Was fällt alles unter private Veräußerungsgeschäfte?

Gefragt von: Hanno Jordan
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Private Veräußerungsgeschäfte sind z.B. der Verkauf von nicht selbstgenutzten Grundstücken und Immobilien innerhalb der Spekulationsfrist von 10 Jahren oder der Verkauf von Vermögensgegenständen (z.B. Gold, Schmuckstücke, Gemälde, Bitcoins, Kryptowährungen etc.) innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr.

Was zählt als privates Veräußerungsgeschäft?

Werden Grundstücke oder Gebäudeteile, wie beispielsweise eine Eigentumswohnung, innerhalb von zehn Jahren nach Erwerb des Grundstücks wieder veräußert, handelt es sich in bestimmten Fällen um ein sogenanntes privates Veräußerungsgeschäft. Unter den Begriff Grundstücke fallen beispielsweise: unbebaute Grundstücke.

Welche Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften sind nach § 23 EStG steuerfrei?

Handelt es sich um eine Spekulationsfrist von einem Jahr, so ist der Veräußerungsgewinn nach einem Jahr steuerfrei. Gewinne aus privaten Veräußerungen werden grundsätzlich als Sonstige Einkünfte definiert. Liegt der Gesamtgewinn in einem Kalenderjahr bei weniger als 1000 Euro, so ist dieser gem. § 23 EStG steuerfrei.

Welche privaten Veräußerungsgeschäfte sind steuerfrei?

Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften werden als steuerfrei behandelt, sofern diese unter der Freigrenze von 1.000 Euro liegen. Liegt der gesamte Veräußerungsgewinn über 999 Euro, wird er in der vollen Höhe steuerpflichtig. Was sind private Veräußerungsgeschäfte? Wie wird die Spekulationsfrist berechnet?

Wie viele Verkäufe darf man steuerfrei privat verkaufen?

Verkäufer, die über Plattformen mehr als 30 Artikel oder mehr als 2.000 € Umsatz im Jahr erzielen, werden ans Finanzamt gemeldet. Meldepflicht für Plattformen: Wer über 2.000 € umsetzt oder mehr als 30 Artikel verkauft, landet automatisch beim Finanzamt.

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Sind private Tauschgeschäfte steuerpflichtig?

Bei Barter-Deals gilt, dass der Austausch von Waren oder Dienstleistungen ebenfalls steuerpflichtig ist. Beide Parteien müssen den Wert der erhaltenen Leistungen in ihrer Steuererklärung angeben. Dies schließt gegebenenfalls die Umsatzsteuer ein, die beim Tauschgeschäft relevant werden kann.

Welche Dinge darf ich ohne Gewerbe verkaufen?

Man darf private, gebrauchte Dinge ohne Gewerbe verkaufen (z. B. alte Kleidung, Elektronik) ohne Gewinnerzielungsabsicht, solange es keine regelmäßige, gewinnorientierte Tätigkeit wird, da ab ca. 5-10 Verkäufen/Monat oder 30 Artikeln/Jahr die Grenze zur Gewerblichkeit schnell erreicht ist und Plattformen Meldepflichten haben. Selbstgemachtes (Kunst, Handwerk) kann als Freiberuflichkeit gelten, wenn es kreativ ist, aber auch hier droht schnell ein Gewerbe, wenn man professionell und mit hoher Gewinnabsicht agiert (z.B. über Etsy, eBay). Bei Unsicherheit ist immer das Finanzamt oder ein Experte zu fragen, um Steuerfallen zu vermeiden. 

Welche Einnahmen zählen zu den privaten Veräußerungsgeschäften?

Das bedeutet, dass der Gewinn aus dem Verkauf des Grundstücks – in diesem Beispiel 200.000 Euro (700.000 Euro Verkaufspreis abzüglich 500.000 Euro Anschaffungs- und Herstellungskosten) – als Einkommen aus Gewerbebetrieb versteuert wird.

Ist der Verkauf einer privaten Sammlung steuerpflichtig?

Der Gewinn aus dem Verkauf einer über Jahre zusammengetragenen privaten Sammlung ist nicht einkommensteuerpflichtig. So hat es der Bundesfinanzhof (die höchste deutsche Gerichtsinstanz auf dem Gebiet des Steuer- und Zollrechts) in einer Entscheidung aus dem Jahr 2020[1] deutlich gesagt.

Wann kein privates Veräußerungsgeschäft?

Ausgenommen sind Veräußerungen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Bei Anschaffung und Veräußerung mehrerer gleichartiger Fremdwährungsbeträge ist zu unterstellen, dass die zuerst angeschafften Beträge zuerst veräußert wurden.

Was ist ein Beispiel für einen Veräußerungsgewinn?

Ein Beispiel: Person C ist 57 Jahre alt und möchte den eigenen Betrieb veräußern. Der daraus resultierende Gewinn liegt bei 160.000 EUR. Weil diese Summe die Grenze für den Veräußerungsgewinn um 24.000 EUR übersteigt, liegt der gewährte Freibetrag in diesem Fall nur bei 21.000 EUR.

Was sind nicht steuerbare Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften?

Gewinne aus privaten Verkäufen werden als Sonstige Einkünfte gesehen und sind steuerfrei, wenn der Gesamtgewinn im Kalenderjahr weniger als 600 Euro betragen hat.

Wie viel darf man privat verkaufen, ohne Steuern zu zahlen 2025?

TLDR: Steuern beim privaten Autoverkauf

Freigrenze beachten: Der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften innerhalb eines Jahres muss unter 1.000 € (Stand 2025) bleiben, um steuerfrei zu sein.

Wie viel darf ich privat verkaufen im Jahr?

Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte

Gewinne aus privaten Verkäufen sind bis 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei. Überschreitest du diese Grenze, wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Betrag über 1.000 Euro.

Ist ein Tausch eine Veräußerung?

Tauschgeschäfte sind Veräußerungsgeschäfte, bei denen Gegenleistung für eine Lieferung wiederum eine Lieferung ist. Auf den Tausch finden die Vorschriften über den Kauf entsprechend Anwendung.

Ist privater Schrottverkauf steuerpflichtig?

Was viele nicht wissen: Erlöse aus dem Verkauf der Altmetalle sind Betriebseinnahmen und damit zu versteuern.

Wie findet das Finanzamt heraus, dass ich zu viel privat verkauft habe?

eBay informiert dich, sobald du mit deinen Verkäufen die Meldegrenze überschritten hast. Du musst nichts weiter tun, als deine steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID) bei uns zu hinterlegen. Im Januar des Folgejahres übermitteln wir die benötigten Daten und den Verkaufsbericht an das zuständige Finanzamt.

Welche privaten Verkäufe sind steuerfrei?

Ein Privatverkauf ist nicht steuerpflichtig, wenn Sie die Summe von 600 € pro Jahr an Verkaufserlösen nicht überschreiten.

Sind Flohmarktverkäufe steuerpflichtig?

Fazit: Für den normalen Flohmarktverkauf besteht faktisch keine Steuerpflicht.

Was sind alles private Veräußerungsgeschäfte?

Private Veräußerungsgeschäfte zählen zu den sonstigen Einkünften und sind in § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Dabei geht es um den Verkauf bestimmter Wirtschaftsgüter aus dem Privatvermögen, bei dem unter bestimmten Bedingungen ein steuerpflichtiger Gewinn entsteht.

Welche Einnahmen muss ich nicht versteuern?

Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €). Bei zusammenveranlagten Ehegatten/Lebenspartnern verdoppelt sich der Grundfreibetrag auf 21.816 € (2024: 23.568 €).

Wie viel darf ich privat verkaufen, ohne Steuern zu zahlen?

Du verkaufst Dinge innerhalb eines Jahres weiter: Erzielst Du in einem Kalenderjahr mindestens 1.000 Euro Gewinn aus solchen privaten Verkäufen, muss Du den gesamten Betrag versteuern. Diese Regelung gilt ab dem Steuerjahr 2024 (Wachstumschancengesetz). Bis zu dieser Grenze bleibt der Gewinn einkommensteuerfrei.

Wie viel Geld darf man als Hobby steuerfrei verdienen?

Wer mit seinem Hobby unter 25.000 Euro Umsatz im Vorjahr bleibt, kann sich auf die Kleinunternehmerregelung berufen (§ 19 UStG). Wird diese Grenze überschritten, muss Umsatzsteuer abgeführt werden – auch bei fehlender Gewinnerzielungsabsicht.

Was darf ich zuhause herstellen und verkaufen?

Sie können vieles selbst machen und verkaufen, beliebt sind Handgemachtes wie Schmuck, Kerzen, Seifen, Makramee, personalisierte Geschenke (gravierte Artikel, T-Shirts) und Kunst (Bilder, Handlettering), aber auch Digitale Produkte (Online-Kurse, Vorlagen) und Lebensmittel (Marmelade, Gewürze) sind gefragt. Wichtig ist, dass Sie etwas wählen, das Ihnen Spaß macht und einen klaren Stil hat, und die Nachfrage über Plattformen wie Etsy, Amazon oder eigene Shops testen.
 

Wann wird Privatverkauf gewerblich?

Privatverkauf wird gewerblich, wenn du planmäßig, mit Gewinnerzielungsabsicht und auf Dauer handelst, typischerweise erkennbar an Indizien wie mehr als ca. 30 Verkäufen pro Jahr, regelmäßigen Ankäufen zum Wiederverkauf oder dem Verkauf von Neuware. Seit dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz melden Portale wie eBay automatisch an das Finanzamt, wenn du mehr als 30 Transaktionen oder über 2.000 € Umsatz pro Jahr erzielst, was eine Prüfung auslösen kann, auch wenn es nicht sofort Gewerbe bedeutet.