Was ist der Unterschied zwischen Ehrenamt und Übungsleiterpauschale?

Gefragt von: Thomas Hinz
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Der Hauptunterschied liegt in der Art der Tätigkeit: Die Übungsleiterpauschale (aktuell bis 3.000 €/Jahr) gilt speziell für pädagogische, künstlerische oder pflegerische Nebentätigkeiten (z.B. Trainer, Ausbilder), während die Ehrenamtspauschale (aktuell bis 840 €/Jahr) allgemeinere Aufgaben abdeckt (z.B. Schatzmeister, Platzwart). Beide sind steuerfreie Aufwandsentschädigungen, die getrennt voneinander genutzt werden können, wenn man verschiedene Tätigkeiten ausübt, aber für dieselbe Tätigkeit gilt immer nur eine Pauschale (die höhere hat Vorrang).

Sind Übungsleiterpauschale und Ehrenamtspauschale das Gleiche?

Anders als die Ehrenamtspauschale wird die Übungsleiterpauschale nicht für jede ehrenamtliche Arbeit gewährt. Begünstigt ist nur, wer einer ehrenamtlichen pädagogischen, pflegerischen oder künstlerischen Tätigkeit nachgeht. Seit dem Jahr 2021 beträgt die Übungsleiterpauschale € 3.000 pro Jahr.

Was ist eine Übungsleiterpauschale?

Die Übungsleiterpauschale stellt Einnahmen bis zur Höhe von insgesamt 3.000 Euro im Jahr aus bestimmten begünstigten nebenberuflichen Tätigkeiten steuerfrei. Sie erfasst somit nicht nur Aufwandsentschädigungen, sondern alle Einnahmen wie Zahlungen für Verdienstausfall und Zeitverlust.

Kann man ein Ehrenamt und einen Minijob kombinieren?

Ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis ( sog. Minijob) kann grundsätzlich mit der Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschale kombiniert werden.

Kann man Kosten für ein Ehrenamt steuerlich absetzen?

Wer sich ehrenamtlich engagiert und dafür Geld erhält, hat Anspruch auf den sogenannten Ehrenamtsfreibetrag. Aktuell beträgt er 840 Euro pro Jahr. Auch wenn Sie mehrere Ehrenämter ausüben, gibt es diesen bestimmten Freibetrag nur einmal jährlich.

Die Übungsleiterpauschale - npo news&wissen Folge 10

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Wie hoch ist die Pauschale für ehrenamtliche Tätigkeiten?

Die aktuelle Ehrenamtspauschale beträgt 840 € pro Jahr und ist bis zu dieser Höhe steuer- und sozialabgabenfrei, mit geplanten 960 € ab 2026. Für Tätigkeiten wie Trainer oder Ausbilder (z.B. Feuerwehr, DLRG) gibt es den höheren Übungsleiterfreibetrag von 3.000 € pro Jahr. Diese Beträge können auch kombiniert werden, wenn die Tätigkeiten unterschiedlich sind. 

Kann ich Bürgergeld beantragen, wenn ich mich ehrenamtlich engagiere?

Universal Credit und Freiwilligenarbeit

Wenn Sie Universal Credit beziehen, kann Ihre ehrenamtliche Tätigkeit bis zur Hälfte der Zeit angerechnet werden, die Sie im Rahmen Ihrer „Verpflichtung als Leistungsbezieher“ für die Arbeitssuche und -vorbereitung aufwenden . Beispiel: Sie engagieren sich 20 Stunden pro Woche ehrenamtlich in einer Organisation.

Kann man als Ehrenamtlicher auch dann die 840 Euro bekommen, wenn man einen Minijob hat?

Personen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben und dafür eine Entlohnung erhalten, können die Ehrenamtspauschale nutzen. Der Arbeitgeber muss auch hier keine Sozialabgaben zahlen, solange die steuerfreie Pauschale von 840 Euro jährlich nicht überschritten wird. Auch hier gilt die einmalige Inanspruchnahme pro Jahr.

Wie hoch ist der steuerfreie Betrag für Ehrenamte im Jahr 2025?

Die Ehrenamtspauschale 2025 beträgt weiterhin 840 Euro pro Jahr und Person. Dieser steuerfreie Höchstbetrag wurde zuletzt 2021 von zuvor 720 Euro angehoben und bleibt auch 2025 unverändert. Vereine können diesen Betrag als Aufwandsentschädigung auszahlen, ohne dass dafür Steuern oder Sozialabgaben anfallen.

Welche Beispiele gibt es für die Ehrenamtspauschale?

Im Gegensatz zur Übungsleiterpauschale, ist die Ehrenamtspauschale nicht auf bestimmte begünstigte Tätigkeiten beschränkt. Beispiele: Fahrdienst von Eltern zu Auswärtsspielen von Kindern, Vorstand einer gemeinnützigen Körperschaft, Platzwart und ehrenamtliche Schiedsrichter im Amateursport.

Was passiert, wenn ich vergesse die Übungsleiterpauschale in meiner Einkommensteuererklärung anzugeben?

Was passiert, wenn ich vergesse, die Übungsleiterpauschale in meiner Einkommensteuererklärung anzugeben? Wenn Sie die Angabe nicht machen, entstehen Ihnen keine Nachteile: Die Pauschalen sind ja steuerfrei und unterliegen auch nicht dem "Progressionsvorbehalt".

Wie hoch ist die Übungsleiterpauschale 2025 pro Monat?

Übungsleiterpauschale und Minijob

Für beides gelten unterschiedliche Regelungen, die eingehalten werden müssen. Dann ist es aktuell (2025) möglich, für einen Minijob 556 Euro pro Monat plus 250 Euro pro Monat (3.000 € pro Jahr) Übungsleiterpauschale für die Tätigkeit als Trainer*in zu bezahlen.

Was ist der Unterschied zwischen Minijob und Übungsleiterpauschale?

Beispiel: Eine Trainerin oder ein Trainer kann monatlich 806 Euro erhalten. Davon sind 250 Euro durch die Übungsleiterpauschale steuerfrei (3.000 € pro Jahr), während die verbleibenden 556 Euro als Minijob-Verdienst abgerechnet werden.

Wann zählt etwas als Ehrenamt?

Ehrenamt zählt als freiwillige, unbezahlte Tätigkeit, die dem Gemeinwohl dient, wie z.B. in Vereinen (Sport, Kultur), im Rettungsdienst (Feuerwehr), in der Sozialarbeit, bei der Altenhilfe, im Umweltschutz oder als Schöffe. Wichtig ist der gemeinnützige Zweck und der Fokus auf das Helfen, wobei auch eine steuerfreie Aufwandsentschädigung (z.B. Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschale) möglich ist. Das Engagement muss freiwillig und nicht die Haupttätigkeit sein, sondern nebenberuflich ausgeübt werden. 

Wie hoch ist die Übungsleiterpauschale ab 2026?

Aktuell: Die Übungsleiterpauschale beträgt 3.000 Euro jährlich. Ab 2026: Die Pauschale soll auf 3.300 Euro jährlich erhöht werden.

Wie viel darf man als Übungsleiter im Monat verdienen?

Folglich kannst Du 2025 bei einer steuerbegünstigten Tätigkeit bis zu 806 Euro im Monat mit Übungsleiterpauschale und Minijob verdienen, ohne dass Du Steuern und Sozialabgaben zahlen musst. 2024 waren es noch 788 Euro. Es genügt dabei die pauschale Versteuerung des Minijobs durch den Arbeitgeber.

Kann ich mein Ehrenamt steuerlich absetzen?

2. Ehrenamtsfreibetrag: 840 Euro pro Jahr

Ehrenamtliche, die sich in einem gemeinnützigen Verein oder bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts engagieren, können den Ehrenamtsfreibetrag geltend machen. Aktuell beträgt er 840 Euro pro Jahr, ab 2026 geplant 960 Euro.

Wie viel Rente darf ich haben, ohne Steuern zu zahlen?

Ab welcher Rentenhöhe müssen Rentnerinnen und Rentner Einkommensteuer bezahlen? Einkommensteuer fällt erst dann an, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt. Für 2022 beträgt der Grundfreibetrag bei Einzelveranlagung 10.347 Euro und bei Zusammenveranlagung 20.694 Euro.

Wie hoch ist die maximale Ehrenamtspauschale?

Zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements wird die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale auf (von 3.000 auf) 3.300 Euro bzw. (von 840 auf) 960 Euro angehoben. Ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger unseres Staates verdient große Anerkennung. Es leistet einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.

Was ist der Unterschied zwischen Ehrenamtspauschale und Aufwandsentschädigung?

Ehrenamtspauschale bei bis zu € 840 pro Jahr und Person und für die sog. Übungsleiterpauschale bei maximal € 3.000 pro Jahr und Person. Eine Aufwandsentschädigung kann mit Ausnahme des Vorstandes jedem ehrenamtlich Tätigen gezahlt werden unabhängig davon, ob die Person Mitglied im Verein ist oder nicht.

Ist ein Ehrenamt meldepflichtig?

Ehrenamt und Sozialhilfe

Wenn Sie mehr als 15 Stunden in der Woche ehrenamtlich tätig sind, müssen Sie die Betätigung bei der Agentur für Arbeit unverzüglich anzuzeigen.

Welche Vorteile hat man, wenn man ehrenamtlich arbeitet?

Ehrenamt bietet enorme Vorteile: Es fördert die persönliche Entwicklung (Selbstbewusstsein, neue Fähigkeiten), erweitert das soziale Netzwerk (neue Kontakte, Freundschaften) und ist gut für die berufliche Karriere (Lebenslauf, Praxiserfahrung). Zudem steigert es das Wohlbefinden, da man etwas Sinnvolles tut und die Gesellschaft positiv beeinflusst, oft begleitet von steuerlichen Vorteilen (Ehrenamtspauschale) und Vergünstigungen durch die E-Card. 

Wird ein Ehrenamt auf die Grundsicherung angerechnet?

Für die Grundsicherung berücksichtigungsfähige Einkünfte werden in § 82 SGB XII definiert. Es sind alle Einkünfte in Geld oder Geldwert. Es gibt nur wenige, ausdrücklich aufgeführte Einkünfte, die ausgenommen sind. Zuwendungen an ehrenamtlich Tätige werden in § 82 Absatz 3 SGB XII ausdrücklich als Ausnahme genannt.

Welche Gelder kann ich neben Bürgergeld beantragen?

Vorrangige Leistungen sind zum Beispiel:

  • Kindergeld.
  • Elterngeld.
  • Unterhaltsvorschuss des Jugendamts.
  • Renten.

Haben nicht EU-Bürger Anspruch auf Bürgergeld?

Bürgergeld und Sozialhilfe. EU-Ausländer haben in der Regel Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGBII), also auf Bürgergeld sowie Hilfen zur Integration in Arbeit, und auf Sozialhilfe (SGB XII), wenn sie die allgemeinen Voraussetzungen, z.B. Hilfebedürftigkeit oder Erwerbsfähigkeit, erfüllen.