Was ist wenn man 2 Minijobs hat?

Gefragt von: Herr Dr. Johannes Wolf
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Wenn Sie zwei Minijobs haben, werden die Einkommen zusammengerechnet und dürfen die monatliche Grenze von derzeit 556 € (Stand 2024/2025) nicht überschreiten, sonst werden beide Jobs sozialversicherungspflichtig (Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung), was bedeutet, dass Sie Beiträge zahlen müssen und eine Lohnsteuerkarte Klasse 6 benötigen. Ohne Hauptbeschäftigung müssen Sie sich bei Überschreitung selbst krankenversichern; bei einem Hauptjob bleibt nur ein Minijob steuerfrei.

Wie viel Steuern zahle ich bei 2 Minijobs?

Wenn Sie zwei Minijobs ausüben, bleibt der eine steuerfrei – der andere unterliegt Steuerklasse 6. Das passiert auch, wenn Sie nebem dem Haupt- noch einen Minijob beim selben Arbeitgeber annehmen.

Was passiert bei zwei Minijobs?

Neben einem versicherungspflichtigen Hauptjob kann nur ein Minijob mit Verdienstgrenze ausgeübt werden, der bei der Minijob-Zentrale zu melden ist. Jeder weitere Minijob mit Verdienstgrenze wird mit dem Hauptjob zusammengerechnet und ist wegen Überschreitung der Verdienstgrenze kein Minijob mehr.

Was passiert, wenn man zwei geringfügige Jobs hat?

Für viele ein böses Erwachen: Wer zwei oder mehr geringfügige Jobs hat, muss oft mit einer Nachzahlung bei der Sozialversicherung rechnen. Die gute Nachricht: Bei der Arbeitnehmer:innenveranlagung können Sie sich wieder einen Teil davon zurückholen.

Wie oft darf man die 520 € Grenze überschreiten?

Wenn Minijobberinnen oder Minijobber die Grenze zweimal unvorhersehbar überschreiten, ist somit statt 6.672 Euro ein jährlicher Verdienst von höchstens 7.784 Euro möglich. Ein Minijobber nimmt zum 1. Januar 2024 eine geringfügige Beschäftigung auf. Die Verdienstgrenze wird monatlich nicht überschritten.

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Minijobber dürfen zweimal im Jahr mehr verdienen

Dann geht das auch: In Ausnahmefällen kann der Jahresverdienst im Minijob etwas höher als 6.672 Euro sein – nämlich bei sogenannten unvorhersehbaren Überschreitungen.

Ist ein 520 € Nebenjob steuerfrei?

Grundsätzlich sind Einkünfte aus geringfügigen Beschäftigungen bis zur Höhe von 5.400€ pro Jahr steuerfrei. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Freigrenze auch für andere Einkünfte, wie beispielsweise aus einer Hauptbeschäftigung, gilt. Übersteigen die Gesamteinkünfte diese Grenze, können Steuern anfallen.

Kann der Arbeitgeber einen zweiten Minijob verbieten?

Auch vertraglich vereinbarte Nebentätigkeitsverbote oder Genehmigungserfordernisse sind wegen der grundgesetzlich garantierten Berufsfreiheit des Arbeitnehmers (Art. 12 GG) nicht pauschal zulässig. So hat der Arbeitgeber grundsätzlich keinen Anspruch darauf, dass der Arbeitnehmer ausschließlich nur für ihn tätig ist.

Was passiert bei Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze?

Ist die Summe Ihres Einkommens höher als die monatliche Geringfügigkeitsgrenze (Wert 2025: EUR 551,10), dann entsteht eine Pflichtversicherung neben der Unfallversicherung auch in der Kranken- und Pensionsversicherung. Es wirkt sich also positiv auf Ihre Leistungen aus.

Wer zahlt die Krankenkasse bei 2 Minijobs?

Da sie die 528-Euro-Grenze jedoch in ihrer Summe überschreiten, werden aus den beiden Minijobs zwei steuer-und sozialversicherungspflichte Beschäftigungen, sodass beide Arbeitgeber den normalen Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung tragen müssen.

Kann der Arbeitgeber einen Minijob herausfinden?

Ein Mitarbeiter muss den Arbeitgeber bei Aufnahme eines Nebenjobs darüber informieren. Obwohl der Arbeitgeber Informationen zur Nebenbeschäftigung des Arbeitnehmers einfordern darf, wird sein Wissensdurst durch das Gesetz begrenzt. Folgende Informationen kann er verlangen: Stundenanzahl pro Woche.

Kann man Teilzeit und 2 Minijobs haben?

Grundsätzlich: ja.

Es ist nicht verboten, mehrere Minijobs gleichzeitig anzunehmen. Allerdings musst du dabei in der Regel die Verdiensthöchstgrenze von 556 Euro im Monat im Blick behalten. Besondere Vorgaben sind zu berücksichtigen, wenn du außerdem noch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung hast.

Kann man zwei Arbeitsverträge beim selben Arbeitgeber haben?

„Mehrere Arbeitsverhältnisse zu demselben Arbeitgeber dürfen nur begründet werden, wenn die jeweils übertragenen Tätigkeiten nicht in einem unmittelbaren Sachzusammenhang stehen. Andernfalls gelten sie als ein Arbeitsverhältnis.

Welche Steuerklasse wenn 2 Minijobs?

Für den zweiten Job bekommen Sie automatisch Steuerklasse VI (6), wenn Sie dort mehr als 556 Euro im Monat verdienen. Verdienen Sie nicht mehr als 556 Euro sind Sie ein/e Minijobber/in und müssen bei der Pauschalbesteuerung gar keine Steuern bezahlen – Sie brauchen also auch keine Steuerklasse für den Minijob.

Was muss ich bei zwei Minijobs beachten?

Der Verdienst darf insgesamt nicht mehr als 556 Euro im Monat betragen. Sobald du zwei Minijobs hast, werden diese für die Sozialversicherung zusammengezählt. Mehrere Minijobs dürfen nicht gleichzeitig mit einem Vollzeitjob kombiniert werden, ohne dass die Regelungen zur Sozialversicherung greifen.

Wie wirkt sich ein zusätzlicher Minijob auf die Steuer aus?

Mehrere Minijobs und Steuerklasse VI

Wenn du mehrere Minijobs hast, werden die Einkommen zusammengerechnet. Das bedeutet, dass du sozialversicherungspflichtig wirst und in Steuerklasse VI eingestuft wirst. Diese Steuerklasse hat die höchsten Abzüge, und du bist verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Was bedeutet es, wenn man die Geringfügigkeitsgrenze überschreitet?

Unvorhersehbares Arbeitsentgelt ist begrenzt

Die gesetzliche Regelung sieht für Kalendermonate des unvorhersehbaren Überschreitens der Geringfügigkeitsgrenze maximal ein Arbeitsentgelt bis zum Doppelten der Geringfügigkeitsgrenze vor. Das entspricht seit 1. Januar 2025 einem Wert von 1.112 Euro.

Was passiert, wenn ich mehr als 520 € im Nebenjob verdiene?

7. Was passiert bei Überschreiten der Minijob-Verdienstgrenze? Wenn die Verdienstgrenze dauerhaft überschritten wird, tritt die Sozialversicherungspflicht ein, was viele Vorteile mit sich bringt. Aus dem Minijob wird dann ein sogenannter Midijob.

Wer haftet bei Überschreitung eines Minijobs?

Entsteht im Minijob wegen Überschreitens der Entgeltgrenze von 400 € rückwirkend Versicherungspflicht, erleiden betroffene Arbeitnehmer einen Vermögensschaden in Höhe der anfallenden Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Dafür haftet der Arbeitgeber.

Was passiert, wenn ich den Arbeitgeber nicht über den Nebenjob informiere?

Solltest Du es vergessen haben, riskierst du eine Abmahnung, denn damit hast du gegen eine Pflicht aus dem Arbeitsvertrag verstoßen. Die Abmahnung ist auch dann zulässig, wenn Dir Dein Arbeitgeber die Nebentätigkeit hätte genehmigen müssen, weil sie seine Interessen nicht beeinträchtigt.

Kann der Arbeitgeber wegen Nebenjob kündigen?

Nein, das ist nicht möglich. Damit greift der Arbeitgeber in die Berufsfreiheit und sogar in das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit des Arbeitnehmes ein. Als Nebenjob kommen andere Arbeitsverhältnisse genauso in Betracht, wie eine Selbstständigkeit oder eine ehrenamtliche Tätigkeit.

Muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn ich einen Nebenjob anmelde?

Muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn ich einen Minijob annehme? Ein Minijob als Nebenjob muss von Ihrem Arbeitgeber nicht zwingend genehmigt werden. Jedoch müssen Sie Ihren Arbeitgeber über den Nebenjob informieren, wenn dieser die Interessen Ihres Arbeitgebers berührt.

Wie werden 2 Minijobs versteuert?

Ein Minijob ist steuerfrei: Der erste Minijob neben der hauptberuflichen Tätigkeit bleibt weiterhin steuer- und sozialversicherungsfrei. Der zweite Minijob ist steuerpflichtig: Für den zweiten und jeden weiteren Minijob, der neben der hauptberuflichen Tätigkeit angenommen wird, werden Steuern und Sozialabgaben fällig.

Wird der Minijob dem Finanzamt gemeldet?

Ihr Arbeitgeber muss den Minijob bei der Minijob-Zentrale anmelden! Diese Minijobs brauchen Sie in der Regel auch nicht in Ihrer Steuererklärung anzugeben. Das gilt aber nur, wenn Ihr Arbeitgeber die Steuer pauschal abgerechnet hat!

Ist es zulässig, die Minijob-Grenze zweimal zu überschreiten?

Bei einem unvorhersehbaren und gelegentlichen Überschreiten gibt es jedoch eine Ausnahme: Minijobberinnen und Minijobber dürfen dann auch mal mehr als 556 Euro im Monat verdienen. Der Verdienst in diesen Monaten darf jedoch das Doppelte der monatlichen Verdienstgrenze – also 1.112 Euro – nicht überschreiten.