Was ändert sich 2025 bei Rechnungen?

Gefragt von: Adelheid Schmidt
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Ab 2025 wird in Deutschland die elektronische Rechnung (E-Rechnung) im B2B-Bereich verpflichtend, was bedeutet, dass Unternehmen ab 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen müssen. Die neuen Regeln, die durch das Wachstumschancengesetz eingeführt wurden, legen fest, dass strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD 2.0 bevorzugt werden, auch wenn es Übergangsfristen gibt, in denen Papier- oder PDF-Rechnungen noch erlaubt sind, wenn der Empfänger zustimmt. Ab 2027 müssen Unternehmen dann auch selbst E-Rechnungen ausstellen können, wobei ab 2028 die neuen Formatvorgaben verbindlich sind.

Was ändert sich 2025 bei der Rechnungsstellung?

Mit dem Wachstumschancengesetz sind die Regelungen zur Ausstellung von Rechnungen nach § 14 UStG für nach dem 31. Dezember 2024 ausgeführte Umsätze neu gefasst worden. Ab dem 1. Januar 2025 ist bei Umsätzen zwischen inländischen Unternehmern regelmäßig eine elektronische Rechnung (E-Rechnung) zu verwenden.

Wer muss ab 2025 auf E-Rechnungen umstellen?

Ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von mehr als 800.000 Euro im B2B-Bereich E-Rechnungen versenden. Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von weniger als 800.000 Euro sollen noch bis zum 31. Dezember 2027 sonstige Rechnungen (Papier, PDF etc.)

Welches Rechnungsprogramm ab 2025?

E-Rechnung ab dem 01.01.2025 – Was ist das und was ist zu tun?

  • Die sogenannte elektronische Rechnung ist ein standardisiertes maschinenlesbares Rechnungsformat. ...
  • Die E-Rechnung dient der Bekämpfung von Straftaten wie der Hinterziehung von Umsatzsteuern.

Welche Übergangsregelungen gelten für die elektronische Rechnung ab 2025?

Die grundsätzliche Verpflichtung zur Ausstellung einer elektronischen Rechnung gilt ebenfalls ab 1. Januar 2025. Angesichts des zu erwartenden hohen Umsetzungsaufwandes für die Unternehmen hat der Gesetzgeber jedoch Übergangsregelungen für die Jahre 2025 bis 2027 für Rechnungsaussteller vorgesehen.

Diese ÄNDERUNGEN erwarten uns ALLE (Januar 2026) - Gesetze & Neuigkeiten Januar 2026

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Kann ich auf Papierrechnung bestehen?

Kann man auf eine Papierrechnung bestehen? Theoretisch ja, praktisch nein, denn die Arbeit mit Papier ist bei E-Rechnungen ausgeschlossen.

Sind PDF-Rechnungen elektronische Rechnungen?

Eine PDF-Datei ist keine E‑Rechnung.

Eine E‑Rechnung stellt Rechnungsinhalte in einem strukturierten maschinenlesbaren Datensatz dar. Eine Bilddatei, ein PDF oder eine eingescannte Papierrechnung erfüllen diese gesetzlichen Anforderungen nicht.

Welche Unternehmen müssen ab 2025 eine E-Rechnung erstellen?

ab dem 1.1.2027 ist man zur Ausstellung einer E-Rechnung verpflichtet, wenn der Umsatz im Jahr 2026 mehr als 800.000 Euro betragen hat. ab dem 1.1.2028 ist die E-Rechnung im inländischen B2B-Bereich für alle Pflicht – also auch für Unternehmen bis 800.000 Euro Umsatz.

Kann KI Buchhaltung ersetzen?

Nein, KI wird Buchhalter nicht vollständig ersetzen, aber die Rolle tiefgreifend verändern, indem sie Routineaufgaben (Belegerfassung, Dateneingabe, Kategorisierung) automatisiert und Buchhalter zu strategischeren Analysten, Beratern und Prozessgestaltern macht, die KI-Tools nutzen, um Effizienz zu steigern und sich auf komplexe, wertschöpfende Tätigkeiten wie Analyse, Beratung und Entscheidungsfindung zu konzentrieren. Die Zukunft ist hybrid: KI übernimmt die Datenflut, der Mensch steuert und interpretiert.
 

Welche Konsequenzen hat es, wenn ich ab 2025 keine E-Rechnungen verwende?

Rechtliche Konsequenzen bei Nichteinhaltung der E-Rechnungspflicht. Die Einführung der E-Rechnungspflicht ist Teil einer Initiative zur Digitalisierung und Automatisierung des Rechnungswesens. Unternehmen, die keine E-Rechnungen empfangen und verarbeiten, verstoßen ab 2025 gegen gesetzliche Vorgaben.

Kann ich eine Rechnung in Papierform verlangen?

Teilt ein Kunde dem Händler aber ausdrücklich mit, dass er keine elektronische Rechnung wünscht, so muss der Händler dem Kunden die Rechnung in Papierform übermitteln.

Was sind die Nachteile der E-Rechnung?

Nachteile der E-Rechnung

  • Technische Umstellung: Für manche Unternehmen kann die Einführung der E-Rechnung technische Hürden mit sich bringen. ...
  • Kosten für Software: Die Anschaffung von Buchhaltungssoftware, die E-Rechnungen erstellen kann, ist oft mit Kosten verbunden.

Wer muss ab dem 01.01.2025 E-Rechnungen versenden?

Alle Unternehmen müssen ab 2025 E-Rechnungen empfangen können, und ab 2027/2028 müssen sie diese auch versenden: Zuerst große Unternehmen (> 800.000 € Umsatz), dann alle anderen, aber nur für inländische B2B-Geschäfte (zwischen Unternehmen), wobei Übergangsfristen für das Versenden gelten; bei B2C-Umsätzen an Privatkunden und innergemeinschaftlichen/internationalen Geschäften gibt es noch Ausnahmen.
 

Was passiert, wenn ich keine E-Rechnung empfangen kann?

Kann die E-Rechnung nicht empfangen werden oder wird die Annahme verweigert scheidet mangels Empfang der Rechnung auch ein Vorsteuerabzug aus.

Welche E-Mail-Adresse sollte ich für elektronische Rechnungen verwenden?

Für den Rechnungseingang empfiehlt es sich, eine eigene E-Mail-Adresse einzurichten (z.B. rechnungseingang@musterfirma.de) oder die aktuell vorhandene täglich auf Rechnungseingänge zu prüfen. Alleine aus Übersichtlichkeitsgründen sollte man eine separate Adresse einrichten und dies auch an alle Kunden kommunizieren.

Welche Berufe wird es in 10 Jahren nicht mehr geben?

In 10 Jahren werden Berufe durch Digitalisierung, Automatisierung und KI stark verändert oder überflüssig, darunter Kassierer, Reisebüro-Mitarbeiter, Zeitungsreporter, einige Finanzberufe (z.B. Steuerprüfer) und sogar Programmierer; auch administrative Tätigkeiten wie Zählerableser sind betroffen, während kreative und soziale Berufe im Gesundheits- und Bildungsbereich (noch) sicher sind. 

Wird digitale Buchhaltung Pflicht?

Nein, es gibt keine gesetzliche Pflicht zur Digitalisierung der Buchhaltung. Unternehmen können weiterhin analoge Methoden verwenden, solange sie die allgemeinen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung einhalten. Welche Vorteile bietet eine digitale Buchhaltung?

Kann die KI den Steuerberater ersetzen?

Der Einsatz von KI ist kein Ersatz, sondern eine wertvolle Ergänzung der menschlichen Expertise von Steuerberatern. Durch die Übernahme zeitraubender Routinetätigkeiten können sich Steuerberater stärker auf die strategische Beratung und die persönliche Betreuung ihrer Mandanten konzentrieren.

Was ändert sich 2025 Rechnungen?

Ab 2025 wird in Deutschland die elektronische Rechnung (E-Rechnung) im B2B-Bereich verpflichtend, was bedeutet, dass Unternehmen ab 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen müssen. Die neuen Regeln, die durch das Wachstumschancengesetz eingeführt wurden, legen fest, dass strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD 2.0 bevorzugt werden, auch wenn es Übergangsfristen gibt, in denen Papier- oder PDF-Rechnungen noch erlaubt sind, wenn der Empfänger zustimmt. Ab 2027 müssen Unternehmen dann auch selbst E-Rechnungen ausstellen können, wobei ab 2028 die neuen Formatvorgaben verbindlich sind.
 

Was muss auf einer Rechnung stehen 2025?

Eine ordentliche Kleinunternehmer-Rechnung muss ab 2025 die folgenden Angaben enthalten:

  • den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Kleinunternehmers und des Rechnungsempfängers,
  • die (Finanzamts-)Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder die Kleinunternehmer-Identifikationsnummer,

Was ändert sich 2025 für Selbstständige?

Neuerungen bei der Kleinunternehmerregelung

Konkret gelten seit 2025 diese neuen Grenzen: Dein Umsatz im Vorjahr darf nicht mehr als 25.000 Euro betragen (vorher: 22.000 Euro). Im laufenden Jahr kannst du bis zu 100.000 Euro Umsatz machen, ohne den Kleinunternehmerstatus zu verlieren (vorher: 50.000 Euro).

Wie lange sind PDF-Rechnungen noch zulässig?

Nur bis zum Jahresende 2024 ist PDF als elektronisches Format zulässig. Ab 2025 schreibt die Regierung vor, welche Formate zu verwenden sind. Diese müssen der Europäischen Norm EN-16931 entsprechen. Die zwei gängigsten Formaten sind hier die XRechnung und die ZUGFeRD Rechnung.

Kann eine PDF-Rechnung in eine E-Rechnung umgewandelt werden?

Kann man ein PDF in eine E-Rechnung Umwandeln? Ja, es ist möglich, normale PDF-Rechnungen in E-Rechnungen umzuwandeln. Die Umwandlung herkömmlicher PDF-Rechnungen in elektronische Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD erfordert spezialisierte Softwarelösungen, die oft mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten.

Werden elektronische Rechnungen vom Finanzamt anerkannt?

Wird die Rechnung elektronisch erstellt, versendet und empfangen, kann das PDF-Format im Steuerrecht durchaus akzeptiert werden. Im Rahmen öffentlicher Aufträge wird dieses Format allerdings nicht anerkannt.