Was Erben die Kinder, wenn der Vater stirbt und die Mutter noch lebt?

Gefragt von: Nelli Becker
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Wenn der Vater stirbt und die Mutter noch lebt, erben die Kinder nach dem deutschen Erbrecht zusammen mit der Mutter; meist teilen sich Mutter und Kinder den Nachlass, wobei die Mutter in der Zugewinngemeinschaft (dem häufigsten Fall) die Hälfte bekommt, die Kinder die andere Hälfte zu gleichen Teilen, aber es gibt auch Varianten je nach Güterstand und Anzahl der Kinder, wie z.B. die ¼ + ½ Pauschale.

Können Kinder erben, wenn ein Elternteil noch lebt?

Ja, Kinder können erben, auch wenn ein Elternteil noch lebt, denn sie sind gesetzliche Erben erster Ordnung, aber ihr Anteil hängt davon ab, ob der verstorbene Elternteil einen Ehepartner hatte, ob es ein Testament gibt und wie die familiäre Konstellation aussieht; meist erben sie einen Teil des Nachlasses des verstorbenen Elternteils, während der überlebende Elternteil ebenfalls einen Anteil erhält, oft zusammen mit den Geschwistern des Verstorbenen, aber die genaue Aufteilung regelt die gesetzliche Erbfolge oder ein Testament.
 

Wie ist die Erbfolge, wenn der Vater stirbt und die Mutter noch lebt?

Bei Tod des Vaters erben in Deutschland primär seine Kinder und sein Ehepartner (falls vorhanden) nach gesetzlicher Erbfolge, wobei Kinder immer Erben erster Ordnung sind und den Nachlass unter sich aufteilen, wenn kein Testament existiert. Der Ehepartner erbt neben den Kindern einen Anteil (meist ein Viertel oder die Hälfte, je nach Güterstand), während Eltern, Großeltern und weitere Verwandte nur erben, wenn keine näheren Erben (Kinder, Ehepartner) vorhanden sind. 

Wer erbt zuerst, Ehefrau oder Kinder?

Ehepartnerinnen oder Ehepartner und Kinder erben im gesetzlichen Erbrecht gemeinsam. Kinder haben immer Vorrang als „Erben 1. Ordnung“, aber der Ehepartner oder die Ehepartnerin bekommt stets den entsprechenden gesetzlichen Anteil.

Was erbt ein Kind, wenn ein Elternteil stirbt?

Lebt ein Elternteil nicht mehr, so treten an seine Stelle dessen Abkömmlinge (insbesondere Ihre Geschwister). Sind Abkömmlinge nicht vorhanden, so erbt der überlebende Elternteil allein. Sind beide Eltern bereits verstorben, so geht der Nachlass an Ihre Geschwister bzw. Ihre Neffen und Nichten.

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Was erben die Kinder, wenn der Vater stirbt?

Kinder erben vom Vater rechtlich gesehen den gesetzlichen Anteil am Nachlass (Vermögen und Schulden), wenn kein Testament vorhanden ist, meist zu gleichen Teilen mit Geschwistern und eventuell einem Ehepartner, wobei der Ehepartner ein Viertel bekommt (erhöht sich bei Zugewinngemeinschaft). Genetisch erben Kinder Merkmale wie Geschlecht (Y-Chromosom), die Neigung zu bestimmten Krankheiten (z. B. Oligospermie, Farbenblindheit), Niesreflex und möglicherweise Merkmale der Erscheinung (Haare, Augenfarbe).
 

Was erben Geschwister, wenn der Ehepartner noch lebt?

Die Geschwister haben einen Anspruch auf Erbe. Der Ehepartner hat einen Anspruch auf die Hälfte des Nachlasses gegenüber Erben der 2. Ordnung. Die andere Hälfte wird unter den Geschwistern aufgeteilt und jeder erhält ¼.

Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?

Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird. 

In welcher Reihenfolge wird geerbt?

Die Erbfolge in Deutschland regelt ohne Testament (gesetzliche Erbfolge) die Verteilung des Erbes nach Verwandtschaftsgrad: Zuerst erben die Kinder (1. Ordnung), dann Eltern und Geschwister (2. Ordnung), dann Großeltern und deren Nachkommen (3. Ordnung). Der Ehegatte erbt immer mit, sein Anteil hängt vom Güterstand und den Verwandten ab. Nahe Verwandte schließen entferntere aus, und wenn keine Erben vorhanden sind, fällt der Nachlass an den Staat.
 

Was Erben Kinder aus erster Ehe, wenn der Vater stirbt?

Wenn der Vater stirbt, erben Kinder aus erster Ehe nach der gesetzlichen Erbfolge zusammen mit dem neuen Ehepartner (falls vorhanden) und anderen Kindern, wobei die genaue Quote vom Güstand der Ehe (meist Zugewinngemeinschaft) abhängt: Der überlebende Ehepartner erbt mindestens die Hälfte (Pauschale + pauschaler Zugewinnausgleich), die Kinder teilen sich die andere Hälfte zu gleichen Teilen. Haben Vater und neuer Partner keine gemeinsamen Kinder, erben die Kinder aus erster Ehe die Hälfte des Nachlasses. Aber: Ein Testament kann die gesetzliche Erbfolge ändern, wobei Kinder immer einen Pflichtteilsanspruch (mindestens die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils) haben, der nicht entzogen werden kann, betont Erbrechtsinfo.com.
 

Was erbt die Ehefrau, wenn der Mann stirbt?

Wenn der Ehemann stirbt, erbt die Ehefrau nach dem gesetzlichen Erbrecht einen Anteil, der vom Güterstand und den Verwandten abhängt, die neben ihr erben: Meistens erbt sie neben Kindern ein Viertel (§ 1931 Abs. 1 BGB), zusammen mit dem pauschalen Zugewinnausgleich (großer Pflichtteil) erhält sie oft die Hälfte oder mehr des Erbes, während bei kinderlosen Ehen und je nach Verwandtschaftsgrad auch alles. Der überlebende Ehegatte hat auch einen hohen Freibetrag bei der Erbschaftssteuer von 500.000 Euro. 

Wie ist die Erbfolge, wenn das Kind vor den Eltern stirbt?

Stirbt ein Kind vor seinen Eltern (dem Erblasser), treten nach dem deutschen Erbrecht dessen Abkömmlinge (Enkel des Erblassers) an seine Stelle und erben dessen Anteil nach dem Prinzip der Stammeserben (§ 1924 Abs. 3 BGB). Sind keine Enkelkinder vorhanden, geht der Anteil an die übrigen Kinder des Erblassers, nicht direkt an die Eltern oder Geschwister. Die Eltern (und Geschwister) erben erst, wenn keine Abkömmlinge erster Ordnung (Kinder, Enkel, Urenkel) mehr leben.
 

Wie hoch ist der Pflichtteil, wenn der Vater stirbt?

Beim Tod des ersten Ehegatten beträgt der Pflichtteil für die Eltern dann ein Viertel (1/4) des Nachlasses. Stirbt eine ledige Person oder ein überlebender Ehepartner kinderlos, haben die Eltern Anspruch auf die Hälfte (1/2) des Nachlasses als Pflichtteil.

Wer erbt, wenn der Vater stirbt und die Mutter noch lebt?

Wenn ein Vater stirbt, erben nach gesetzlicher Erbfolge zuerst seine Kinder zu gleichen Teilen; falls die Mutter noch lebt, erbt sie die Hälfte des Nachlasses, die andere Hälfte teilen sich die Kinder. Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge, die Kinder (auch Adoptivkinder) sind Erben erster Ordnung, gefolgt von Eltern und Geschwistern, wobei der Ehepartner immer einen Anteil bekommt, abhängig vom Güterstand. 

Kann man seinen Pflichtteil einfordern, wenn die Eltern noch leben?

Nein, den Pflichtteil können Sie nicht einfach zu Lebzeiten der Eltern einfordern, da der Anspruch erst mit dem Tod des Erblassers entsteht und fällig wird. Sie können jedoch zu Lebzeiten mit Ihren Eltern eine Einigung erzielen, etwa durch eine vorweggenommene Erbfolge (Schenkungen) oder einen notariell beurkundeten Pflichtteilsverzicht gegen eine Abfindung. Ein Anspruch lässt sich nur einklagen, wenn die Eltern dem zustimmen. 

Was tun, damit Kinder nicht Erben?

Jeder Erblasser kann durch ein Testament oder einen Erbvertrag auch seine Kinder vom Erbe ausschließen. Werden Kinder enterbt lässt sich auch durch zusätzlich Maßnahmen deren Anspruch auf einen Pflichtteil am Erbe reduzieren.

Wer erbt als erstes ohne Testament?

Für Ihre Entscheidung müssten Sie also erst einmal wissen, wer Sie beerbt, wenn kein Testament vorhanden ist. Nach dem deutschen Erbrecht erben grundsätzlich nur Verwandte, also Per- sonen, die gemeinsame Eltern, Groß- eltern, Urgroßeltern, aber auch noch entferntere gemeinsame Vorfahren ha- ben.

Wie ist die gesetzliche Erbfolge mit Kindern?

Bei der gesetzlichen Erbfolge erben Kinder immer als Erben erster Ordnung zu gleichen Teilen, schließen aber ihre eigenen Nachkommen aus; sind sie vorverstorben, treten deren Kinder (Enkel des Erblassers) an ihre Stelle. Gibt es einen Ehepartner, erben dieser und die Kinder zusammen: Je nach Kinderzahl teilt sich der Ehepartner den Nachlass (meist 1/4 oder 1/2), während die Kinder den Rest zu gleichen Teilen erhalten (z.B. bei 2 Kindern und Ehepartner: Ehepartner 1/3, jedes Kind 1/3).
 

Wie erfolgt die Aufteilung der Erbmasse?

Das Erbe wird nach der gesetzlichen Erbfolge (wenn kein Testament da ist) oder nach Testament aufgeteilt, wobei zunächst Schulden beglichen werden, dann der Nachlass erfasst und schließlich unter den Erben verteilt wird, was oft eine Einigung (Auseinandersetzung) erfordert; bei Uneinigkeiten helfen Mediation oder Gericht. Bei Geld ist die Teilung einfach, bei Immobilien oder schwer teilbaren Sachen kann eine Versteigerung nötig werden. 

Was bekommt ein Kind, wenn der Vater stirbt?

Sind zwei Kinder vorhanden, dann bekommen die beiden Kinder (neben einem vorhandenen Ehepartner) in aller Regel je 25% des Vermögens des Erblassers. Bei drei Kindern (und einem überlebendem Ehepartner) beträgt der Anteil je Kind bei Tod eines Elternteils regelmäßig 16,66%.

Was passiert, wenn der Mann stirbt und die Frau nicht im Grundbuch steht?

Wenn der Ehemann stirbt, aber nur er im Grundbuch steht, erbt die Ehefrau aufgrund der gesetzlichen Erbfolge einen Teil des Hauses, aber sie bildet mit eventuellen Kindern oder anderen Verwandten eine Erbengemeinschaft; der Grundbucheintrag ist für die Erbschaft nicht entscheidend, sichert aber Rechte, da der überlebende Ehepartner ohne Eintragung erst seine Erbenstellung nachweisen muss (z.B. durch Erbschein), um Eigentümer zu werden und die Immobilie zu verwalten oder zu verkaufen, was ohne Grundbucheintrag zu Problemen führen kann, aber auch eine kostenfreie Grundbuchberichtigung innerhalb von zwei Jahren möglich ist. 

Was sind die Folgen, wenn die Ehefrau das Erbe ausschlägt?

Wenn die Ehefrau das Erbe ausschlägt, wird sie so behandelt, als hätte sie nie existiert, und das Erbe fällt automatisch an die nächsten gesetzlichen Erben (Kinder, Eltern etc.), wobei sie ihren Anteil und auch den Pflichtteil verliert, aber bei Schulden einen Anspruch auf den pauschalen Zugewinnausgleich behält und weiterhin Witwenrente und Sterbevierteljahr bekommt – oft eine taktische Entscheidung, um Schulden zu vermeiden und trotzdem abgesichert zu sein, da sie dann nur das zugewinnausgleichende Geld erhält. 

Wie ist die gesetzliche Erbfolge, wenn ein Ehegatte zwei Kinder hat?

Bei der gesetzlichen Erbfolge für einen Ehegatten mit zwei Kindern erben in der Regel der Ehegatte und beide Kinder zu gleichen Teilen (je ein Drittel), wenn kein Ehevertrag besteht (Zugewinngemeinschaft). www.raklinger.de. Bei Gütertrennung erben ebenfalls alle zu gleichen Teilen www.erbrechtskanzlei-essen.de. Bei einer Zugewinngemeinschaft (gesetzlicher Güterstand) erhält der Ehegatte zusätzlich zum Erbteil pauschal ein Viertel des Nachlasses, was bedeutet, er erbt 1/2 und die Kinder je 1/4.
 

Was Erben Geschwister, wenn kein Testament vorliegt?

Wenn kein Testament existiert, erben Geschwister nach der gesetzlichen Erbfolge in Deutschland nur, wenn es keine direkten Erben (Kinder, Enkel) und auch keine Eltern mehr gibt, wobei sie sich den Nachlass dann zu gleichen Teilen teilen; leben die Eltern noch, teilen sich Eltern und Geschwister den Nachlass, wobei die Eltern 50 % und die Geschwister die anderen 50 % (geteilt) erhalten. 

Wer erbt das gemeinsame Haus, wenn ein Ehepartner stirbt?

Wenn ein Ehepartner stirbt, erbt der Hinterbliebene nach gesetzlicher Erbfolge (ohne Testament) neben Kindern ein Viertel des Nachlasses, aber oft mehr durch den „Voraus“ und Zugewinnausgleich, was in Summe meist eine Hälfte des Hauses ausmacht, während die andere Hälfte an die Kinder geht. Um Alleinerbe zu werden oder die Erbengemeinschaft zu vermeiden, ist ein Testament oder Erbvertrag entscheidend, da sonst eine Erbengemeinschaft mit Kindern und ggf. Eltern entsteht, was den Verkauf des Hauses erschweren kann.