Was kann man bei einem Minijob von der Steuer absetzen?

Gefragt von: Herr Dr. Leonhard Michel B.A.
sternezahl: 4.5/5 (59 sternebewertungen)

Die Aufwendungen sind bis zu 2.550 Euro mit 20 Prozent, höchstens 510 Euro im Jahr, direkt von der Steuerschuld abziehbar. Der abzugsfähige Höchstbetrag von 510 Euro wird nicht zeitanteilig gekürzt, wenn das Beschäftigungsverhältnis nicht während des ganzen Jahres besteht.

Was kann ich bei einem Minijob absetzen?

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Privathaushalt zahlen Abgaben in Höhe von maximal 14,92 % des monatlichen Verdienstes an die Minijob-Zentrale. Von den Gesamtaufwendungen können sie jedoch 20 % von der Einkommensteuer abziehen, bis zu 510 Euro jährlich.

Wie wirkt sich ein Minijob auf die Steuererklärung aus?

Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

Wie wirkt sich ein 520 Euro Job auf die Steuererklärung aus?

Auf einen 520-Euro-Job fällt keine Steuer an. Sozialabgaben führt der Arbeitgeber bei einer geringfügigen Beschäftigung pauschal ab.

Wie kann ich mit einem Minijob Steuern sparen?

Bei einem Minijob im Haushalt kannst du 20 % der Kosten, maximal 510 Euro im Jahr, direkt von deiner Steuerlast abziehen. Bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im Haushalt sind es sogar 20 % von bis zu 20.000 Euro, also maximal 4.000 Euro Ermäßigung im Jahr.

Muss ich meinen Minijob versteuern? (Minijob Steuererklärung)

43 verwandte Fragen gefunden

Kann ich Werbungskosten bei einem Minijob geltend machen?

Jeder Arbeitnehmer, einschließlich Minijobber, hat Anspruch auf eine Werbungskostenpauschale von 1.230 Euro pro Jahr (Stand 2024). Das bedeutet, dass alle Ausgaben bis zu diesem Betrag automatisch berücksichtigt werden, ohne dass sie einzeln nachgewiesen werden müssen.

Hat ein Minijob steuerliche Nachteile?

Du darfst in deinem Minijob entweder 556 € pro Monat verdienen oder 70 Tage im Jahr arbeiten. Seit dem 1. Januar 2025 ist die 538 € Grenze für das Arbeitsentgelt auf 556 € angestiegen. Die meisten Minijobs werden pauschal mit 2 % versteuert und müssen daher in der Steuererklärung nicht mehr erfasst werden.

Wie hoch ist der Pauschbetrag für Minijobber?

Beim Minijob (bis 556 €/Monat) zahlt der Arbeitgeber Pauschalbeiträge (ca. 13 % KV, 15 % RV) und eine Pauschsteuer von 2 % auf das Gehalt, die er auf den Arbeitnehmer abwälzen kann; der Minijobber zahlt meist nur einen Eigenanteil von 3,6 % zur Rentenversicherung (bei über 175 € Verdienst) und kann sich pauschal versteuern lassen, sodass keine individuelle Steuererklärung nötig ist, aber auch die Renten- und Krankenversicherungsansprüche (außer bei Privathaushalten) minimiert werden. 

Wird ein Minijob vom Finanzamt gemeldet?

Minijobs sind steuerpflichtig

Minijobs werden entweder pauschal oder individuell versteuert. Die pauschale Steuer von 2 Prozent wird an die Minijob-Zentrale gezahlt. Die individualisierte Steuer geht direkt an das zuständige Finanzamt.

Wie wird ein Minijob nach der Steuerklasse besteuert?

Meistens zahlt der Arbeitgeber die Steuern bei Minijobs. Der 556-Euro-Minijob (bis 2024: 538-Euro-Minijob) kann mit zwei Prozent versteuert werden. Diese sogenannte Pauschsteuer fließt an die Minijob-Zentrale. Kurzfristige Minijobs werden nach der individuellen Lohnsteuerklasse oder pauschal mit 25 Prozent versteuert.

Wie hoch darf eine Sonderzahlung bei einem Minijob sein?

Sonderzahlungen im Minijob (aktuell 556 €/Monat, 6.672 €/Jahr 2025) sind erlaubt, müssen aber die Grenze einhalten, sonst droht Sozialversicherungspflicht, es sei denn, es sind nicht regelmäßige, einmalige Prämien (z.B. Jubiläum, Erfolgsbonus) oder steuerfreie Extras wie die Inflationsausgleichsprämie (bis 3.000 €) oder Sachbezüge bis 50 €. Regelmäßige Zahlungen wie Weihnachtsgeld zählen zum Verdienst und müssen die Jahressumme berücksichtigen; bei zu hohen Beträgen wird der Minijob sozialversicherungspflichtig.
 

Muss ich meinen Minijob in der Anlage N meiner Steuererklärung angeben?

Die meisten Minijobs müssen nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Das gilt für alle Minijobs, die pauschal versteuert werden. Bei individueller Versteuerung: Trage die Angaben aus deiner Lohnsteuerbescheinigung in die Anlage N der Steuererklärung ein.

Kann ich die Kosten für die Putzfrau von den Steuern abziehen?

Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen? Wenn Ihre Haushaltshilfe legal beschäftig ist, können sie 20 Prozent der Lohnkosten von der Steuer absetzen. Die Steuerersparnis für eine Haushaltshilfe mit geringfügigem Beschäftigungsverhältnis ist allerdings auf 510 Euro im Jahr begrenzt.

Welche Fahrtkosten akzeptiert das Finanzamt?

Reisekosten: Bei beruflich veranlassten Reisen sind entweder die tatsächlichen Kfz-Kosten oder 0,30 € pro gefahrenem Kilometer absetzbar. Zusätzlich zählen Parkgebühren und Unfallkosten.

Ist Weihnachtsgeld bei einem Minijob steuerfrei?

Weihnachtsgeld im Minijob ist grundsätzlich steuerpflichtig und sozialversicherungspflichtig, wenn es die jährliche Minijob-Grenze (2025: 6.672 €) überschreitet, kann den Minijob aber zu einem Midijob machen, wodurch volle Sozialabgaben anfallen. Eine Ausnahme bilden Sachleistungen bis 50 Euro (Geschenke), die steuerfrei bleiben, sowie die pauschale 2%-Steuer des Arbeitgebers, die Minijobber entlastet, wenn die Grenze eingehalten wird. Wird die Grenze durch Weihnachtsgeld überschritten, wird der gesamte Verdienst steuer- und sozialversicherungspflichtig. 

Welche Prämie kann ich bei einem Minijob erhalten?

Ja, Minijobber können Prämien erhalten, wobei die Inflationsausgleichsprämie (IAP) (bis Ende 2024 steuer-/beitragsfrei bis 3000€) eine wichtige Option war, die nicht auf die 520€-Grenze angerechnet wurde. Generell zählen auch Weihnachtsgeld/Einmalzahlungen zum Minijob-Verdienst, wenn sie vorhersehbar sind, aber Arbeitgeber können steuer- und abgabenfreie Sonderzahlungen leisten, wenn sie die Regeln (z. B. IAP oder Freigrenzen bei Geschenken) beachten, um die 520€-Grenze einzuhalten. 

Ist ein Tankgutschein im Minijob erlaubt?

Ja, ein Minijobber kann einen Tankgutschein bekommen, und dieser ist steuer- und sozialversicherungsfrei, solange er zusätzlich zum Lohn gezahlt wird und die monatliche Freigrenze von 50 Euro nicht überschreitet. Es darf keine Lohnumwandlung sein (also kein Lohnverzicht), und der Gutschein muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie die sogenannte ZAG-Kriterien, um als Sachbezug zu gelten. Überschreitet der Betrag auch nur geringfügig die 50-Euro-Grenze, wird der gesamte Betrag steuer- und abgabenpflichtig. 

Welche Zulagen gibt es für Minijobber?

Zulagen im Minijob, wie SFN-Zuschläge (Sonntag, Feiertag, Nachtarbeit), sind oft steuer- und abgabenfrei, wenn der Grundlohn unter 25 €/Stunde liegt und sie zusätzlich zum Lohn gezahlt werden; sie zählen dann nicht zum Verdienst. Einmalzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) zählen zum Verdienst, unterliegen der Abgabenpflicht, aber Minijobber können Riester-Zulagen erhalten, die eine zusätzliche Förderung darstellen. Wichtig: Zahlungen während Krankheit/Mutterschutz oder ohne tatsächliche Arbeit können die SV-Pflicht auslösen. 

Wird ein 520 Euro Job bei der Steuererklärung angeben?

📌 Wichtig: Wurde dein Minijob pauschal besteuert, musst du diesen nicht in deiner Steuererklärung angeben. Du kannst dafür aber auch keine Werbungskosten absetzen. 💡 Wenn du keine Lohnsteuerbescheinigung für deinen Minijob erhalten hast, wurde dein Lohn pauschal besteuert.

Kann ich Werbungskosten in meiner Steuererklärung für einen Minijob angeben?

Da keine Lohnsteuer von dem Einkommen abgezogen wird, können Minijobber keine Werbungskosten in der Steuererklärung angeben.

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
 

Wann kommt der 600 € Minijob?

Die Minijob-Grenze wird nicht auf genau 600 €, sondern auf 603 € pro Monat angehoben, und das gilt ab dem 1. Januar 2026, weil der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 € pro Stunde steigt, was eine automatische Anhebung der Grenze bedeutet. Diese Kopplung an den Mindestlohn ermöglicht es Minijobbern, bei gleicher Stundenzahl mehr zu verdienen, ohne ihren Status zu verlieren. 

Muss ich einen Minijob in meiner Steuererklärung angeben?

Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.

Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?

Bei Krankheit zahlt der Arbeitgeber Minijobbern bis zu sechs Wochen lang den Lohn weiter, den sie ohne die Krankheit verdient hätten, basierend auf dem Durchschnitt der letzten vier Wochen. Diese Lohnfortzahlung wird vom Arbeitgeber über das U1-Verfahren bei der Knappschaft-Bahn-See (Arbeitgeberversicherung) erstattet (ca. 80 % der Aufwendungen). Minijobber erhalten danach kein Krankengeld von der Krankenkasse, da sie nicht in die Krankenversicherung einzahlen, es sei denn, sie haben einen versicherungspflichtigen Hauptjob.