Was muss ich nach der Scheidung zahlen?

Gefragt von: Lore Bender
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In den meisten Fällen stehen dem Unterhaltsberechtigten 3/7 des bereinigten Nettoeinkommens (Altersvorsorge, Arbeitskosten werden u.a. abgezogen) als nachehelicher Unterhalt zu. Die Differenz zu den Eigeneinkünften wird abgezogen.

Was muss ich meiner Frau nach der Scheidung zahlen?

45% des bereinigten Nettoeinkommens des Unterhaltspflichtigen, sofern die Ehefrau nicht erwerbstätig ist. Ist die Ehefrau jedoch erwerbstätig, dann beträgt die Höhe des Trennungsunterhalts 3/7 bzw. 45% der Differenz des bereinigten Nettoeinkommens aus der Erwerbstätigkeit des Ehemanns und des Einkommens der Ehefrau.

Wie lange muss ich für meine Ex Frau Unterhalt zahlen?

Der Unterhaltsanspruch wegen altersbedingter Erwerbsunfähigkeit besteht grundsätzlich unbefristet. Allerdings können ihn einige Gründe zu Fall bringen, so etwa: Wiederheirat des Unterhaltsberechtigten.

Bin ich nach der Scheidung noch unterhaltspflichtig?

Ab dem Zeitpunkt der Scheidung ändert sich dies. § 1569 BGB stellt den Grundsatz auf, dass es jedem Ehegatten nach der Scheidung obliegt, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Erst dann, wenn er dazu außerstande sein sollte, hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt.

Welche Pflichten habe ich nach Scheidung?

Nach einer Scheidung können dauerhafte Kosten in Form von Unterhaltszahlungen auf die Geschiedenen zukommen. Dabei muss man zwischen Trennungsunterhalt, nachehelichem Unterhalt und Kindesunterhalt unterscheiden. Die Höhe des Unterhaltsanspruches ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle.

Trennung - 10 Fehler die ihr vermeiden sollt / spart viel Geld u. Nerven / Anwalt Seiter Delmenhorst

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Was gehört der Frau nach Scheidung?

Gütergemeinschaft: Das Vermögen beider Eheleute einschließlich Zugewinn wird als gemeinschaftliches Eigentum betrachtet. Bei einer Scheidung wird das Gesamtgut möglichst hälftig aufgeteilt. Gütertrennung: Jeder Ehegatte behält das Vermögen, das er vor bzw. während der Ehe erworben hat, für sich.

Was steht mir als Ehemann nach der Scheidung zu?

Der Ehemann kann 3/7 bzw. im süddeutschen Raum 45% des Verdienstes der Ehefrau bzw. der Differenz zu seinem eigenen Erwerbseinkommen als Trennungsunterhalt verlangen, wenn die Ehefrau während der Ehe ein höheres Einkommen als der Ehemann hatte.

Was muss der Mann bei einer Trennung zahlen?

Trennungsunterhalt berechnet sich nach dem sogenannten bereinigten Nettoeinkommen beider Lebenspartner. Aus der Differenz zahlt der besserverdienende Lebenspartner nach Abzug eines Erwerbstätigenbonus 45% als Trennungsunterhalt an den weniger verdienenden Partner.

Wer bekommt was nach der Scheidung?

Jeder Ehepartner behält das alleinige Vermögen, das schon vor der Eheschließung bestand. Jegliches alleinige Vermögen, das nach der rechtskräftigen Scheidung entsteht, verbleibt bei dem jeweiligen Ehepartner. Bei einer Scheidung gilt: Vermögenszuwächse innerhalb der Ehezeit müssen ausgeglichen werden.

Wann muss der Ex keinen Unterhalt zahlen?

Zu der Frage "Wann muss ein Vater keinen Unterhalt zahlen?" gibt der genannte Selbstbehalt Auskunft. Wenn der Vater geltend macht, dass er nur so viel verdient, dass ihm bis zu 1.160 € zum Leben bleiben, muss er keinen Unterhalt abgeben.

Wann muss Frau wieder Vollzeit arbeiten?

Spätestens nach der Scheidung ist der geschiedene Ehegatte grundsätzlich zu einer Vollzeittätigkeit verpflichtet, es sei denn er wäre wegen Kinderbetreuung (dazu sogleich unter Punkt 2.) oder aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht zu einer Berufstätigkeit in der Lage.

Was steht mir nach 20 Jahren Ehe zu?

Auch eine Ehedauer von über 20 Jahren reicht für sich allein noch nicht unbedingt aus, um einen unbefristeten Unterhaltsanspruch nach der Scheidung zu rechtfertigen, wenn die Ehegatten während der ersten zehn Jahre beide einer Vollzeittätigkeit nachgegangen sind (BGH, Urteil vom 26.9.2007, Az. XII ZR 11/05).

Hat ein Vater Recht auf das halbe Kindergeld?

Kindergeld wird für ein Kind immer nur einem Elternteil gezahlt. Wenn die Eltern getrennt leben, dann bekommt das Elternteil das Kindergeld, bei dem das Kind die meiste Zeit lebt. Wenn der andere Elternteil Unterhalt zahlen muss, dann verringert sich der Unterhalt um die Hälfte des Kindergeldes.

Wie viel Unterhalt bei 2000 € netto?

Ein Beispiel: Ein Elternteil verdient 2.000 Euro netto und soll für die Tochter, zehn Jahre alt, Unterhalt zahlen. Laut Düsseldorfer Tabelle ergäbe sich eine Zahlung von 528 Euro.

Wie lange muss ein Mann Unterhalt zahlen?

Bis mindestens zum 18. Lebensjahr besteht Unterhaltspflicht. Ist bis zu diesem Alter noch keine Qualifikation für einen Beruf abgeschlossen, muss das unterhaltspflichtige Elternteil weiterhin den Unterhalt bezahlen.

Was kostet eine Scheidung und wer zahlt?

Grundsätzlich müssen die anfallenden Gerichtskosten von beiden Parteien hälftig getragen werden. Am Ende des Verfahrens, werden die Gerichtskosten daher abschließend, auf der Grundlage des festgesetzten Streitwertes, von dem Gericht berechnet.

Was passiert finanziell bei einer Trennung?

Im Falle einer Scheidung werden alle während der Ehezeit erwirtschafteten Vermögenswerte gerecht unter den Eheleuten aufgeteilt – sowohl Geldwerte als auch Immobilien oder anderes Eigentum. Egal, welcher der beiden Partner dieses finanziert hat. Dazu wird der Zugewinn jedes Ehepartners ermittelt.

Was steht mir bei einer Scheidung ohne Ehevertrag zu?

Bei einer Scheidung ohne Ehevertrag muss ein Unternehmer das Vermögen der Firma aufteilen. Somit kann der andere Ehepartner bis zur Hälfte des Firmenunternehmens erhalten. Ist der Ehepartner hälftiger Miteigentümer des Unternehmens, dann steht ihm die Hälfte der Firma bei Scheidung ohne Ehevertrag zu.

Wann bekomme ich die Rente von meinem geschiedenen Mann?

Witwen- und Witwerrente – Sie haben grundsätzlich Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn Sie bis zum Tod Ihres Ehepartners/Lebenspartners oder Ihrer Ehepartnerin/Lebenspartnerin miteinander verheiratet waren oder eine Lebenspartnerschaft bestand und Ihre Ehe/Lebenspartnerschaft mindestens ein Jahr bestanden ...

Was wird bei der Scheidung alles geteilt?

Die Differenz zwischen Anfangsvermögen und Endvermögen wird geteilt. Hat also ein Ehegatte einen geringeren Zugewinn erzielt als der andere, so hat er Anspruch auf Zahlung in Höhe der Hälfte der Differenz. Um den Zugewinn zu ermitteln, stellt das Gesetz auf zwei Stichtage ab.

Was fällt nicht in den Zugewinn?

Bestehende Schulden sind kein Zugewinn. Gehen beide Ehepartner mit Schulden aus der Ehe, müssen sie die Folgen auch gemeinsam tragen, wenn es gemeinsame Schulden sind. Das gilt vor allem für Anschaffungen für das alltägliche Leben wie die Wohnungseinrichtung.

Wer prüft Vermögen bei Scheidung?

Scheidung: Vermögen muss offen gelegt werden

Ob ein Ehegatte wahre Angaben macht, wird von Amtswegen nicht automatisch geprüft. Stattdessen muss der Berechtigte seine Kenntnisse zur Vermögenslage des anderen Ehegatten vortragen oder dessen Vortrag bestreiten, damit dieser ihn belegen muss.

Was Frauen nach der Scheidung bereuen?

Frauen nach der Scheidung: Das bereuen sie am meisten
  1. Um Hilfe bitten ist keine Schande. ...
  2. Erst Selbstbewusstsein aufbauen, dann heiraten. ...
  3. Ehrlich sein – auch wenn's weh tut. ...
  4. Du bist so viel mehr als "nur" eine Ehefrau. ...
  5. Oft kannst du viel mehr tun, als du denkst. ...
  6. Du bist es wert, selbst für dich einzustehen.