdR
- die Vorrangversicherung vorliegt,
- der Rentner hauptberuflich eine selbstständige Tätigkeit ausübt,
- die generelle Krankenversicherungsfreiheit vorliegt,
- oder der Rentner von der gesetzlichen Pflichtversicherung in der KVdR befreit worden ist.
Wann schaltet die Krankenkasse den MDK ein?
Die Krankenkasse schaltet den Medizinischen Dienst (MD) ein, wenn sie eine neutrale fachliche Einschätzung für Leistungsentscheidungen benötigt, typischerweise bei Pflegegrad-Anträgen zur Beurteilung der Pflegebedürftigkeit, aber auch wenn Zweifel an der andauernden Arbeitsunfähigkeit bestehen, z.B. bei häufigen kurzen Krankmeldungen oder Auffälligkeiten bei den ausstellenden Ärzten. Der MD prüft dann die medizinischen oder pflegerischen Fakten und erstellt ein Gutachten, das der Kasse als Grundlage für ihre Entscheidung dient, ob z.B. Pflegeleistungen gewährt oder Krankengeld gezahlt wird.
Bin ich als Rentner automatisch in der KVdR?
Wenn Sie schon immer oder mindestens seit 30 Jahre bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren, kommen Sie in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Das bedeutet, Sie sind bei uns pflichtversichert. In den meisten Fällen läuft dann alles so weiter wie bisher.
Wer kommt nicht in die KVdR?
Unter bestimmten Voraussetzungen sind Personen auf Dauer versicherungsfrei und somit von der KVdR ausgeschlossen, wenn sie nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden und in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht keine gesetzliche Krankenversicherung bestand.
Wie hoch ist der Beitrag zur KVdR?
Der Beitrag zur Krankenversicherung der Rentner (KVdR) setzt sich aus einem Anteil der gesetzlichen Rente (ca. 7,3 % plus Zusatzbeitrag) und der vollen Pflegeversicherung (ca. 3,6 % oder 4,2 % für Kinderlose) zusammen, wobei die Rentenversicherung die Hälfte des Krankenkassenbeitrags trägt. Freiwillig versicherte Rentner zahlen auf alle Einkünfte den vollen Satz, während in der KVdR Einkünfte wie Mieten oder Kapitalerträge beitragsfrei bleiben können, aber Betriebsrenten und andere Versorgungsbezüge voll beitragspflichtig sind.
Werden Kindererziehungszeiten bei der Rente automatisch berücksichtigt?
Nein, Kindererziehungszeiten werden nicht automatisch berücksichtigt; Sie müssen sie bei der Deutschen Rentenversicherung aktiv beantragen (z.B. mit Formular V0800), damit sie Ihrem Rentenkonto gutgeschrieben werden und sich später positiv auf Ihre Rente auswirken. Sobald die Zeiten aber einmal erfasst sind, werden sie bei der Rentenberechnung automatisch berücksichtigt.
Wie viele Jahre werden pro Kind für die Pension angerechnet?
Damit Eltern, die sich der Kindererziehung widmen und deshalb nicht oder nur in Teilzeit arbeiten, keine Nachteile bei der Pension haben, werden pro Kind Kindererziehungszeiten von bis zu 48 Monaten (4 Jahren) angerechnet und im Pensionskonto gutgeschrieben.
Welche Jahrgänge bekommen die Mütterrente?
Die Mütterrente erhalten alle Mütter (oder andere Erziehende) von vor 1992 geborenen Kindern, die eine Rente beziehen, da ihnen dafür mehr Kindererziehungszeiten angerechnet werden. Mit der geplanten Mütterrente III gibt es ab dem 1. Januar 2027 für diese Kinder sogar eine Gleichstellung mit neueren Jahrgängen (3 Jahre statt 2,5 Jahre Kindererziehungszeit), was zu mehr Rentenpunkten führt und ab 2028 ausgezahlt wird, so rentenbescheid24.de und YouTube.
Was bedeutet Punkt 2.9 im Formular R0810?
Im Formular R0810 steht unter Punkt 2.9: "Erhalten oder erwarten Sie Versorgungsbezüge (zum Beispiel Betriebsrente, Zusatzrente, Pension, Kapitalleistung aus einer Direktversicherung) - gegebenenfalls auch aus dem Ausland -?" Die VBL-Rente wird wahrscheinlich unter die genannten Versorgungsbezüge fallen.
Was bedeutet die Meldung zur KVdR?
In der KVdR wird pflichtversichert, wer eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung (Renten wegen Alters, verminderter Erwerbsfähigkeit oder Todes) beantragt, einen Rentenanspruch hat und die so genannte Vorversicherungszeit erfüllt.
Wie komme ich in die Krankenversicherung der Rentner KVdR?
Für die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen: Wer berufstätig war, muss in der 2. Hälfte der Erwerbszeit mindestens zu 90 Prozent gesetzlich versichert gewesen sein - egal ob als Pflichtmitglied oder freiwilliges Mitglied.
Wer bekommt das Formular R0810?
Das ist in der Regel die Krankenkasse, bei der Sie zur Zeit der Rentenantragstellung versichert sind beziehungsweise die Sie für den Fall der Versicherungspflicht gewählt haben.
Welchen Vorteil hat die KVdR?
Die Hauptvorteile der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind die halbierte Beitragszahlung durch die Rentenversicherung (DRV) sowie die keine Beitragspflicht für bestimmte Nebeneinkünfte (wie Mieteinnahmen, Kapitalerträge oder Privatrenten), was die Beiträge deutlich senkt und eine lückenlose Absicherung im Alter ermöglicht, ähnlich der Zeit des Erwerbslebens.
Wie finde ich heraus, ob ich in der KVdR bin?
Sie können bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse jederzeit einen Antrag auf Überprüfung Ihres KVdR-Status stellen.
Wer ist von der KVdR ausgeschlossen?
Ob es sich dabei zum Beispiel um eine reguläre Altersrente oder eine Erwerbsminderungsrente handelt, spielt keine Rolle. In die KVdR wird außerdem nur aufgenommen, wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 90 Prozent der Zeit gesetzlich versichert war (9/10-Regelung, § 5 Abs. 1.11 SGB V).
Wer informiert die Krankenkasse über den Renteneintritt?
Damit die Rentenzahlung sofort mit dem Rentenbeginn starten kann, empfehlen wir, die Unterlagen mindestens drei Monate vorher beim Rentenversicherungsträger einzureichen. Der Rentenversicherungsträger informiert die Krankenkasse direkt über den Rentenantrag und über die Bewilligung.
Wer entscheidet über KVdR?
Die zuständige Krankenkasse entscheidet, ob die KVdR auf Grund eines Ausschlussgrundes nicht eintreten kann. Sie berücksichtigt dies bei ihrer Entscheidung über die Versicherungs- pflicht in der KVdR.
Was darf man beim MDK nicht sagen?
Beim MDK (Medizinischer Dienst) sollten Sie nichts beschönigen, verschweigen oder übertreiben; sagen Sie die Wahrheit über Ihre Einschränkungen, zeigen Sie den tatsächlichen Pflegebedarf (auch Verweigerungen), aber vermeiden Sie unnötige intime Details oder Fragen zu Politik und Religion, die nicht relevant sind; seien Sie vorbereitet, aber verstellen Sie sich nicht, um einen falschen, zu positiven Eindruck zu erwecken. Wichtig ist, dass Sie Ihre Schwierigkeiten realistisch schildern, da der Gutachter sonst Ihren Unterstützungsbedarf falsch einschätzt.
Was darf die Krankenkasse nicht fragen?
Wonach die Krankenkasse nicht fragen darf! Kein Fragerecht
- Selbsteinschätzung der eigenen Gesundheit.
- Frage nach dem Geschlecht,
- Frage nach der Gestaltung des Arbeitsplatzes,
- Frage, wann der Rentenantrag gestellt wird,
- Frage nach Problemen am Arbeitsplatz,
- Frage nach Urlaubsplänen,
Warum schickt mich die Krankenkasse zum Gutachter?
Zweifel an der Notwendigkeit: Wenn es Zweifel bezüglich der medizinischen Notwendigkeit des geplanten Zahnersatzes gibt, könnte die Krankenkasse einen Gutachter beauftragen, um sicherzustellen, dass die Leistung tatsächlich erforderlich ist.