Was ist steuerlich besser, GbR oder GmbH?

Gefragt von: Carl Schreiner
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Steuerlich ist die GbR bei niedrigen Gewinnen günstiger (Einkommensteuer bis 45%, Gewerbesteuer-Freibetrag), die GmbH bei hohen Gewinnen und Gewinnthesaurierung vorteilhafter (ca. 30% Gesamtbelastung aus Körperschaft- und Gewerbesteuer), da hier die Einkommensteuer der Gesellschafter entfällt, bis Gewinne ausgeschüttet werden (dann Kapitalertragsteuer). Die Entscheidung hängt von der Gewinnhöhe, der geplanten Gewinnthesaurierung und der Haftungsbeschränkung ab.

Ist eine GbR oder eine GmbH steuerlich günstiger?

Welche Rechtsform ist steuerlich günstiger? Bei geringen Gewinnen kann eine GbR steuerlich vorteilhafter sein, da keine Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (unter 24.500 €) anfällt. Bei höheren Gewinnen ist eine GmbH oft günstiger, da die Körperschaftsteuer niedriger ist als die Einkommensteuer der GbR-Gesellschafter.

Bei welcher Rechtsform zahlt man am wenigsten Steuern?

Das hängt von Gewinnhöhe und Entnahmepraxis ab. Bei niedrigen bis mittleren Gewinnen (< 50.000 €) zahlt man im Einzelunternehmen oft am wenigsten Steuern. Bei sehr hohen Gewinnen (> 100.000 €) und wenn diese thesauriert werden können, zahlt man in der GmbH am wenigsten (~30 % statt bis zu 45 %).

Warum GbR statt GmbH?

Die GbR ist vor allem dann sinnvoll, wenn es unkompliziert, flexibel und schnell gehen soll – ohne großes Startkapital oder bürokratischen Aufwand. Besonders in diesen Fällen ist sie beliebt: Zusammenschlüsse von Freiberufler:innen (beispielsweise Kanzleien, Praxen) kleine Gewerbebetriebe mit geringem Risiko.

Hat eine GbR steuerliche Vorteile?

Die steuerlichen Vorteile einer GbR liegen hauptsächlich in der einfachen Besteuerung auf Gesellschafterebene (keine Körperschaftsteuer), der Möglichkeit zur Kleinunternehmerregelung (Umsatzsteuerbefreiung) und der einfachen Buchführung (EÜR) bei geringen Umsätzen. Besonders bei Immobilieneigentum können steuerfreie Share Deals nach 10 Jahren oder Vorteile bei der Erbschaft steuerliche Vorteile bringen, während Freiberufler die Gewerbesteuer komplett umgehen können. 

Einzelunternehmen vs. GmbH: Die richtige Rechtsform für deine Selbstständigkeit!

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Was ist der Nachteil einer GbR?

Die Hauptnachteile einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) sind die unbeschränkte persönliche Haftung aller Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen, die fehlende Rechtsfähigkeit (bis vor kurzem, jetzt mit dem MoPeG komplexer), das geringere Ansehen im Geschäftsverkehr gegenüber Kapitalgesellschaften und die Streitigkeiten bei Entscheidungen oder dem Ausscheiden eines Gesellschafters. Zudem sind die Namensgebung eingeschränkt (muss Vor- und Zunamen enthalten) und die steuerliche Behandlung ist oft weniger vorteilhaft als bei Kapitalgesellschaften (Einkommensteuer statt Körperschaftsteuer). 

Kann eine GbR nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen?

Zunächst sollte das Immobilienvermögen innerhalb der GbR mindestens 10 Jahre gehalten werden. Nach 10 Jahren wäre ein steuerfreier Verkauf möglich, da es sich bei dem Immobilienbesitz um Privatvermögen handelt.

Für wen lohnt sich GbR?

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts macht nur Sinn, wenn Sie keine Altersvorsorge benötigen, die Haftungsbeschränkung unwichtig ist oder die Gründung schnell gehen muss. In allen anderen Fällen wären Sie mit einer OHG, einer KG oder einer GmbH wahrscheinlich besser beraten.

Wann macht eine GmbH keinen Sinn?

Wann ist die GmbH nicht sinnvoll? Keine Lust auf doppelte Buchführung: Wenn Sie sich gegen Buchführungs- bzw. Bilanzierungspflichten sträuben, macht eine Ein-Personen-GmbH für Sie keinen Sinn.

Worin besteht der Unterschied zwischen GmbH und GBR?

GmbH: Beschränkte Haftung bis zum Vermögen der Gesellschaft. AG: Beschränkte Haftung bis zum Vermögen der Gesellschaft. UG: Beschränkte Haftung bis zum Vermögen der Gesellschaft. GbR: Unbeschränkte persönliche Haftung der Gesellschafter .

Welche Steuerart ist am effizientesten?

Manche Ökonomen argumentieren, dass Konsumsteuern stets effizienter seien als Einkommenssteuern, da letztere einen stärkeren negativen Anreizeffekt hätten. Ein Problem dieser Analyse besteht jedoch in der Definition von Konsum und Investitionen.

Welche Rechtsform steuert wenig?

In den ersten Jahren nach der Existenzgründung ist das Einzelunternehmen oder eine Partnergesellschaft (z. B. GbR) meist die steuerlich günstigste Rechtsform. Eine Kapitalgesellschaft wie die GmbH ist erst dann zu empfehlen, wenn das Unternehmen mehr Gewinne erwirtschaftet.

Wann lohnt sich eine GmbH steuerlich?

Wenn bei einer GmbH eine Vollausschüttung der Gewinne unterstellt wird und im Einzelunternehmen bzw. in der Personengesellschafter der Gewinnfreibetrag immer im maximalen Ausmaß in Anspruch genommen wird, ist eine GmbH rein steuerlich erst jenseits von EUR 370.000 Gewinn vorteilhafter.

Wann lohnt sich GbR?

Eine GbR ist sinnvoll für unkomplizierte, risikominimierte Gemeinschaftsprojekte, wie kleine Start-ups, Freiberufler-Zusammenschlüsse, temporäre Kooperationen oder Familienunternehmen (z.B. Immobiliengemeinschaft), wenn schnelle, kostengünstige Gründung ohne Startkapital und wenig Bürokratie im Vordergrund stehen, aber alle Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haften. Sie eignet sich besonders gut für Vorhaben mit überschaubarem Risiko, da sie eine einfache Struktur mit geringen Gründungskosten und wenig Formalitäten bietet, idealerweise bevor das Geschäftsvolumen eine GmbH oder OHG rechtfertigt.
 

Wie viel Steuern bei 100.000 € Gewinn?

Die gesamte Steuerlast bei 100.000 Euro Gewinn:

Ohne Kirchensteuer: 32.362,14 Euro. Mit Kirchensteuer: 34.221,19 Euro.

Was kostet eine GmbH pro Monat?

Wenn du die laufenden Kosten für eine GmbH abschätzt, kannst du als Richtwert etwa 300€ pro Monat ansetzen.

Welche Rechtsform ist steuerlich die beste?

Kurz und knapp: Die beste Rechtsform für die meisten Unternehmen ist die GmbH. Die Wahl der Rechtsform für dein operatives Unternehmen ist eine der wichtigsten und nachhaltigsten Weichenstellungen. Die Rechtsform bestimmt vor allem, wie sicher dein Vermögen ist und wie hoch die Gewinne besteuert werden.

Was sind Nachteile einer GmbH?

Die Nachteile einer GmbH sind vor allem das hohe Mindeststammkapital von 25.000 €, der hohe Gründungsaufwand (Notar, Handelsregister), die aufwendige doppelte Buchführung und Bilanzierungspflicht, die strikte Trennung von Privat- und Gesellschaftsvermögen sowie potenzielle hohe laufende Kosten und die Veröffentlichungspflicht des Jahresabschlusses, wobei die persönliche Haftung des Geschäftsführers bei bestimmten Verfehlungen (z.B. Steuerhinterziehung) bestehen bleibt.
 

Was ist steuerlich besser, GmbH oder GbR?

Sie können mit einer GmbH Steuern sparen.

Denn die GmbH ist, anders als z.B. die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), eine Kapitalgesellschaft und unterliegt also solche der Körperschaftssteuer in Höhe von 15 %. Die Einkommenssteuer kann hingegen bis zu 45 % betragen.

Welche Nachteile hat eine GbR?

Die Hauptnachteile einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) sind die unbeschränkte persönliche Haftung aller Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen, die fehlende Rechtsfähigkeit (bis vor kurzem, jetzt mit dem MoPeG komplexer), das geringere Ansehen im Geschäftsverkehr gegenüber Kapitalgesellschaften und die Streitigkeiten bei Entscheidungen oder dem Ausscheiden eines Gesellschafters. Zudem sind die Namensgebung eingeschränkt (muss Vor- und Zunamen enthalten) und die steuerliche Behandlung ist oft weniger vorteilhaft als bei Kapitalgesellschaften (Einkommensteuer statt Körperschaftsteuer). 

Kann man mit einer GbR Steuern sparen?

Eine Umwandlung der GbR in eine GmbH oder die Option zur Körperschaftsbesteuerung kann die Steuerlast erheblich senken und mehr Kapital für Investitionen freisetzen. Entscheidend ist die richtige Umsetzung – steuerneutral, rechtssicher und passend zur Unternehmensstrategie.

Wie viele Häuser darf man besitzen?

In Deutschland gibt es keine Obergrenze für die Anzahl an Immobilien, die Sie privat kaufen dürfen. Sie können grundsätzlich so viele Immobilien kaufen, wie Sie möchten. Allerdings sollten Sie beachten, dass der Kauf und Besitz von Immobilien in Deutschland steuerliche Auswirkungen haben kann.

Wie viel darf man privat verkaufen, ohne Steuern zu zahlen 2025?

TLDR: Steuern beim privaten Autoverkauf

Freigrenze beachten: Der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften innerhalb eines Jahres muss unter 1.000 € (Stand 2025) bleiben, um steuerfrei zu sein.