Was kann von der Düsseldorfer Tabelle abgezogen werden?
Gefragt von: Frau Ida Vogel B.Sc.sternezahl: 4.6/5 (5 sternebewertungen)
Von der Düsseldorfer Tabelle können steuerliche Abzüge (Steuern, Sozialabgaben), Werbungskosten (Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Berufskleidung, Gewerkschaftsbeiträge) sowie Berufsbedingte Aufwendungen und bestimmte Schulden (Kredite) abgezogen werden, um das Nettoeinkommen zu bereinigen, bevor der eigentliche Unterhaltsbetrag ermittelt wird; auch das Kindergeld wird vom Tabellenbetrag abgezogen, um den Zahlbetrag zu bestimmen. Der Selbstbehalt bleibt immer bestehen, um den Eigenbedarf zu sichern, und Kinderbetreuungskosten können ebenfalls berücksichtigt werden.
Was kann man als Vater vom Kindesunterhalt abziehen?
Abzugsfähig sind z.B.: Arbeitskleidung, Arbeitsmittel, Beiträge zu Berufsverbänden, vom Arbeitgeber nicht erstattete Fahrtkosten (0,42 Euro pro gefahrenem Kilometer hin und zurück, bei mehr als 30 Kilometern einfache Strecke 0,28 Euro für die Mehrkilometer), Gewerkschaftsbeiträge.
Was wird von der Düsseldorfer Tabelle abgezogen?
Von der Düsseldorfer Tabelle wird primär das halbe Kindergeld vom ermittelten Zahlbetrag abgezogen, da es beiden Elternteilen zusteht; zudem können berufsbedingte Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten, Arbeitsmittel) und Sonderbedarfe (z.B. Krankheiten, Nachhilfe) vom Nettoeinkommen vorab abgezogen werden, um den bereinigten Unterhaltsbedarf zu ermitteln.
Welche Kosten kann man vom Kindesunterhalt abziehen?
Kindesunterhalt kann als sogenannte „außergewöhnliche Belastung“ in der Steuererklärung abgesetzt werden, wobei der Höchstbetrag für 2024 bei 11.784 € und für 2025 bei 12.096 € liegt – dies gilt aber nur, wenn das Kind eigenes Einkommen über 624 € pro Jahr hat, was zu einer Verrechnung führt. Beim Berechnen des unterhaltsrelevanten Einkommens gibt es abzugsfähige Kosten wie berufsbedingte Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten über die Kilometerpauschale), notwendige Kredite, Beiträge zur Altersvorsorge (z.B. Riester-Rente) und Kosten für eine angemessene Ausbildung.
Was reduziert den Kindesunterhalt?
Kindesunterhalt wird reduziert, wenn das Kind eigenes Einkommen (z.B. Ausbildungsvergütung) hat, der Unterhaltspflichtige hohe berufsbedingte Ausgaben (Fahrtkosten, Arbeitsmittel) hat, er sich erheblich an der Betreuung beteiligt (nur bei Minderjährigen), oder wenn das Einkommen des Zahlenden grundsätzlich zu niedrig ist, um den vollen Betrag zu decken (nach Abzug von Selbstbehalt und Einkommensminderungen). Wichtig sind auch Abzüge für berufsbedingte Aufwendungen (Pauschale oder Einzelnachweis) und anrechenbare Schulden.
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Wann zahlt Vater weniger Unterhalt?
Elternteile, die sich mehr als 29 und weniger als 50 Prozent an der Betreuung beteiligen, sollen finanziell entlastet werden. Derzeit müssen diese Elternteile dem Ministerium zufolge den vollen Unterhalt mit nur sehr geringen Abschlägen zahlen.
Was kann man tun, um weniger Kindesunterhalt zahlen zu müssen?
Anrechenbares Nettoeinkommen reduzieren
Je geringer dieses Einkommen ist, desto geringer fällt regelmäßig die Unterhaltslast aus. Um den Unterhalt zu kürzen, müssen Sie monatliche Ausgaben haben, die als unterhaltsrechtlich zu berücksichtigende Ausgaben angerechnet werden und Ihnen dadurch materielle Vorteile bieten.
Kann ich Kredite vom Kindesunterhalt abziehen?
Ja, bestimmte Kreditkosten können beim Kindesunterhalt vom Einkommen abgezogen werden, aber nicht alle; Zinsen für notwendige Darlehen (z.B. für selbstgenutztes Eigenheim bis zum Wohnvorteil, ehebedingte Schulden), berufsbedingte Kosten (z.B. Kfz-Kosten zur Arbeit) und Altersvorsorge sind abzugsfähig, um das zu versteuernde Einkommen zu mindern, wobei immer der Mindestunterhalt sichergestellt sein muss. Kreditraten für neu aufgenommene Kredite (z.B. nach Trennung) werden oft nicht oder nur eingeschränkt berücksichtigt.
Wann darf der Vater den Kindesunterhalt kürzen?
Ein Vater darf Kindesunterhalt nicht einfach eigenmächtig kürzen, sondern nur unter strengen Voraussetzungen und meist nur nach gerichtlicher Anpassung eines Titels, z.B. wenn sich das Kind für längere Zeit (mehr als ca. 10 Tage/Monat) beim umgangsberechtigten Elternteil aufhält (reduzierter Barunterhalt), das eigene Einkommen unter den Selbstbehalt fällt, das Kind eigene Einkünfte hat oder sich ein sittliches Verschulden des Kindes ergibt (z.B. Sucht). Ohne gerichtliche Abänderung drohen Zwangsvollstreckungen, auch wenn der Unterhaltspflichtige weniger verdient.
Was mindert das Nettoeinkommen bei Kindesunterhalt?
Der Kindesunterhalt wird praktisch wie folgt berechnet: Vom Nettoeinkommen jedes Elternteils werden dessen berufsbedingten Aufwendungen abgezogen. Das sind pauschal 5% des Nettos, es sei denn man kann im Einzelfall höhere Kosten für Arbeitsweg, Arbeitskleidung, Bürobedarf und ähnliches geltend machen.
Wie viel Geld muss mir übrig bleiben, wenn ich Kindesunterhalt zahlen muss?
Beim Kindesunterhalt haben Sie einen Eigenbehalt von 1.450 Euro, wenn Sie berufstätig sind und die Kinder minderjährig oder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs in der Ausbildung sind, dabei unverheiratet sind und noch im Haushalt der Eltern leben. Sind Sie nicht berufstätig, sind es bei solchen Kindern 1.200 Euro.
Wie viel Unterhalt bei 2500 € netto?
Bei 2.500 € Nettoeinkommen liegt Ihr Unterhaltsbetrag für Kinder laut Düsseldorfer Tabelle 2025 je nach Alter des Kindes zwischen ca. 504 € (0-5 Jahre) und 686 € (12-17 Jahre) und richtet sich nach dem Einkommen beider Elternteile, wobei der Kinderfreibetrag vom Einkommen abgezogen wird, bevor der Prozentsatz bestimmt wird; dies ist eine grobe Schätzung, genaue Beträge müssen mit einem Online-Rechner oder nach Abzug des Kindergeldes ermittelt werden.
Wann muss der Vater keinen Unterhalt zahlen?
Ein Vater muss keinen Unterhalt zahlen, wenn das Kind selbst für seinen Unterhalt sorgen kann (z.B. durch eigenes Einkommen aus Ausbildung/Job), oder wenn der Vater selbst nicht leistungsfähig ist (sein Einkommen unter dem Selbstbehalt liegt). Bei volljährigen Kindern endet die Pflicht oft nach erster Ausbildung/Studium, aber auch bei Abbruch ohne triftigen Grund, Weltreisen oder freiwilligen sozialen Jahren, wenn das Kind untätig bleibt.
Was muss der Vater außer Unterhalt noch zahlen?
Über den regulären Unterhaltsbedarf hinaus besteht die Möglichkeit Sonderbedarf von dem Unterhaltsschuldner zu verlangen. Dies beinhaltet beispielsweise Zahlungen für Arztrechnungen, allergiebedingte Einrichtung oder Klassenfahrten.
Welche Versicherungen kann ich vom Kindesunterhalt abziehen?
Beim Unterhalt werden vor allem Pflichtversicherungen (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung) und berufsbedingte Versicherungen wie die Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung (wenn sie der Einkommenssicherung dient) vom Einkommen abgezogen, um das bereinigte Nettoeinkommen zu ermitteln, aus dem der Unterhalt berechnet wird. Auch Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung sowie bestimmte Altersvorsorgebeiträge können berücksichtigt werden, wenn sie tatsächlich gezahlt werden und bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Wie hoch ist der Selbstbehalt beim Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle 2026 abzüglich Kindergeld?
Die Düsseldorfer Tabelle 2026 bringt erhöhte Bedarfssätze für Kinder, wobei der Kindergeldanteil (ab 2026 einheitlich 259 €) hälftig (129,50 €) vom Tabellenunterhalt abgezogen wird, um den tatsächlichen Zahlbetrag zu ermitteln. Beispielsweise liegt der Bedarf für ein Kind bis 5 Jahre bei 486 € (vorher 482 €), für 6-11-Jährige bei 558 € (vorher 554 €) und für 12-17-Jährige bei 653 € (vorher 649 €). Der Zahlbetrag ergibt sich also aus dem Tabellenwert abzüglich 129,50 €.
Was reduziert die Unterhaltszahlung?
Unterhalt wird durch berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten, Arbeitsmittel), eigene Einkünfte der unterhaltsberechtigten Person (bes. bei volljährigen Kindern/Partnern) sowie durch abzugsfähige Verbindlichkeiten (Kredite) und Vorsorgeaufwendungen (Versicherungen) gemindert, wobei auch erweiterter Umgang mit dem Kind oder ein Wohnvorteil (mietfreies Eigenheim) eine Rolle spielen können, was das bereinigte Nettoeinkommen senkt.
Welche Ausgaben mindern den Kindesunterhalt?
Kindesunterhalt kann als sogenannte „außergewöhnliche Belastung“ in der Steuererklärung abgesetzt werden, wobei der Höchstbetrag für 2024 bei 11.784 € und für 2025 bei 12.096 € liegt – dies gilt aber nur, wenn das Kind eigenes Einkommen über 624 € pro Jahr hat, was zu einer Verrechnung führt. Beim Berechnen des unterhaltsrelevanten Einkommens gibt es abzugsfähige Kosten wie berufsbedingte Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten über die Kilometerpauschale), notwendige Kredite, Beiträge zur Altersvorsorge (z.B. Riester-Rente) und Kosten für eine angemessene Ausbildung.
Kann ich gekaufte Sachen vom Unterhalt abziehen?
Kleidungsstücke für das Kind kauft, Freizeitaktivitäten oder Reisen mit dem Kind bezahlt und dann die dafür aufgewendeten Kosten vom monatlich zu entrichtenden Unterhaltsbetrag abziehen will.
Welche Kosten kann ich vom Kindesunterhalt abziehen?
Kindesunterhalt kann als sogenannte „außergewöhnliche Belastung“ in der Steuererklärung abgesetzt werden, wobei der Höchstbetrag für 2024 bei 11.784 € und für 2025 bei 12.096 € liegt – dies gilt aber nur, wenn das Kind eigenes Einkommen über 624 € pro Jahr hat, was zu einer Verrechnung führt. Beim Berechnen des unterhaltsrelevanten Einkommens gibt es abzugsfähige Kosten wie berufsbedingte Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten über die Kilometerpauschale), notwendige Kredite, Beiträge zur Altersvorsorge (z.B. Riester-Rente) und Kosten für eine angemessene Ausbildung.
Wie kann man den Kindesunterhalt verringern?
Um den Kindesunterhalt zu verringern, müssen Sie eine Abänderungsklage beim Familiengericht einreichen, wenn sich Ihre Einkommensverhältnisse wesentlich geändert haben, und können Ihr unterhaltsrelevantes Einkommen durch bestimmte berufsbedingte Ausgaben (Fahrtkosten, Arbeitsmittel) oder Altersvorsorge (Riester, BU-Versicherung) mindern, die von der Einkommensberechnung abgezogen werden können. Auch das Wechselmodell (hälftige Betreuung) kann die Zahlungspflicht reduzieren.
Welche Schulden mindern den Kindesunterhalt?
Bei Kindesunterhalt sind berücksichtigungsfähige Schulden solche, die nicht leichtfertig entstanden sind, einem existenziellen Zweck dienen (wie Immobilien, notwendiges Auto, Ausbildung) und das Einkommen des Unterhaltspflichtigen mindern, wodurch der bereinigte Bedarf des Kindes gesenkt wird; dazu zählen oft Zinsen und Tilgung für Eigenheimkredite oder berufsbedingte Darlehen, während nach der Trennung aufgenommene Kredite für Erstausstattung ebenfalls in Betracht kommen können.
Wird ein Autokredit beim Unterhalt berücksichtigt?
Ja, ein Autokredit kann beim Unterhalt berücksichtigt werden, aber nicht immer und nicht pauschal; entscheidend sind der Zeitpunkt, der Zweck (z.B. für den Weg zur Arbeit notwendig?) und ob der Kredit schon vor der Trennung bestand. Viele Gerichte sehen die Kosten durch die Kilometerpauschale (z.B. 0,30 €/km) abgedeckt, da diese alle Betriebskosten inkl. Anschaffung enthält, aber bei unvermeidbaren, berufsbedingten Krediten können die tatsächlichen Kosten oder zumindest die Zinsen unter bestimmten Umständen das Einkommen mindern.
Kann man den Kindesunterhalt privat regeln?
Kann man Unterhalt privat regeln? Selbstverständlich dürfen Sie nach Ihrer Trennung oder Scheidung den Unterhalt auch privat regeln. Sie können im gegenseitigen Einvernehmen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin vereinbaren, dass und in welcher Höhe Sie Unterhalt fordern bzw. was Sie an Unterhalt zahlen.
Was passiert, wenn ich zu wenig verdiene, um Kindesunterhalt zu zahlen?
Kindesunterhalt – Zahlungsverpflichtung trotz fehlenden Einkommens. Wer zum Kindesunterhalt verpflichtet ist, kann auch dann zur Zahlung verurteilt werden, wenn er nichts verdient. Anmerkung Maes zum Beschluss des OLG Hamm vom 10.04.2018, Az.