Was passiert mit der Rente, wenn der geschiedene Mann stirbt?

Gefragt von: Herr Dr. Eugen Jost B.Eng.
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Wenn der geschiedene Mann stirbt, haben Sie als Ex-Partnerin keinen Anspruch auf eine Witwenrente aus der Ehe, aber unter bestimmten Umständen einen Anspruch auf eine Rente aus dem Versorgungsausgleich (den geteilten Rentenansprüchen) oder das sogenannte Sterbevierteljahr (3 Monate volle Rente). Der Anspruch auf eine Witwenrente kann wieder aufleben, wenn Ihre neue Ehe durch Scheidung oder Tod endet, bevor der Ex-Mann gestorben ist. Bei der gesetzlichen Rente kann die durch die Scheidung gekürzte Rente durch einen Antrag auf „Anpassung wegen Tod“ wieder aufleben, wenn der Ex-Partner weniger als 36 Monate Rente aus Ihren Anrechten bezogen hat.

Was passiert mit meiner Rente, wenn mein geschiedener Partner stirbt?

Wenn der geschiedene Partner stirbt, kann der Hinterbliebene unter bestimmten Voraussetzungen eine Witwen-/Witwerrente für Geschiedene erhalten, falls die Voraussetzungen der Witwenrente erfüllt sind (z.B. Unterhalt bezogen/gehabt, Ehe vor 1977 geschieden), und/oder eine Neuberechnung des Versorgungsausgleichs beantragen, was bei kurzer Rentenbezugszeit des Ex-Partners (max. 36 Monate) die eigene Rente wieder erhöhen kann, aber oft nicht automatisch geschieht. Kinder können eine Erziehungsrente bekommen. 

Bin ich Witwe, wenn mein geschiedener Mann stirbt?

Die Witwenrente steht grundsätzlich verheirateten Ehepartnern und Lebenspartnern zu, aber Ausnahmen gelten auch für geschiedene Ehepartner. Witwen und Witwer haben gleiche Ansprüche. Voraussetzung für die Witwenrente ist eine bestehende Ehe oder Lebenspartnerschaft zum Zeitpunkt des Todes.

Hat man als geschiedene Frau Anspruch auf Witwenrente?

Ja, eine Witwenrente trotz Scheidung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, vor allem wenn die Scheidung vor dem 1. Juli 1977 stattfand und Sie im letzten Jahr vor dem Tod des Ex-Partners Unterhalt erhielten oder einen Anspruch darauf hatten, nicht wieder geheiratet haben und Ihr Ex-Partner die Wartezeit erfüllt hat – die Bedingungen sind heute aber sehr selten erfüllbar, da der Versorgungsausgleich die Rentenansprüche seit 1977 teilt. 

Habe ich Anspruch auf Rente von meinem geschiedenen Mann?

Nach einer Scheidung werden die während der Ehe aufgebauten Rentenansprüche durch den Versorgungsausgleich geteilt, sodass jeder Partner die Hälfte der während der Ehezeit erworbenen Rentenpunkte erhält, was die eigene spätere Rente erhöht oder die des Ex-Mannes mindert. Stirbt der Ex-Mann, kann die geschiedene Ehefrau unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. bei langer Ehe, eigenen geringen Einkünften) eine Hinterbliebenenrente (Witwenrente) erhalten, die entweder 25 % (kleine) oder 55 % (große) seiner Rente beträgt, oft aber zeitlich begrenzt ist. 

Scheidung - und was passiert mit der Rente?

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Wie hoch ist die Witwenpension für eine geschiedene Ehefrau?

Die Höhe der Witwenpension kann dabei maximal 60 % der Pension des verstorbenen Versicherten erreichen (§ 264 Abs 2 Satz 4 ASVG). Die Höhe der Witwenpension des früheren Ehegatten (§ 258 Abs 4 ASVG) berechnet sich grundsätzlich gleich wie bei einer zum Zeitpunkt des Todes eines Ehegatten aufrechten Ehe.

Was passiert mit der Rente, wenn der geschiedene Partner wieder heiratet?

Wenn Ihr geschiedener Partner wieder heiratet, hat das keine direkten Auswirkungen auf die von Ihnen nach dem Versorgungsausgleich erhaltenen Rentenanteile aus Ihrer geschiedenen Ehe, da diese Anrechte auf ewig geteilt wurden. Die Wiederheirat des geschiedenen Partners ändert nichts an den Rentenansprüchen, die Sie durch den Versorgungsausgleich während der Ehe erworben haben. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der Anteil des Partners an Sie zurückfällt, aber das ist in der Regel nicht der Fall. 

Haben geschiedene Frauen Anrecht auf Witwenrente?

Geschiedene Frauen, deren ehemaliger Gatte verstorben ist, haben Anspruch auf eine Witwenrente, wenn sie Kinder haben und die geschiedene Ehe mindestens 10 Jahre gedauert hat oder.

Hat meine geschiedene Frau Anspruch auf meine Pension?

Nach einer Scheidung werden die Rentenansprüche durch den Versorgungsausgleich geteilt, wobei jede Ehehälfte die Hälfte der während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche (Entgeltpunkte) des Partners erhält, was zu einer internen Teilung führt und die spätere Rente beider Partner erhöht, um eine faire Aufteilung sicherzustellen. Der Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente entfällt in der Regel, da die Ehe durch die Scheidung beendet ist, es sei denn, es gibt spezielle Ausnahmen. 

Wer bekommt Pension bei Tod?

Absicherung: Angehörige von Beamten (auch im Ruhestand) erhalten im Todesfall ein einmaliges Sterbegeld in Höhe von 2 Monatsbezügen. Bezugsberechtigte: Vorrangig anspruchsberechtigt sind Ehe- oder Lebenspartner. Danach folgen Kinder, Enkel und andere Familienangehörige.

Ist man geschieden, wenn der Partner stirbt?

Verstirbt ein Partner vor Rechtskraft der Ehescheidung, dann ist (und bleibt) die Ehe nicht geschieden.

Wer bekommt die Witwenrente, die erste oder die zweite Ehefrau?

Witwenrente: Die erste Frau hat nur in Ausnahme Anspruch

Der Gesetzgeber sieht allerdings eine Ausnahme vor, die sowohl für Männer als auch für Frauen gilt. Wurde die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden, kann der oder die Hinterbliebene eine Witwen- oder Witwerrente beantragen.

Welche Rente bekommt eine Hausfrau?

Hausfrauen haben in Deutschland keinen automatischen Rentenanspruch, aber Kindererziehungszeiten (sogenannte "Mütterrente") bringen eine kleine Rente, und es gibt Möglichkeiten zur privaten Vorsorge (z.B. Riester-Rente), Freiwilligenbeiträgen oder Hinterbliebenenrente, um die Rentenlücke zu schließen, da die gesetzliche Rente oft nicht reicht. Durch Kindererziehung sammeln Sie Rentenpunkte, die je nach Geburtsjahr des Kindes (3 Jahre pro Kind) einen monatlichen Zuschlag bringen, maximal aber etwa 340 €. 

Wie lange wird die Rente für einen Verstorbenen gezahlt?

Der hinterbliebene Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner kann Anspruch auf Leistungen des sogenannten Sterbevierteljahrs haben. Das bedeutet, dass die Rente nach dem Tod für 3 Monate in voller Höhe als Einmalbetrag ausgezahlt wird.

Können sich Geschiedene ihre Rente zurückholen?

Sollte der geschiedene Ex-Partner, die sogenannte ausgleichsberechtigte Person, versterben, können Sie einen Versorgungsausgleich ggf. wieder rückgängig machen lassen. Laut Gesetz aber nur dann, wenn Ihr Ex-Partner/in nicht länger als 36 Monate Rente aus den übertragenen Anwartschaften erhalten hat.

Wie hoch ist die Witwenpension?

Die Höhe der Witwenpension hängt vom System ab (gesetzliche Rente vs. Beamtenpension) und beträgt meist 55 % der Rente des Verstorbenen (große Witwenrente). Bei Beamten kann es 55 % oder 60 % sein, je nach Eheschließungsdatum und Alter. Es gibt auch eine kleine Witwenrente (25 %) und Abschläge bei vorzeitigem Tod oder eigenem Einkommen, wobei die Pension im ersten Vierteljahr oft voll gezahlt wird. 

Hat eine geschiedene Frau Anspruch auf Witwenpension?

Wird die neue Ehe durch den Tod des Ehegatten, durch Scheidung oder durch Aufhebung aufgelöst, ohne dass die Witwe diese Auflösung (allein oder überwiegend) verschuldet hat, so lebt der Anspruch auf die Witwenrente auf Antrag wieder auf. Entsprechendes gilt auch für den Fall der Nichtigerklärung der neuen Ehe.

Wann bekommt eine geschiedene Frau Witwenrente?

Witwen- oder Witwerrente für Geschiedene

Sie können trotz Scheidung eine Hinterbliebenenrente bekommen, wenn: Ihre Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurde. Sie selbst nach der Ehescheidung zu Lebzeiten Ihres früheren Ehepartners oder Ihrer Ehepartnerin nicht wieder geheiratet haben.

Hat die Ehefrau Anspruch auf Rente des Mannes nach Scheidung?

Bei allen Anrechten, die innerhalb einer Ehe oder Partnerschaft erworben wurden, handelt es sich um gemeinschaftliche Lebensleistung. Diese gemeinschaftlich erworbenen Anrechte werden bei einer Scheidung gerecht unter beiden Eheleuten aufgeteilt – dazu gehören auch die Rentenansprüche.

Was passiert mit der Rente, wenn der geschiedene Partner stirbt?

Wenn der geschiedene Partner stirbt, kann der Hinterbliebene unter bestimmten Voraussetzungen eine Witwen-/Witwerrente für Geschiedene erhalten, falls die Voraussetzungen der Witwenrente erfüllt sind (z.B. Unterhalt bezogen/gehabt, Ehe vor 1977 geschieden), und/oder eine Neuberechnung des Versorgungsausgleichs beantragen, was bei kurzer Rentenbezugszeit des Ex-Partners (max. 36 Monate) die eigene Rente wieder erhöhen kann, aber oft nicht automatisch geschieht. Kinder können eine Erziehungsrente bekommen. 

Kann ich nach einer Scheidung eine Witwenrente von der AHV erhalten?

Auch geschiedene Frauen können von der AHV eine Witwenrente erhalten, wenn der Ex-Ehemann stirbt. Es muss eine der folgenden Bedingungen erfüllt sein: Die geschiedene Frau hat Kinder und die Ehe hat mindestens zehn Jahre gedauert.

Wie viel Rente bekommt eine Frau, wenn der Mann gestorben ist in der Schweiz?

Um einen Anspruch auf eine Hinterlassenenrente zu haben, müssen die Voraussetzungen gemäss Merkblatt «Hinterlassenenrenten der AHV» erfüllt sein. Die Höhe der Witwenrente beläuft sich auf 80% der Rente des Verstorbenen. Witwer erhalten nur eine Witwerrente solange Kinder unter 18 Jahren vorhanden sind.

Wie viel Rente bekommt man vom geschiedenen Mann?

Für die meisten Paare findet der Versorgungsausgleich bei Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung als interne Teilung statt. Hierbei gibt jede Partnerin und jeder Partner jeweils die Hälfte ihrer oder seiner in der Ehe- oder Partnerschaftszeit erworbenen Anrechte an die Partnerin oder den Partner ab.

Warum sich heiraten im Alter noch lohnt?

Heiraten im Alter lohnt sich wegen finanzieller Absicherung (Witwen-/Witwerrente, Erbschaftssteuerfreibeträge, Steuerklassen-Vorteile wie Splitting), gegenseitiger Unterstützung bei Krankheit und Pflege, der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden (gesündere Ernährung, weniger Stress) und der besseren rechtlichen Absicherung bei Entscheidungen, was gerade bei steigender Lebenserwartung die Lebensqualität erhöht.
 

Was ändert sich, wenn der Ex wieder heiratet?

Heiratet der Ex Partner erneut, kann er/sie den früheren Familiennamen aus der früheren Ehe beibehalten oder seinen Geburtsnamen wieder annehmen. Er kann aber auch mit dem neuen Ehepartner einen gemeinsamen Ehenamen wählen und seinen Namen anpassen.