Was ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung im Grundbuch?

Gefragt von: Wulf Jäger
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Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung im Grundbuch ist eine amtliche Bestätigung des Finanzamts, die nach einem Immobilienkauf ausgestellt wird und bescheinigt, dass die Grunderwerbsteuer gezahlt wurde oder keine Steuerschuld besteht, wodurch der Eigentümerwechsel im Grundbuch vollzogen werden kann. Sie ist eine zwingende Voraussetzung für die Eintragung des neuen Eigentümers und bestätigt dem Grundbuchamt, dass keine steuerlichen Hindernisse entgegenstehen. Der Notar kümmert sich in der Regel um die Beantragung.

Wer erstellt die Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Grundbuch?

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung wird von verschiedenen Stellen ausgestellt, je nach Kontext: Vom Finanzamt bei Immobilientransaktionen (nach Zahlung der Grunderwerbsteuer), von den zuständigen Sozialversicherungsträgern (z.B. Minijob-Zentrale, Krankenkassen) für Arbeitgeber, oder von der Kfz-Zulassungsstelle für Fahrzeuge. Oft kümmert sich ein Notar bei Immobilienkäufen um die Beantragung beim Finanzamt, während Arbeitgeber Steuerberater oder direkt die Sozialversicherungsträger beauftragen können. 

Wie lange dauert ein Grundbucheintrag nach einer Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Die Bearbeitungszeit für die Unbedenklichkeitsbescheinigung variiert je nach Finanzamt, beträgt jedoch in der Regel mehrere Wochen. Entscheidend für die Dauer ist die rechtzeitige Zahlung der Grunderwerbsteuer durch den Käufer.

Was ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für ein Grundstück?

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt die Zahlung der Grunderwerbsteuer beim Immobilienkauf. Nach Steuerzahlung beantragen Sie die Bescheinigung, die für den Grundbucheintrag erforderlich ist. Die Ausstellung kostet je nach Bundesland zwischen 5 und 20 Euro.

Warum braucht man eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Die Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt das für die Erbschaftsteuer zuständige Finanzamt, sobald nach Prüfung der Unterlagen die gegen die ausländische erwerbende Person festgesetzte Erbschaftsteuer bezahlt ist oder festgestellt wird, dass keine Erbschaftsteuer anfällt.

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Warum ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erforderlich?

Mit dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitsbescheinigung wird bestätigt, dass der Nachlass einer verstorbenen Person, ein Trust oder eine Körperschaft alle zum Zeitpunkt der Ausstellung der Bescheinigung fälligen Einkommensteuern und GST/HST-Beträge, Zinsen und Strafen entrichtet hat oder dass der Minister für nationale Einnahmen eine Sicherheit für die Zahlung akzeptiert hat.

Was ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für Immobilien?

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist bei einem Immobilienkauf die Grundlage für die Übertragung des Grundstücks oder der Immobilie. Sie bestätigt dem Grundbuchamt die Zahlung der Grunderwerbsteuer durch den Käufer, welche als Grundlage für die Grundbucheintragung gilt.

Was passiert nach einer Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Unbedenklichkeitsbescheinigung beim Immobilienkauf

D. h. Käufer werden erst als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen, wenn sie die Grunderwerbssteuer gezahlt haben. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt dem Grundbuchamt die Zahlung der Steuer durch den Käufer und eliminiert steuerliche Bedenken.

Welchen Zweck hat das Unbedenklichkeitszeugnis?

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zeigt an, ob auf dem dem Verkäufer gehörenden Grundstück unbezahlte Grundsteuern bestehen, und bietet beiden an einer Eigentumsübertragung beteiligten Parteien die Möglichkeit sicherzustellen, dass etwaige unbezahlte Grundsteuern im Rahmen der Eigentumsabwicklung beglichen werden.

Was ist ein Negativattest im Grundbuch?

Inhaltlich stellt ein Negativattest eine Feststellung dar, dass ein bestimmter Sachverhalt nicht gegeben ist, beispielsweise keine Grundschuld im Grundbuch eingetragen ist oder keine Forderung gegenüber einer Person besteht.

Wie viel kostet eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung kostet typischerweise zwischen 5 und 20 Euro, wobei die genaue Gebühr je nach Bundesland und zuständiger Behörde (Finanzamt, Kommune) variiert, meistens liegt sie bei etwa 10-15 €. Beim Immobilienkauf wird diese Gebühr oft vom Notar übernommen und in den Notarkosten verrechnet, die dann zu den Nebenkosten zählen.
 

Wann bekommt der Notar die Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Nach der Beurkundung des Kaufvertrags sendet der Notar eine Veräußerungsanzeige an das Finanzamt, um den Immobilienkauf zu melden. Sobald die Grunderwerbsteuer vom Käufer bezahlt wurde, stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus und sendet sie an den Notar.

Wie viel kostet ein Grundbucheintrag?

Ein Grundbucheintrag kostet insgesamt etwa 1,5 % bis 2 % des Immobilienkaufpreises, wobei sich die Kosten aus Notargebühren (ca. 1,0-1,5 %) und Grundbuchamtsgebühren (ca. 0,5 %) zusammensetzen. Diese Gebühren sind gesetzlich durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt und hängen vom Immobilienwert ab. Beim Erben kann die Grundbuchberichtigung innerhalb von 2 Jahren sogar kostenlos sein. 

Was prüft das Finanzamt bei Hauskauf?

Bei Immobilien ist der Verkehrswert maßgeblich, den das Finanzamt ermittelt. Ihm stehen für die Wertermittlung – je nach Art der Immobilie und der verfügbaren Daten – drei Bewertungsverfahren zur Verfügung: das Vergleichswertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren.

Wie komme ich zu einer Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Die Beantragung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung beim Finanzamt kann in der Regel formlos erfolgen: schriftlich, telefonisch oder elektronisch über ELSTER. Welche Angaben gemacht beziehungsweise welche Unterlagen eingereicht werden müssen, variiert je nach Bundesland.

Was besagt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist ein offizielles Dokument, das bestätigt, dass eine Person oder ein Unternehmen seinen finanziellen Pflichten gegenüber einer Behörde (z.B. Finanzamt, Berufsgenossenschaft, Krankenkasse) ordnungsgemäß nachgekommen ist, keine Steuerschulden oder Beitragrückstände bestehen und somit in steuerlicher/finanzieller Hinsicht „unbedenklich“ ist. Sie ist oft für behördliche Genehmigungen (z.B. Bauanträge) oder bei Immobilienkäufen (für den Grundbucheintrag) sowie für die Erlangung von Lizenzen nötig.
 

Was ist ein Unbedenklichkeitsnachweis?

Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist ein offizielles Dokument, das bestätigt, dass jemand (Privatperson oder Unternehmen) seinen steuerlichen oder rechtlichen Pflichten nachgekommen ist und keine offenen Angelegenheiten oder Rückstände bestehen, was sie für verschiedene Zwecke wie Immobilienkauf (Grunderwerbsteuer), bei öffentlichen Ausschreibungen (Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge) oder für einen Hochschulwechsel (Prüfungsanspruch) erforderlich macht. 

Welche Unterlagen sind für eine Unbedenklichkeitsbescheinigung notwendig?

Benötigte Unterlagen

Geben Sie in Ihrem formlosen Antrag Ihren vollständigen Vor- und Nachnamen, die Firmenbezeichnung, die Anschrift sowie die Steuernummer oder Identifikationsnummer an.

Wie lange ist eine Unbedenklichkeitserklärung gültig?

Die Gültigkeit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung (UB) hängt vom Aussteller ab: Finanzamt-Bescheinigungen (z.B. für Hauskauf) sind oft unbefristet, da sie die Vergangenheit darstellen. Für Sozialversicherungen (z.B. BG Verkehr, Minijob-Zentrale) sind sie meist befristet, oft nur für 3 bis 12 Monate oder für den konkreten Vorgang (wie eine Ausschreibung), da sie eine Momentaufnahme des aktuellen Status sind. 

Werden Grundbuchänderungen dem Finanzamt gemeldet?

Für die Grundbucheintragung wird eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts benötigt. Dafür muss der Notar zunächst den Grundstückskauf beim Finanzamt anzeigen. Daraufhin erhält der neue Grundstücksbesitzer einen Bescheid über die Höhe der Grunderwerbsteuer.

Welche amtlichen Bescheinigungen benötigt jeder Immobilienkäufer, damit er ins Grundbuch eingetragen werden kann?

Amtliche Unterlagen für den Hausverkauf erhalten Sie vom Grundbuchamt, vom Bauordnungsamt, vom Katasteramt, sowie vom Liegenschaftsamt. Die wichtigsten Dokumente für den Käufer sind der Grundbuchauszug, der Grundriss, der Energieausweis, sowie Flurkarte und Bauakte/Baubeschreibung des Hauses.

Was passiert, wenn der Käufer die Grunderwerbsteuer nicht zahlt?

Was passiert, wenn der Immobilienkäufer die Grunderwerbsteuer nicht zahlt? Wer eine Immobilie erwirbt, wird mit der Grunderwerbssteuerpflicht konfrontiert. Wenn der Käufer die Grunderwerbsteuer nicht zahlt, wird das Finanzamt keine Unbedenklichkeitsbescheinigung (Bescheinigung in Steuersachen) erstellen.

Was ist eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Grundbuch?

Die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung wird beim Kauf von Immobilien benötigt, damit eine Eintragung ins Grundbuch stattfinden kann. Die Bescheinigung bestätigt, dass der Käufer die Grunderwerbsteuer gezahlt hat und keine steuerlichen Rückstände vorzuweisen hat.

Wie erfährt das Finanzamt von einem Immobilienverkauf?

Der Notar ist verpflichtet eine Abschrift jedes Kaufvertrags, an das Finanzamt zu senden. Der Fiskus prüft, ob es sich eventuell um ein Spekulationsgeschäft handelt und der Gewinn steuerpflichtig ist.

Welche Dokumente sind für eine Grundbucheintragung notwendig?

Benötigte Unterlagen

  • Kaufvertrag, Schenkungsvertrag oder Erbschein bei Eigentumsübertragung)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt (bei Grundstückskauf)
  • Vorkaufsrechtsverzichtserklärung der Gemeinde (bei Grundstückskauf)
  • Notarielle Urkunde bei Grundschuld oder Hypothek.