Was besagt die 3-zu-10-Regel für Schornsteine?
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Die "3-zu-10-Regel" bezieht sich auf spezifische Abstands- und Höhenanforderungen für große Heizungsanlagen (1 bis 10 Megawatt) und besagt, dass die Mündung mindestens 3 Meter über dem Dachfirst liegen und 10 Meter vom Gelände entfernt sein muss, um eine sichere und schadstofffreie Abgasableitung zu gewährleisten, während für kleinere Anlagen wie Kaminöfen andere, weniger strenge Abstandsregeln gelten, die oft 1 Meter über Nachbaröffnungen oder Firste vorschreiben.
Welche Vorschriften gibt es für Schornsteine?
Schornstein-Vorschriften in Deutschland regeln Höhe, Abstand und Bau, basierend auf der 1. (Bundes-Immissionsschutzverordnung), besonders seit Änderungen 2022 für Neubauten von Feuerstätten für feste Brennstoffe, die sicherstellen, dass Abgase gut abgeleitet werden (z.B. 40 cm über First bei < 20° Dachneigung; Mindestabstände zu Fenstern/Türen beachten). Auch Brandschutz (Abstände zu brennbaren Materialien) und die Zugänglichkeit für den Schornsteinfeger (Revisionsklappe 40-140 cm Höhe) sind wichtig. Alte Anlagen genießen Bestandsschutz, müssen aber bei Grenzwertüberschreitungen nachgerüstet werden (Staub/CO).
Was besagt die 3-2-10-Regel für die Schornsteinhöhe?
Die 3-2-10-Regel ist eine Bau- und Sicherheitsnorm für die Schornsteinhöhe. Sie besagt: Ihr Schornstein muss mindestens 90 cm über den Dachaustrittspunkt hinausragen . Er muss außerdem mindestens 60 cm höher sein als jeder Teil des Daches (oder eines benachbarten Gebäudes) im Umkreis von 3 Metern.
Was gilt ab 2025 für Kaminöfen?
Ab 2025 gelten für ältere Kaminöfen strengere Emissionsgrenzwerte (0,15 g/m³ Feinstaub, 4 g/m³ Kohlenmonoxid), wodurch viele Modelle, die zwischen 1995 und 2010 eingebaut wurden, nachgerüstet oder ersetzt werden müssen, um weiterhin betrieben zu werden. Es handelt sich nicht um ein generelles Verbot, sondern um eine Frist, die nun abgelaufen ist, wobei neuere Öfen die Anforderungen der BImSchV Stufe 2 bereits erfüllen und Bestandsschutz haben.
Welche Höhe ist für einen Schornstein lt. neuem Gesetz erforderlich?
Welche Höhe ist für einen Schornstein lt. neuem Gesetz erforderlich? Die neu errichteten oder erstmalig angeschlossenen Schornsteine müssen bei einer Dachneigung ab 20 ° eine Schornsteinhöhe über Dach von mindestens 40 cm aufweisen und firstnah liegen.
Schornstein - Abstand zu Fenstern - Was ist erlaubt?
Wie hoch muss ein Schornstein über dem Dachfirst sein?
Neues Gesetz für die Schornsteinhöhe (gültig ab 01.01.2022)
Folgende Vorschriften gelten: Bei Dachneigungen ab 20°: Der Schornstein muss mindestens 40 cm über dem Dachfirst herausragen und in der Nähe des Firsts platziert sein.
Sind gemauerte Schornsteine noch erlaubt?
Ja, gemauerte Schornsteine sind weiterhin erlaubt, besonders in Altbauten, aber sie müssen moderne Umwelt- und Brandschutzstandards erfüllen, wie Mindestabstände und bestimmte Emissionsgrenzwerte der BImSchV. Bei einem Neubau oder der Nachrüstung einer neuen Feuerstätte muss der alte Schornstein geprüft und eventuell saniert oder ein neuer, moderner Edelstahlschornstein installiert werden, der oft leichter nachträglich zu montieren ist.
Wie lange ist es noch erlaubt, mit Holz zu heizen?
Man darf weiterhin mit Holz heizen, aber seit dem 1. Januar 2025 müssen ältere Kaminöfen (Baujahr 1995 bis März 2010) die strengeren Emissionsgrenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) einhalten oder mit einem Partikelfilter nachgerüstet bzw. ersetzt werden; ansonsten droht eine Stilllegung. Neue Holzöfen sind erlaubt, müssen aber ebenfalls strenge Grenzwerte einhalten, oft in Kombination mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie oder Photovoltaik.
Woher weiß ich, ob mein Kaminöfen noch zulässig ist?
Um die Zulassung Ihres Kaminofens zu prüfen, suchen Sie das Typenschild am Ofen (meist hinten oder an der Tür), notieren Hersteller und Modell und nutzen Sie die Datenbank des HKI auf cert.hki-online.de. Wählen Sie dort Hersteller und Modell aus und prüfen Sie, ob der Ofen die BImSchV Stufe 2 erfüllt (grünes Häkchen), was ihn für den Weiterbetrieb nach 2024 qualifiziert; fehlt diese Angabe oder steht dort "Stufe 1" mit Übergangsregelung, ist eine Nachrüstung oder ein Austausch nötig, was Sie auch dem Schornsteinfeger vorlegen können.
Welche Kaminöfen müssen bis Ende 2024 ausgetauscht werden?
Die Austauschpflicht betrifft zunächst alle Kaminöfen, die vor März 2010 installiert wurden. Diese müssen bis Ende 2024 ausgetauscht oder umgerüstet werden, um den gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen.
Wie hoch muss das Rohr vom Kamin sein?
Die wirksame Schornsteinhöhe, gemessen vom Rauchrohr-Eintritt in den Schornstein bis zur Mündung, sollte zwischen 4 und 10 m betragen.
Wer muss die Schornsteinberechnung machen?
Neben Schornsteinfegern führen Handwerker wie Ofensetzer die Schornsteinberechnung durch.
Warum ist ein doppelwandiger Schornstein gesetzlich vorgeschrieben?
Die Isolierung innerhalb der doppelwandigen Schale spielt hierbei eine entscheidende Rolle: Sie sorgt dafür, dass die heiße Luft im Inneren des Edelstahlschornsteins so wenig wie möglich abkühlt. Daraus erklärt sich, warum ein Edelstahlschornstein Bausatz im Außeneinsatz unbedingt doppelwandig sein sollte.
Ist die Installation eines Edelstahlaußenkamins genehmigungspflichtig?
Die Installation eines Edelstahlschornsteins ist in vielen Fällen genehmigungspflichtig. Eine Baugenehmigung ist erforderlich, wenn die baulichen Anforderungen nicht erfüllt sind oder die Feuerstätte eine größere Veränderung am Gebäude darstellt.
Kann man den Kaminfeger frei wählen?
Ja, seit 2013 gibt es in Deutschland die freie Schornsteinfegerwahl für viele Arbeiten, die nicht hoheitlich sind, wie Kehren, Überprüfen und Wartung – Sie müssen aber den zuständigen Bezirksschornsteinfeger für hoheitliche Aufgaben (z.B. Feuerstättenbescheid) beauftragen und die Arbeiten fristgerecht nachweisen. Sie können qualifizierte Betriebe frei wählen und Angebote vergleichen, müssen die Ergebnisse aber dem Bezirksschornsteinfeger melden.
Welchen Schornstein brauche ich für einen Kaminöfen?
Ein Schornstein der für Festbrennstoffe (Kaminöfen, etc.) zugelassen ist, muss mindestens nach Norm V2 sein. Aber auch bei der Norm V2 gilt dann die Einschränkung, dass nur ein offener Kamin angeschlossen werden darf. Die Norm V3 erfüllen nur Produkte höchster Qualität.
Welche Kaminöfen dürfen nach 2025 weiter betrieben werden?
Nach 2025 dürfen alle Kaminöfen weiter betrieben werden, die die Grenzwerte der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) Stufe 2 einhalten, also maximal 4 g Kohlenmonoxid und 150 mg Feinstaub pro Kubikmeter Abgas. Besonders betroffen sind Öfen, die zwischen 1995 und März 2010 gebaut wurden – bei ihnen läuft die Übergangsfrist Ende 2024 aus, sie müssen die Grenzwerte nachweisen, nachrüsten oder ersetzt werden, oder dürfen nur als Notfeuerstätte betrieben werden. Neue Öfen, die nach den aktuellen Vorschriften gebaut sind, sind weiterhin zulässig.
Kann ich einen Holzofen ohne Schornstein haben?
Die Installation eines Holzofens ohne Fertigschornstein ist durchaus möglich . Mit dem richtigen Ofentyp und Standort können Sie die wohlige Wärme und den gemütlichen Charme genießen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wo Sie einen Holzofen aufstellen können und wie er auch in Häusern ohne Schornstein sicher und effizient betrieben werden kann.
Was kostet die Abnahme eines Kaminofens beim Schornsteinfeger?
Aus den Erfahrungen verschiedener Hausbesitzer haben wir bei unseren Recherchen herausgefunden, dass die Mehrheit der Schornsteinfeger zwischen 40-150 Euro für die Kaminofen-Abnahme verlangt. Ein Großteil bewegt sich dabei aber unter der 100 Euro-Grenze.
Wann ist Brennholz zu alt für den Kamin?
Brennholz ist zu alt, wenn es morsch, bröselig, schimmlig oder von Schädlingen zerfressen ist, was oft nach etwa 5 Jahren Lagerung der Fall ist, da es dann an Heizwert verliert, schlechter brennt und mehr Schadstoffe freisetzen kann. Während gut gelagertes Holz nach 10 Jahren noch verfeuerbar sein kann, sollten Sie morsches Holz grundsätzlich nicht mehr im Kamin verbrennen.
Welche Holzöfen sind ab 2025 noch erlaubt?
Gemäß dem 1. BImSchV dürfen Kamin- und Kachelöfen, die vor dem 22. März 2010 hergestellt und in Betrieb genommen wurden, nur weiterbetrieben werden, wenn sie die Grenzwerte von 0,15 Gramm Staub und 4,00 Gramm Kohlenmonoxid je Kubikmeter Abgas nicht überschreiten.
Kann ein Holzofen überhitzen?
Eine Überhitzung Ihres Holzofens kann zu schwerwiegenden Problemen führen . Es ist daher unerlässlich, verantwortungsvoll zu heizen und die maximale Temperatur Ihres Ofens nicht zu überschreiten – anhaltende und wiederholte Überhitzung kann zu verstärkter Abnutzung und sogar zu dauerhaften Schäden am Ofen führen.
Warum Edelstahlrohr in Schornstein?
Auch das Entweichen von Asbestpartikeln wird durch das Einziehen von Edelstahlrohren in Ihrem Schornstein wirkungsvoll unterbunden. Denn die Rauchgase, welche die Partikel davontragen könnten, kommen gar nicht mehr mit der ursprünglichen Bausubstanz in Berührung.
Kann man den Schornsteinfeger verweigern?
Sie dürfen den Besuch des Schornsteinfegers nicht dauerhaft verweigern, da dies gesetzlich vorgeschrieben ist und bei Nichterfüllung zu Bußgeldern (bis zu 5.000 €) und letztlich zur zwangsweisen Durchführung der Arbeiten durch die Behörde führen kann, wobei Sie die Kosten tragen. Bei angekündigten Terminen müssen Sie diesen ermöglichen oder rechtzeitig einen Ersatztermin vereinbaren, da der Schornsteinfeger die Pflichtverletzung meldet und rechtliche Konsequenzen drohen.
Was besagt die 3-zu-10-Regel für Schornsteine?
Die 3-2-10-Regel ist eine Bau- und Sicherheitsnorm für die Schornsteinhöhe. Sie besagt: Ihr Schornstein muss mindestens 90 cm über den Dachaustrittspunkt hinausragen. Er muss außerdem mindestens 60 cm höher sein als jeder Teil des Daches (oder eines benachbarten Gebäudes) im Umkreis von 3 Metern.