Was kostet es, wenn man einen Monat nicht krankenversichert ist?

Gefragt von: Harry Meier MBA.
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Wenn Sie einen Monat nicht krankenversichert sind, fallen keine unmittelbaren direkten Kosten für diesen einen Monat an (z.B. keine direkten Arztkosten im Notfall, da Sie dann im sogenannten Notlagentarif landen würden oder Nachzahlungen drohen), aber Sie bauen Beitragsschulden für die zurückliegende Zeit auf, die oft empfindlich hoch ausfallen (zehn Prozent des beitragspflichtigen Einkommens) und plus Mahnkosten nachgefordert werden, wenn Sie sich wieder versichern wollen – die Kosten können also schnell in die Hunderte oder Tausende Euro gehen, sobald Sie den Wiedereinstieg suchen, und Sie müssen Nachzahlungen leisten.

Was passiert, wenn man einen Monat nicht krankenversichert ist?

Wenn man in Deutschland einen Monat nicht krankenversichert ist, drohen sofort Nachzahlungen, da eine Versicherungspflicht besteht, und bei längerer Lücke ein Ruhen des Leistungsanspruchs (außer Notfälle), während sich Beitragsschulden und Säumniszuschläge ansammeln, was im schlimmsten Fall zu einer Kontopfändung führen kann und die spätere Wiederversicherung erschwert. Man muss die Lücke schnellstmöglich schließen, um hohe Kosten und Probleme zu vermeiden, da auch ungenutzte Monate nachgezahlt werden müssen und die Rückkehr in den Versicherungsschutz schwierig wird. 

Wie hoch ist die Nachzahlung für die Zeit ohne Krankenversicherung?

Wie hoch ist die Nachzahlung für die Zeit ohne Krankenversicherung? Die GKV berechnet die Höhe der Nachzahlung mit zehn Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Zum Vergleich: Normalerweise liegen die Krankenkassenbeiträge bei 14,6 Prozent des Bruttogehaltes.

Ist es strafbar, nicht krankenversichert zu sein?

Nein, nicht krankenversichert zu sein ist in Deutschland keine Straftat, aber es hat gravierende finanzielle Konsequenzen: Sie müssen alle Beiträge für die gesamte Zeit der Nichtversicherung rückwirkend nachzahlen (oft mit hohen Säumniszuschlägen) und tragen medizinische Kosten komplett selbst, was zu enormen Schulden führen kann; außerdem besteht die Pflicht, sich umgehend wieder anzumelden, um Nachzahlungen und Probleme zu vermeiden, da es auch Möglichkeiten für Stundungen und Hilfe gibt. 

Was kostet es, wenn man nicht krankenversichert ist?

Der Basistarif entspricht dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung und darf auch nur maximal so teuer sein, wie der dortige Höchstbeitrag, also ab 2024 an die 900 Euro. Hinzu kommt noch der Beitrag zur Pflegeversicherung, so dass sich der Gesamtbetrag auf etwas mehr als 1.000 Euro summieren kann.

Menschen ohne Krankenversicherung trotz Pflicht in Deutschland – Ursachen, Lösungen | Tanja Hermanns

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Was passiert, wenn man eine Lücke in der Krankenversicherung hat?

Tritt einmal eine Lücke bei der Feststellung der Arbeitsunfähigkeit ein, wird die Krankenversicherung die Krankengeldzahlung unter Berufung auf die Lücke verweigern. Jedoch ist nicht jede Zahlungsverweigerung gerechtfertigt, da nicht jede Lücke zum Verlust des Krankengeldanspruchs führt. Es gibt verschiedene Ausnahmen.

Ist man 1 Monat nachversichert?

Wer einen Arbeitsplatz aufgibt und den nächsten erst nach kurzer Pause aufnimmt, ist noch für einen Monat in der gesetzlichen Krankenkasse nachversichert, ohne dass er Beiträge zahlen muss. Diese Regelung nennt sich nachgehender Leistungsanspruch (§ 19 Abs. 2 SGB 5).

Wer kontrolliert die Krankenversicherungspflicht?

Der Prüfdienst Kranken- und Pflegeversicherung hat in erster Linie die Aufgabe, die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen sowie deren Arbeitsgemeinschaften in regelmäßigen Abständen zu prüfen und beraten.

Wie lange kann ich rückwirkend Krankenkassenbeiträge nachfordern?

Krankenkassen können Sozialversicherungsbeiträge in der Regel vier Jahre rückwirkend nachfordern, die Verjährungsfrist beginnt am 1. Januar des Folgejahres, in dem die Beiträge fällig wurden; bei vorsätzlich hinterzogenen Beiträgen verlängert sich die Frist auf 30 Jahre. Bei Erstattungen (zu viel gezahlt) gilt ebenfalls die 4-Jahres-Frist. 

Wer zahlt meine Krankenversicherung, wenn ich kein Einkommen habe?

Wenn Sie arbeitslos sind und Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, meldet Sie der Leistungsträger als versicherungspflichtiges Mitglied bei der AOK an. Für Empfänger von Arbeitslosengeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Wie viel kostet eine AOK Krankenversicherung im Monat ohne Einkommen?

Wenn Sie kein Einkommen haben und freiwillig bei der AOK versichert sind, zahlen Sie den Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte, der sich nach einem fiktiven Mindesteinkommen richtet (ca. 1.248 € im Monat 2025) und je nach Situation und Familienstand variiert, inklusive Pflegeversicherung; Kinderlose über 23 zahlen einen höheren Pflegebeitrag (ca. 35,91 € 2025). Sind Sie nicht erwerbstätig, aber haben Ersparnisse oder andere Einkünfte unterhalb der Grenze, wird der Beitrag daraus berechnet; ohne jegliche Einkünfte greift der Mindestbeitrag. 

Was kostet eine Krankenversicherung für einen Monat?

Die monatlichen Kosten für die Krankenversicherung in Deutschland hängen vom Einkommen ab und bestehen aus dem allgemeinen Beitragssatz (14,6 %) plus einem kassenindividuellen Zusatzbeitrag, die sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen; für Angestellte sind es ca. 7,3 % plus halber Zusatzbeitrag vom Bruttoeinkommen (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) und für Selbstständige ein höherer Satz (ca. 14-17,3 % komplett). Es gibt auch Mindestbeiträge für Geringverdiener oder Arbeitslose und spezielle Regelungen für Studierende oder Freiberufler, wobei die Gesamtbelastung oft über 15-20 % des Einkommens liegen kann, inklusive Pflegeversicherung. 

Was kostet eine Krankenversicherung ohne Einkommen?

Eine Krankenversicherung ohne Einkommen kostet mindestens ca. 220 bis 270 € pro Monat (Stand 2025/2026), da ein fiktives Mindesteinkommen zugrunde gelegt wird, auf dessen Basis der Beitrag berechnet wird; der genaue Betrag hängt von der Krankenkasse und dem Zusatzbeitrag ab, zusätzlich kommen Pflegeversicherungsbeiträge hinzu. Bei geringen Ersparnissen oder Einnahmen aus Vermietung/Kapital kann der Beitrag niedriger ausfallen, aber es gibt immer einen Mindestbetrag, auch bei 0 € Einkommen, der bei etwa 220 € liegt (z.B. bei der TK), zuzüglich Pflege. 

Was passiert, wenn man nicht krankenversichert ist und ins Krankenhaus muss?

Wenn Sie ohne Krankenversicherung ins Krankenhaus müssen, werden Sie im Notfall immer behandelt, da Krankenhäuser zur Versorgung verpflichtet sind; das Krankenhaus kontaktiert dann das Sozialamt wegen der Kostenübernahme, aber Sie müssen sich kümmern, Ihre Versicherungslücke zu schließen, um hohe Nachzahlungen und Probleme zu vermeiden, da Sie sonst alle Kosten selbst tragen müssten und bald hohe Schulden entstehen können. Suchen Sie im Krankenhaus den Sozialdienst auf und klären Sie Ihre Situation bei Beratungsstellen oder der Krankenkasse, um wieder in die Versicherung zu kommen. 

Kann ich trotz Schulden bei der Krankenkasse zum Arzt gehen?

Ja, Sie können trotz Schulden bei der Krankenkasse zum Arzt gehen, aber der Versicherungsschutz ist eingeschränkt: Akute Notfälle, Schwangerschaft, Mutterschutz sowie akute Schmerzen und schwere Erkrankungen werden abgedeckt, da der Mindestschutz gewährleistet sein muss; für geplante Behandlungen (z.B. Impfungen, Zahnersatz) kann der Anspruch jedoch ruhen, bis die Schulden beglichen oder eine Ratenzahlung vereinbart und eingehalten wird. Der beste Weg ist, direkt mit der Krankenkasse eine Ratenzahlung zu vereinbaren, um den vollen Versicherungsschutz wiederherzustellen und weitere Probleme zu vermeiden.
 

Wer zahlt, wenn keine Krankenversicherung besteht?

Wenn keine Krankenversicherung besteht, müssen Sie die Kosten für Arztbesuche und Behandlungen meist selbst tragen (Selbstzahler) oder Sie erhalten nur eine Grundversorgung in Notfällen, wobei hohe Nachzahlungen drohen können, wenn Sie sich nachträglich versichern. Bei Sozialhilfebezug übernimmt das Sozialamt die Beiträge. Alternativ bieten Wohlfahrtsverbände wie Malteser oder Diakonie spezielle Anlaufstellen mit kostenloser Behandlung.
 

Ist man in Deutschland verpflichtet, krankenversichert zu sein?

Ja, in Deutschland besteht eine allgemeine Krankenversicherungspflicht für alle Einwohner; jeder muss entweder gesetzlich (GKV) oder privat (PKV) krankenversichert sein, um bei Krankheit nicht in finanzielle Not zu geraten. Für die meisten Arbeitnehmer ist die gesetzliche Krankenversicherung die Pflicht, während Selbstständige und Gutverdiener eine Wahl zwischen GKV und PKV haben, wobei auch hier eine Absicherung zwingend ist. 

Wann verliert man Krankenversicherungsschutz?

Man ist nicht mehr krankenversichert, wenn die ** Versicherungspflicht endet**, z.B. bei Jobverlust oder Überschreiten der JAEG (Jahresarbeitsentgeltgrenze) in die private Versicherung, beim Tod, bei Aufgabe der hauptberuflichen Selbstständigkeit ohne Rückkehr in die GKV, oder bei der Nichtzahlung der Beiträge über einen längeren Zeitraum (Ruhen der Leistungen). Bei Studenten endet die Befreiung von der Pflicht spätestens mit dem Studienabschluss, was eine neue Versicherungspflicht auslösen kann. 

Was passiert, wenn ich einen Monat nicht krankenversichert bin?

Wenn man in Deutschland einen Monat nicht krankenversichert ist, drohen sofort Nachzahlungen, da eine Versicherungspflicht besteht, und bei längerer Lücke ein Ruhen des Leistungsanspruchs (außer Notfälle), während sich Beitragsschulden und Säumniszuschläge ansammeln, was im schlimmsten Fall zu einer Kontopfändung führen kann und die spätere Wiederversicherung erschwert. Man muss die Lücke schnellstmöglich schließen, um hohe Kosten und Probleme zu vermeiden, da auch ungenutzte Monate nachgezahlt werden müssen und die Rückkehr in den Versicherungsschutz schwierig wird. 

Wie lange ist man rückwirkend krankenversichert?

Nach dem Ende der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist man in Deutschland maximal einen Monat nachversichert, der sogenannte „nachgehende Leistungsanspruch“, wenn man unmittelbar vorher pflichtversichert war, keine neue Versicherung hat und keinen neuen Job beginnt. Dieser Anspruch gilt auch für Familienmitglieder und ist eine nahtlose Absicherung bei kurzen Lücken, z.B. beim Jobwechsel, bevor eine neue Mitgliedschaft (oder Familienversicherung beim Partner) greift. 

Wie viel zahlt die Krankenkasse nach 6 Wochen AOK?

Sind Arbeitnehmer länger als sechs Wochen krank, dann übernimmt die Krankenkasse für gesetzliche Versicherte die Lohnfortzahlung. Sie erhalten dann Krankengeld. Dies beträgt 70 Prozent des Bruttoeinkommens, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoeinkommens.

Ist es strafbar, wenn man nicht versichert ist?

Jeder Fahrzeughalter und jede Fahrzeughalterin in Deutschland ist deswegen gesetzlich verpflichtet, eine. ihr Kfz abzuschließen. Im Umkehrschluss heißt das: Fahren ohne Versicherungsschutz zählt laut Straßenverkehrsgesetz zu den Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr und ist strafbar.

Wie hoch sind die Kosten für eine freiwillige Krankenversicherung für einen Monat?

Der Mindestbeitrag in der freiwilligen Krankenversicherung liegt bei rund 182 Euro im Monat. Hinzu kommt noch der Zusatzbeitrag der jeweiligen Kasse und der Beitrag für die Pflegeversicherung. Grundlage dafür ist ein fiktives Mindesteinkommen von 1.248 Euro im Monat.

Wie lange ist man nach Abmeldung noch krankenversichert?

Nach einer Kündigung bleiben Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung oft für einen Monat (ca. 30 Tage) ohne eigene Beitragszahlung versichert – das ist der sogenannte "nachgehende Leistungsanspruch". Dieser gilt für Pflichtversicherte in der GKV, solange keine neue Mitgliedschaft (z. B. durch Arbeitslosengeldbezug) besteht. Wichtig: Falls Sie eine Familienversicherung beim Partner nutzen können, geht diese vor, und bei freiwillig gesetzlich Versicherten oder Privatversicherten gelten andere Regeln.