Was ist, wenn ich als Rentner meine private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen kann?

Gefragt von: Herr Dr. Alwin Vogel B.Sc.
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Wenn Sie als Rentner Ihre private Krankenversicherung (PKV) nicht mehr bezahlen können, drohen Mahnungen und die Zwangseinstufung in den Notlagentarif mit stark eingeschränkten Leistungen (nur akute Schmerzen, Notfälle), aber Sie bleiben versichert. Wichtig ist, nicht untätig zu bleiben und sofort das Gespräch mit der PKV zu suchen, da es Möglichkeiten wie interne Tarifwechsel (z. B. in den Basistarif, wenn Sie hilfebedürftig sind), Selbstbehalt-Anpassungen oder die Beantragung von Zuschüssen der Deutschen Rentenversicherung gibt, um die Beiträge zu senken.

Wie komme ich als Rentner aus der privaten Krankenversicherung raus?

Als Rentner aus der PKV in die GKV zu wechseln, ist schwierig, aber möglich, wenn Sie die 9/10-Regel erfüllen (mindestens 90 % der zweiten Erwerbshälfte gesetzlich versichert waren), über 55 Jahre sind und in den letzten 5 Jahren mindestens 30 Monate gesetzlich versichert waren (ggf. über den Ehepartner familienversichert), oder einen Job mit niedrigem Einkommen annehmen, der eine GKV-Pflicht auslöst; Sie müssen aktiv einen Antrag stellen und die Voraussetzungen prüfen lassen, da es nicht automatisch geschieht. 

Was passiert, wenn man die PKV nicht mehr bezahlen kann?

Wenn Sie Ihre PKV-Beiträge nicht mehr zahlen können, droht nicht sofort der komplette Verlust des Schutzes, sondern eine automatische Umstellung in den gesetzlich vorgeschriebenen Notlagentarif, der nur grundlegende Leistungen abdeckt und Sie in eine Schuldenfalle führen kann. Der Versicherer mahnt Sie vorher ab, aber bei Nichtzahlung wird in diesen Notlagentarif umgestellt, der nur Akutversorgung leistet; bei vollständiger Begleichung der Schulden können Sie in Ihren Ursprungstarif zurückkehren, oft ist ein Wechsel in die GKV bei Einkommensänderungen eine Alternative. 

Was kann ich tun, wenn meine private Krankenversicherung (PKV) nicht zahlt?

Wenn die private Krankenversicherung (PKV) nicht zahlt, liegt es meist an abgelehnter Kostenübernahme (z.B. wegen medizinischer Notwendigkeit oder Anzeigepflichtverletzung) oder Beitragsrückständen. Handeln Sie, indem Sie die Ablehnung prüfen, Widerspruch einlegen, ärztliche Nachweise anfordern und den Ombudsmann oder einen Fachanwalt einschalten; bei Zahlungsproblemen suchen Sie sofort das Gespräch mit der Kasse und Schuldnerberatung. 

Was kann ich tun, wenn meine private Krankenversicherung unbezahlbar wird?

Wenn die PKV unbezahlbar wird, sollten Sie umgehend das Gespräch mit Ihrer Versicherung suchen, einen internen Tarifwechsel (§ 204 VVG) prüfen (häufig die beste Option), Sozialtarife wie den Basistarif oder Notlagentarif prüfen, Leistungen anpassen, eine Stundung anfragen oder den Wechsel in die GKV prüfen, falls möglich (z.B. als Rentner oder Selbstständiger). Unverbindliche Beratungen bei Verbraucherzentralen oder unabhängigen Experten können helfen, die beste Strategie zu finden. 

Was tun, wenn die Private Krankenversicherung nicht zahlt?

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Was passiert, wenn ich als Rentner meine private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen kann?

Wenn ein Rentner die private Krankenversicherung (PKV) nicht mehr zahlen kann, sollte er sofort den Versicherer kontaktieren und Lösungen suchen wie Tarifwechsel (z.B. in den Basistarif), Stundung oder Ratenzahlung, da sonst der Notlagentarif mit stark eingeschränkten Leistungen greift und die Schulden weiterlaufen. Eine weitere Option ist die Prüfung, ob ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) möglich ist, was jedoch für ältere Rentner schwierig sein kann. 

Wer hilft bei Ärger mit der privaten Krankenversicherung?

Der Ombudsmann steht als anerkannte Anlaufstelle für außergerichtliche Streitschlichtung in Angelegenheiten der privaten Kranken- und Pflegeversicherung zur Verfügung. Über die Einzelheiten des Beschwerdeverfahrens informiert der Ombudsmann auf seiner Homepage.

Wann fliegt man aus der privaten Krankenversicherung?

Man "fliegt" aus der PKV, wenn man wieder in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln muss oder will, meist durch Unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) (2025: 73.800 €) bei Angestellten, Aufnahme einer versicherungsfreien Tätigkeit, Alter (über 55 Jahre wird es fast unmöglich), Arbeitslosigkeit (ALG I löst Pflicht aus) oder durch eine freiwillige Kündigung bei Erfüllung der Bedingungen für die GKV, wie z.B. Familienversicherung oder Aufnahme eines Minijobs. 

Was passiert, wenn ich die Krankenversicherung nicht bezahle?

Das Wichtigste in Kürze. Wer der Krankenversicherung zwei Monatsbeiträge schuldet, wird in der PKV in einen Notlagentarif mit reduzierten Leistungen umtarifiert. Die gesetzliche Krankenversicherung lässt den Versicherungsschutz ebenfalls ruhen, übernimmt aber die Kosten bei Schmerzerkrankungen.

Ist eine private Krankenversicherung für Rentner mit Grundsicherung geeignet?

Für Rentner mit privater Krankenversicherung (PKV) gibt es zwei Hauptwege: Entweder einen Zuschuss von der Rentenversicherung (ca. 8,75% der Rente, max. die Hälfte des PKV-Beitrags) oder bei Bedürftigkeit (Grundsicherung) einen Wechsel in den Basistarif der PKV, der vom Sozialamt bezuschusst werden kann, oft bis zur vollständigen Übernahme der Kosten, da der Beitrag gedeckelt ist. Die Grundsicherung (SGB XII) deckt PKV-Beiträge im Basistarif ab, wobei eine Hilfebedürftigkeitsbescheinigung notwendig ist. 

Was tun, wenn ich meine Krankenversicherung nicht zahlen kann?

Wenn Sie Ihre Krankenkassenbeiträge nicht bezahlt haben, müssen Sie sofort aktiv werden, die Krankenkasse kontaktieren und eine Lösung suchen, da Ignorieren zu höheren Schulden (Säumniszuschläge) und Leistungseinschränkungen führt; vereinbaren Sie Ratenzahlungen, prüfen Sie die Möglichkeit einer rückwirkenden Beitragsberechnung oder suchen Sie sich professionelle Hilfe bei Schuldnerberatung oder Verbraucherzentrale, um eine Stundung, einen Erlass der Zuschläge oder eine Insolvenz zu klären. 

Kann mich die PKV rauswerfen?

In Deutschland herrscht seit 2009 Versicherungspflicht. Daher darf der Versicherer Privatversicherten grundsätzlich nicht kündigen.

Wie lange kann ich im Notlagentarif bleiben?

Die durchschnittliche Verweildauer im Notlagentarif beträgt etwa ein Jahr. Auch das ist ein klares Indiz dafür, dass der Tarif wie beabsichtigt dabei hilft, Schulden leichter tilgen zu können.

Ist es möglich, von einer privaten Krankenkasse in eine gesetzliche Krankenkasse zu wechseln?

Grundsätzlich ist ein Wechsel von einer Privaten Krankenversicherung (PKV) zu einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur dann möglich, wenn eine Versicherungspflicht in der GKV eintritt. Ein Wechsel ist dann in der Regel sogar obligatorisch.

Was passiert mit der privaten Krankenversicherung bei Renteneintritt?

Mit Eintritt ins Rentenalter bleibt der vereinbarte private Krankenversicherungsschutz in vollem Umfang erhalten. Nur eine Krankentagegeldversicherung endet ab Bezug einer Altersrente. Auch der Versicherungsbeitrag ändert sich durch den Rentenerhalt nicht grundsätzlich.

Was passiert, wenn ich als Rentner die private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen kann?

Was passiert, wenn ich als Rentner meine private Krankenversicherung nicht mehr zahlen kann? Wer den Beitrag seiner PKV gar nicht mehr stemmen kann und Zahlungen schuldig bleibt, wechselt in den Notlagentarif, bis die Beitragsschulden beim Versicherer abbezahlt sind.

Was passiert, wenn ich die Beiträge meiner privaten Krankenversicherung nicht bezahle?

Wenn man die private Krankenversicherung (PKV) nicht bezahlt, verliert man nicht den Versicherungsschutz. Der Vertrag wird jedoch nach einiger Zeit in den Notlagentarif umgestellt, welcher ca. 100 bis 125 Euro pro Monat kostet. Hierbei gibt es ein gesetzlich vorgeschriebenes Mahnverfahren.

Was kann ich tun, wenn meine private Krankenversicherung nicht zahlt?

Wenn die private Krankenversicherung (PKV) nicht zahlt, sollten Sie zuerst die Ablehnung genau prüfen, medizinische Nachweise sichern und die Begründung hinterfragen, oft mit Unterstützung Ihres Arztes. Legen Sie Widerspruch ein, reichen Sie Unterlagen nach und erwägen Sie als nächste Schritte die kostenlose Vermittlung durch den Ombudsmann der PKV oder die Konsultation eines Fachanwalts für Medizinrecht, um Ihre Ansprüche außergerichtlich oder gerichtlich durchzusetzen. 

Wie kommt man mit 60 aus der privaten Krankenversicherung raus?

Mit 60 aus der privaten Krankenversicherung (PKV) rauskommen ist schwierig, aber möglich, meist über die Versicherungspflichtgrenze (unter 73.800 € Brutto 2025) durch Jobwechsel/Teilzeit (mit unter 55 wäre es leichter) oder als Rentner in die gesetzliche Krankenversicherung der Rentner (KVdR), wenn man in der 2. Hälfte des Berufslebens mind. 90 % gesetzlich versichert war. Alternativ gibt es den Beitragsentlastungstarif in der PKV, um Rentenkosten zu senken, oder man bleibt in der PKV und zahlt Notfallbeiträge bei Zahlungsunfähigkeit. 

Wann verliert man die private Krankenversicherung?

Man "fliegt" aus der PKV, wenn man wieder in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln muss oder will, meist durch Unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) (2025: 73.800 €) bei Angestellten, Aufnahme einer versicherungsfreien Tätigkeit, Alter (über 55 Jahre wird es fast unmöglich), Arbeitslosigkeit (ALG I löst Pflicht aus) oder durch eine freiwillige Kündigung bei Erfüllung der Bedingungen für die GKV, wie z.B. Familienversicherung oder Aufnahme eines Minijobs. 

Was passiert, wenn PKV kündigt?

Wenn die private Krankenversicherung (PKV) kündigt, endet der Versicherungsschutz, was sofortige Kosten für Behandlungen bedeutet, aber die Versicherungspflicht bleibt bestehen, was oft zum Wechsel in den teureren PKV-Basistarif oder bei Einkommensveränderungen in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) führt, wobei eine nahtlose Folgeversicherung durch den Nachweis eines neuen Vertrages zwingend ist, um lückenlosen Schutz zu gewährleisten. 

Wann falle ich aus der privaten Krankenversicherung?

Man "fliegt" aus der PKV, wenn man wieder in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln muss oder will, meist durch Unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) (2025: 73.800 €) bei Angestellten, Aufnahme einer versicherungsfreien Tätigkeit, Alter (über 55 Jahre wird es fast unmöglich), Arbeitslosigkeit (ALG I löst Pflicht aus) oder durch eine freiwillige Kündigung bei Erfüllung der Bedingungen für die GKV, wie z.B. Familienversicherung oder Aufnahme eines Minijobs. 

Was kann ich tun, wenn ich meine Krankenkasse nicht mehr bezahlen kann?

Wenn Sie Ihre Krankenkassenbeiträge nicht bezahlt haben, müssen Sie sofort aktiv werden, die Krankenkasse kontaktieren und eine Lösung suchen, da Ignorieren zu höheren Schulden (Säumniszuschläge) und Leistungseinschränkungen führt; vereinbaren Sie Ratenzahlungen, prüfen Sie die Möglichkeit einer rückwirkenden Beitragsberechnung oder suchen Sie sich professionelle Hilfe bei Schuldnerberatung oder Verbraucherzentrale, um eine Stundung, einen Erlass der Zuschläge oder eine Insolvenz zu klären. 

Kann ich eine Untätigkeitsklage gegen meine private Krankenversicherung erheben?

Sind seit Ihrem Leistungsantrag bereits sechs Monate vergangen, haben Sie die Möglichkeit, eine Untätigkeitsklage gegen Ihre Krankenkasse zu erheben. Hierbei ist es ratsam, sich von einem Rechtsanwalt für Sozialrecht unterstützen zu lassen. Das Gericht zwingt dann Ihre Krankenkasse zur Entscheidung.