Was muss ich beachten, wenn ich zwei Teilzeitjobs habe?

Gefragt von: Helfried Wolff-Heinemann
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Wenn Sie zwei Teilzeitjobs haben, müssen Sie vor allem Arbeitszeiten, Ruhezeiten und Pausen koordinieren, die gesetzlichen Grenzen (z.B. Höchstarbeitszeit) beachten, Ihren Hauptarbeitgeber informieren, die steuerlichen Auswirkungen (Steuerklasse VI) verstehen und prüfen, ob Ihre Sozialversicherungsbeiträge komplexer werden, insbesondere wenn Minijobs mit sozialversicherungspflichtigen Jobs kombiniert werden, wobei Sie für eine Pflichtveranlagung beim Finanzamt verantwortlich sind.

Wie werden 2 Teilzeitjobs versteuert?

Zwei Teilzeitjobs werden in Deutschland meist durch zwei Steuerklassen versteuert: Der Hauptjob kommt in die Steuerklassen I-V (je nach Familienstand), der zweite Job, der mehr als 520 € bringt, automatisch in die ungünstigere Steuerklasse VI (6), die ohne Freibeträge besteuert, was zu hohen Abzügen führt; für den geringer bezahlten Job sollte Klasse VI gewählt werden, da man so am Ende eine Steuerrückerstattung bekommt und die Abzüge minimiert, da man eine Arbeitnehmerveranlagung (Steuererklärung) abgeben muss. 

Was ist bei zwei Teilzeitjobs zu beachten?

Bei zwei Jobs wird die Gesamtarbeitszeit zusammengerechnet. Pflicht zur Anzeige: Arbeitnehmer sind verpflichtet, eine Nebentätigkeit beim Hauptarbeitgeber anzuzeigen – auch wenn es sich um einen zweiten Teilzeitjob handelt. Wettbewerbsverbot: Der zweite Job darf nicht in direkter Konkurrenz zum Hauptjob stehen.

Wie viele Stunden bei zwei Teilzeitjobs?

Es gibt Grenzen für Nebenjobs: Du darfst in Haupt- und Nebenjob zusammen nicht mehr als 48 Stunden in der Woche oder zehn Stunden am Tag arbeiten. Minijobs bis 556 Euro im Monat oder Nebentätigkeiten als Übungsleiter, Trainer, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer bis zu 3.000 Euro im Jahr lohnen sich besonders.

Kann man bei zwei Arbeitgebern fest angestellt sein?

Nein, zwei Vollzeitjobs sind in Deutschland rechtlich kaum umsetzbar, da sie gegen das Arbeitszeitgesetz (max. 48 Std./Woche), die Ruhezeiten (mind. 11 Std. Pause) und die Pflicht zur Meldung von Nebenbeschäftigungen verstoßen, was zu Abmahnung oder Kündigung führen kann, auch wenn einige Arbeitnehmer dies durch flexible Remote-Jobs versuchen. Es ist grundsätzlich erlaubt, mehrere Jobs zu haben, solange die gesetzlichen Regelungen (Arbeitszeitgesetz, Pausenzeiten, Wettbewerbsverbot) eingehalten werden, was bei zwei Vollzeitjobs jedoch schwierig ist. 

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Was passiert, wenn ich zwei Arbeitsverträge habe?

Werden mehrere Beschäftigungen bei unterschiedlichen Arbeitgebern ausgeführt, liegt eine Mehrfachbeschäftigung vor. Im Regelfall werden das zweite und alle weiteren Beschäftigungsverhältnisse mit Steuerklasse VI abgerechnet.

Wird mein Arbeitgeber erfahren, wenn ich einen zweiten Job annehme?

Müssen mir Arbeitnehmer mitteilen, ob sie einen Nebenjob haben? Arbeitnehmer müssen ihren Arbeitgeber nur dann über Nebenjobs informieren, wenn dies im Arbeitsvertrag vorgeschrieben ist.

Welche Steuerklasse bei 2 Teilzeitjobs?

Die Steuerklasse 6 ist eine der sechs Lohnsteuerklassen in Deutschland und wird dann angewendet, wenn ein Arbeitnehmer mehrere Beschäftigungsverhältnisse hat. Sie gilt ausschließlich für das zweite und jedes weitere Arbeitsverhältnis, unabhängig davon, ob diese in Vollzeit, Teilzeit oder als Minijob ausgeführt werden.

Was passiert, wenn man mehr als 48h die Woche arbeitet?

Die maximale Höchstarbeitszeit von 48 Stunden pro Woche gilt strikt. Im Zweifel ist das zuletzt abgeschlossene Arbeitsverhältnis nichtig. Der Arbeitnehmer hat keinerlei Ansprüche daraus – so nun das LAG Nürnberg. Arbeitnehmer dürfen maximal 48 Stunden pro Woche arbeiten (§ 3 Arbeitszeitgesetz – ArbZG).

Sind 40 Stunden in 2 Wochen Teilzeit?

Kurz gesagt: Eine Vollzeitbeschäftigung umfasst üblicherweise 30 bis 40 Stunden pro Woche, während eine Teilzeitbeschäftigung in der Regel weniger als 30 Stunden pro Woche umfasst . Ausführlicher: Die Antwort ist nicht ganz so einfach, wie sie klingt.

Wie viel wird bei Lohnsteuerklasse 6 abgezogen?

Steuersatz in Lohnsteuerklasse 6

Der Steuersatz in dieser Klasse hängt von deinem Einkommen ab und wird als Prozentsatz des Bruttolohns berechnet. In der Regel liegt die Steuerlast hier zwischen 50 und 60 Prozent des Bruttolohns. Einen pauschalen Wert gibt es hier nicht.

Was besagt die 3-Monats-Regel bei einem Job?

Eine dreimonatige Probezeit ist ein üblicher Testzeitraum, in dem Arbeitgeber die Eignung eines neuen Mitarbeiters für eine Stelle beurteilen . Probezeiten können für Neueinstellungen, Beförderungen, unzureichende Leistungsbeurteilung und mögliche Kündigungen eingesetzt werden.

Wie viel Steuer zahlt man mit 2 Jobs?

Beträgt der Arbeitslohn aus einem oder mehreren Nebenjobs monatlich nicht mehr als 520 Euro, kann er mit einem Pauschsteuersatz von zwei Prozent besteuert werden. In einigen Fällen kann die Lohnsteuer auch mit 20 Prozent pauschaliert werden.

Was muss man bei 2 Teilzeitjobs beachten?

Mehrere Teilzeitbeschäftigungen nebeneinander sind zulässig. Gleiches gilt für eine Teilzeitbeschäftigung, die neben einer Vollzeittätigkeit ausgeübt wird. Insgesamt darf jedoch die gesetzlich zulässige Höchstarbeitszeit – durchschnittlich 48 Wochenstunden (§ 3 ArbZG) – nicht überschritten werden.

Wann rutscht man in Steuerklasse 6?

Für den zweiten Job bekommen Sie automatisch Steuerklasse VI (6), wenn Sie dort mehr als 556 Euro im Monat verdienen. Verdienen Sie nicht mehr als 556 Euro sind Sie ein/e Minijobber/in und müssen bei der Pauschalbesteuerung gar keine Steuern bezahlen – Sie brauchen also auch keine Steuerklasse für den Minijob.

Mit welchem ​​Steuersatz wird ein Zweitjob besteuert?

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Zweitjobs höher besteuert werden. Tatsächlich ändern sich die Steuersätze nicht allein dadurch, dass man mehrere Jobs hat; die Steuerpflicht richtet sich nach dem Gesamteinkommen .

Hat man bei einer 6-Tage-Woche einen Tag frei?

Ja, 6 Tage arbeiten mit 1 Tag frei ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, da der Samstag als Werktag zählt und das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) die Einhaltung der gesetzlichen Ruhezeiten (mind. 24 Std. pro Woche, 11 Std. zwischen zwei Arbeitstagen) vorschreibt, wobei der Sonntag grundsätzlich tabu ist. Arbeitgeber müssen jedoch sicherstellen, dass diese Ruhezeiten eingehalten werden und Ausnahmen (z. B. in Schichtbetrieben) gelten nur unter bestimmten Bedingungen, oft mit einem Ersatzruhetag, der einen Werktag (Mo-Sa) darstellt. 

Ist eine 60 Stunden Woche erlaubt?

Ja, eine 60-Stunden-Woche ist in Deutschland erlaubt, aber nur vorübergehend und ausgleichend, da die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden (bei 6 Arbeitstagen) innerhalb eines Ausgleichszeitraums (meist 4-6 Monate) nicht überschritten werden darf, wodurch die tägliche Arbeitszeit auch mal 10 Stunden betragen kann, wenn sie durch kürzere Zeiten kompensiert wird, was durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen auch flexibler geregelt werden kann.
 

Was passiert, wenn ich mehr als 20 Stunden arbeite?

Oft erhöhen Studierende in der vorlesungsfreien Zeit ihre Arbeitszeit und arbeiten z.B. befristet in Vollzeit. Da sie dann mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, müssen Sie als Arbeitgeber prüfen, ob Versicherungspflicht eintritt oder ob die 26-Wochen-Regel eingehalten wird.

Wie kann ich Steuerklasse 6 vermeiden?

Gibt es Alternativen zur Steuerklasse 6, um die Steuerlast zu senken? Um eine hohe Steuerbelastung zu vermeiden, kann man statt eines mit Steuerklasse 6 besteuerten Nebenjobs einen Minijob finden. Die Minijob-Grenze für den Freibetrag liegt im Jahr 2024 bei 538 Euro pro Monat.

Wann lohnt sich Steuerklasse 2?

Als alleinerziehende Person, egal ob ledig, geschieden, verwitwet oder dauerhaft getrennt lebend, bietet dir die Steuerklasse 2 einen besonderen Vorteil. Sie hebt sich von der Steuerklasse 1 durch einen zusätzlichen Entlastungsbetrag ab, der deine Steuerbelastung verringert und somit dein Nettoeinkommen steigert.

Kann der Arbeitgeber einen Zweitjob herausfinden?

Ja, Ihr Arbeitgeber kann von Ihrem Nebenjob erfahren, oft sogar automatisch, besonders wenn es um Sozialversicherungsbeiträge (z.B. bei Überschreitung der Minijob-Grenze), das Finanzamt (via Steuerklasse) oder durch Kollegen geschieht, auch wenn das Sozialgeheimnis der Minijob-Zentrale eine direkte Weitergabe verhindert. Sie sind meist verpflichtet, Ihren Arbeitgeber über Nebentätigkeiten zu informieren, vor allem wenn diese die Interessen des Hauptarbeitgebers berühren könnten, da dies in Arbeits- oder Tarifverträgen geregelt sein kann. 

Was passiert, wenn man den Arbeitgeber nicht über den Nebenjob informiert?

Wenn Sie einen Nebenjob nicht bei Ihrem Hauptarbeitgeber melden, verstoßen Sie gegen Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten und riskieren arbeitsrechtliche Konsequenzen wie Abmahnung, ** Vertragsstrafen** oder sogar eine Kündigung, besonders wenn der Nebenjob in Konkurrenz steht oder gegen gesetzliche Regelungen (z.B. maximale Arbeitszeit, Schwarzarbeit) verstößt. Dies gilt nicht nur bei verbotenen Nebentätigkeiten, sondern auch, wenn Sie die Genehmigung nicht eingeholt haben. Bei Arbeitslosigkeit drohen zudem Sperrzeiten und Rückforderungen vom Arbeitsamt. 

Wie entscheidet man sich zwischen zwei Jobs?

So triffst du die richtige Wahl

  • Strukturiere deine Entscheidung mit Pro/Contra, Gewichtung oder 10-10-10-Methode.
  • Hol dir Fakten und Meinungen von außen.
  • Höre auf dein Bauchgefühl.
  • Kommuniziere Bedenkzeit und Absagen professionell.
  • Denke nicht nur ans Gehalt, sondern an langfristige Zufriedenheit und Karrierechancen.

Was muss ich beachten, wenn ich zwei Jobs habe?

Wenn Sie zwei Jobs gleichzeitig haben, müssen Sie vor allem die gesetzlichen Arbeitszeitgrenzen (max. 48 Std./Woche) einhalten, Ihre Arbeitgeber informieren (oft Pflicht), die Steuerklassen (VI für den Zweitjob) beachten und die Sozialversicherungsregeln (besonders bei Minijobs) kennen, um keine bösen Überraschungen bei den Abgaben zu erleben. Die wichtigsten Punkte sind: Arbeitszeit, Genehmigung/Anzeigepflicht, Steuern und Sozialversicherung.