Was ist besser pauschale oder individuelle Beihilfe?

Gefragt von: Hanns Meister MBA.
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Der Hauptunterschied ist, dass die individuelle Beihilfe Ihren Krankheitskosten prozentual erstattet (meist 50-70%) und eine Ergänzung zur PKV darstellt, während die pauschale Beihilfe einen festen monatlichen Zuschuss (ca. 50%) zum Beitrag einer vollwertigen Krankenvollversicherung (GKV oder PKV) zahlt und damit die individuelle Beihilfe komplett ersetzt – die Entscheidung ist unwiderruflich und für viele Beamte langfristig die günstigere Option, da sie auch Kinder und Pensionäre einschließt.

Was ist der Unterschied zwischen pauschaler und individueller Beihilfe?

Einige Bundesländer bieten ihren Beamten auch eine sogenannte pauschale Beihilfe an. Der wichtigste Unterschied zur individuellen Beihilfe: Der Dienstherr beteiligt sich nicht mehr an den Krankheitskosten, sondern zahlt stattdessen einen Zuschuss zum Beitrag in der privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung.

Wann ist pauschale Beihilfe sinnvoll?

Lohnen kann sich die pauschale Beihilfe für Beamte mit schwereren Vorerkrankungen, in niedrigen Besoldungsgruppen (unter A10), in regelmäßiger Teilzeit sowie für Beamte mit geringen Einkünften im Ruhestand.

Wie viel übernimmt die pauschale Beihilfe?

Die pauschale Beihilfe (Hamburger Modell)

die Beihilfe beteiligt sich grundsätzlich mit dem hälftigen Beitrag an der GKV. Der Höchstbetrag für das Jahr 2022 sind max. 384,58 Euro pro Kalendermonat. Allerdings nur für die Krankenversicherung.

Was bedeutet Pauschalbeihilfe?

Die pauschale Beihilfe ergänzt das Dienstrecht um eine neue Form der Beihilfe. Sie kommt für die Hälfte der monatlichen Kosten einer Krankheitskostenvollversicherung auf, unabhängig ob dies eine private oder gesetzliche Krankenversicherung ist.

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Ist die pauschale Beihilfe steuerfrei?

Die pauschale Beihilfe ist nach § 3 Nr. 62 EStG steuerfrei. In Höhe der pauschalen Beihilfe ist jedoch ein steuerlicher Abzug der Krankenversicherungsbeiträge als Sonderausgaben ausgeschlossen.

Was ist eine Pauschalleistung?

Die Mehrwertsteuer-Pauschalregelung ermöglicht es berechtigten Unternehmen, einen festen Prozentsatz ihres Umsatzes inklusive Mehrwertsteuer an die britische Steuerbehörde (HMRC) zu zahlen, wodurch die Mehrwertsteuererklärung vereinfacht wird. Allerdings können Unternehmen die Mehrwertsteuer für die meisten Einkäufe nicht zurückfordern und müssen bestimmte Umsatzgrenzen erreichen, um an der Regelung teilzunehmen oder darin zu bleiben.

Wie viele Beamte nutzen die pauschale Beihilfe?

Erhielten im Februar 2019, ein halbes Jahr nach dem Start, 1015 Beamtinnen und Beamte die sogenannte pauschale Beihilfe ausgezahlt, waren es im vergangenen Monat bereits 1962 aktive Beamte und 350 Versorgungsempfänger, wie aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der CDU hervorgeht.

Wie hoch ist der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung 2025?

Als Arbeitgeber zahlen Sie die Hälfte des Beitrags als Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Dabei fällt maximal der Höchstzuschuss an, den Sie auch freiwillig gesetzlich krankenversicherten Mitarbeitenden zahlen würden. 2026 sind das maximal 508,59 Euro pro Monat (2025: 471,32 Euro pro Monat).

Wann wird die pauschale Beihilfe ausgezahlt?

Die Pauschale Beihilfe (neues Angebot)

wird monatlich zusammen mit den Bezügen gezahlt.

Was bezahlt Beihilfe nicht?

Die Beihilfe zahlt nicht die gesamten Krankheitskosten, sondern nur einen Teil (z.B. 50-70%), den Rest müssen Sie selbst tragen (durch eine private Restkostenversicherung oder Eigenmittel). Nicht übernommen werden z.B. Aufwendungen für rein kosmetische Behandlungen, nicht medizinisch notwendige Hilfsmittel, Pflege- und Reinigungsmittel, manche Heilpraktikerleistungen, Zahnersatz während der Ausbildung (oft) und Beiträge zur Krankenversicherung. Grundsätzlich gilt: Die Summe aus Beihilfe und Versicherungsleistung darf 100 % der Kosten nicht übersteigen. 

Welchen Satz zahlt ein Beamter in privater Krankenkasse als Pensionär?

Ehemalige Beamte zahlen im Alter geringere Beiträge für ihre Krankenversicherung, denn mit der Pensionierung erhöht sich der Beihilfesatz üblicherweise von 50 auf 70 Prozent. Entsprechend verringert sich der selbst zu finanzierende Versicherungsumfang ab Beginn des Ruhestands auf 30 Prozent der Krankheitskosten.

Sind Wahlleistungen sinnvoll?

Vorteile von Wahlleistungen für Patienten

Wahlleistungen im Krankenhaus bieten viele Vorteile für Patienten. Sie ermöglichen bessere Komfort- und Serviceleistungen. Die Nutzung von Wahlleistungen kann zu einer verbesserten Patientenzufriedenheit führen, da sie sich in der Regel besser betreut fühlen.

Für wen lohnt sich die pauschale Beihilfe?

Für wen lohnt sich die Pauschale Beihilfe? Für die meisten Beamtenanwärter und Beamten lohnt sich die Bezuschussung zur gesetzlichen Krankenkasse nicht. Lohnen kann sich die pauschale Beihilfe höchstens für geringverdienende Beamte mit sehr niedrigen Besoldungsgruppen.

Welche Beihilfe erhalten Beamte, die freiwillig gesetzlich versichert sind?

Die Beamten können 50 Prozent ihres GKV-Beitrags als Zuschuss erhalten. Allerdings ist der Zuschuss auf die Hälfte des Höchstbeitrags der Krankenkassen begrenzt. 2024 liegt dieser bei freiwillig Versicherten bei ca. 780,00 Euro monatlich.

Was sind Pauschalleistungen in der PKV?

Eine Pauschalleistung in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist eine vertraglich festgelegte Erstattung, die Versicherte erhalten, wenn sie keine oder nur geringe medizinische Leistungen in Anspruch nehmen – oft als garantierte Rückzahlung von Monatsbeiträgen, die unabhängig vom Geschäftserfolg des Anbieters ausgezahlt wird, oder als fester Betrag für bestimmte Vorsorgeleistungen wie Sehhilfen oder Heilpraktiker, wenn keine Rechnungen gestellt werden. Der Vorteil ist, dass man auch bei Vorsorgeuntersuchungen (z.B. Zahnarzt) die volle Rückerstattung behalten kann, anders als bei der erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattung (BRE). 

Wie hoch ist der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung als Rentner?

Der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung (PKV) für Rentner beträgt 2025 8,55 % der gesetzlichen Rente, maximal aber die Hälfte der tatsächlichen PKV-Beiträge. Der Höchstzuschuss liegt 2025 bei 471,32 € pro Monat (2026 wird er auf 8,75 % angehoben) und wird gezahlt, wenn die Hälfte der PKV-Kosten höher ist als der berechnete Prozentsatz der Rente, wobei der tatsächliche Zuschuss immer der niedrigere Wert ist. 

Warum ist die Debeka so teuer geworden?

Medizinischer Fortschritt, neue Therapien, teurere Medikamente und höhere Löhne sorgen dafür, dass die Ausgaben weiter steigen – und das spüren Versicherte trotz bereits erfolgter Anpassungen auch in diesem Jahr.

Warum sind die meisten Beamten privat versichert?

Obwohl Beamte somit theoretisch die Möglichkeit haben, sich gesetzlich zu versichern, ist die private Krankenversicherung in den meisten Fällen die kostengünstigere Option und somit auch die bevorzugte Wahl.

Wird pauschale Beihilfe versteuert?

Ist die Pauschale Beihilfe zu versteuern? Die „Pauschale Beihilfe“ ist steuerfrei (§ 3 Nr. 62 Satz 1 EStG). Ausgaben für eine Krankenvollversicherung können grundsätzlich als Sonderausgaben/ Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden und mindern so das zu versteuernde Einkommen.

Wie hoch ist die Beihilfe für Beamte im Ruhestand?

Grundsätzlich gelten folgende Erstattungssätze: Der/die Beihilfeberechtigte selbst: 50 Prozent. Empfängerinnen und Empfänger von Versorgungsbezügen (Pensionäre/-innen): 70 Prozent. Berücksichtigungsfähige Ehegattinnen und Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner: 70 Prozent.

Was bedeutet Pauschalleistung?

Die Pauschalleistung ist eine vertraglich festgelegte Leistung (AVB-Bestandteil) und kein PKV-Anbieter darf nach Vertragsabschluss Leistungen reduzieren. Die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung ist abhängig, wie der Name schon sagt, vom Unternehmenserfolg.

Was bedeutet pauschal gezahlt?

Ein Pauschalpreis ist eine vorab festgelegte Vergütung für ein Produkt oder eine Dienstleistung – unabhängig von tatsächlichem Aufwand, Dauer oder Kosten.

Was bedeutet pauschal abgerechnet?

Eine Pauschalrechnung ermöglicht es, Leistungen mit einem festen Gesamtbetrag abzurechnen, ohne einzelne Positionen aufzulisten.