Was ist der Unterschied zwischen Honorarvertrag und Minijob?

Gefragt von: Tim Schumann
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Der Hauptunterschied liegt in der Selbstständigkeit vs. abhängiger Beschäftigung: Ein Minijob ist eine Form der geringfügigen Anstellung mit festem Einkommenslimit (aktuell 538 €/Monat), bei der der Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig ist, aber von Abgaben befreit wird, während ein Honorarvertrag eine selbstständige, freiberufliche Tätigkeit beschreibt, bei der der Auftragnehmer (Honorarbasis) eigenverantwortlich arbeitet und sich selbst um Steuern und Sozialabgaben kümmert, aber dafür mehr Flexibilität hat.

Ist ein Honorarvertrag ein Minijob?

Honorartätigkeit bedeutet in der Regel, dass es sich um eine selbstständige Tätigkeit handelt. Diese hat steuer- und sozialversicherungsrechtlich keine Auswirkung auf deinen Minijob. Bei der Einkommenssteuer und bei der Familienversicherung zählen Honorare allerdings zum Einkommen dazu.

Wie viel darf ich auf Honorarbasis steuerfrei verdienen?

Auf Honorarbasis gibt es keine allgemeine Obergrenze für steuerfreies Einkommen, aber der Grundfreibetrag (ca. 12.096 € für 2025) schützt Einkommen bis zu dieser Grenze vor Einkommensteuer, unabhängig von der Art der Tätigkeit, wobei auch Nebeneinkünfte bis 410 € Gewinn steuerfrei sein können (Bagatellgrenze) und spezielle Pauschalen (z.B. Übungsleiterpauschale) existieren. Wichtig sind zudem die Kleinunternehmerregelung (bis 22.000 € Umsatz) für die Umsatzsteuer und die Auswirkungen auf Krankenversicherung und Sozialabgaben. 

Was ist der Unterschied zwischen Minijob und Honorarkraft?

Der Begriff "Honorarkraft" lässt auf eine selbstständige Tätigkeit schließen, gleichzeitig schreibst du aber auch von Anstellung ( = abhängige Beschäftigung). 1. Variante: Wenn du in beiden Jobs nicht mehr als jeweils 450€/Monat verdienst, handelt es sich bei beiden um geringfügige Beschäftigungen/Minijobs.

Wie viel darf ich auf Honorarbasis dazuverdienen?

Individuelle Freibeträge für freiberufliche Nebentätigkeit neben Festanstellung. Bist du neben deinem Beruf freiberuflich tätig, darfst du bis zu 410 € pro Jahr steuerfrei hinzuverdienen. Sobald die Einnahmen diesen Betrag überschreiten, musst du diese jedoch versteuern.

Minijob vs. Midijob – Wo ist der Unterschied?

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Werden Honorare dem Finanzamt gemeldet?

Honorare zählen zum steuerpflichtigen Einkommen und unterliegen somit der Einkommensteuer. Dies gilt für alle Selbstständigen und Freiberufler, die Honorare als Entgelt für ihre Dienstleistungen erhalten.

Was muss ich beachten, wenn ich auf Honorarbasis arbeite?

Bei der Arbeit auf Honorarbasis müssen Steuern und Sozialversicherungsabgaben selbst abgeführt werden. Die Honorare sind als Einnahmen aus selbständiger Arbeit oder als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu versteuern. Das Finanzamt verlangt die Vorlage einer Buchführung.

Was muss beachtet werden, wenn der Minijob im Nebenerwerb ist?

Es gibt Grenzen für Nebenjobs: Du darfst in Haupt- und Nebenjob zusammen nicht mehr als 48 Stunden in der Woche oder zehn Stunden am Tag arbeiten. Minijobs bis 556 Euro im Monat oder Nebentätigkeiten als Übungsleiter, Trainer, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer bis zu 3.000 Euro im Jahr lohnen sich besonders.

Wie hoch ist das Gehalt auf Honorarbasis?

Bezahlung auf Honorarbasis bedeutet, dass man als Selbstständiger (Honorarkraft/Freelancer) für erbrachte Dienstleistungen ein vereinbartes Honorar (z.B. pro Stunde, Projekt) erhält, statt eines festen Gehalts. Man ist weisungsunabhängig und muss sich selbst um Steuern, Sozialversicherungen (Kranken-, Renten-, Pflegeversicherung) kümmern, hat aber Flexibilität bei Zeit, Ort und Auftraggebern, jedoch keinen Kündigungsschutz oder bezahlten Urlaub. 

Wie melde ich mich beim Finanzamt als Honorarkraft an?

Um als Honorarkraft arbeiten zu können, musst Du Dich in Deutschland beim Finanzamt anmelden und eine Steuernummer beantragen. Dabei musst Du Deine geplante Tätigkeit genau beschreiben und darauf achten, dass Deine Angaben korrekt sind.

Bis wann sind Honorare steuerfrei?

Beträge bis 3.000 Euro sind nach § 3 Nr. 26 EStG steuerfrei. Hinweis: Wenn Sie Beträge über 3.000 Euro angeben, wird die Differenz automatisch als "Arbeitslohn ohne Steuerabzug" in Ihre Steuererklärung übernommen.

Was muss man bei einem Honorarvertrag beachten?

Ein Honorarvertrag sollte folgende Elemente enthalten: Identifikation der Vertragsparteien, genaue Leistungsbeschreibung, Vergütung und Zahlungsmodalitäten, Vertragsdauer und Regelungen zur Beendigung, Rechteübertragung (z.B. Nutzungsrechte), Vertraulichkeitsvereinbarungen sowie Haftungsklauseln.

Wie viel darf man auf Honorarbasis steuerfrei verdienen?

Auf Honorarbasis gibt es keine allgemeine Obergrenze für steuerfreies Einkommen, aber der Grundfreibetrag (ca. 12.096 € für 2025) schützt Einkommen bis zu dieser Grenze vor Einkommensteuer, unabhängig von der Art der Tätigkeit, wobei auch Nebeneinkünfte bis 410 € Gewinn steuerfrei sein können (Bagatellgrenze) und spezielle Pauschalen (z.B. Übungsleiterpauschale) existieren. Wichtig sind zudem die Kleinunternehmerregelung (bis 22.000 € Umsatz) für die Umsatzsteuer und die Auswirkungen auf Krankenversicherung und Sozialabgaben. 

Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?

Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).

Was ist der Unterschied zwischen kurzfristiger Beschäftigung und Minijob?

Kurzfristig ist eine Beschäftigung, wenn sie zeitlich - durch Vertrag oder nach ihrer Eigenart - auf drei Monate oder insgesamt maximal 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr begrenzt ist. Nicht darunter fallen jedoch Beschäftigungen, die berufsmäßig ausgeübt werden und deren Entgelt die Geringfügigkeitsgrenze übersteigt.

Welche Auswirkungen hat Honorartätigkeit auf einen Minijob?

Ein Minijob (geringfügige Beschäftigung bis 556 €/Monat) und eine Honorartätigkeit (selbstständige Tätigkeit) können kombiniert werden, wobei der Minijob sozialversicherungspflichtig (Rentenversicherung) ist, während die Honorartätigkeit oft steuerliche Vorteile bringt, wenn sie nebenberuflich (z.B. Übungsleiterpauschale 2.400 €/Jahr steuerfrei) ausgeübt wird, aber beides muss sich nicht gegenseitig ausschließen, solange die Regeln beachtet werden – wichtig sind die Einkommensgrenzen für beide Bereiche und die korrekte Abgrenzung zur hauptberuflichen Selbstständigkeit. 

Wird der Minijob dem Finanzamt gemeldet?

Ihr Arbeitgeber muss den Minijob bei der Minijob-Zentrale anmelden! Diese Minijobs brauchen Sie in der Regel auch nicht in Ihrer Steuererklärung anzugeben. Das gilt aber nur, wenn Ihr Arbeitgeber die Steuer pauschal abgerechnet hat!

Was ist der Unterschied zwischen Nebentätigkeit und Minijob?

Unterschied zwischen Nebenjob und Minijob

Nebenjob: Jede Art von Beschäftigung neben dem Hauptberuf, unabhängig vom Einkommen und den Arbeitsstunden. Minijob: Eine spezifische geringfügige Beschäftigung, bei der das Einkommen 520 Euro (2024) im Monat nicht übersteigen darf.

Welche Nachteile hat ein Honorarvertrag?

Nachteile beim Arbeiten auf Honorarbasis

Hohe Stundensätze: Die Kosteneffizienz für Betriebe rentiert sich allerdings nur, wenn sie nicht zu lange mit Honorarkräften zusammenarbeiten. Die Stundensätze, die Honorarkräfte verlangen, sind oft hoch, da sie ihre eigenen Sozialversicherungs- und Steuerabgaben leisten müssen.

Was darf ich auf Honorarbasis dazuverdienen?

Honorarbasis — häufigste Fragen

Honorare sind nur steuerfrei, wenn die Kleinunternehmerregelung greift. Was ist der Freibetrag bei Arbeit auf Honorarbasis? Verdienst du bis zu 2.400 €, musst du keine steuerlichen Abgaben leisten.

Ist Honorar brutto oder netto?

Wer ein Honorar bezieht muss eine Steuererklärung einreichen. Aus einem einfachen Grund: Honorare werden vor Ausschüttung nicht versteuert. Der Bruttobetrag ist im ersten Moment identisch mit dem Nettobetrag. Daher muss ein Mal im Jahr berechnet werden, wie hoch die abzuführenden Steuern und Sozialabgaben sind.

Wann sind Honorare steuerfrei?

Kleinunternehmerregelung: Wenn das jährliche Einkommen einer Honorarkraft unter der Umsatzgrenze von 22.000 Euro liegt, entfällt die Umsatzsteuerpflicht. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine vollständige Steuerbefreiung, da Einkommensteuer weiterhin anfällt.

Wie melde ich mich als Honorarkraft an?

Um eine Honorartätigkeit anzumelden, melden Sie sich beim Finanzamt, indem Sie den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" über das ELSTER-Portal ausfüllen, Ihre Tätigkeit genau beschreiben und eine Steuernummer beantragen, die Sie dann auf Ihren Rechnungen angeben, wobei Sie sich selbst um Steuern und Sozialversicherungen kümmern und entscheiden müssen, ob Kleinunternehmerregelung oder Regelbesteuerung gilt. 

Was bedeutet es, auf Honorarbasis zu arbeiten?

Arbeiten auf Honorarbasis bedeutet, selbstständig für eine Leistung oder ein Projekt bezahlt zu werden, anstatt ein festes Gehalt zu beziehen, wie es bei einer Anstellung der Fall wäre. Man ist nicht angestellt, sondern arbeitet als Honorarkraft (oder Freelancer) auf eigene Rechnung, bestimmt oft flexibel die Arbeitszeit und ist für Steuern sowie Sozialversicherungen selbst verantwortlich, was mehr Freiheit, aber auch mehr Eigenverantwortung bedeutet.