Was passiert mit der Direktversicherung bei arbeitgeberwechsel?

Gefragt von: Katarina Braun B.A.
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Bei einem Arbeitgeberwechsel können Sie Ihre Direktversicherung meist mitnehmen, indem Ihr neuer Arbeitgeber den Vertrag übernimmt oder Sie ihn privat weiterführen bzw. ruhen lassen, oft mit der Möglichkeit, das angesparte Kapital per GDV-Abkommen zu übertragen, wobei alle Beteiligten (alter AG, neuer AG, AN) zustimmen müssen und Sie den Vertrag oft innerhalb eines Jahres nach Wechsel beantragen können, um die Vorteile (Steuervorteile, ggf. Arbeitgeberzuschuss) zu erhalten.

Was passiert mit meiner Direktversicherung, wenn ich den Arbeitgeber wechsele?

Übertragung des Wertes aus einer Direktversicherung

Sofern der neue und der ehemalige Arbeitgeber einverstanden sind, kann der Mitarbeiter den Übertragungswert seiner unverfallbaren Anwartschaften auf Leistungen aus der Direktversicherung auf den neuen Arbeitgeber übertragen lassen.

Wie wird die betriebliche Altersvorsorge ausgezahlt, wenn der Arbeitgeber wechselt?

Wer über seinen Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) abgeschlossen hat, bekommt mit dem Renteneintrittsalter eine Betriebsrente ausgezahlt. Alternativ kann der Arbeitnehmer sich das gesparte Geld oft auch als einmalige Kapitalauszahlung oder als Teilkapitalisierung auszahlen lassen.

Was muss man bei einem Arbeitgeberwechsel beachten?

Ein Arbeitgeberwechsel erfordert eine gute Planung: Prüfen Sie Kündigungsfristen und -form, fordern Sie ein Arbeitszeugnis, klären Sie Resturlaub und Überstunden, und prüfen Sie den neuen Vertrag (Gehalt, Arbeitszeit, Klauseln) gründlich, bevor Sie kündigen; mündliche Absprachen sollten schriftlich festgehalten werden, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Melden Sie sich bei der Krankenkasse ab (automatisch) und informieren Sie den neuen Arbeitgeber über Ihre Kasse. 

Was passiert mit meiner Direktversicherung, wenn ich kündige?

Direktversicherung kündigen durch Arbeitgeber

Wird ein Arbeitsverhältnis beendet, ist er aber nicht verpflichtet, die Beiträge weiterzuzahlen. In diesem Fall geht die Direktversicherung auf den Arbeitnehmer über.

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Wem muss ich einen Arbeitgeberwechsel melden?

Beim Arbeitgeberwechsel müssen Sie primär Ihren alten und neuen Arbeitgeber informieren (oft durch die Personalabteilungen geregelt) und sich bei der Krankenkasse melden (mit einer einfachen Mitteilung, die der neue AG an die Kasse weiterleibt), sowie je nach Situation auch bei der Agentur für Arbeit, falls Sie arbeitslos werden oder eine Sperrzeit droht. Der alte AG meldet Ihre Abmeldung, der neue meldet Sie an; Sie teilen dem neuen Arbeitgeber einfach Ihre Krankenkasse mit. 

Was passiert, wenn der Arbeitgeber wechselt?

§ 613a BGB bestimmt: „Geht ein Betrieb oder ein Betriebsteil über, so tritt der neue Inhaber in die Rechte und Pflichten des bestehenden Arbeitsverhältnisses ein“. Der neue Inhaber übernimmt also das Arbeitsverhältnis vom alten Arbeitgeber. Für den Arbeitnehmer ist der Käufer also sein neuer Arbeitgeber.

Warum ist ein Aufhebungsvertrag besser als eine Kündigung?

Ein Aufhebungsvertrag ist oft besser als eine Kündigung, weil er Flexibilität, Rechtssicherheit und die Chance auf bessere Konditionen (z.B. Abfindung, gutes Zeugnis, schnellerer Ausstieg) bietet, da er einvernehmlich verhandelt wird und gerichtliche Auseinandersetzungen vermeidet, aber man muss die Sperrzeit beim Arbeitslosengeld beachten und sorgfältig verhandeln. Während eine Kündigung oft zu einem langwierigen und kostspieligen Kündigungsschutzprozess führt, schafft der Aufhebungsvertrag Klarheit und ermöglicht maßgeschneiderte Vereinbarungen für beide Seiten.
 

Was zuerst kündigen oder neuen Vertrag unterschreiben?

Sie sollten immer erst den neuen Arbeitsvertrag unterschreiben und dann erst Ihren alten Job kündigen, um Risiken zu vermeiden und sicherzustellen, dass der neue Job tatsächlich fix ist. Der neue Vertrag ist erst bindend, wenn er unterschrieben ist, und Sie müssen die Kündigungsfristen Ihres alten Vertrags beachten, um eine nahtlose Übergabe zu gewährleisten. Kündigen Sie zu früh, könnten Sie ohne Job dastehen, da ein Arbeitsvertrag nicht einfach widerrufen werden kann.
 

Was passiert mit meiner betrieblichen Altersvorsorge, wenn ich kündige?

Auszahlung: Die bAV zu kündigen und vorzeitig auszahlen zu lassen, ist meist nicht möglich. Trotz Kündigung erhalten Anleger das angesparte Geld normalerweise erst zur Rente. Eine Ausnahme gibt es, wenn eine Kleinstanwartschaft besteht.

Wie hoch sind die Sozialabgaben bei Auszahlung einer Direktversicherung?

Auszahlung der Direktversicherung Wie Krankenkassenbeiträge Deine Betriebsrente schmälern. Basisfall, Verträge ab 2005: Wer noch in eine Direktversicherung anspart und gesetzlich krankenversichert ist, zahlt auf die spätere Betriebsrente oder Einmalauszahlung durchschnittlich 15,7 Prozent an Krankenkassenbeiträgen.

Kann ich mit 60 Jahren mit der Auszahlung meiner Direktversicherung rechnen?

Eine Direktversicherung kann frühestens mit 60 Jahren ausgezahlt werden, wenn der Vertrag vor 2012 abgeschlossen wurde, ansonsten ist die Auszahlung meist erst ab 62 Jahren oder dem regulären Rentenalter möglich, wobei die genauen Bedingungen im Vertrag stehen und Ausnahmen z.B. bei geringer Rentenhöhe gelten können; eine Kündigung ist oft nicht möglich, stattdessen gibt es die sogenannte Abrufoption.
 

Wann endet die Direktversicherung?

Der Arbeitnehmer erhält die Direktversicherung am Ende der Laufzeit -frühestens mit dem 60. Lebensjahr - ausgezahlt. Bezugsberechtigte für die Versorgungsleistungen sind der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen.

Was passiert mit betrieblicher Altersvorsorge, wenn man das Unternehmen verlässt?

Was passiert mit dem Vertrag zur BAV? Nach dem Ausscheiden aus dem alten Betrieb haben Sparer ein Jahr Zeit für die Übertragung. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Der neue Arbeitgeber kann in den bestehenden Vertrag einsteigen oder das mitgebrachte Kapital in sein eigenes Versorgungssystem übertragen.

Wem gehört die Direktversicherung?

Die Direktversicherung ist eine Lebensversicherung, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abschließt. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und überweist die Beiträge direkt an die Versicherungsgesellschaft. Versicherte Person und Leistungsberechtigter ist der Arbeitnehmer.

Warum sollte man niemals einen Aufhebungsvertrag unterschreiben?

Aufhebungsverträge schaden den betroffenen Arbeitnehmern fast immer. Wer einen Aufhebungsvertrag unterschreibt, hat danach fast immer Probleme beim Arbeitslosengeld. In der Regel setzt die Agentur für Arbeit eine Sperrzeit von mindestens 12 Wochen fest.

Was muss im Aufhebungsvertrag stehen, um keine Sperrzeit zu bekommen?

Damit Sie im Falle eines Aufhebungsvertrags eine Sperre beim Arbeitsamt vermeiden, müssen Sie wichtige Beweggründe nachweisen, wie zum Beispiel eine drohende, betriebsbedingte Kündigung oder gesundheitliche Probleme. Auch eine Verkürzung der Sperrfrist ist in einigen Fällen möglich.

Wie viel Geld bekommt man bei einem Aufhebungsvertrag?

Bei einem Aufhebungsvertrag gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Geld, aber eine Abfindung wird meist verhandelt; die Faustregel ist 0,5 bis 1 Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr, abhängig von Verhandlungsgeschick, Betriebszugehörigkeit und der Stärke einer möglichen Kündigungsschutzklage. Faktoren wie die finanzielle Situation des Arbeitgebers und das Interesse an einer schnellen Einigung beeinflussen die Höhe ebenfalls, wobei die Abfindung steuerpflichtig ist und oft mit der Fünftelregelung versteuert wird.
 

Was sollte ich bei einem Arbeitgeberwechsel beachten?

Ein Arbeitgeberwechsel erfordert eine gute Planung: Prüfen Sie Kündigungsfristen und -form, fordern Sie ein Arbeitszeugnis, klären Sie Resturlaub und Überstunden, und prüfen Sie den neuen Vertrag (Gehalt, Arbeitszeit, Klauseln) gründlich, bevor Sie kündigen; mündliche Absprachen sollten schriftlich festgehalten werden, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Melden Sie sich bei der Krankenkasse ab (automatisch) und informieren Sie den neuen Arbeitgeber über Ihre Kasse. 

Kann man einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, wenn man noch nicht gekündigt hat?

Ja, Sie dürfen einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, bevor Sie Ihren alten gekündigt haben – das ist sogar der empfohlene Weg, um eine Beschäftigungslücke zu vermeiden, aber Sie müssen erst den neuen Vertrag final unterschrieben haben, bevor Sie Ihren aktuellen Job kündigen, um sicherzugehen, dass der neue Job wirklich feststeht. Kündigen Sie erst nach dem unterschriebenen Vertrag und halten Sie dabei Ihre gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfristen genau ein. 

Was passiert mit meinem Arbeitsvertrag, wenn ich innerhalb eines Unternehmens wechsele?

Ein konzerninterner Arbeitsvertragswechsel führt meist zu einem neuen Arbeitsvertrag, da es sich um rechtlich eigenständige Unternehmen handelt; dabei sind Kündigungsschutz (oft mit neuer Probezeit), die Fortführung bisheriger Konditionen, der Betriebsrat (falls vorhanden) und die steuerlichen Aspekte zu beachten, wobei oft ein Aufhebungsvertrag für das alte Verhältnis und ein neuer Vertrag für das neue Verhältnis geschlossen werden, um Rechtssicherheit zu schaffen, Resturlaub und Überstunden zu regeln und Sperrzeiten beim Arbeitsamt zu vermeiden.
 

Wer meldet der Krankenkasse den neuen Arbeitgeber?

Mitgliedsbescheinigungen aus Papier haben seit 2021 ausgedient: Beschäftigte teilen dem neuen Arbeitgeber ihre Krankenkasse formlos mit. Der Arbeitgeber meldet den Beschäftigten bei der neuen Krankenkasse per Arbeitgeber-Meldeverfahren an. Die Bestätigung der Mitgliedschaft erhält er dann elektronisch zurück.

Was passiert mit Urlaubstagen, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?

Beim Arbeitgeberwechsel geht Ihr Urlaubsanspruch nicht verloren, sondern wird auf das neue Jahr umgerechnet: Haben Sie vor dem 1. Juli gewechselt, steht Ihnen beim neuen Arbeitgeber der volle Jahresurlaub erst nach 6 Monaten zu; wechseln Sie in der zweiten Jahreshälfte (nach dem 1. Juli), haben Sie beim alten Arbeitgeber den vollen Jahresurlaub erworben und beim neuen nur noch einen anteiligen Anspruch (Resturlaub) – die benötigte Urlaubsbescheinigung vom alten Arbeitgeber ist hier essenziell, um Doppelansprüche zu vermeiden, so. 

Kann ich woanders arbeiten, wenn ich gekündigt habe?

Du musst Dich an Deinen Arbeitsvertrag halten. Hier steht auch drin, ob und in welchem Umfang Du andere Jobs haben kannst. Oft steht im Vertrag, dass Nebenjobs von Deinem Chef abgesegnet werden müssen. Wenn er damit einverstanden ist, kannst Du schon woanders anfangen zu arbeiten.