Was bedeutet regionalklasse bei autoversicherung?

Gefragt von: Herr Dr. Arndt Seiler B.Sc.
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Die Regionalklasse ist ein Risikomerkmal zur Berechnung der Versicherungsprämie für die Kfz-Haftpflichtversicherung und Kaskoversicherung. Die Zuordnung zu einer Region erfolgt anhand des Hauptwohnsitzes des Fahrzeughalters. Die Regionalklassen werden durch sogenannte Indexwerte festgelegt.

Wie wirkt sich die Regionalklasse aus?

Die Regionalklasse berücksichtigt die Unfall- und Schadenbilanz im Zulassungsbezirk. Je höher die Regionalklasse, desto teurer ist die Kfz-Versicherung. Es gibt Regionalklassen in der Kfz-Haftpflicht, Teil- sowie Vollkasko. Die Ermittlung der Schadenbilanz und Einstufung zur Regionalklasse erfolgen jährlich.

Was bedeutet Regionalklasse bei Versicherung?

Die Regionalklasse spiegelt die Schaden- und Unfallbilanz einer Region wider. Sie ist eines von zahlreichen Tarifmerkmalen, das die Versicherer zur Berechnung des Versicherungsbeitrages berücksichtigen. Hier können Sie die Einstufung Ihrer Region mit wenigen Klicks herausfinden.

Was ist eine Regionalklasse Kfz?

Die Regionalklassen spiegeln die Schadenbilanz der rund 400 deutschen Zulassungsbezirke wider und werden einmal im Jahr vom GDV berechnet. Entscheidend ist dabei nicht, wo ein Schaden entstanden ist, sondern in welchem Zulassungsbezirk der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat.

Warum erhöht sich die Regionalklasse?

Je wahrscheinlicher es ist, dass in deiner Region ein Unfall passiert, desto höher ist die Regionalklasse, in die du eingestuft wirst. Je höher die Regionalklasse, desto höher sind die Kosten. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Kfz-Versicherung immer teurer ist, nur weil die Regionalklasse schlechter ist.

Kfz-Versicherung: Wie funktioniert die Regionalklasse?

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In welchem Bundesland ist die KFZ-Versicherung am günstigsten?

Brandenburg am günstigsten

Autofahrer mit einem durchschnittlichen Beitrag bei der Kfz-Versicherung zahlen in Hamburg satte 150 Euro mehr als in Brandenburg, dem günstigsten Bundesland (12 Prozent unter dem Durchschnitt).

Welches Auto hat die niedrigste Typklasse?

Sie fragen sich: „Welches Auto hat die niedrigste Typklasse“? Die niedrigste Typklasse 10 haben meist Oldtimer. Grund dafür: Autoliebhaber passen auf ihre besonderen Stücke gut auf und fahren sie besonders vorsichtig.

Wann wird die KFZ-Versicherung günstiger?

Denn es gilt: Je länger du unfallfrei fährst, desto günstiger ist deine Kfz-Versicherung. Du bekommst einen höheren Schadenfreiheitsrabatt. Fährst du zum Beispiel 10 Jahre ohne Unfall, kannst du bis zu 60 Prozent bei deiner Kfz-Versicherung sparen.

Was ist Regionalklasse und Typklasse?

So kommt es darauf an, wo ein Auto in der Regel gefahren wird (Regionalklasse), welches Auto gefahren wird (Typklasse), wer das Auto fährt (Alter des Versicherungsnehmers und Fahrers), wie viele Kilometer im Jahr und wie lange bereits unfallfrei gefahren wird.

Wie fallen die Prozente bei der KFZ Versicherung?

Je länger man unfallfrei fährt, desto höher ist die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse). Jeder Klasse ist ein Prozentsatz zugeordnet. Das ist der Anteil der Grundprämie, den Versicherte tatsächlich zahlen. Das sind je nach System in der Kfz-Haftpflicht häufig 16 bis 120 Prozent.

Was sagt die Typklasse aus?

Die Typklasse ist ein Indexwert, anhand dessen die Versicherungsprämie für die Kfz-Haftpflicht und die Kaskoversicherung berechnet wird. Je höher die Typklasse eines Fahrzeugs ist, umso teurer ist die Versicherung. Der Einordnung liegt der sogenannte Schadenbedarf des jeweiligen Fahrzeugtyps zugrunde.

Was habe ich für eine SF-Klasse?

Wenn Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse berechnen möchten, ziehen Sie einfach von ihren unfallfreien Jahren ein Jahr ab. So erhalten Sie in der Regel Ihre aktuelle SF-Klasse. Sind Sie zum Beispiel seit sieben Jahren versichert, unfallfrei geblieben und starteten als Fahranfänger, haben Sie Schadenfreiheitsklasse 6.

Wird die Kfz Versicherung teurer?

Erstmals seit Herbst 2020 liegen die durchschnittlichen Preise für Kfz-Versicherungen wieder über dem Vorjahresniveau. Als Treiber zeigen sich vor allem die Teilkasko-Tarife: Sie sind aktuell 8,5 Prozent teurer als vor zwölf Monaten.

Welche ist die beste Kfz-Versicherung?

Die besten Kfz-Versicherer
  • Beste Autoversicherungen 2021/2022.
  • Huk24.
  • R+V24.
  • Cosmos Direkt.
  • Huk-Coburg.
  • Hannoversche.
  • Sparkassen Direktversicherung.
  • Europa Go.

Welche SF ist die beste?

Die Schadenfreiheitsklassen verlaufen nach einer einheitlichen Reihenfolge, wobei die höchste Klasse SF35 die günstigste für den Versicherten ist. Wer erstmalig ein Fahrzeug versichert, aber kein Fahranfänger mehr ist, beginnt meist in der SF½.

Welche Autoversicherung ist die beste in Deutschland?

Das Wichtigste in Kürze

Laut einer Befragung der Kunden von 39 Kfz-Versicherern durch das Forschungsinstitut ServiceValue sind die Versicherten von HUK-Coburg, ADAC, Allianz & Verti am zufriedensten.

Welche Autos sind teuer in der Versicherung?

Modelle mit einer hohen Einstufung sind daher oft PS-starke Autos aus der Oberklasse, Sportwagen oder SUV.
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Autos mit insgesamt höheren Einstufungen im Vergleich zu Vorjahr laut GDV (Auswahl):
  • BMW 530D Touring.
  • Hyundai Kona 1.6 T.
  • Mercedes-Benz E 220 D Coupé
  • Range Rover Velar 30D AWD.
  • Renault Zoe.
  • VW Arteon 2.0 TSI.

Welche Typklasse ist die günstigste?

Die niedrigste Typklasse ist jeweils die 10.
  • Die Kfz-Haftpflicht umfasst 16 Typklassen – 10 bis 25.
  • Die Teilkaskoversicherung umfasst 24 Typklassen – 10 bis 33.
  • Die Vollkaskoversicherung umfasst 25 Typklassen – 10 bis 34.

Welches Auto ist am günstigsten in der Versicherung und Steuern?

Das günstigste Profil bieten traditionell Kleinstwagen wie Citroen C1, Peugeot 108 oder Skoda Citigo sowie Kleinwagen wie Dacia Sandero und Mitsubishi Space Star. Bei der Rechnung mit 200 bis 250 Euro sind Betriebs- und Werkstattkosten sowie Versicherung und Steuer berücksichtigt, jedoch nicht der Wertverlust.

Wo ist Autoversicherung am teuersten?

Kfz-Versicherung: Teuerste Regionen zahlen das Doppelte

Im Bundesvergleich liegen Hamburg und Bayern ganz vorne, wenn es um t eure Kfz-Versicherungen geht. Unter den 20 teuersten Städten und Landkreisen liegen 15 in Bayern, davon die meisten in Oberbayern. Spitzenreiter ist München.

Wie viele SF gibt es?

Die regulären Klassen reichen von SF 1 bis SF 50. Jeder SF-Klasse ist vom jeweiligen Kfz-Versicherer ein Schadenfreiheitsrabatt zugeordnet. Es gilt: Je höher der Rabatt, desto niedriger der Beitragssatz, den Sie letzlich zahlen. Zusätzlich gibt es Sonderklassen.

Wird die Kfz-Versicherung 2022 teurer?

Auch für 2022 hat der GDV die Typklassen für Kfz-Versicherungen neu festgesetzt. Im nächsten Jahr zahlen rund 7 Millionen Versicherte teilweise deutlich mehr für die Haftpflichtversicherung. Andere wiederum profitieren von der neuen Einstufung und sparen im Vergleich zur aktuellen Situation weniger.

Wie entstehen Regionalklassen?

Merkmale: Ausschlaggebend für die Zuordnung zu einer Regionalklasse ist der Zulassungsbezirk, in dem das Fahrzeug zugelassen ist. Die Regionalklasse richtet sich nach der Anzahl und der Schwere der Schadenfälle im jeweiligen Zulassungsbezirk.