Was passiert mit der Rente, wenn der geschiedene Partner wieder heiratet?

Gefragt von: Herr Prof. Raimund Niemann MBA.
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Wenn Ihr geschiedener Partner wieder heiratet, hat das keine direkten Auswirkungen auf Ihre Rente aus dem Versorgungsausgleich, da die geteilten Rentenansprüche Ihr Eigentum bleiben. Die neue Ehe des Ex-Partners ändert nichts an den bereits während der ersten Ehe erworbenen und geteilten Rentenanwartschaften. Anders sieht es bei der Witwen-/Witwerrente aus: Eine Wiederheirat führt zum Erlöschen dieses Anspruchs – es sei denn, der neue Ehepartner verstirbt, dann kann ein Anspruch aus der ersten Ehe wieder aufleben (sogenannte "Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten").

Was passiert mit dem Versorgungsausgleich, wenn der Ex-Partner wieder heiratet?

Eine Wiederheirat des geschiedenen Partners ändert nichts am bereits durchgeführten Versorgungsausgleich der ersten Ehe; die Aufteilung der Rentenanwartschaften aus der Vergangenheit bleibt bestehen. Allerdings kann eine Wiederheirat des geschiedenen, versorgungsausgleichsberechtigten Partners unter bestimmten Umständen zu einer Hinterbliebenenrente aus der ersten Ehe führen, was den Anspruch des Ex-Partners (der Witwenrente bezieht) mindern kann, oder eine Abfindung auslösen. Für eine erneute Scheidung nach einer Wiederheirat gilt ein neuer Versorgungsausgleich nur für die Renten aus der zweiten Ehezeit. 

Was ändert sich, wenn der Ex wieder heiratet?

Heiratet der Ex Partner erneut, kann er/sie den früheren Familiennamen aus der früheren Ehe beibehalten oder seinen Geburtsnamen wieder annehmen. Er kann aber auch mit dem neuen Ehepartner einen gemeinsamen Ehenamen wählen und seinen Namen anpassen.

Hat meine Ex-Frau weiterhin Anspruch auf meine Rente, wenn sie wieder heiratet?

Aktueller Familienstand: Der/Die Ex-Ehepartner/in muss zum Zeitpunkt der Antragstellung auf Leistungen für Ex-Ehepartner/innen ledig sein. Bei Wiederheirat er/sie verliert er/sie in der Regel den Anspruch auf Leistungen aus der vorherigen Ehe, es sei denn, die neue Ehe wird beendet (durch Scheidung, Annullierung oder Tod).

Hat die zweite Ehefrau Anspruch auf Rente?

Eine zweite Ehefrau hat grundsätzlich Anspruch auf Witwenrente, aber erst nach mindestens einem Jahr Ehezeit (außer bei unvorhergesehenem Tod) und die Höhe (kleine/große Witwenrente) hängt von Alter, Einkommen und der Dauer der Ehe ab, wobei der Versorgungsausgleich nach einer Scheidung die Ansprüche mindert, aber eine Rückabwicklung möglich ist. Der Anspruch entsteht nach dem Tod des Ehepartners und wird durch frühere Ehen und deren Versorgungsausgleich beeinflusst. 

Versorgungsausgleich - die Aufteilung der Rente bei Scheidung - Scheidung4u - #2018-V.2

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Erhält meine Ex-Frau die Hälfte meiner Rente, wenn ich wieder heirate?

Wurde ein Teil Ihrer Rente im Rahmen einer Rententeilungsvereinbarung an Ihren Ex-Partner übertragen oder haben Sie eine Rentenverrechnung vorgenommen, bleibt dies bei einer Wiederheirat eines von Ihnen beiden unberührt . Eine Rentenpfändung oder -zweckbindung wird jedoch in der Regel aufgehoben.

Hat meine Ex-Frau Anspruch auf meine Rente?

Nein, grundsätzlich hat Ihre Ex-Frau keinen Anspruch auf Ihre Rente, weil der Versorgungsausgleich bei Scheidung Ihre Rentenansprüche bereits geteilt hat. Ein Anspruch auf eine Witwenrente (Hinterbliebenenrente) besteht nach Scheidung nur in seltenen Ausnahmefällen, z.B. wenn die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurde und die Ex-Partner sich nicht wieder verheiratet haben, plus weitere strenge Bedingungen erfüllt sind, die kaum noch zutreffen. 

Verliere ich die staatliche Rente meines Mannes, wenn ich wieder heirate?

Als Witwe/Witwer können Sie unter Umständen zusätzlich zu Ihrer neuen staatlichen Rente eine Erbschaft erhalten. Wenn Sie vor Erreichen des Rentenalters wieder heiraten oder eine neue eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, haben Sie keinen Anspruch auf Erbschaft .

Wie lange muss ich verheiratet sein, um von meinem Partner Rente zu bekommen?

Ihr verstorbener Ehepartner/Lebenspartner oder Ihre Ehepartnerin/Lebenspartnerin hat die Mindestversicherungszeit (Wartezeit genannt) von fünf Jahren erfüllt. Dazu zählen beispielsweise Monate, in denen Beiträge aus einer Beschäftigung gezahlt wurden.

Welche Vorteile verliere ich, wenn ich wieder heirate?

Normalerweise führt eine Wiederheirat vor dem 60. Lebensjahr zum Verlust des Anspruchs auf Hinterbliebenenleistungen aufgrund der Beitragszeiten des verstorbenen Ehepartners. Die Sozialversicherungsbehörde (SSA) macht jedoch eine wichtige Ausnahme für Personen, die später im Leben wieder heiraten. Grundsätzlich gilt: Wer vor dem 60. Lebensjahr wieder heiratet, hat in der Regel keinen Anspruch auf Hinterbliebenenleistungen des verstorbenen Ehepartners .

Was passiert mit meiner Rente, wenn ich wieder heirate?

Wenn die Betroffenen nochmals heiraten, ändert sich bei der eigenen Altersrente nichts, wohl aber bei der Hinterbliebenenrente. Diese fällt weg. Das sechste Sozialgesetzbuch, das die Regeln zur gesetzlichen Rentenversicherung enthält, bestimmt in § 46 Abs.

Warum heiraten geschiedene Männer so schnell wieder?

Männer heiraten viel häufiger wieder als Frauen, vor allem weil sie nach einer Scheidung mit Einsamkeit und den Störungen ihres gewohnten Tagesablaufs zu kämpfen haben .

Was ist der größte Fehler nach einer Trennung?

Der größte Fehler nach einer Trennung besteht nach Faucks Ansicht darin, den Ex-Partner nicht loslassen zu können. "Wer verlassen wird, liegt emotional am Boden und erwartet, dass der ehemals liebende Partner Mitleid hat", so die Expertin.

Hat eine geschiedene Frau Anspruch auf die Rente ihres Ex-Mannes?

Rentenansprüche gelten als gemeinsames Vermögen und werden daher bei einer Scheidung üblicherweise hälftig geteilt. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Scheidungspaare können je nach Anzahl der Kinder unterschiedliche Regelungen zur Rentenaufteilung treffen .

Wann verliert man den Versorgungsausgleich?

In sechs Fällen findet kein Versorgungsausgleich bei der Scheidung statt: Ihr wart nicht länger als drei Jahre verheiratet. Ihr habt den Versorgungsausgleich im Ehevertrag ausgeschlossen. Ihr habt in einer Scheidungsfolgenvereinbarung den Ausgleich ausgeschlossen.

Warum sich heiraten im Alter noch lohnt?

Heiraten im Alter lohnt sich wegen finanzieller Absicherung (Witwen-/Witwerrente, Erbschaftssteuerfreibeträge, Steuerklassen-Vorteile wie Splitting), gegenseitiger Unterstützung bei Krankheit und Pflege, der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden (gesündere Ernährung, weniger Stress) und der besseren rechtlichen Absicherung bei Entscheidungen, was gerade bei steigender Lebenserwartung die Lebensqualität erhöht.
 

Wie hoch darf die eigene Rente sein, damit die Witwenrente nicht gekürzt wird?

Damit Ihre eigene Rente die Witwenrente nicht kürzt, müssen Sie den Freibetrag beachten: Ab dem 1. Juli 2025 liegt dieser bei 1.076,86 € monatlich (brutto) für Arbeitseinkommen und kann sich mit Waisenkindern erhöhen. Nur das Nettoeinkommen, das diesen Freibetrag übersteigt, wird zu 40 % auf die Witwenrente angerechnet; höhere Einkommen werden ab dem Folgejahr stärker berücksichtigt, es gibt aber politische Absichten, die Regeln zu verbessern.
 

Was passiert mit meiner Rente, wenn mein geschiedener Partner stirbt?

Wenn der geschiedene Partner stirbt, kann der Hinterbliebene unter bestimmten Voraussetzungen eine Witwen-/Witwerrente für Geschiedene erhalten, falls die Voraussetzungen der Witwenrente erfüllt sind (z.B. Unterhalt bezogen/gehabt, Ehe vor 1977 geschieden), und/oder eine Neuberechnung des Versorgungsausgleichs beantragen, was bei kurzer Rentenbezugszeit des Ex-Partners (max. 36 Monate) die eigene Rente wieder erhöhen kann, aber oft nicht automatisch geschieht. Kinder können eine Erziehungsrente bekommen. 

Hat die zweite Ehefrau Anspruch auf Witwenrente?

Und: Geht die neue Ehe in die Brüche oder stirbt der neue Partner, kann die damalige Witwen- oder Witwerrente wieder gezahlt werden. Hierfür muss ein neuer Rentenantrag gestellt werden. Eine Hinterbliebenenrente oder Unterhaltsansprüche aus der zweiten Ehe werden dann aber angerechnet.

Wie wirkt sich Heirat auf die Rente aus?

Nach einer Heirat (oder Wiederheirat) entfällt der Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente aus der ersten Ehe, dafür gibt es aber eine einmalige Rentenabfindung in Höhe von zwei Jahresrenten (bei großer Witwenrente) oder eine geringere Summe, die man beantragen muss. Wichtig ist: Erst durch die Heirat entsteht auch ein neuer Anspruch auf Hinterbliebenenrente in der neuen Ehe (wenn der Partner verstirbt), da unverheiratete Partner keinen Anspruch haben. Heiraten Sie erneut, endet die alte Rente mit dem Monat der Heirat, aber Sie können die Abfindung beantragen, die die Rentenversicherung zahlt. 

Ist es besser, nach dem 60. Lebensjahr zu heiraten?

Heirat nach dem 60. Lebensjahr bietet finanzielle Vorteile durch gemeinsame Ressourcen und geteilte Ausgaben . Das Zusammenlegen von Altersvorsorge, Renten und Kapitalanlagen stärkt die finanzielle Sicherheit. Ein Haushalt mit zwei Einkommen oder gemeinsames Vermögen verringert die finanzielle Belastung.

Hat mein Exmann Anspruch auf meine Rente?

Für die meisten Paare findet der Versorgungsausgleich bei Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung als interne Teilung statt. Hierbei gibt jede Partnerin und jeder Partner jeweils die Hälfte ihrer oder seiner in der Ehe- oder Partnerschaftszeit erworbenen Anrechte an die Partnerin oder den Partner ab.

Kann ich die Rente meines Ex-Mannes erhalten, wenn er wieder heiratet?

Wenn mein Ex-Ehepartner wieder heiratet, fällt sein/ihr Rentenanteil dann an mich zurück? a. Im Allgemeinen nein . Wie bei anderem geteiltem Vermögen bleibt der Rentenanteil des Ex-Ehepartners sein/ihr Eigentum.

Was passiert mit Rentenpunkten bei Wiederheirat?

Eine Wiederheirat hat keinen Einfluss auf Ihre eigenen Rentenpunkte, die Sie während der Ehe erworben haben (Versorgungsausgleich bleibt bestehen), aber sie führt zum Verlust der Witwen- oder Witwerrente, die Sie aus der ersten Ehe beziehen; stattdessen gibt es eine einmalige Rentenabfindung (24 Monatsrenten), die beantragt werden muss, wobei es spezielle Regelungen und Ausnahmen gibt, die man prüfen sollte, um den Anspruch nicht zu verlieren. Die neue Heirat muss der Deutschen Rentenversicherung immer gemeldet werden!. 

Welche Nachteile gibt es bei Trennung ohne Scheidung?

Ansonsten bestehen die Nachteile bei einer Trennung ohne Scheidung darin, dass Sie keinen Anspruch auf Versorgungsausgleich, Zugewinnausgleich oder nachehelichen Ehegattenunterhalt haben, wenn sich der Ehepartner weigert, diese Ansprüche zu erfüllen und Sie auf freiwilliger Basis zu entschädigen.