Was ändert sich 2025 in Haufe?
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Zusammenfassung. Der Jahreswechsel bringt einige Änderungen im Arbeitsrecht mit sich. Ab dem 1.1.2025 erhöhen sich der gesetzliche Mindestlohn und die Minijobgrenze. Auch die am 31.3.2025 fällige Ausgleichsabgabe im Schwerbehindertenrecht ändert sich.
Welche Änderungen gibt es in der Buchhaltung ab 2025?
Ab Januar 2025 wird auch die E-Rechnung für Unternehmen im B2B-Bereich verpflichtend. Diese ist im Wachstumschancengesetz verankert. Das Umsatzsteuergesetz (UStG) unterteilt dann Rechnungen grundsätzlich in elektronische Rechnungen (E-Rechnungen) und in sonstige Rechnungen.
Welche Änderungen gibt es im Steuergesetz 2025?
Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag, 4. Dezember 2025, ein umfassendes Steuerentlastungspaket beschlossen. Die Entfernungspauschale wird erhöht, der Mehrwertsteuersatz in Restaurants abgesenkt und die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale angehoben.
Welche Änderungen gibt es im Arbeitsgesetz 2025?
Das Arbeitsgesetz 2025 bringt Digitalisierungsschübe (digitale Verträge, Zeugnisse), eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12,82 € und der Minijob-Grenze auf 556 €, sowie Entlastungen durch das Bürokratieentlastungsgesetz IV (u.a. Textform bei Anträgen) und die EU-Richtlinie für Plattformarbeit; zudem werden EU-Vorgaben zur Zeiterfassung und KI-Nutzung vorbereitet, was Unternehmen vor neue Aufgaben stellt.
Welche Änderungen gibt es bei der Lohnabrechnung 2025?
Anhebung des Mindestlohns 2025
Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten künftig mindestens 12,82 Euro pro Stunde zahlen. Dies gilt für alle Branchen und in ganz Deutschland. Für Auszubildende gilt der gesetzliche Mindestlohn nicht. Für sie sieht das Berufsbildungsgesetz eine eigene Mindestvergütung vor.
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Was ändert sich 2025 bei der Lohnabrechnung?
2025 bringt Änderungen bei Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Mindestlohn und Sachbezugswerten, die den Nettolohn beeinflussen: Der Grundfreibetrag steigt auf 12.096 €, Kinderfreibetrag auf 3.336 € (je Elternteil), der Mindestlohn auf 12,82 €/Std., die Minijob-Grenze auf 556 €/Monat, während neue, höhere Sachbezugswerte für Verpflegung und Unterkunft gelten, was auch steuerfreie Essenszuschüsse beeinflusst. Zudem gibt es neue digitale Prozesse für Arbeitgeber (DaBPV) und strengere Regeln für Echtzeitüberweisungen (IBAN-Prüfung).
Was ändert sich 2025 steuerlich für Arbeitnehmer?
Beginnen wir mit dem Erfreulichen: Der Grundfreibetrag steigt 2025 um 312 Euro auf 12.096 Euro. Das heißt: Egal, wie viel Sie verdienen, auf die ersten 12.096 Euro zahlen Sie keine Einkommensteuer. 2023 lag der Wert noch bei 10.908 Euro, 2024 nach mehreren Anpassungen bei 11.784 Euro.
Was ändert sich für den Arbeitgeber ab 2025?
Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns
Seit dem 1. Januar 2025 beträgt der gesetzliche Mindestlohn auf 12,82 € brutto pro Stunde, bisher 12,41 €. Überprüfen Sie daher bitte, ob Arbeitsverträge angepasst werden müssen, um diese Vorgabe einzuhalten.
Was ändert sich 2025 bei den Überstunden?
Im Koalitionsvertrag 2025 ist vorgesehen, Zuschläge für Mehrarbeit über die Vollzeitarbeit hinaus steuerfrei zu stellen. Ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums vom September 2025 liegt vor und sieht eine Steuerfreiheit für Überstundenzuschläge bis maximal 25 % des Grundlohns vor.
Wie viele Arbeitstage hat das Jahr 2025 bei einer 5-Tage-Woche?
Im Jahr 2025 gibt es bei einer 5-Tage-Woche rund 250 Arbeitstage, abhängig vom Bundesland und den Feiertagen, wobei die genaue Zahl nach Abzug der Feiertage zwischen ca. 220 und 250 variiert (z.B. 251 in NRW, 249 in Bayern). Für Steuerzwecke akzeptiert das Finanzamt oft einen pauschalen Wert von 230 Arbeitstagen für eine 5-Tage-Woche.
Ist die Mitarbeiterprämie im Jahr 2025 steuerfrei?
Arbeitgeber:innen können ihren Mitarbeiter:innen im Jahr 2025 bis zu EUR 1.000,00 als Prämie steuerfrei auszahlen.
Welche Steuerentlastungen gibt es ab 2025?
Anhebung des Grundfreibetrags 2025 um 312 Euro auf 12.096 Euro als Ausgleich zur Inflation. Der Grundfreibetrag ist der Teil des Einkommens, der nicht versteuert werden muss. Davon profitieren alle Steuerpflichtigen, auch Rentner. Bei Ehepaaren bleibt der doppelte Grundfreibetrag von 24.192 Euro steuerfrei.
Was ändert sich 2025 bei Rechnungen?
Ab 2025 wird in Deutschland die elektronische Rechnung (E-Rechnung) im B2B-Bereich verpflichtend, was bedeutet, dass Unternehmen ab 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen müssen. Die neuen Regeln, die durch das Wachstumschancengesetz eingeführt wurden, legen fest, dass strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD 2.0 bevorzugt werden, auch wenn es Übergangsfristen gibt, in denen Papier- oder PDF-Rechnungen noch erlaubt sind, wenn der Empfänger zustimmt. Ab 2027 müssen Unternehmen dann auch selbst E-Rechnungen ausstellen können, wobei ab 2028 die neuen Formatvorgaben verbindlich sind.
Welche Rechnungen darf ich 2025 vernichten?
Mit dem Jahreswechsel 2025/2026 verjähren alle Forderungen aus dem Jahr 2022, die der regelmäßigen Verjährungsfrist unterliegen, wie Kaufpreise, Werklöhne, Honorare oder Mieten, da die dreijährige Frist mit dem Ende des Jahres 2022 begann. Wichtig ist, dass dies den Anspruch betrifft, wenn die Leistung erbracht wurde, nicht unbedingt das Rechnungsdatum, und Mahnungen allein die Verjährung nicht stoppen, eine Zahlung (auch nur einer Rate) jedoch.
Was ändert sich bei der Umsatzsteuervoranmeldung 2025?
Januar 2025 hängt die Häufigkeit der Umsatzsteuervoranmeldung von der Zahllast ab: Über 9.000 Euro ist sie monatlich abzugeben, zwischen 2.000 und 9.000 Euro vierteljährlich. Liegt die Zahllast bei bis zu 2.000 Euro, reicht eine Jahreserklärung – diese „Kann“-Vergünstigung gilt automatisch oder auf Antrag.
Wie viele Überstunden darf ich maximal ansammeln?
In Deutschland sind maximal 10 Stunden pro Tag und im Durchschnitt 48 Stunden pro Woche erlaubt, was bei einer 40-Stunden-Woche etwa 8 Überstunden pro Woche (oder mehr, wenn sie in 6 Monaten/24 Wochen ausgeglichen werden) bedeutet, wobei Arbeits- und Tarifverträge sowie spezielle Branchenregelungen Abweichungen zulassen und Überstunden meist vergütet werden müssen.
Was ändert sich 2025 bei der Rente?
2025 steigen die Renten zum 1. Juli um 3,74 Prozent, der aktuelle Rentenwert erhöht sich auf 40,79 Euro, und es gibt Änderungen bei der Besteuerung für Neurentner (16,5 % steuerfrei) sowie einen höheren Hinzuverdienst bei Erwerbsminderungsrenten. Zudem wird ein Zuschlag für Rentner mit Rentenbeginn zwischen 2001 und 2018 eingeführt, der mit der Dezember-Rente ausgezahlt wird und die Rentenzahlung vereinheitlicht.
Warum lohnt es sich nicht Überstunden auszahlen zu lassen?
Achtung, Stolperfalle Steuer! Überstunden auszahlen lassen klingt erstmal gut, aber Achtung: Von dem Geld gehen noch Steuern und Sozialabgaben ab. Durch die Mehrarbeit erhöht sich auch dein Jahresverdienst, was einen höheren Steuersatz bedeuten kann.
Ist die Zeiterfassung ab 2025 Pflicht?
Ab 2025 wird die minutengenaue, elektronische Arbeitszeiterfassung in Deutschland für fast alle Unternehmen Pflicht, wie im neuen Koalitionsvertrag festgelegt. Ziel ist mehr Transparenz und Schutz vor Überstundenmissbrauch, wobei kleinere Betriebe oft längere Übergangsfristen erhalten. Vertrauensarbeitszeit bleibt möglich, muss aber EU-konform sein und die Pflicht zur Dokumentation bleibt bestehen.
Was ändert sich 2025 am Gehalt?
Die Lohnentwicklung 2025 in Deutschland zeigt eine spürbare, aber sich abschwächende Steigerung der Nominallöhne, während die Reallöhne dank sinkender Inflation deutlich zulegen: Im 3. Quartal 2025 lagen die Reallöhne 2,7 % über dem Vorjahr, nach Zuwächsen von 1,2 % und 1,9 % in den ersten Quartalen. Prognosen sahen durchschnittliche Gehaltsanhebungen bei 3,8 bis 3,9 %, mit Branchenunterschieden und anhaltendem Lohndruck, wobei Unternehmen weiterhin spürbare Steigerungen planen, wenn auch auf niedrigerem Niveau als 2024.
Welche Änderungen gibt es 2025 bei den Arbeitsverträgen?
Der Arbeitsvertrag 2025 wird durch das Bürokratieentlastungsgesetz IV (BEG IV) digitaler: Unbefristete Verträge können nun in einfacher Textform (E-Mail, PDF) statt nur in Schriftform (Papier, handschriftliche Unterschrift) abgeschlossen werden, was den Prozess vereinfacht, während befristete Verträge weiterhin die Schriftform benötigen. Weitere Änderungen betreffen den Mindestlohn (Anhebung auf 12,82 €/Std.), die Minijob-Grenzen (auf 556 €/Monat), sowie die geplante Steuerbefreiung für Überstundenzuschläge und Prämien ab 2026, um die Fachkräftesicherung zu unterstützen.
Welche Steuertricks gibt es für 2025?
10 Steuertricks für 2025:
- Werbungskosten clever ausschöpfen. ...
- Homeoffice-Pauschale nutzen. ...
- Pendlerpauschale: Fahrten zur Arbeit absetzen. ...
- Arbeitsmittel nicht vergessen. ...
- Sonderausgaben anrechnen lassen. ...
- Außergewöhnliche Belastungen geltend machen. ...
- Haushaltsnahe Dienstleistungen & Handwerkerkosten nutzen.
Welche Sozialabgaben steigen im Jahr 2025?
Alle Beitragsbemessungsgrenzen für die gesetzliche Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung werden sich zum 1. Januar 2025 erhöhen.