Was muss ich tun, wenn ich eine PV-Anlage installiert habe?

Gefragt von: Hubert Pfeiffer
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Nach der Installation Ihrer PV-Anlage müssen Sie diese beim Netzbetreiber (für den Anschluss), bei der Bundesnetzagentur (Marktstammdatenregister) und beim Finanzamt ("Fragebogen zur steuerlichen Erfassung") anmelden, um die Einspeisevergütung zu erhalten und steuerliche Pflichten zu erfüllen; der Installateur übernimmt oft vieles, aber die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) und die Meldung an das Finanzamt sind Ihre Aufgabe, meist innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme.

Wie melde ich meine PV-Anlage beim Netzbetreiber an?

Die Anmeldung einer PV-Anlage beim Netzbetreiber erfolgt über ein "Netzanschlussbegehren" vor der Installation und ist ein wichtiger Schritt, um die Anlage später in Betrieb nehmen zu können. Ihr Installateur übernimmt dies oft, aber Sie müssen die Daten wie Anlagengröße und Standort liefern. Nach der Installation folgt eine Fertigmeldung mit Inbetriebnahmeprotokoll für den Netzbetreiber und eine Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) bei der Bundesnetzagentur innerhalb eines Monats.
 

Was kostet die Abnahme und Anmeldung einer PV-Anlage?

Die Kosten für die Abnahme einer PV-Anlage liegen in der Regel zwischen 300 und 700 Euro.

Wer macht die Inbetriebnahme einer PV-Anlage?

Eine PV-Anlage darf nur von einer qualifizierten Elektrofachkraft oder einem eingetragenen Elektrofachbetrieb in Betrieb genommen werden, insbesondere der Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Dieser Fachmann prüft die elektrische Sicherheit und Funktion der Anlage, erstellt ein Inbetriebnahmeprotokoll und meldet die Anlage beim Netzbetreiber an, was für einen regelkonformen Betrieb und die Einspeisevergütung entscheidend ist.
 

Was muss ich machen, wenn ich eine PV-Anlage habe?

Nachdem Sie die PV-Anlage in Betrieb genommen haben, müssen Sie diese bei der Bundesnetzagentur anmelden. Damit Sie die Einspeisevergütung erhalten, müssen Sie das Inbetriebnahmeprotokoll und die Anmeldung im Marktstammdatenregister an den Netzbetreiber senden. Dafür haben Sie 30 Tage nach der Inbetriebnahme Zeit..

Photovoltaik anmelden: Alle Vorgaben und Regeln auf einen Blick! PV-Anlage planen

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Wie melde ich meine Photovoltaikanlage beim Finanzamt an?

Sie müssen Ihre Photovoltaikanlage beim Finanzamt melden, indem Sie den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ ausfüllen. Dieser steht Ihnen online über das Portal „Mein ELSTER“ zur Verfügung. Für den Zugriff benötigen Sie ein Zertifikat. Das Zertifikat erhalten Sie nach der Erstellung eines Benutzerkontos in ELSTER.

Wer kontrolliert die Photovoltaikpflicht?

In Deutschland müssen Photovoltaik-Anlagen immer vor Inbetriebnahme entsprechend den Vorgaben der DIN VDE 0100-600 geprüft werden. Diese Prüfungen werden meist durch den Errichter der Anlage durchgeführt.

Wer meldet mir meine PV-Anlage an?

Eine PV-Anlage anmelden: Bundesnetzagentur, Betreiber und Finanzamt. Jede Inbetriebnahme einer PV-Anlage, die ans Stromnetz angeschlossen wird, muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden.

Wann darf ich meine PV-Anlage in Betrieb nehmen?

Ab wann darf ich meine Photovoltaikanlage einschalten? Grundsätzlich dürfen Sie Ihre PV-Anlage ab dem Moment einschalten, wenn die Solarmodule betriebsbereit installiert und die Anlage von einer qualifizierten Elektrofachkraft abgenommen wurde.

Was muss ich bei der Anschaffung einer PV-Anlage beachten?

Als Faustregel gilt: Die PV-Anlage sollte so dimensioniert werden, dass sich der Jahresstromverbrauch (z.B. 5.000 kWh) theoretisch mit der Leistung der Anlage (z.B. 5 kWp) abdecken lässt. Hierbei geht man davon aus, dass sich aus einem kWp-Anlagenleistung etwa 1.000 kWh Solarstromertrag pro Jahr gewinnen lassen.

Wer nimmt eine selbst installierte PV-Anlage ab?

Sie können die Anlage also selbst montieren, müssen aber für die Abnahme zwingend Fachpersonal beauftragen. Die Kosten für die Abnahme durch einen Elektriker variieren stark, liegen jedoch durchschnittlich bei etwa 800 Euro.

Wie lange hat der Netzbetreiber Zeit, eine PV-Anlage zu genehmigen?

Bei größeren Anlagen kann die Prüfung bis zu acht Wochen dauern. Meldet sich der Netzbetreiber auf das Anschlussbegehren nicht innerhalb von vier Wochen, gilt die PV-Anlage als genehmigt und kann angeschlossen werden.

Was passiert, wenn ich meine Photovoltaikanlage nicht anmelde?

Sie müssen die PV-Anlage innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme anmelden. Eine verspätete Anmeldung führt zu einer Kürzung der Einspeisevergütung. Wenn Sie die PV-Anlage gar nicht anmelden, gilt das als Ordnungswidrigkeit. In solchen Fällen werden Sie nach §95 EnWG mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 € belegt.

Kann ich meine Solaranlage selber anmelden?

Ja, eine PV-Anlage können Sie teilweise selbst anmelden, aber der wichtigste Schritt – der Anschluss ans Stromnetz – muss zwingend durch einen zertifizierten Elektriker erfolgen, der auch die Fertigmeldung beim Netzbetreiber einreicht und das Inbetriebnahmeprotokoll erstellt. Sie können jedoch die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur und die Mitteilung an das Finanzamt selbst übernehmen, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. 

Wie lange dauert die Anmeldung beim Netzbetreiber Strom?

Die Anmeldung beim Netzbetreiber dauert unterschiedlich lange, je nachdem ob es sich um einen Umzug (Stromlieferung) oder eine neue Stromerzeugungsanlage (z.B. PV-Anlage) handelt: Bei einem Umzug ist die Online-Anmeldung oft in Minuten erledigt, die Bearbeitung durch den Netzbetreiber dauert aber meist 4 bis 6 Wochen, da gesetzliche Fristen für den Anbieterwechsel gelten, die der Lieferant einhält. Für PV-Anlagen dauert die Netzverträglichkeitsprüfung durch den Netzbetreiber oft 4 bis 8 Wochen, wobei kleinere Anlagen bis 30 kWp nach einem Monat ohne Reaktion als genehmigt gelten (Genehmigungsfiktion).
 

Kann der Netzbetreiber die PV-Anlage ablehnen?

Ja, der Netzbetreiber kann den Anschluss Ihrer PV-Anlage unter bestimmten Umständen verweigern. Dies ist laut Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) § 12 Abs. 3 möglich, wenn der notwendige Netzausbau wirtschaftlich unzumutbar ist.

Wie melde ich meine Photovoltaikanlage an?

Eine PV-Anlage meldet man in Deutschland bei drei Stellen an: Zuerst vor der Installation beim lokalen Netzbetreiber (bis 30 kWp vereinfachtes Verfahren), dann nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur (spätestens einen Monat) und schließlich für steuerliche Zwecke beim Finanzamt (oft über ELSTER, wobei für viele kleine Anlagen Steuerbefreiung gilt, aber eine Meldung trotzdem nötig ist).
 

Wer erstellt das Inbetriebnahmeprotokoll einer PV-Anlage?

Das Inbetriebnahmeprotokoll wird vor der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage durch eine Elektrofachkraft erstellt.

Welchen Stromzähler brauche ich bei Photovoltaikanlagen?

Ertragszähler. Der Ertragszähler misst den gesamten Strom, den eine Photovoltaikanlage produziert und nicht nur den Anteil, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. Er dient als Nachweis für den selbst verbrauchten Solarstrom.

Wann darf ich eine PV-Anlage in Betrieb nehmen?

Die Sicherheit von Photovoltaikanlagen ist von höchster Bedeutung. Alle elektrischen Anlagen müssen laut VDE 0100-600 erfolgreich geprüft sein, bevor sie in Betrieb genommen werden. Hierzu gehören auch die Schutzeinrichtungen, die vor der Freischaltung auf ihre einwandfreie Funktion zu überprüfen sind.

Welche Versicherung muss ich eine PV-Anlage melden?

Was Sie als Eigentümer einer Solar- und PV-Anlage wissen müssen: In der Regel sind Solaranlagen in einer Wohngebäudeversicherung gegen Feuer-, Sturm- und Hagelschäden sowie Leitungswasserschäden geschützt. Dies entspricht den Standardbedingungen vieler Gebäudeversicherungen.

Wer meldet PV-Anlage beim Finanzamt an?

Betreibende von Photovoltaikanlagen müssen ihre Anlage an verschiedener Stelle anmelden: Um die Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber, Stromversorger oder der Bundesnetzagentur kümmern sich in der Regel Projektierer. Für die Anmeldung der Anlage beim Finanzamt sind Anlagenbetreibende aber selbst zuständig.

Wie viel kostet die Abnahme einer PV-Anlage?

Was kostet die Abnahme von Photovoltaik? Die Abnahme einer Photovoltaikanlage kostet zwischen 300 und 800 €. Die Kosten variieren je nach Umfang der Anlage und Solarteur. Meistens sind sie bereits in den Gesamtkosten inkludiert.

Ist die Wartung einer PV-Anlage Pflicht?

Für private PV-Anlagen gibt es keine gesetzliche Wartungspflicht, aber eine dringende Empfehlung von Fachleuten und Versicherungen, die sich an Normen wie DIN EN 62446-1 (alle 4 Jahre) orientiert und jährliche Sichtprüfungen durch einen Fachbetrieb vorsieht, um Sicherheit, Leistung und Garantie zu erhalten. Gewerbliche Anlagen haben hingegen eine gesetzliche Prüfpflicht nach Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung.
 

Sind PV-Anlagen meldepflichtig?

Ja, jede netzgekoppelte PV-Anlage muss gesetzlich angemeldet werden, auch kleine Balkonkraftwerke und Anlagen, die nur für den Eigenverbrauch gedacht sind, da sie mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden sind. Die Anmeldung erfolgt beim Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (MaStR) und beim Netzbetreiber, und wer es versäumt, riskiert den Verlust der Einspeisevergütung und Bußgelder. Auch das Finanzamt muss informiert werden, da eine PV-Anlage steuerliche Konsequenzen hat.