Was kann ich tun, wenn mein Kunde die Schlussrechnung nicht zahlt?

Gefragt von: Birte Dorn
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Wenn ein Kunde die Schlussrechnung nicht zahlt, sollten Sie zuerst eine freundliche Zahlungserinnerung senden, gefolgt von offiziellen Mahnungen, um den Kunden in Verzug zu setzen und Verzugsschaden geltend zu machen. Bleiben diese erfolglos, leiten Sie ein gerichtliches Mahnverfahren ein (Mahn- und Vollstreckungsbescheid) oder geben den Fall an ein Inkassounternehmen ab. Bei komplexen Fällen oder wenn ein Widerspruch droht, ist ein Anwalt oder eine Klage der nächste Schritt, um die Forderung durchzusetzen.

Kann ich eine Strafanzeige stellen, wenn mein Kunde die Rechnung nicht zahlt?

Eine Strafanzeige wegen einer nicht bezahlten Rechnung ist nur bei Betrug (Eingehungsbetrug nach § 263 StGB) sinnvoll, wenn der Schuldner vorsätzlich und betrügerisch handelte, also schon bei Vertragsabschluss wusste, dass er nicht zahlen wird und dies verschleierte (z.B. durch falsche Angaben). Ansonsten ist die Nichtzahlung eine zivilrechtliche Angelegenheit, die Sie über Mahnungen, gerichtliches Mahnverfahren oder Klage verfolgen müssen, da die bloße Zahlungsunfähigkeit nicht strafbar ist. Lassen Sie sich vorher anwaltlich beraten, um eine mögliche Verleumdungsklage zu vermeiden. 

Was macht man, wenn ein Kunde seine Rechnung nicht bezahlt?

Dafür füllen Sie einen offiziellen Mahnvordruck aus und senden ihn an den Geschäftssitz des zuständigen Mahngerichts. Dieses prüft Ihren Mahnbescheid auf Richtigkeit und schickt ihn dann an Ihren Kunden. Nun kann Ihr Kunde die Rechnung begleichen, den Mahnbescheid ignorieren oder Widerspruch einlegen.

Wie geht man mit einem Kunden um, der nicht bezahlt hat?

Der erste Schritt besteht darin, dem Kunden eine Mahnung oder ein Mahnschreiben zu senden . Dies ist ein formelles Schreiben, in dem der Kunde gewarnt wird, dass Sie rechtliche Schritte einleiten werden, wenn er nicht bis zu einem bestimmten Datum (z. B. innerhalb von sieben Tagen) zahlt.

Was kann ich tun, wenn mein Kunde die Handwerkerrechnung nicht zahlt?

Wenn ein Kunde eine Handwerkerrechnung nicht zahlt, sollten Sie zuerst das Gespräch suchen und eine Zahlungserinnerung senden; bleiben diese erfolglos, folgen Mahnungen mit Fristsetzung, dann ggf. ein Inkassobüro, ein gerichtliches Mahnverfahren oder die Einschaltung eines Anwalts für eine Klage, um Ihre Forderung rechtlich durchzusetzen. 

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Ist es strafbar, eine Rechnung nicht zu bezahlen?

Erläuterung zum Eingehungsbetrug

Das gilt in aller Regel auch, wenn jemand Waren kauft oder bestellt, die spätere Rechnung aber nicht bezahlt. Das ist auch richtig so. Es wäre absurd, denjenigen, der seine Miete oder seine Telefonrechnung nicht zahlen kann, zu einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe zu verurteilen.

Wie lange Zeit ist es, eine Handwerkerrechnung zu bezahlen?

Bei Handwerkerrechnungen gilt gesetzlich eine Zahlungsfrist von 30 Tagen nach Rechnungszugang, wenn nichts anderes vereinbart wurde, aber oft werden kürzere Fristen wie 14 Tage gesetzt oder „sofort fällig“ vereinbart; bei B2B-Geschäften tritt der Verzug nach 30 Tagen automatisch ein, bei Verbrauchern ist oft eine Mahnung nötig. Bei Rechnungen nach VOB gelten für Abschlagszahlungen 21 Tage und für Schlussrechnungen 30 Tage.
 

Was machen, wenn jemand nicht bezahlt?

"Es ist üblich, mit einem Schreiben zu beginnen, das den Schuldner offiziell in Verzug setzt", erklärt Eric Muster. "Wenn die Zahlung dann nicht eingeht, kann man ein Betreibungsbegehren beim zuständigen Betreibungsamt einreichen." Das ist auch digital über den Online-Schalter für Unternehmen EasyGov.

Was kann ich tun, wenn mein Kunde immer zu spät zahlt?

Wenn Ihre Kunden zu spät zahlen, können Sie Ihre gesetzlichen Rechte umsetzen: Verzug entsteht sofort, Schadensersatz ist zu leisten, Verzugszinsen können berechnet werden. Das sollten Sie jedoch nur tun, wenn Ihnen der Kunde gleichgültig ist oder er bereits in der Vergangenheit deutliche Zahlungsverzüge riskiert hat.

Was machen, wenn man keine Rechnung bekommt?

Wenn Sie keine Rechnung erhalten haben, prüfen Sie zuerst Spam-Ordner und melden Sie sich beim Anbieter, um eine neue zu bekommen. Falls Sie eine Mahnung ohne vorherige Rechnung bekommen, müssen Sie meist keine Mahngebühren zahlen, da der Versender die Beweislast trägt. Wichtig ist, den Kauf nachzuweisen (z.B. mit Bestellbestätigung, Kontoauszug) für Gewährleistung, aber bei der Zahlung sollten Sie den Anbieter zur Rechnungsstellung auffordern, um Ärger zu vermeiden. 

Was kann ich tun, wenn mein Kunde nicht zahlt?

Bleiben Ihre Mahnungen ohne Erfolg, können Sie ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten oder Klage gegen den Schuldner erheben. Das gerichtliche Mahnverfahren wird unabhängig von der Forderungshöhe beim Amtsgericht durchgeführt. Mahnbescheide gibt es im Schreibwarenhandel oder per Online-Antrag.

Was ist besser, Anwalt oder Inkasso?

Ob Inkasso oder Anwalt, hängt vom Fall ab: Ein Inkassobüro ist oft kostengünstiger und schneller für klare, unbestrittene Forderungen, arbeitet oft erfolgsbasiert und außergerichtlich. Ein Anwalt ist nötig, wenn die Forderung bestritten wird oder gerichtliche Schritte (Klage, Zwangsvollstreckung) erforderlich sind, da er umfassendere rechtliche Möglichkeiten hat und den gesamten Prozess abdecken kann. Oft ist eine Kombination sinnvoll, wobei das Inkasso außergerichtlich vorarbeitet und der Anwalt bei Erfolg übernimmt oder bei Widerstand einspringt.
 

Wie kann ich vorgehen, wenn mir jemand Geld schuldet?

Wenn dir jemand Geld schuldet, sprich die Person zuerst freundlich an, schicke dann eine schriftliche Zahlungserinnerung und setze eine Frist. Zahlt sie immer noch nicht, sende eine formelle Mahnung (am besten per Einschreiben) mit Verzugszinsen (5% über dem Basiszinssatz). Hilft das nicht, kannst du ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten oder einen Anwalt beauftragen, um einen vollstreckbaren Titel zu erwirken, da die Verjährungsfrist oft 3 Jahre beträgt. 

Wie vorgehen, wenn der Kunde nicht zahlt?

Wenn ein Kunde nicht zahlt, gehen Sie schrittweise vor: Beginnen Sie mit einem freundlichen Gespräch und einer Zahlungserinnerung, gefolgt von offiziellen Mahnungen mit klaren Fristen und Verzugszinsen (B2B-Zinsen: 9% über Basiszinssatz + 40€ Mahnpauschale). Bleibt das erfolglos, leiten Sie ein gerichtliches Mahnverfahren ein, beauftragen ein Inkasso oder erwägen rechtliche Schritte wie eine Klage. Wichtig ist die Dokumentation von Versand und Fälligkeit, um Verzug korrekt nachzuweisen. 

Welches Gericht bei nicht bezahlter Rechnung?

Mahnbescheide werden im elektronischen Verfahren beim zuständigen Mahngericht beantragt. Diesen Antrag kann jeder stellen, der behauptet, dass Sie eine Zahlung nicht beglichen haben. Gerichte prüfen nicht, ob die erhobenen Forderungen überhaupt berechtigt sind.

Wie viel kostet ein gerichtliches Mahnverfahren?

Ein gerichtliches Mahnverfahren kostet mindestens 36 € an Gerichtskosten (bei Forderungen bis 1.000 €), die sich nach der Höhe der Forderung richten und eine halbe Gebühr nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) sind. Hinzu kommen ggf. Anwaltskosten (volle Gebühr für Mahnbescheid, weitere für Vollstreckungsbescheid) und Zustellgebühren, wobei die Kosten für den Mahnbescheid oft vom Schuldner getragen werden müssen, wenn Sie ihn beauftragen. Ein Online-Mahnantrag kann die Abwicklung vereinfachen. 

Was kann ich tun, wenn mein Kunde seine Rechnung nicht pünktlich zahlt?

Wenn eine Rechnung zu spät bezahlt wird, gerät man in Zahlungsverzug, was dem Gläubiger das Recht gibt, Verzugszinsen und Mahnkosten zu fordern. Der Gläubiger sollte zunächst eine freundliche Erinnerung senden, gefolgt von einer Mahnung mit Mahngebühr und Verzugszinsen, falls die erste Zahlung ausbleibt. Bei Verbrauchern liegt der Zinssatz bei 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz, bei Unternehmen bei 9 Prozentpunkten. 

Wie hoch sind die Mahngebühren für eine Mahnung?

Für die erste Mahnung dürfen oft keine eigenen Mahngebühren berechnet werden, da diese den Schuldner erst in Verzug setzt; erst ab der zweiten Mahnung werden Kosten fällig, die je nach Fall (Verbraucher vs. Geschäftskunde) zwischen 2,50 € und 5 € als angemessen gelten, während bei B2B-Geschäften eine gesetzliche Verzugspauschale von bis zu 40 € (§ 288 Abs. 5 BGB) möglich ist. 

Wie entschuldigt man sich für verspätete Zahlungen?

Standard-Ausreden

  1. Wir haben die Rechnung nicht erhalten. / Wir haben die Rechnung verloren. ...
  2. Der Firmenname/die Firmenadresse/Saldo/etc. ...
  3. Das Computersystem ist ausgefallen. ...
  4. Wir haben feste Zahlläufe / Wir leisten keine Zahlungen vor dem nächsten Monat.

Kann man jemanden anzeigen, wenn er seine Rechnung nicht bezahlt?

Ihr Kunde zahlt die Rechnung nicht? Dann können Sie zusätzlich eine Strafanzeige wegen Betrugs stellen. Wichtig: Den Betrug gemäß § 263 StGB sollten Sie eindeutig nachweisen können. Andernfalls riskieren Sie eine Gegenanzeige und Verleumdungsklage des Kunden.

Wie hoch sind Verzugszinsen bei Rechnungen?

Ausgangspunkt für die Festlegung der Verzugszinsen ist der in Paragraf 247 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) beschriebene Basiszinssatz, der zum 1. Januar und zum 1. Juli jeden Jahres verändert werden kann. Seit dem 1. Juli 2025 beträgt der Basiszinssatz 1,27 Prozent.

Wie lange darf eine Rechnung nicht bezahlt werden?

Eine Rechnung ist grundsätzlich sofort fällig, aber Sie geraten erst nach 30 Tagen in Zahlungsverzug, wenn keine andere Frist vereinbart wurde (§ 286 BGB) – diese Frist gilt ab Zugang der Rechnung. Nach dieser 30-Tage-Frist können Mahnungen und Verzugszinsen folgen. Generell verjähren Forderungen nach drei Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Wann muss die Schlussrechnung bezahlen?

Nach § 16 Nr. 3 Abs. 1 VOB/B ist die Schlusszahlung alsbald nach der Prüfung und der Feststellung der vom Auftragnehmer vorgelegten Schlussrechnung zu begleichen. Die Zahlung muss spätestens innerhalb von zwei Monaten nach Zugang erfolgen.

Was kann ich tun, wenn meine Handwerkerrechnung nicht bezahlt wird?

Umgang mit ausbleibenden Zahlungen

  1. Zahlungserinnerung / Mahnung schreiben. ...
  2. Inkassoverfahren. ...
  3. Gerichtliches Mahnverfahren. ...
  4. Strafanzeige wegen Betrugs. ...
  5. Arbeit einstellen. ...
  6. Material ausbauen / Ware zurückholen. ...
  7. Forderungsverkauf.

Wann gilt eine Schlussrechnung als anerkannt?

Eine Schlussrechnung ist grds. prüffähig, wenn sie die erbrachten Leistungen und die einzelnen Berechnungsfaktoren derart übersichtlich und nachvollziehbar anordnet, daß es keiner weiteren Erklärung bedarf.