Was ist ein Beitragssatz einfach erklärt?

Gefragt von: Gebhard Gross
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Der Begriff „Beitragssatz“ bezeichnet in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) den prozentualen Anteil am Bruttoarbeitsentgelt, der an die Krankenkassen zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung abgeführt wird.

Was sagt der Beitragssatz aus?

Der Beitragssatz ist der Prozentsatz, nach dem die Krankenkassen die Beiträge vom Bruttogehalt/-lohn bzw. bei Selbstständigen vom Einkommen berechnen. Die Einkünfte werden bis zu einer gesetzlich bestimmten Höhe, der Beitragsbemessungsgrenze (BBG), herangezogen.

Wer zahlt den Beitragssatz?

Zurzeit liegt der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 14,6 Prozent. Die Hälfte, das heißt 7,3 Prozent trägt der Arbeitnehmer, die andere Hälfte der Arbeitgeber.

Was ist der allgemeine Beitragssatz?

Der gesetzlich festgeschriebene allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen. Der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,0 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen. Er gilt für Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben.

Welche Beitragssätze gibt es?

Seit Juli 2023 betragen die Beiträge in der Sozialversicherung 14,6 Prozent in der Krankenversicherung, 18,6 Prozent in der Rentenversicherung, 3,4 Prozent in der Pflegeversicherung und 2,6 Prozent in der Arbeitslosenversicherung.

Die Arbeitslosenversicherung

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Wie hoch ist der Beitragssatz bei der AOK?

Für Arbeitnehmer besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn sie nicht mehr als 66.600 Euro jährlich (monatlich 5.550 Euro, Werte für 2023) verdienen. Für sie gilt grundsätzlich der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent.

Was ist der Beitragssatz bei der Rente?

Die Beitragsbemessungsgrenze sinkt auf 7.050 Euro (bisher 7.100 Euro) monatlich beziehungsweise auf jährlich 84.600 Euro (bisher 85.200 Euro). Wer darüber hinaus verdient, zahlt nur bis zu dieser Grenze Rentenbeiträge. Der Beitragssatz der Rentenversicherung beträgt im kommenden Jahr weiterhin 18,6 Prozent.

Wer bestimmt den Beitragssatz Krankenversicherung?

Der allgemeine und ermäßigte Beitragssatz wird von dem Gesetzgeber festgelegt. Außerdem kann jede Krankenkasse individuell einen Zusatzbeitrag festlegen. War diese Antwort für Sie hilfreich? Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wer hat den ermäßigten Beitragssatz?

Der ermäßigte Beitragssatz gilt für alle Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Wenn Sie jedoch pflichtversichert oder freiwillig Versichert sind und einen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt für Sie der allgemeine Beitragssatz. Die Höhe des ermäßigten Beitragssatzes liegt seit 2015 bei 14,0 Prozent.

Warum gibt es den Zusatzbeitrag?

Seit 2009 erhalten die gesetzlichen Krankenkassen zur Deckung ihrer Ausgaben Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Reichen diese Zuweisungen nicht aus, um den Finanzbedarf der Kassen zu decken, müssen sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben.

Welche Krankenkasse hat den geringsten Beitragssatz?

Die hkk, die 2022 die bundesweit günstigste Krankenkasse gewesen ist, passt ihren Beitrag um 0,29 Prozent an.

Was versteht man unter einem Zusatzbeitrag?

Zusätzlich zum gesetzlich festgeschriebenen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent können die gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag (über einen festen Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder) erheben. Dessen Höhe wird von jeder Kasse selbst festgelegt.

Bei welcher SF-Klasse fängt man an?

Das Prinzip ist einfach: Fahranfänger, die ihr erstes eigenes Auto versichern, starten normalerweise mit SF-Klasse 0. Mit jedem unfallfreien Jahr steigen sie eine Stufe nach oben. Die höchste und günstigste Klasse ist meistens SF-Klasse 35. Manche Versicherer gehen auch bis SF 50.

Was bedeutet SF und Beitragssatz?

Jeder Schadenfreiheitsklasse wird ein Beitragssatz in Prozent zugeordnet. Dieser Beitragssatz bestimmt die Höhe des Versicherungsbeitrags. Während die SF-Klassen gesetzlich vorgeschrieben sind, können die Versicherer die zugeordneten Prozente frei bestimmen.

Welche SF ist die beste?

Mit jedem Jahr, das Sie unfallfrei fahren, werden Sie eine Schadenfreiheitsklasse höher eingestuft. Die beste Schadenfreiheitsklasse ist erreicht, wenn Sie – je nach Versicherung – zwischen mindestens 31 und 36 Jahren unfallfrei Auto fahren.

Wie viel kostet eine gesetzliche Krankenversicherung im Monat?

Ein Angestellter mit einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro im Monat, bezahlt bei der günstigsten bzw. teuersten Krankenkasse zwischen 231 Euro und 248,85 Euro im Monat. Ein Selbstständiger mit einem Bruttoeinkommen von 3.000 Euro im Monat bezahlt je nach Krankenkasse zwischen 448,50 Euro und 513 Euro pro Monat.

Wann zahlt man den ermäßigten Beitragssatz?

Für welche Arbeitnehmer gilt der ermäßigte Beitragssatz und wie hoch ist dieser? Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Anspruch auf Krankengeld gilt der ermäßigte Beitragssatz von 14,0 Prozent. Das betrifft zum Beispiel Personen, die Altersrente bekommen und die nebenher noch als Beschäftigte arbeiten.

Wie hoch ist der maximale krankenkassenbeitrag?

Übersteigt der PKV-Beitrag den Höchstbeitrag zur GKV (ohne Zusatzbeitrag), muss der Arbeitnehmer mehr als die Hälfte der Prämie aus dem Bruttolohn zahlen. Tipp: Je nach Krankenkasse liegt der monatliche Maximalbeitrag bei 385 Euro bis 413 Euro für Angestellte.

Warum zahlen Rentner den allgemeinen Beitragssatz?

Rentner zahlen für eine Leistung, die sie überhaupt nicht in Anspruch nehmen können. Sie müssen den allgemeinen Krankenkassenbeitrag statt des ermäßigten zahlen, obwohl sie keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Das ist schlichtweg Betrug.

Sind 70 rentenpunkte viel?

90 Rentenpunkte sind die Obergrenze

Grob gerechnet kannst du maximal 90 Rentenpunkte ansammeln, wenn du von den derzeit möglichen rund zwei Punkten pro Jahr ausgehst.

Wer zahlt den Beitragssatz der Rentenversicherung?

Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Beitrag je zur Hälfte. Der Beitragsanteil des Arbeitnehmers wird vom Lohn oder Gehalt einbehalten; der Arbeitgeber legt seinen Anteil dazu und überweist diesen so genannten Pflichtbeitrag an die Krankenkasse.

Was ist die billigste Krankenkasse?

Die günstigste Krankenkasse je Bundesland

Die HKK war 2022 die günstigste bundesweit geöffnete Kasse. Im Januar 2023 haben zwei andere Krankenkassen dieses Zepter übernommen: BKK Gildemeister Seidensticker und BKK Firmus. Ihre Mitglieder zahlen 15,5 Prozent vom Brutto.

Wer zahlt Zusatzbeitrag AOK?

Bei Erwerbstätigen tragen die Versicherten und die Arbeitgeber die Beiträge aus dem Arbeitsentgelt jeweils zur Hälfte.

Was zahlt man monatlich bei der AOK?

Der allgemeine Beitragssatz der Krankenversicherung beträgt 14,6 Prozent des monatlichen Einkommens. Der ermäßigte Beitragssatz liegt bei 14,0 Prozent. Hinzu kommt in beiden Fällen der kassenindividuelle Zusatzbeitrag Ihrer AOK. Jetzt mehr über den Zusatzbeitrag Ihrer AOK vor Ort erfahren.