Was muss ich tun, um ein Kleingewerbe anzumelden?

Gefragt von: Armin Ludwig
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Um ein Kleingewerbe anzumelden, musst du zuerst beim Gewerbeamt den Gewerbeanmeldebogen (GewA 1) einreichen (persönlich oder online) und erhältst den Gewerbeschein. Anschließend füllst du online den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung über ELSTER aus, um deine Steuernummer zu bekommen. Danach meldest du dich bei deiner zuständigen Berufsgenossenschaft (fristgerecht!) und je nach Tätigkeit bei der IHK/HWK an, um offiziell zu starten.

Was muss ich bei der Anmeldung eines Kleingewerbes beachten?

Du kannst ein Kleingewerbe nur anmelden, wenn du ein Einzelunternehmen oder eine GbR gründen möchtest. Neben der Geschäftsidee benötigst du für die Gewerbeanmeldung lediglich deinen Personalausweis bzw. eine Aufenthaltserlaubnis, wenn du nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hast.

Für wen lohnt sich ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe lohnt sich für alle Existenzgründer, die mit wenig Aufwand und geringen Kosten einen Betrieb eröffnen möchten. Das Kleingewerbe kann sich für Sie in folgenden Fällen lohnen: Sie möchten Ihre Geschäftsidee erst einmal ohne großen Aufwand ausprobieren. Sie verfügen nur über geringes Startkapital.

Wie viel darf ich verdienen, ohne ein Kleingewerbe anzumelden?

Ohne Kleingewerbe (also als Privatperson) dürfen Sie gelegentliche Einnahmen bis zu 1.000 € Gewinn pro Jahr steuerfrei vereinnahmen, aber ab dem ersten Euro bei gewerblichen Einkünften müssen Sie diese anmelden, wobei die Kleinunternehmerregelung für Umsätze unter 25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im aktuellen Jahr gilt (befreit von USt.). Wichtig ist, dass jede regelmäßige Tätigkeit angemeldet werden muss, aber der Grundfreibetrag (ca. 12.096 € für 2025) bei der Einkommensteuer zählt, bis zu dem Sie steuerfrei verdienen können, wenn die Tätigkeit angemeldet ist und Sie die Kleinunternehmergrenzen einhalten. 

Wie viel darf ich im Kleingewerbe monatlich verdienen?

Die Kleinunternehmerregelung erlaubt, bis zu 22.000 Euro im ersten Jahr steuerfrei zu verdienen. Überschreitungen führen zu Steuerzahlungen. Einkünfte aus dem Nebengewerbe sind steuerpflichtig und erfordern eine Steuererklärung.

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Was kostet mich ein Kleingewerbe?

Kosten der Anmeldung Kosten der Anmeldung

Die Gewerbeanmeldung ist kostenlos, es fallen keine Stempelgebühren oder Bundesverwaltungsabgaben an. Allerdings ergeben sich für die Eintragung in das Firmenbuch Gerichtsgebühren.

Welche Nachteile hat es, ein Kleingewerbe anzumelden?

Nachteile eines Kleingewerbes sind die unbeschränkte persönliche Haftung mit Privatvermögen, der keine Vorsteuerabzug (besonders bei hohen Investitionen ungünstig), Einschränkungen beim Firmennamen (muss Vor- und Nachnamen enthalten) und eine potenziell schlechtere Image-Wirkung, da der Zusatz der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) auf Rechnungen zwingend ist. Zudem kann die Anmeldung zu vorzeitiger Aufgabe von Förderungen führen, daher ist eine genaue Prüfung wichtig, so YouTube.
 

Welche Steuern zahlt man bei Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe ist nicht steuerfrei. Die wichtigsten Steuern sind Umsatzsteuer, Einkommensteuer und Gewerbesteuer. Wie funktioniert die Buchhaltung beim Kleingewerbe? Beim Kleingewerbe genügt die einfache Buchführung mit der EÜR für die Ermittlung des Gewinns.

Wann spätestens Kleingewerbe anmelden?

Wer die Gewerbeanmeldung zum Zeitpunkt der Tätigkeitsaufnahme versäumt, kann sein Gewerbe rückwirkend anmelden. Gewerbetreibende sollten die Anmeldung innerhalb von drei Monaten nachholen, ansonsten droht ein Bußgeld. Die Anmeldung kann bis maximal 60 Monate nach Aufnahme der Tätigkeit nachträglich erfolgen.

Was braucht das Finanzamt bei Kleingewerbe?

Bei einer jährlichen Steuer-Zahllast von bis zu 1.000 Euro begnügt sich das Finanzamt mit der Jahres-Umsatzsteuererklärung. Voranmeldungen sind dann nicht erforderlich. Lag die Vorjahres-Zahllast zwischen 1.000 und 7.500 Euro, sind vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldungen vorgeschrieben.

Wie meldet man am besten ein Kleinunternehmen an?

Melden Sie sich bei den örtlichen Behörden an.

Normalerweise ist für die Gründung eines Unternehmens keine Anmeldung bei der Kreis- oder Stadtverwaltung erforderlich. Handelt es sich bei Ihrem Unternehmen jedoch um eine GmbH, eine Aktiengesellschaft, eine Personengesellschaft oder eine gemeinnützige Körperschaft, müssen Sie möglicherweise Lizenzen und Genehmigungen bei der Kreis- oder Stadtverwaltung beantragen.

Welche Pflichten hat ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe hat Pflichten wie ordentliche Buchführung (Einnahmen-Überschuss-Rechnung reicht meist), steuerliche Pflichten (Einkommen-, Gewerbe- und ggf. Umsatzsteuer, Kleinunternehmerregelung möglich), Gewerbeanmeldung, IHK/HWK-Mitgliedschaft, Berufsgenossenschaft, sowie persönliche Haftung mit Privatvermögen. Rechnungen müssen Hinweise zur Kleinunternehmerregelung enthalten, und es bestehen Aufbewahrungspflichten für Belege.
 

Welche Steuerklasse gilt für Kleingewerbe?

Für dein Kleingewerbe spielt die Steuerklasse keine Rolle – die gilt nur für dein Einkommen als Angestellter. Gewinne aus dem Gewerbe werden in deiner Einkommensteuererklärung zusätzlich berücksichtigt und zum übrigen Einkommen addiert.

Was passiert, wenn ich als Kleinunternehmer keinen Umsatz mache?

Vermerken Sie aber keine Ausgaben und haben auch keinen Umsatz, hat dies keine Konsequenzen. Sie sind lediglich verpflichtet, weiter eine Steuererklärung einzureichen.

Welche Dokumente benötige ich, um ein Kleingewerbe anzumelden?

Um ein Kleingewerbe anzumelden, brauchen Sie vor allem Ihren Personalausweis, das ausgefüllte Formular zur Gewerbeanmeldung beim örtlichen Gewerbeamt, müssen einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt einreichen und je nach Tätigkeit eventuell spezielle Erlaubnisse (z.B. Handwerkskarte, polizeiliches Führungszeugnis) vorlegen. Die Kosten variieren, sind aber meist gering. 

Wie viel Geld darf ich verdienen, ohne Gewerbe anzumelden?

Sie müssen ein Gewerbe anmelden, sobald Sie selbstständig, auf Gewinn ausgerichtet und nicht als Freiberufler tätig sind – unabhängig vom Umsatz, aber es gibt steuerliche Kleinunternehmerregelungen, wonach Sie bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr und voraussichtlich unter 100.000 € im laufenden Jahr auf USt. verzichten können, sowie einen Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 € für Einzelunternehmer, aber jede regelmäßige Tätigkeit muss grundsätzlich dem Finanzamt gemeldet werden, auch bei Hobbys, wenn der Gewinnbetrag die Freigrenzen (z.B. 410 €/820 €) überschreitet. 

Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?

Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).

Für wen lohnt sich Kleingewerbe?

Wann lohnt es sich, ein Kleingewerbe anzumelden? Ein Kleingewerbe anzumelden, lohnt sich besonders in zwei Fällen: Wenn man ein Einzelunternehmen gründet und/oder wenn man saisonal oder nebenberuflich selbstständig ist und die Umsätze niedriger als die der hauptberuflichen Tätigkeit sind.

Wer darf kein Kleingewerbe anmelden?

Kein Gewerbe stellen freiberufliche Beschäftigungen dar, für deren Ausübung ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium erforderlich ist. Dazu zählen unter anderem die sogenannten Katalogberufe wie Arzt und Rechtsanwalt. Auch Künstler und Schriftsteller betreiben kein Gewerbe.

Wird Kleingewerbe auf Gehalt angerechnet?

Ihre Gewinne werden mithilfe der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) in der jährlichen Einkommensteuererklärung angeben und versteuert. Wer ein Kleingewerbe als Nebengewerbe betreibt, muss bei der Steuer sämtliche Einnahmen in seiner Einkommensteuererklärung berücksichtigen.

Was kostet mich Kleingewerbe?

Kleingewerbe anmelden: Wie hoch sind die Kosten? Ein Kleingewerbe zu gründen ist relativ günstig, dennoch fallen bestimmte Gebühren an, wie die Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt. Die Gebühren für die Gewerbeanmeldung werden von der jeweiligen Gemeinde festgelegt und belaufen sich im Durchschnitt auf ca. 60 Euro.

Kann ich neben meinem Hauptjob ein Kleingewerbe anmelden?

Ja, du kannst ein Kleingewerbe neben einem Job anmelden, solange es deinen Hauptjob nicht beeinträchtigt, du keine Konkurrenz zum Arbeitgeber darstellst und die Nebentätigkeit mit diesem absprichst. Wichtig ist die Anmeldung beim Gewerbeamt, die Beachtung steuerlicher Pflichten (z.B. Kleinunternehmerregelung) und die Prüfung deines Arbeitsvertrags, da der Arbeitgeber zustimmen oder zumindest informiert werden muss, besonders bei ähnlicher Tätigkeit. 

Welche Beispiele gibt es für Kleingewerbe?

Kleingewerbe sind vielfältig und reichen von Online-Händlern (Etsy, eBay) über Handwerker (Maler, Schneider) und Berater (IT, Marketing) bis hin zu Dienstleistern (Gartenpflege, Reinigung), Grafikern und Fotografen, oft nebenberuflich gestartet und mit überschaubarem Umsatz, wobei die Kleinunternehmerregelung greift, wenn bestimmte Umsatzgrenzen (z.B. unter 250.000 €/Jahr im Einzelhandel) nicht überschritten werden. Typisch sind auch Familienbetriebe, Franchisenehmer oder Dropshipper.