Was bedeutet es, wenn man die Regelaltersgrenze erreicht hat?

Gefragt von: Jost Gebhardt-Reimann
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Die Regelaltersgrenze ist das Renteneintrittsalter, ab dem man die reguläre Altersrente beziehen kann, ohne Abschläge bei der Rente hinnehmen zu müssen. 2025 geht der Geburtsjahrgang 1959 regulär mit 66 Jahren und zwei Monaten in Rente. Die Regelaltersgrenze wird bis 2031 stufenweise auf 67 Jahre angehoben.

Was heißt Regelaltersgrenze erreicht?

Regelaltersgrenze ist ein Begriff aus dem Bereich der Rente. Das Erreichen der Regelaltersgrenze ist Voraussetzung für den Bezug einer Altersvollrente ohne Abschläge. Wenn Sie die Regelaltersgrenze erreicht haben und die allgemeine Wartezeit erfüllen, haben Sie Anspruch auf diese Altersrente in voller Höhe.

Was bedeutet Altersvollrentner nach erreichen der Regelaltersgrenze?

Mit Erreichen der Regelaltersgrenze haben Sie jetzt Anspruch auf Ihre PlusPunktRente. Damit sind keine weiteren Beitragszahlungen mehr möglich. Sie können die Altersrente unabhängig vom Rentenanspruch bei der berufsständischen Versorgung oder bei der DRV ab dem 62. Lebensjahr beantragen.

Kann ich nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten?

Ja, Sie dürfen neben der Altersrente arbeiten – seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr, sodass Sie unbegrenzt Geld verdienen können, ohne dass Ihre Rente gekürzt wird, egal ob Sie vorzeitig oder regulär in Rente gehen. Wichtig ist, dass Sie die Versicherungsfreiheit ab der Regelaltersgrenze beachten (Arbeitgeber zahlt weiter), und bei einer vorzeitigen Rente weiterhin Beiträge zahlen können, was Ihre spätere Rente erhöht. 

Was ändert sich mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze?

Der reguläre Rentenbeginn ist immer im Monat nach Erreichen der Regelaltersgrenze. Die Rentenaltersgrenze wird derzeit für jeden Geburtsjahrgang ein bisschen höher, das heißt: Die Regelaltersrente beginnt immer später.

Die Regelaltersgrenze, was ist das genau?

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Was bedeutet es, wenn man mit 65 Jahren die Regelaltersgrenze erreicht?

"65. Lebensjahr vollendet" bedeutet, dass jemand den Tag vor seinem 65. Geburtstag erreicht hat und damit ein neues Lebensjahr beginnt, was früher oft mit dem Renteneintritt gleichgesetzt wurde; heute verschiebt sich die sogenannte Regelaltersgrenze je nach Geburtsjahrgang schrittweise auf 67 Jahre, aber in alten Verträgen kann die Formulierung auf die aktuelle, gesetzliche Altersgrenze umgedeutet werden, was oft das Ende des Arbeitsverhältnisses markiert, wenn dies so vereinbart wurde. 

Was ist der Unterschied zwischen Altersrente und Regelaltersgrenze?

Der Unterschied zwischen Altersrente und Regelaltersrente liegt darin, dass letztere die Auszahlung der Altersrente in der vollen Höhe beschreibt. Die Altersrente kann also mit der Regelaltersrente identisch sein. Geht der Versicherte vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente, ist die Altersrente hingegen niedriger.

Kann man gekündigt werden, wenn man das Rentenalter erreicht hat?

Das Erreichen des Renteneintrittsalters ist für sich genommen arbeitsrechtlich ohne Folgen. Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis endet also nicht automatisch, sondern muss entweder durch einen Aufhebungsvertrag oder eine Kündigung beendigt werden - wobei eine Kündigung nicht aufgrund des Alters erfolgen darf.

Kann ich nach Renteneintritt noch Rentenpunkte sammeln?

Ja, Rentner können unter bestimmten Umständen weiterhin Rentenpunkte sammeln, nämlich durch Weiterarbeit mit Beitragszahlung (sogenannte "Abwahl der Rentenversicherungsfreiheit") oder durch die Pflege von Angehörigen, die zu Beitragszahlungen führt, aber Rentenpunkte kann man nicht mehr einfach kaufen, wenn man bereits in Rente ist. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, zahlt freiwillig Rentenbeiträge und erwirbt damit weitere Rentenpunkte, die die spätere Rente erhöhen. 

Ist es möglich, über die Regelaltersgrenze hinaus zu arbeiten?

Ja, man kann über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, was sowohl die Rente steigert als auch unbegrenztes Hinzuverdienen ermöglicht, da die alten Hinzuverdienstgrenzen gefallen sind; Arbeitnehmer müssen dies mit dem Arbeitgeber vereinbaren, und es gibt Vorteile durch Rentenaufschläge und höhere Beitragszahlungen, aber auch neue Regelungen wie die "Aktivrente" ab 2026 bringen steuerliche Anreize. 

Kann ich als Rentner nach Erreichen der Regelaltersgrenze noch in die Rentenversicherung einzahlen?

Ja, Rentner können weiter in die Rentenkasse einzahlen, um ihre Rente zu erhöhen, aber die Regeln hängen davon ab, ob die Regelaltersgrenze erreicht ist: Wer die Regelaltersgrenze überschritten hat, muss bei weiterem Jobbeiträge zahlen, kann aber auf die Befreiung verzichten, um mehr zu bekommen; wer vor der Regelaltersgrenze eine vorgezogene Altersrente bezieht, kann freiwillig zahlen und erwirbt damit Entgeltpunkte, die die spätere Rente erhöhen. Diese zusätzlichen Entgeltpunkte werden dann abschlagsfrei gutgeschrieben, wenn das reguläre Rentenalter erreicht ist.
 

Ist man nach Erreichen der Regelaltersgrenze in der Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei?

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze sind Sie in der Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei, das heißt, Sie zahlen keine eigenen Beiträge mehr, aber Ihr Arbeitgeber zahlt weiterhin seinen Anteil, es sei denn, Sie verzichten auf die Rentenversicherungspflicht und werden dadurch auch in der Arbeitslosenversicherung frei. Während Sie bis dahin Beiträge gezahlt haben (auch bei vorgezogener Rente), endet die Pflicht zur Zahlung eigener Beiträge mit Ablauf des Monats, in dem Sie die Regelaltersgrenze erreichen. Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht nach Erreichen der Regelaltersgrenze grundsätzlich nicht mehr. 

Ist die Regelaltersrente eine Vollrente?

Die Vollrente ist die gesamte Altersrente, im Gegensatz zur Teilrente. Altersrenten können ab 1. Januar 2023 unabhängig von der Höhe des Hinzuverdienstes in voller Höhe bezogen werden.

Wie lange kann ich nach Erreichen der Regelaltersgrenze noch arbeiten, wenn ich möchte?

Für ältere Arbeitnehmer existiert bereits die Ausnahmeregelung des § 14 Abs. 3 TzBfG. Danach können Arbeitsverhältnisse für maximal fünf Jahre ohne sachlichen Grund befristet werden, wenn der Arbeitnehmer im Zeitpunkt des Abschlusses des Arbeitsverhältnisses das 52.

Wann erreiche ich die Regelaltersgrenze?

Die Regelaltersgrenze in Deutschland wird stufenweise auf 67 Jahre angehoben: Wer ab Jahrgang 1964 geboren ist, erreicht sie mit 67, für Jahrgänge dazwischen (1947-1963) liegt sie zwischen 65 und 67 Jahren und wird monatlich oder zweimonatlich erhöht, während Geborene vor 1947 mit 65 abschlagsfrei in Rente gehen konnten. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Geburtsjahr ab, Sie können ihn über die Deutsche Rentenversicherung berechnen.
 

Kann ich vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen?

Man kann vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen, muss aber meistens Abschläge (Kürzungen) von 0,3 % pro Monat des Vorbezugs hinnehmen, maximal bis zu 14,4 % bei 4 Jahren früher, oder bei 45 Versicherungsjahren die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte (Eintrittsalter je nach Geburtsjahr ansteigend, z. B. 65 für Geb. 1964) beantragen. Alternativ gibt es die Rente für langjährig Versicherte (35 Jahre) mit Abschlägen, die man durch Sonderzahlungen ausgleichen kann. Seit 2023 entfällt die Hinzuverdienstgrenze bei vorgezogenen Altersrenten.
 

Kann ich nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten und meine Rente erhalten?

Ja, Sie können Rente erhalten und weiterarbeiten, und seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr für vorgezogene Altersrenten, sodass Sie unbegrenzt dazuverdienen können, ohne dass die Rente gekürzt wird; auch bei der Regelaltersrente ist dies schon länger möglich, wobei Sie durch längeres Arbeiten sogar Rentenzuschläge und höhere Rentenansprüche durch Beiträge erwerben können. 

Wie viel Euro kostet ein Rentenpunkt im Jahr 2025?

Ein Rentenpunkt kostet 2025 rund 9.392 Euro, wenn Sie ihn durch eine Ausgleichszahlung kaufen möchten, um Abschläge auszugleichen. Der Wert eines Rentenpunktes, der in monatliche Rente umgerechnet wird, beträgt ab dem 1. Juli 2025 40,79 Euro im Westen und Osten Deutschlands. 

Was passiert mit meiner Altersrente, wenn ich die Regelaltersgrenze erreiche?

Die Regelaltersgrenze ist das Renteneintrittsalter, ab dem man die reguläre Altersrente beziehen kann, ohne Abschläge bei der Rente hinnehmen zu müssen. 2025 geht der Geburtsjahrgang 1959 regulär mit 66 Jahren und zwei Monaten in Rente. Die Regelaltersgrenze wird bis 2031 stufenweise auf 67 Jahre angehoben.

Wie lange vorher muss ich dem Arbeitgeber sagen, wenn ich in Rente gehe?

Das Wichtigste zum Thema „Rentenantrag stellen“

Keine Rente ohne Antrag. Für die Altersrente gilt eine Frist von 3 Monaten. Sie sollten also spätestens 3 Monate vor dem Renteneintritt den Antrag einreichen.

Wie lange vor dem Renteneintritt sollte man kündigen?

Sie müssen so früh wie möglich kündigen, um Ihre vertragliche oder gesetzliche Kündigungsfrist einzuhalten, oft vier Wochen zum Monatsende, aber immer prüfen Sie Ihren Arbeits- oder Tarifvertrag für die genaue Frist. Eine Kündigung ist meistens nötig, da Arbeitsverhältnisse nicht automatisch enden – es sei denn, es gibt eine vertragliche Klausel, die das Arbeitsverhältnis mit Erreichen der Regelaltersgrenze beendet. Geben Sie Ihrem Arbeitgeber am besten 1-3 Monate im Voraus Bescheid, idealerweise parallel zur Antragsstellung bei der Rentenversicherung (ca. 3 Monate vorher). 

Was bedeutet Altersvollrentner nach erreichen der Regelaltersgrenze?

Mit Erreichen der Regelaltersgrenze haben Sie jetzt Anspruch auf Ihre PlusPunktRente. Damit sind keine weiteren Beitragszahlungen mehr möglich. Sie können die Altersrente unabhängig vom Rentenanspruch bei der berufsständischen Versorgung oder bei der DRV ab dem 62. Lebensjahr beantragen.

Was bedeutet Regelaltersgrenze?

Die Regelaltersgrenze ist das gesetzliche Alter, ab dem man in Deutschland ohne Abschläge eine Altersrente erhält, die stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben wird und vom Geburtsjahr abhängt; wer ab 1964 geboren ist, erreicht die Grenze mit 67 Jahren und kann dann abschlagsfrei in Rente gehen, wenn die Wartezeit erfüllt ist. Wer früher oder später Rente bezieht, muss mit Abschlägen oder Zuschlägen rechnen. 

Wann sollte man die Rente beantragen?

Sie sollten Ihren Rentenantrag idealerweise drei bis sechs Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn stellen, damit die Deutsche Rentenversicherung genügend Zeit für die Bearbeitung hat und Ihre Rentenzahlung nahtlos starten kann. Da die Rente nicht automatisch beginnt, ist der Antrag zwingend erforderlich, um Verzögerungen zu vermeiden und alle erforderlichen Unterlagen (wie Versicherungsnummer, Bankdaten und Nachweise) rechtzeitig einzureichen.