Was Kosten Hörgeräte auf Rezept?
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Hörgeräte auf Rezept kosten gesetzlich Versicherte oft nur eine geringe Zuzahlung von 10 € pro Gerät plus ggf. 10 € für das Zubehör (Ohrpassstück/Schlauch), da die Krankenkassen einen Festbetrag von ca. 700–740 € pro Ohr übernehmen und ein "Nulltarif"-Gerät ermöglichen, das vollständig bezahlt wird; teurere Geräte erfordern einen Aufpreis, der selbst getragen werden muss. Die genaue Kostenübernahme hängt von der Krankenkasse und dem vereinbarten Festbetrag ab, der auch Wartung und Reparatur für bis zu sechs Jahre abdeckt.
Was kostet ein Hörgerät mit Rezept?
Premiumklasse: ab 2.000 Euro Eigenanteil pro Hörgerät
Die Basisklasse beginnt ab 10 Euro Eigenanteil pro Hörgerät. Mittelklasse-Hörgeräte starten bei etwa 1.000 Euro, während Premiumklasse-Modelle ab 2.000 Euro kosten. Die sogenannten Nulltarif-Hörgeräte sind kostenlos und gehören zur Basisklasse.
Was kostet ein gutes Hörgerät und was zahlt die Krankenkasse?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt einen Festbetrag von aktuell bis zu ca. 741 Euro pro Ohr, sofern eine medizinische Notwendigkeit besteht (Hörgeräteverordnung vom HNO erforderlich). Der gesetzliche Eigenanteil beträgt 10 Euro pro Gerät.
Wie hoch ist die Reparaturkostenpauschale für ein Hörgerät?
Die Reparaturpauschale für Hörgeräte ist ein fester Betrag, den Krankenkassen für Inspektion, Wartung und kleine Reparaturen über einen Zeitraum von in der Regel sechs Jahren zahlen, meist zwischen 120 und 160 Euro pro Gerät, um hohe Kosten zu decken und übersteigende Beträge (nach Verbrauch der Pauschale) selbst zu tragen oder eine Versicherung abzuschließen.
Welche Krankenkasse zahlt den höchsten Zuschuss für Hörgeräte?
Es gibt nicht die eine Kasse, die pauschal am meisten zahlt, aber große Kassen wie AOK PLUS (ca. 1.600 € für zwei Geräte), die Techniker Krankenkasse (TK) (bis zu 1.775 € für zwei) und die Barmer bieten hohe Zuschüsse, oft über 1.700 € für beide Ohren, wobei die genauen Summen und Bedingungen (Basisgeräte, Zuzahlung) variieren; private Kassen zahlen oft mehr, wenn auch mit individuellen Verträgen. Der Schlüssel liegt in der gesetzlichen Zuzahlung von 10 € pro Gerät für Basismodelle und dem Verhandeln mit dem Akustiker.
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Wie hoch ist der Eigenanteil bei Hörgeräten?
Der Eigenanteil bei Hörgeräten in Deutschland wird durch den gesetzlichen Festbetrag der Krankenkassen (ca. 750-785 € pro Gerät) und die gewählte Geräteklasse bestimmt; bei "Nulltarif"-Geräten zahlt man nur 10 € Zuzahlung pro Gerät, bei teureren Modellen trägt man die Differenz zwischen Festbetrag und Gerätekosten selbst (oft 1.000 € bis über 2.000 € Eigenanteil), wobei eine HNO-ärztliche Verordnung für die Zuschussberechtigung notwendig ist.
Kann der Hausarzt Hörgeräte verschreiben?
Ja, Ihr Hausarzt kann eine erste Überweisung ausstellen, aber für die offizielle Verordnung (das "Rezept"), damit die Krankenkasse zahlt, müssen Sie in der Regel zuerst zu einem HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt), um die Ursache des Hörverlustes medizinisch abklären zu lassen, was die Grundvoraussetzung für die Kostenübernahme ist. Der HNO-Arzt stellt dann das ärztliche Rezept aus, mit dem Sie zum Hörgeräteakustiker gehen, der die Kosten direkt mit der Kasse abrechnet und die Anpassung übernimmt.
Sind Kosten für Hörgeräte von der Steuer absetzen?
Ja, Hörgeräte sind steuerlich absetzbar, meist als außergewöhnliche Belastungen, wenn medizinisch notwendig (HNO-ärztliche Verordnung) und die individuelle zumutbare Belastungsgrenze überschritten wird. Auch Folgekosten (Batterien, Reparaturen) können geltend gemacht werden. In Ausnahmefällen bei beruflichem Zusammenhang sind sie sogar Werbungskosten.
Haben Rentner Anspruch auf kostenlose Hörgeräte?
Ja, Rentner haben grundsätzlich Anspruch auf kostenlose Hörgeräte, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Als Hörakustiker erlebe ich täglich, wie wichtig ein gutes Hörvermögen für die Lebensqualität im Alter ist.
Wer zahlt für ein defektes Hörgerät?
Grundsätzlich gilt: Verschreibt ein HNO-Arzt oder eine HNO-Ärztin eine Hörhilfe, so übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Allerdings nur für das medizinisch notwendige Kassengerät. Wünschen Sie sich ein höherwertiges, optisch ansprechenderes und teureres Gerät, müssen Sie den Mehrpreis selbst zahlen.
Welche Krankenkasse zahlt nach 6 Jahren neue Hörgeräte?
Mehrkosten aufgrund eines höherwertigen Gerätes und eines besonderen Gerätes, das nicht medizinisch notwendig ist, müssen Sie selber tragen. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt aller 6 Jahre den Festbetrag für neue Hörsysteme, die private Krankenversicherung alle 5 Jahre.
Wie hoch sind die Preise für unsichtbare Hörgeräte?
Die Preise für unsichtbare Hörgeräte variieren stark je nach Technologie und Ausstattung, liegen aber meist zwischen etwa 1.000 € und über 3.000 € pro Gerät im privaten Zuzahlungsbereich, wobei Basismodelle günstiger sind (ab ca. 500 € Eigenanteil) und High-End-Geräte auch 4.000 € erreichen können. Viele Anbieter bieten Modelle an, die fast unsichtbar im Gehörgang sitzen, von einfachen Standard-Geräten bis zu technologisch fortschrittlichen, die per Smartphone steuerbar sind, wobei auch Modelle wie das Phonak Lyric komplett ausgetauscht werden müssen.
Welches Hörgerät ohne Zuzahlung ist das beste?
Widex Magnify 60 – Das beste Hörgerät ohne Zuzahlung
Als Hörgerät, das sich mit dem Krankenkassenzuschuss bezahlen lässt, eignet sich das Widex Magnify 60 besonders für Einzelgespräche in ruhigen Umgebungen. Zusätzlich lässt sich das Hörgerät bequem per App auf dem Smartphone steuern.
Was ist besser, ein Hörgerät im Ohr oder hinter dem Ohr?
Es gibt kein „besser“, sondern nur „passender“: Im-Ohr-Hörgeräte (IdO) sind diskreter und nutzen den natürlichen „Pinna-Effekt“ für Klang, eignen sich aber eher für leichtere Hörverluste und haben kürzere Batterielaufzeiten. Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) bieten mehr Leistung für alle Hörverlustgrade, längere Akkulaufzeiten, bessere Technik (Bluetooth, App) und sind robuster, aber sichtbarer – obwohl moderne Modelle sehr klein sind und gut hinter dem Ohr sitzen. Die Wahl hängt vom Hörverlust, der Lebensweise und dem Wunsch nach Diskretion oder Technik ab.
Wie viel muss man für ein gutes Hörgerät ausgeben?
Ein "gutes" Hörgerät kostet nach Krankenkassenzuschuss (gesetzliche Zuzahlung 10 €) oft zwischen 600 und 1.200 € pro Ohr, wobei die Preise je nach Technik von ca. 10 € (Basisversorgung) bis über 3.000 € (Premium-Technik) reichen können; gute Standardmodelle mit mehr Funktionen liegen meist zwischen 1.000 € und 2.000 € Eigenanteil pro Gerät. Die Kosten hängen stark von Funktionen wie Kanalanzahl, Spracherkennung, Geräuschunterdrückung und Konnektivität ab, wobei Premium-Geräte über 2.500 € pro Stück kosten können.
Ist man mit einem Hörgerät schwerbehindert?
Nein, allein das Tragen eines Hörgeräts macht Sie nicht automatisch schwerbehindert; es hängt vom Grad des Hörverlusts ab, aber Hörgeräte gleichen Behinderungen oft aus, wodurch der Grad der Behinderung (GdB) sinkt oder eine Schwerbehinderung (GdB 50) erst bei hochgradiger Schwerhörigkeit (oft beidseitig) erreicht wird, da Hörhilfen die Teilhabe verbessern. Ein GdB von mindestens 50 gilt als Schwerbehinderung, was bei Hörschäden oft bei hochgradiger, beidseitiger Schwerhörigkeit erreicht wird, wo Kommunikation nur noch mit Hilfsmitteln und Lippenablesen möglich ist.
Wie viel Kosten Hörgeräte für beide Ohren?
Hörgeräte für beide Ohren können von kostenlos (Nulltarif) bis zu über 10.000 € kosten, je nach Technik und Zuzahlung durch die Krankenkasse, die meist einen Festbetrag zahlt (ca. 741 € pro Ohr) und den Rest Ihr Eigenanteil (z.B. 600-1200 € pro Gerät in der Mittelklasse, aber auch 2000-4000 € pro Gerät in der Premiumklasse), plus eine kleine gesetzliche Zuzahlung von 10 € pro Ohr. Basis-Modelle sind oft komplett durch den Kassenzuschuss gedeckt, während High-End-Geräte mit vielen Funktionen Ihren Eigenanteil erheblich erhöhen, aber auch bessere Leistung bieten.
Was taugen Hörgeräte von der Kasse?
Hörgeräte von der Krankenkasse (Kassenmodelle) sind solide, digitale Grundversorgungsgeräte, die die Mindestanforderungen erfüllen (z.B. Frequenzbereiche, Störgeräuschunterdrückung, Hörprogramme) und oft zum Nulltarif erhältlich sind (nur 10€ Zuzahlung pro Gerät), aber nicht die neuesten technischen Features bieten. Sie sind gut für den Alltag, aber wenn Sie bessere Klangqualität, Streaming oder speziellen Komfort wünschen, zahlen Sie einen Aufpreis für höherwertige Geräte.
Können Rentner Hörgeräte von der Steuer absetzen?
Können Rentner Hörgeräte von der Steuer absetzen? Hörgeräte, die aufgrund eines diagnostizierten Hörverlusts erforderlich sind, können steuerlich abgesetzt werden. Sie gelten als außergewöhnliche Belastung und können in Ihrer Steuererklärung angegeben werden.
Kann ich die Kosten für Hörgeräte steuerlich absetzen?
Ja, Hörgeräte sind steuerlich absetzbar, meist als außergewöhnliche Belastungen, wenn medizinisch notwendig (HNO-ärztliche Verordnung) und die individuelle zumutbare Belastungsgrenze überschritten wird. Auch Folgekosten (Batterien, Reparaturen) können geltend gemacht werden. In Ausnahmefällen bei beruflichem Zusammenhang sind sie sogar Werbungskosten.
Wie hoch ist die pauschale für außergewöhnliche Belastungen bei Rentnern?
Für Pensionäre im Jahr 2025 beträgt der Freibetrag 13,2 % der Bezüge, maximal 990 Euro, plus ein Zuschlag von 297 Euro. Mitsamt dem Werbungskosten-Pauschbetrag bleiben bis zu 1.389 Euro steuerfrei.
Wer übernimmt die Kosten für Hörgerätebatterien?
Für Kinder und Jugendliche übernehmen Krankenkassen in der Regel höhere Kosten, da ihre Sprachentwicklung und schulischen Leistungen von der Hörversorgung beeinflusst werden. Auch regelmäßige Kontrollen, Anpassungen, Feinjustierungen, sowie die Lieferung von Hörgerätebatterien sind dabei abgedeckt.
Wie viel muss man für ein gutes Hörgerät bezahlen?
Ein "gutes" Hörgerät kostet nach Krankenkassenzuschuss (gesetzliche Zuzahlung 10 €) oft zwischen 600 und 1.200 € pro Ohr, wobei die Preise je nach Technik von ca. 10 € (Basisversorgung) bis über 3.000 € (Premium-Technik) reichen können; gute Standardmodelle mit mehr Funktionen liegen meist zwischen 1.000 € und 2.000 € Eigenanteil pro Gerät. Die Kosten hängen stark von Funktionen wie Kanalanzahl, Spracherkennung, Geräuschunterdrückung und Konnektivität ab, wobei Premium-Geräte über 2.500 € pro Stück kosten können.
Wie oft bekommt man ein Rezept für Hörgeräte?
Bei einer medizinischen Notwendigkeit bezuschussen gesetzliche Krankenkassen alle sechs Jahre ein neues Hörgerät. Die Krankenkasse übernimmt einen Festbetrag je Hörgerät. Pro Hörgerät fällt eine Einmalzahlung von 10 Euro an, die von den Patienten selbst gezahlt werden muss.
Was zahlt die Techniker Krankenkasse für Hörgeräte?
Die Techniker Krankenkasse (TK) zahlt bei Hörgeräten den Festbetrag für eine medizinisch notwendige Standardversorgung, der sich auf bis zu rund 1.775 € für zwei Geräte belaufen kann, plus eine Pauschale für Service (Batterien, Wartung, Reparaturen). Sie zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung von 10 € pro Gerät, wenn Sie ein Standardmodell wählen; bei höherwertigen Geräten zahlen Sie die Mehrkosten selbst. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten Hörgeräte komplett zuzahlungsfrei.