Was kostet den Arbeitgeber ein 538 Euro Job?

Gefragt von: Margrit Reuter
sternezahl: 4.7/5 (3 sternebewertungen)

Für einen 538-Euro-Minijob zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn (Brutto = Netto für den Arbeitnehmer) pauschale Abgaben an die Minijob-Zentrale, die je nach Art des Minijobs (gewerblich oder Privathaushalt) variieren, aber in der Regel bei rund 31 % liegen, plus Unfallversicherung und Umlagen – also bei etwa 20-25 % des Lohns (ca. 108 bis 135 € zusätzlich) für gewerbliche Minijobs, da der Arbeitgeber Pauschalen für Krankenversicherung (13 %), Rentenversicherung (15 %), Pauschalsteuer (2 %) und Umlagen zahlt.

Wer zahlt die Krankenversicherung bei 538 € Job?

Wer trägt die Beiträge für mich? An der bisherigen Beitragszahlung für Ihre Krankenversicherung ändert sich durch einen Minijob nichts. Ihr Minijob-Arbeitgeber zahlt bei einem Minijob mit Verdienstgrenze einen Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung.

Wie teuer ist ein Minijobber für den Arbeitgeber?

Ein Minijobber kostet den Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn ca. 31 % pauschale Abgaben (Kranken- 13 %, Renten- 15 %, Pauschalsteuer 2 %, Umlagen/Sonstiges ca. 1-2 %), was bei einem 556 € Minijob knapp 170 € Mehrkosten bedeutet, zuzüglich der Kosten für die gesetzliche Unfallversicherung; die genaue Höhe der Kosten hängt vom Lohn und der Art des Minijobs ab (gewerblich vs. Privathaushalt). 

Wie viel kostet ein Midijob den Arbeitgeber?

Ein Arbeitgeber zahlt beim Midijob (Übergangsbereich 556,01 € bis 2.000 €) zwischen ca. 20 % und 28 % des Bruttoeinkommens an Sozialversicherungsbeiträgen, beginnend mit ca. 28 % (ähnlich Minijob-Pauschale) am unteren Ende und sinkend bis knapp 20 % am oberen Ende bei 2.000 €, da er hier nur die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge zahlt, während der Arbeitnehmer nur reduzierte Beiträge leistet. Dazu kommen noch die Umlagen U1/U2 und die Insolvenzgeldumlage. 

Ist ein Midijob für Arbeitgeber teurer?

Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen von Midijobbern zahlen im unteren Bereich des Übergangsbereichs einen höheren Beitrag, als im oberen Bereich. Der Beitrag beginnt für den Midijob ab 556,01 Euro bei 28 Prozent. Dies entspricht den für einen Minijob zu leistenden Pauschalbeiträgen in Höhe von 28 Prozent.

5 Things EVERY SELF-EMPLOYED Person Should Know about Mini-Jobbers - 520 Euro Job (for employers)

23 verwandte Fragen gefunden

Was ist günstiger für den Arbeitgeber, Minijob oder Midijob?

Die Beitragsbelastung für Arbeitgeber bei Midijobs beläuft sich im unteren Bereich knapp oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze auf ca. 28 Prozent und entspricht damit in der Höhe der Belastung von Arbeitgebern für einen Minijob.

Was kostet eine geringfügige Beschäftigung dem Arbeitgeber?

Seit 1998 müssen Unternehmen, die mehrere geringfügig Beschäftigte aufnehmen, deren gemeinsames Gehalt mehr als das 1,5-fache der Geringfügigkeitsgrenze (2015: 608,97 Euro) beträgt, monatlich eine so genannte Dienstgeberabgabe leisten (16,4 % der Bemessungsgrundlage).

Welche Nachteile hat der Arbeitgeber bei einem Minijob?

Der Minijob wird oft als so einfach und günstig angepriesen. Für den Arbeitgeber ist er meist teuer, wenig flexibel, mit erhöhtem Dokumentationsaufwand verbunden und bringt oft Ärger, wenn die Minijober mehrere Beschäftigungen nebeneinander ausüben.

Wie viel zahlt der Arbeitgeber für geringfügig Beschäftigte?

Der Arbeitgeberanteil beim Minijob (gewerblich) beträgt pauschal 15 % zur Rentenversicherung, 13 % zur Krankenversicherung und 2 % zur Pauschalsteuer sowie Umlagen (U1/U2). Im Privathaushalt sind es 5 % für Rente, 5 % für Krankenversicherung und 2 % Steuer sowie Umlagen, wobei der Minijobber bei Rentenversicherungspflicht einen Eigenanteil von 3,6 % zahlt. Die Gesamtbelastung für Arbeitgeber liegt bei rund 30 %, je nach Art des Minijobs und ob der Arbeitnehmer rentenversichert ist. 

Wie hoch ist die Dienstgeberabgabe für geringfügig Beschäftigte?

Der SV-Beitrag der geringfügig beschäftigen Arbeitnehmer*innen bleibt unverändert bei 14,12%. In Zahlen: Übersteigt die Lohnsumme der geringfügig Beschäftigten im Unternehmen 777,66 Euro, so betragen die Sozialversicherungsbeiträge 19,4 % an Dienstgeberabgabe und 1,1 % an Unfallversicherung.

Muss ich meinen Arbeitgeber informieren, wenn ich einen Nebenjob anmelde?

Sie müssen Ihren Arbeitgeber über einen Nebenjob informieren oder eine Genehmigung einholen, wenn Ihr Arbeitsvertrag eine entsprechende Klausel enthält, der Nebenjob die Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt (z.B. Konkurrenz, Arbeitszeitgesetz-Überschreitung), oder Sie Beamter sind; andernfalls ist eine reine Meldung oft ratsam, aber nicht immer zwingend, wobei Sie stets die vertraglichen Regelungen prüfen sollten. Eine schriftliche Meldung mit Details zum Nebenjob (Tätigkeit, Zeit, Ort) ist empfehlenswert, um Vertrauen zu fördern und Konflikte zu vermeiden. 

Wie isst man krankenversichert, wenn man nur einen Minijob hat?

Bei einem Minijob (bis 538 €/Monat) sind Sie nicht automatisch krankenversichert; der Arbeitgeber zahlt nur einen Pauschalbeitrag, der Ihnen keinen eigenen Schutz gibt, aber Sie sind krankenversicherungsfrei und müssen sich anderweitig absichern (z.B. Familien-, Studentische-, Freiwillige Versicherung oder über einen Hauptjob). Nur wenn der Verdienst über die Minijob-Grenze hinausgeht (Midijob), werden volle Beiträge gezahlt und Sie sind gesetzlich versichert. 

Ist man Kranken- und pensionsversichert, wenn man geringfügig arbeitet?

Geringfügig Beschäftigte nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) und Beamten-, Kranken-, und Unfallversicherungs-Gesetz (B-KUVG) haben die Möglichkeit, sich um den monatlichen Beitrag von 77,81 Euro (Wert 2025) in der Kranken- und Pensionsversicherung selbst zu versichern.

Wer zahlt die AOK bei einem Minijob?

Geringfügig Beschäftigte müssen keinen Beitrag zur Krankenversicherung, sondern lediglich Beiträge zur Rentenversicherung zahlen. Bei dem sogenannten Minijob beträgt das monatliche Einkommen bis 556 Euro. Sobald das Arbeitsentgelt diese Minijobgrenze überschreitet, ändert sich auch der Versicherungsbeitrag.

Welche Kosten gibt es bei einem Minijob für den Arbeitgeber?

Im Minijob liegen die Abgaben an die Minijob-Zentrale für gewerbliche Arbeitgeber insgesamt bei höchstens 31,47 Prozent. Die Arbeitgeber melden die Abgaben für alle Ihre Minijobber monatlich der Minijob-Zentrale mit dem Beitragsnachweis und bezahlen diese.

Wie hoch ist die Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung?

Die Selbstversicherung kostet Sie monatlich EUR 77,81 (2025). Der monatliche Beitrag ist zu Beginn des Kalendermonates fällig und muss bei uns bis zum 15. des Kalendermonates einlangen.

Was zahlt der Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber zahlt das Nettogehalt des Arbeitnehmers plus Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeberanteile zu Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung) sowie Lohnsteuer (oft einbehalten und abgeführt) und weitere Kosten wie Umlagen (U1/U2), Berufsgenossenschaftsbeiträge und oft auch Benefits, was die Gesamtkosten für den Arbeitgeber auf etwa das 1,5-fache des Nettogehalts ansteigen lässt. 

Was kostet mich als Arbeitgeber eine 520 € Kraft?

Arbeitgeber-Abgaben

Wenn ein 556-EUR-Minijobber in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, zahlt der Arbeitgeber einen Pauschalbeitrag von 13 % des Verdienstes zur Krankenversicherung. Zur Rentenversicherung entrichtet der Arbeitgeber einen Pauschalbetrag von 15 %.

Sind Minijobber teurer als Festangestellte?

Für gewerbliche Arbeitgeber ist ein Minijobber deutlich teurer als ein festangestellter Mitarbeiter, die Abgabenlast kann bis zu 29,4% betragen. Für Arbeitgeber im Privathaushalt fallen die pauschalen Abgaben deutlich geringer aus, die maximale Belastung beträgt hier nur 12,94%.

Kann ich bei dem gleichen Arbeitgeber auch einen Minijob haben?

Nein, einen Minijob und eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung beim selben Arbeitgeber sind nicht erlaubt, da sie sozialversicherungsrechtlich als ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis gelten und die Summe der Entgelte die Minijob-Grenze überschreitet, was zu voller Sozialversicherungspflicht führt und steuerliche Vorteile des Minijobs zunichtemacht; es gibt nur wenige Ausnahmen, z. B. für Auszubildende. 

Was kostet ein Minijob den Arbeitgeber 2025?

Für gewerbliche Minijobs (bis 556 €/Monat) zahlt der Arbeitgeber 2025 pauschal ca. 31,47 % des Verdienstes an die Minijob-Zentrale (15 % RV, 13 % KV, 2 % Pauschalsteuer, 1,1 % U1, 0,22 % U2, 0,15 % Insolvenzgeld), während bei Privathaushalten die Abgaben niedriger sind (ca. 14,92 %). Die wichtigsten Änderungen 2025 sind die Anhebung der Verdienstgrenze auf 556 € und eine leicht reduzierte Umlage U2.
 

Was muss der Arbeitgeber bei geringfügig Beschäftigten zahlen?

Ein Minijob kostet den Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn pauschale Abgaben, die sich auf rund 30-32 % des Bruttoverdienstes summieren, bestehend aus ~30 % Sozialversicherungsbeiträgen (15 % Renten-, 13 % Krankenversicherung, U1/U2-Umlagen) und 2 % Pauschalsteuer, wobei die Abgaben im Privathaushalt etwas niedriger sind (z.B. 5 % RV statt 15 %). Die Gesamtkosten sind also der Lohn + diese Pauschalen, was einen Minijobber effektiv teurer macht als nur den Lohn ausweist. 

Was kostet mich ein geringfügig Beschäftigter?

Für geringfügig Beschäftigte bezahlen Sie pauschalierte Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung in Höhe von 13,0 Prozent (KV) beziehungsweise 15,0 Prozent (RV) des Entgelts.