Was ist die 58er-Regelung bei Arbeitslosigkeit?

Gefragt von: Elmar Stark-Wiegand
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Die sogenannte 58er-Regelung war eine Regelung, die älteren Arbeitslosen (ab 58 Jahre) unter bestimmten Voraussetzungen erlaubte, sich von der Vermittlungspflicht der Arbeitsagentur befreien zu lassen, wenn sie zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine abschlagsfreie Altersrente antraten, was eine erleichterte Form der Frühverrentung darstellte, diese Regelung ist aber seit dem 31.12.2007 ersatzlos ausgelaufen und gilt nicht mehr. Heutzutage profitieren Ältere von längeren Bezugsdauern für Arbeitslosengeld I (bis zu 24 Monate ab 58, wenn mind. 48 Monate versichert), aber die frühere "Ausstiegsmöglichkeit" ohne Vermittlungsdruck existiert in dieser Form nicht mehr.

Was ist die 58er-Regelung beim Arbeitsamt?

Der Gesetzgeber hat die ursprünglich bis zum Jahresende 2005 befristete 58er-Regelung für weitere zwei Jahre verlängert. Die sogenannte 58er-Regelung besagt, dass ältere Arbeitslose auf Antrag vom Arbeitsamt nicht mehr vermittelt werden.

Wird man mit 58 noch vom Jobcenter vermittelt?

2a SGB II mit dem folgenden Text eingefügt: 2a) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die das 58. Lebensjahr vollendet haben, sind unverzüglich in Arbeit zu vermitteln.

Ist die 58er-Regelung noch gültig?

Nein, die ursprüngliche 58er-Regelung, die es älteren Arbeitslosen erlaubte, sich quasi "vom Arbeitsmarkt abzumelden" und Arbeitslosengeld (ALG) ohne Kürzungen oder Vermittlungsdruck zu beziehen, gibt es seit 2008 nicht mehr. An ihre Stelle sind jedoch neue Regelungen für ältere Arbeitslose getreten, wie längere Bezugsdauern von Arbeitslosengeld I (ALG I) und das sogenannte "Rentenmoratorium" bei Bürgergeld, das eine Zwangsverrentung bis Ende 2026 aufhebt. 

Wie lange bekomme ich mit 58 Arbeitslosengeld?

Mit 58 Jahren können Sie bei entsprechender Vorversicherungszeit (mindestens 48 Monate in den letzten 5 Jahren) Arbeitslosengeld I (ALG I) für bis zu 24 Monate erhalten, was die längste mögliche Bezugsdauer darstellt. Die genaue Dauer hängt vom Alter und den gezahlten Beiträgen ab, aber ab 50 Jahren verlängert sich der Anspruch gestaffelt (50 Jahre: 15 Monate, 55 Jahre: 18 Monate) und erreicht mit 58 Jahren das Maximum von 24 Monaten.
 

Jobverlust mit 58 Jahren: Was sind die Folgen? | stern TV Talk

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Wie wirken sich 2 Jahre Arbeitslosigkeit auf die Rente aus?

Wenn Sie 2 Jahre vor der Rente arbeitslos werden, erhalten Sie in der Regel Arbeitslosengeld 1, welches auch Rentenbeiträge zahlt und damit Ihre Rente weiter aufbaut, aber die Zeit zählt nicht für die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren (außer bei Insolvenz/Betriebsschließung) – es kann also eine Lücke entstehen, die Sie durch Minijobs o.Ä. füllen oder eine abschlagsfreie Rente gefährden. Für Ältere (ab 58) gibt es bis zu 24 Monate ALG 1, was eine gute Brücke sein kann. 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um nahtlos Arbeitslosengeld I Nahtlosigkeitsregelung beziehen zu können?

Das Wichtigste in Kürze. Die Nahtlosigkeitsregelung ist eine Ausnahme vom Grundsatz, dass Arbeitslosengeld (ALG) nur dann gezahlt wird, wenn Versicherte für mindestens 3 Stunden täglich erwerbsfähig sind.

Was passiert, wenn ich mit 58 aufhöre zu arbeiten?

Sind Arbeitnehmer 55 oder älter, können sie mit Zustimmung des Arbeitgebers in Altersteilzeit gehen. Bei dieser Form des Vorruhestands halbieren sie ihre Arbeitszeit und ihr Gehalt, ergänzt um einen steuer- und sozialversicherungsfreien Aufstockungsbetrag von mindestens 20 Prozent.

Was tun, damit das Arbeitsamt einen in Ruhe lässt?

Um in Ruhe gelassen zu werden, müssen Sie Ihre Pflichten gegenüber der Arbeitsagentur (BA) oder dem Jobcenter (JC) erfüllen: Melden Sie sich fristgerecht arbeitslos (spätestens 3 Monate vorher) und halten Sie Kontakt, indem Sie Termine wahrnehmen, Bewerbungen nachweisen und Ihre Meldepflichten (z.B. bei Reisen) beachten. Wenn Sie Probleme haben oder sich unfair behandelt fühlen, nutzen Sie Beschwerdewege wie die Dienstaufsichtsbeschwerde oder einen Widerspruch gegen Bescheide, um Ihre Situation zu klären und Konflikte zu lösen. 

Was passiert, wenn ich 2 Jahre vor Rentenbeginn arbeitslos werde?

Wenn Sie 2 Jahre vor der Rente arbeitslos werden, erhalten Sie in der Regel Arbeitslosengeld 1, welches auch Rentenbeiträge zahlt und damit Ihre Rente weiter aufbaut, aber die Zeit zählt nicht für die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren (außer bei Insolvenz/Betriebsschließung) – es kann also eine Lücke entstehen, die Sie durch Minijobs o.Ä. füllen oder eine abschlagsfreie Rente gefährden. Für Ältere (ab 58) gibt es bis zu 24 Monate ALG 1, was eine gute Brücke sein kann. 

Wie kann ich 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?

Um die 3 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie eine Kombination aus Altersteilzeit (Blockmodell), Nutzung von Arbeitslosengeld (ALG I) für Ältere (bis zu 24 Monate), einem Lebensarbeitszeitkonto mit angespartem Guthaben (Überstunden, Urlaub), Teilzeitarbeit, Mini- oder Midijobs, privaten Rücklagen, Sonderzahlungen in die Rentenkasse oder sogar Krankengeld und ALG II (für über 58-Jährige) nutzen; wichtig ist eine individuelle Strategie, die zu Ihrer Situation passt.
 

Wann gilt ich beim Arbeitsamt als nicht mehr vermittelbar?

Bedeutung: Wer gilt als unvermittelbar? Wer über einen längeren Zeitraum keinen Job findet und nach Ansicht von Arbeitsamt und Bundesagentur für Arbeit keine Aussicht auf Arbeit hat, gilt als unvermittelbar. Dies kann sich nur auf den gewählten Beruf oder auf alle beruflichen Tätigkeiten insgesamt beziehen.

Wie viel Arbeitslosengeld bekommt man, wenn man 58 ist?

Danach ist eine längere Bezugsdauer möglich, bis hin zu 24 Monaten ab dem 58. Geburtstag. Das Arbeitslosengeld beträgt 60 % (ohne Kinder) bzw. 67 % vom letzten Nettogehalt und die Agentur für Arbeit übernimmt zusätzlich die Sozialversicherungsbeiträge für die Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung.

Wird man mit 58 noch vom Arbeitsamt vermittelt?

Arbeitslose Personen, die das 58. Lebensjahr vollendet hatten, konnten sich per schriftlicher Erklärung aus der Vermittlung abmelden. Dadurch behielten sie ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld, mussten aber keinerlei Bemühungen zur Erlangung eines Arbeitsplatzes vorweisen.

Welche Sonderregelungen gibt es für das Arbeitslosengeld für über 58-Jährige?

Die "58er-Regelung" war eine frühere Sozialleistung, die es älteren Arbeitslosen (ab 58) ermöglichte, sich bei Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I) oder Arbeitslosengeld II ( ALG II / Hartz IV) vom Arbeitsmarkt zurückzuziehen, ohne Vermittlungs- und Mitwirkungspflichten zu haben, um eine vorzeitige Rente zu vermeiden. Diese Regelung gibt es seit dem 1. Januar 2008 nicht mehr, aber es gibt eine ähnliche Regelung im Bürgergeld (Rentenmoratorium), das die Zwangsberechnung einer vorzeitigen Rente bis Ende 2026 aussetzt, sowie eine längere Bezugsdauer von ALG I für Ältere. 

Was passiert, wenn ich mit 59 arbeitslos werde?

Wenn Sie mit 59 arbeitslos werden, melden Sie sich sofort bei der Agentur für Arbeit, nutzen Sie die längere Bezugsdauer für Arbeitslosengeld I (bis zu 24 Monate ab 58 Jahren), lassen Sie sich bei der Rentenversicherung beraten, prüfen Sie Weiterbildungen oder Umschulungen und nutzen Sie Arbeitgeberzuschüsse, da ältere Arbeitnehmer für Firmen attraktiver sein können. 

Was tun, wenn das Jobcenter schikaniert?

Wenn Sie sich vom Jobcenter schikaniert fühlen, sollten Sie sofort schriftlich Widerspruch gegen Bescheide einlegen, das Gespräch mit der Teamleitung suchen, eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen, sich an spezialisierte Sozialberatungsstellen (Caritas, Diakonie, VdK) wenden oder Ombudsstellen nutzen, um Ihre Rechte durchzusetzen, da das Problem oft in der Sachbearbeitung liegt. Dokumentieren Sie alles genau und suchen Sie sich professionelle Hilfe, um Schikanen wie ungerechtfertigte Sanktionen oder unzumutbare Forderungen zu stoppen. 

Wann ist nicht mehr vermittelbar?

Man ist nicht mehr vermittelbar, wenn eine lange Arbeitslosigkeit (über 1 Jahr) besteht, gesundheitliche Einschränkungen die Arbeitsfähigkeit stark beeinträchtigen oder nach Ausschöpfung des Krankengeldes („Aussteuerung“) keine Aussicht mehr auf eine Rückkehr in den alten Job gesehen wird und sich keine zumutbare neue Tätigkeit findet, wobei der Status „unvermittelbar“ oft durch die Agentur für Arbeit festgestellt wird und nicht absolut ist, sondern von den individuellen Umständen abhängt.
 

Wie oft darf man Stellenangebote vom Arbeitsamt ablehnen?

Man darf nicht unbegrenzt Stellenangebote vom Arbeitsamt ablehnen; es gibt keine feste Anzahl, aber nach etwa drei Ablehnungen innerhalb von sechs Monaten wird es kritisch und die Behörde muss die Zumutbarkeit jedes weiteren Angebots genau prüfen, da Sie verpflichtet sind, zumutbare Arbeit anzunehmen, was auch Jobs außerhalb Ihres erlernten Berufs oder mit geringerem Lohn einschließen kann. Es empfiehlt sich, auf jeden Vermittlungsvorschlag zu reagieren, idealerweise durch eine Bewerbung, um eine Sperrzeit zu vermeiden. 

Welche Tricks gibt es, um früher in Rente zu gehen, wenn man arbeitslos ist?

Um früher in Rente zu gehen, wenn man arbeitslos ist, nutzt man oft die Überbrückung mit Arbeitslosengeld 1 (ALG I), was zu einer höheren Rente führen kann, indem man die Zeit bis zum Rentenbeginn überbrückt und gleichzeitig Rentenbeiträge zahlt, besonders bei der Rente für langjährig Versicherte (35 Jahre Wartezeit) oder besonders langjährig Versicherten (45 Jahre), wobei ALG I auch auf die Wartezeit zählt. Ein beliebter Trick ist, sich mit 61 arbeitslos zu melden, um 24 Monate ALG I zu beziehen und so die Zeit bis 63 zu überbrücken, wobei man die volle Rente erhält, wenn man die 45-jährige Wartezeit hat. Wichtig ist, die Rentenberechnung und Abschläge zu vergleichen und bei Bedarf durch Minijobs oder Arbeitszeitkonten Beiträge zu sammeln. 

Warum sind die letzten 5 Jahre vor der Rente so wichtig?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente sind wichtig, weil sie das finanzielle Finale darstellen, in dem Sie noch entscheidende Stellschrauben für Ihre Altersvorsorge drehen können (z.B. Ausgleichszahlungen, Lücken schließen, Steuern optimieren), auch wenn sie die Rentenhöhe nicht magisch vervielfachen; in dieser Phase werden oft die höchsten Einkommen erzielt, was zu mehr Rentenpunkten führt, und Sie können Strategien für einen sanften Übergang planen (z.B. Altersteilzeit), um Abschlagsfreiheit oder mehr Lebensqualität zu erreichen, anstatt unvorbereitet in den Ruhestand zu gehen. 

Kann man als Arbeitsloser eine Kur beantragen?

Um eine Kur (Rehabilitation) als Arbeitsloser zu beantragen, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt, der den Bedarf feststellt und den medizinischen Befundbericht erstellt. Dann stellen Sie den Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung (für berufliche Reha) oder der Krankenkasse, wobei Sie die Agentur für Arbeit informieren – diese kann Sie sogar dazu auffordern, einen Reha-Antrag zu stellen. Wichtig ist, dass der Antrag begründet, die Zuständigkeit geklärt wird und Sie die Antragsformulare nutzen, oft mit dem Arzt zusammen. 

Wie lange zahlt das Arbeitsamt die Nahtlosigkeitsregelung?

Das Arbeitsamt zahlt Arbeitslosengeld (ALG I) im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung bis zur Entscheidung der Rentenversicherung über eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente), längstens aber für die reguläre Bezugsdauer des ALG I, also bis zu 24 Monate, je nach Alter und Vorversicherungszeiten. Die Zahlung endet, sobald eine EM-Rente rechtskräftig bewilligt wird oder wenn die Rentenversicherung feststellt, dass Sie wieder mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten können (also keine Erwerbsminderung mehr vorliegt). 

Kann mich das Arbeitsamt in Rente schicken?

Nein, die Agentur für Arbeit kann Sie nicht in eine vorgezogene Altersrente zwingen, aber unter bestimmten Bedingungen zum Antrag auf Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) auffordern, wenn Sie Arbeitslosengeld (ALG I) beziehen und gesundheitlich eingeschränkt sind, was zu einer kürzeren Bezugsdauer führen kann. Eine Zwangsverrentung in die Altersrente ist bei ALG I ausgeschlossen. Bei Bürgergeld (ALG II) ist eine Aufforderung zur Altersrente mit Abschlägen möglich, aber es gibt Ausnahmen, z.B. wenn eine abschlagsfreie Rente naht. 

Wann greift die Nahtlosigkeitsregelung nicht?

Die Nahtlosigkeitsregelung greift nicht, wenn der ärztliche Dienst der Agentur für Arbeit feststellt, dass Sie weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten können (sondern mehr) oder voraussichtlich innerhalb der nächsten sechs Monate wieder voll erwerbsfähig sind, oder wenn Sie noch Krankengeld beziehen, das höher ist als das Arbeitslosengeld (ALG I), oder wenn Sie keine vorherige Arbeitslosmeldung bei der Agentur getätigt haben, die das Verfahren auslöst. Sie gilt speziell für die Lücke zwischen Ende Krankengeld und Entscheidung über eine Erwerbsminderungsrente, wenn Sie noch krank, aber noch nicht vollständig erwerbsfähig sind.