Was ist das Sterbevierteljahr bei Beamten?

Gefragt von: Ortrud Baur
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Das Sterbevierteljahr ist ein finanzieller Vorschuss für Hinterbliebene von Verstorbenen (auch Beamte), bei dem die volle Rente oder Pension des Verstorbenen für drei Monate, die dem Sterbemonat folgen, ausgezahlt wird, um den Übergang zu erleichtern. Bei Beamten gibt es zusätzlich ein Sterbegeld (das oft mit dem Sterbevierteljahr verwechselt wird), eine einmalige Zahlung in Höhe des Zweifachen der monatlichen Bezüge, während das Sterbevierteljahr eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung ist, die auch bei Beamten als Überbrückung funktioniert. Einkommen des Hinterbliebenen wird in dieser Zeit nicht angerechnet.

Was ist das Sterbevierteljahr in der Beamtenversorgung?

Beim Tod von Beamten oder Pensionären bekommt der überlebende Ehepartner ein Sterbegeld in zweifacher Höhe der monatlichen Dienstbezüge oder der Pension. Das Pendant in der gesetzlichen Rentenversicherung nennt sich "Sterbevierteljahr".

Wer hat Anspruch auf Sterbevierteljahr?

Anspruch auf das Sterbevierteljahr haben Witwen und Witwer (oder eingetragene Lebenspartner), wenn der verstorbene Partner gesetzlich rentenversichert war, die Ehe mindestens ein Jahr bestand, der Wohnsitz in Deutschland ist und der Antrag innerhalb von 30 Tagen nach dem Tod gestellt wird. Es ist eine Vorschusszahlung der Rentenversicherung auf die spätere Witwen-/Witwerrente, die den Übergang finanziell erleichtern soll, aber keine Erbschaft, sodass Kinder keinen direkten Anspruch haben. 

Wird im Todesfall noch 3 Monate Rente gezahlt für Angehörige?

Ja, die gesetzliche Rente wird nach dem Tod für drei Monate weitergezahlt, dies nennt man das Sterbevierteljahr; es ist ein Vorschuss auf die spätere Witwen- oder Witwerrente, während der das eigene Einkommen des Hinterbliebenen nicht angerechnet wird. Diese Leistung gilt für die drei Monate nach dem Sterbemonat und hilft Hinterbliebenen, sich an die veränderte Situation zu gewöhnen, bevor die reguläre Hinterbliebenenrente gezahlt wird. 

Was bekommt eine Ehefrau, wenn der Beamter stirbt?

Witwen-/Witwergeld

erhalten Sie gemäß § 23 Hamburgisches Beamtenversorgungsgesetz (HmbBeamtVG) Witwen- beziehungsweise Witwergeld in Höhe von 55 Prozent des Ruhegehalts der verstorbenen Person.

Rentenvorschuss sichern: Ehepartner gestorben, Sterbevierteljahr beantragen, Antragsfrist?

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Was zahlt die Beihilfe im Sterbefall?

Die Beihilfe zahlt im Todesfall kein pauschales Sterbegeld (das ist oft eine eigene Leistung), sondern erstattet beihilfefähige Kosten, die bis zum Tod entstanden sind, und gewährt Hinterbliebenen Beihilfe zu ihren eigenen Krankheits- und Pflegekosten (oft 50-80 %), die sie hatten oder haben werden, wobei die Höhe vom persönlichen Satz abhängt. Außerdem gibt es häufig eine separate Sterbegeldleistung (z.B. 2 Monatsgehälter/Ruhegehälter für Hinterbliebene oder einen Fixbetrag), die aber oft eine andere Leistung ist als die eigentliche Beihilfe. 

Wie lange wird Pension nach Tod an Ehepartner gezahlt?

Die Dauer einer Witwenpension hängt vom Land und den individuellen Umständen ab, oft gibt es eine unbefristete große Witwenrente (lebenslang, wenn Kinder versorgt werden oder Alter/Ehedauer erreicht) und eine befristete kleine Witwenrente (z.B. 24 Monate in Deutschland), die bei Wiederheirat endet. In Österreich gibt es ebenfalls befristete (30 Monate) und unbefristete Ansprüche, die von Alter, Kindererziehung und Ehedauer abhängen. 

Wie wird das Sterbevierteljahr verrechnet?

Das Sterbevierteljahr ist eine dreimonatige Überbrückungszeit nach dem Tod eines Ehepartners, in der Witwen/Witwer die volle Rente des Verstorbenen als Vorschuss erhalten, ohne dass eigenes Einkommen angerechnet wird; dieser Vorschuss (ca. 3x Monatsrente) wird später mit der regulären Hinterbliebenenrente verrechnet, wobei auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen werden. Es dient dazu, finanzielle Engpässe zu überbrücken, und muss beim Renten-Service der Post beantragt werden, um zeitnah ausgezahlt zu werden. 

Wie beantrage ich ein Sterbevierteljahr?

Um das Sterbevierteljahr zu beantragen, müssen Sie als hinterbliebener Ehepartner schnellstmöglich, idealerweise innerhalb von 30 Tagen nach dem Todesfall, einen Antrag beim Rentenservice der Deutschen Post AG stellen, wenn der Verstorbene bereits Rente bezogen hat, unter Vorlage der Sterbeurkunde, oft übernimmt das Bestattungsunternehmen die Abwicklung, und parallel muss ein formeller Antrag auf Witwen-/Witwerrente bei der Deutschen Rentenversicherung folgen. Das Sterbevierteljahr ist eine Vorschusszahlung, die als einmaliger Betrag für drei Monate gezahlt wird und später mit der regulären Hinterbliebenenrente verrechnet wird. 

Wie hoch sind die Bestattungskosten im Sterbevierteljahr?

Das Sterbevierteljahr (Witwen-/Witwerrente in voller Höhe für 3 Monate) ist eine wichtige Finanzhilfe, um die ersten Wochen nach dem Todesfall zu überbrücken, aber oft nicht ausreichend, um die gesamten Bestattungskosten (durchschnittlich 6.000-7.000 €) zu decken, da Angehörige das Geld auch für Miete etc. benötigen. Es ist eine Vorschusszahlung der Witwenrente, die nicht auf Einkommen angerechnet wird, aber kein spezielles Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen mehr ist (seit 2004). Eine private Sterbegeldversicherung oder eine betriebliche Versorgung sind oft notwendig, um die Lücke zu schließen. 

Kann der Bestatter das Sterbevierteljahr beantragen?

Antrag auf Vorschusszahlung des Sterbevierteljahres

Das Formular, um den Rentenvorschuss zu beantragen, erhalten Sie online. Häufig übernimmt der Bestatter die Beantragung des Sterbevierteljahrs.

Ist man im Sterbevierteljahr krankenversichert?

Die Antwort: Mit dem Antrag auf eine Witwen- oder Witwerrente beginnt in der Regel auch Ihre eigene Pflichtversicherung in der Krankenversicherung der Rentner – und zwar rückwirkend ab dem Datum der Antragstellung. Schon der Antrag auf das sogenannte Sterbevierteljahr zählt dabei!

Wie lange dauert es, bis man das Sterbevierteljahr ausgezahlt bekommt?

Das Sterbevierteljahr dauert drei Monate (den Sterbemonat und die zwei darauffolgenden), wird aber als Einmalzahlung ausgezahlt, sobald der Antrag gestellt wurde – die Dauer der Auszahlung selbst hängt von der Bearbeitungszeit der Rentenversicherung ab, aber der Betrag deckt immer die ersten drei Monate nach dem Tod ab, auch wenn der Antrag später gestellt wird (bis zu 12 Monate rückwirkend möglich). 

Haben Kinder Anspruch auf Sterbevierteljahr?

Nein, Kinder haben keinen Anspruch auf das Sterbevierteljahr; dieses steht ausschließlich dem überlebenden Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner zu, um die finanzielle Umstellung nach dem Tod des Partners zu erleichtern. Kinder erhalten stattdessen eine Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente) nach dem Tod eines Elternteils, falls sie die Voraussetzungen erfüllen (z. B. Minderjährigkeit, Ausbildung). Das Sterbevierteljahr ist eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung für den hinterbliebenen Gatten, nicht für die Kinder des Verstorbenen. 

Wie hoch ist das Sterbegeld bei Beamten?

Das Sterbegeld für Beamte beträgt in der Regel das Zweifache der monatlichen Dienst- oder Versorgungsbezüge (Brutto) des Verstorbenen, also zwei Monatsgehälter bzw. zwei Pensionen, und wird einmalig ausgezahlt. Anspruchsberechtigt sind meist der überlebende Ehepartner, ansonsten die Kinder, wobei die konkrete Ausgestaltung je nach Bundesland und Dienstherren (Bund/Land/Kommune) leicht abweichen kann, z.B. gibt es in Bremen einen niedrigeren Satz (1,35-fach). 

Wie viel Witwenrente bekommt eine Beamtenwitwe?

Die Witwenrente für Beamte (Witwengeld) beträgt grundsätzlich 55 % des Ruhegehalts, das der verstorbene Beamte erhalten hat oder hätte erhalten können, aber es gibt Ausnahmen: Bei Ehen, die vor dem 01.01.2002 geschlossen wurden und mindestens ein Ehepartner vor dem 02.01.1962 geboren wurde, sind es 60 %. Eigene Einkünfte werden angerechnet, wobei mindestens 20 % des Ruhegehalts übrig bleiben müssen. 

Wer bekommt das Sterbevierteljahr?

Das Sterbevierteljahr erhalten Witwen und Witwer (oder hinterbliebene eingetragene Lebenspartner) nach dem Tod ihres Ehepartners, um den finanziellen Übergang zu erleichtern, wobei die Rente in voller Höhe des Verstorbenen gezahlt wird, ohne eigenes Einkommen anzurechnen, aber es muss ein Antrag gestellt werden, meist innerhalb von 30 Tagen. 

Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?

Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird. 

Was passiert, wenn man das Sterbevierteljahr nicht beantragt?

* Sollten Sie diese 30-Tage-Frist für den Antrag auf Vorschusszahlung versäumen, geht Ihnen die volle Rentenzahlung für das Sterbevierteljahr nicht verloren. Dieser Betrag wird dann mit der noch zu berechnenden Hinterbliebenenrente nachgezahlt. Es dauert nur länger.

Was ist das Sterbevierteljahr für Beamte?

die Kinder ein Sterbegeld in zweifacher Höhe der monatlichen Dienstbezüge bzw. Pension. Auch in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es eine solche Regelung – das sogenannte „Sterbevierteljahr“: Die Rente des Verstorbenen wird dem hinterbliebenen Ehegatten über drei weitere Monate ausbezahlt.

Ist Sterbevierteljahr brutto oder netto?

Das Sterbevierteljahr wird zunächst als Bruttobetrag der Rente des Verstorbenen berechnet (dreifache Monatsrente), aber für die Auszahlung an den Hinterbliebenen werden davon noch Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen, sodass es meist als Netto-Zahlbetrag ausgezahlt wird, oft als Vorschuss auf die spätere Witwenrente, wobei das eigene Einkommen in dieser Zeit noch nicht angerechnet wird. 

Welche Steuerabzüge gibt es während des Sterbevierteljahres?

Das Sterbevierteljahr (die ersten drei Monate nach dem Tod) ist bei der Witwen-/Witwerrente steuerfrei von der Einkommensanrechnung, aber die Rente selbst unterliegt den üblichen Rentensteuerregeln (Besteuerungsanteil) und Sozialversicherungsbeiträgen (Kranken-, Pflegeversicherung). Es wird in der Regel mit dem günstigen Splittingtarif veranlagt und erst ab dem vierten Monat zählt eigenes Einkommen an, wobei das Finanzamt meist den fiktiven Rentenbeginn des Verstorbenen für die Berechnung heranzieht, was die Rentensteuerlast reduziert. 

Kann man Beerdigungskosten bei der Beihilfe einreichen?

Zu den Aufwendungen für die Bestattung kann keine Beihilfe gewährt werden.

Wie viel Pension bekommt die Frau, wenn der Mann stirbt?

Der Anspruch der Frau beträgt 60 Prozent der Pension ihres verstorbenen Mannes.

Welche Beihilfe erhält eine Witwe?

Eine Witwe eines Beamten ist grundsätzlich ** beihilfeberechtigt**, wenn sie Witwengeld (Versorgung) erhält, wodurch sie 70 % ihrer Krankheitskosten erstattet bekommt, während die restlichen 30 % über ihre private Krankenversicherung (PKV) gedeckt werden müssen. Der Anspruch entsteht durch den Bezug von Witwengeld und erfordert oft eine eigene PKV-Absicherung für die Restkosten, wobei Einkommensgrenzen und spezielle Regelungen je nach Bundesland und Status (z.B. Bundes- oder Landesbeamte) variieren können. Es gibt auch eine einmalige Sterbegeldleistung für den überlebenden Ehepartner und die Kinder.