Was passiert mit meinem Haus, wenn mein Mann ins Pflegeheim muss?

Gefragt von: Rose Michel
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Wenn Ihr Mann ins Pflegeheim muss, bleibt Ihr Haus in der Regel geschützt, solange Sie es selbst bewohnen, da es zum sogenannten Schonvermögen gehört; der Pflegebedürftige selbst muss aber unter Umständen seinen Anteil der Pflegekosten mit seinem Vermögen decken, was bei leerstehendem Haus zum Verkauf führen kann, es sei denn, Sie oder Kinder bewohnen es, oder ein Kind zahlt freiwillig die Kosten, um den Verkauf zu verhindern. Das Sozialamt kann den Verkauf fordern, um die Kosten zu decken, aber eine selbstgenutzte Immobilie ist geschützt, solange sie bewohnt wird.

Was bleibt der Ehefrau, wenn der Mann ins Pflegeheim muss?

Wenn der Ehemann ins Pflegeheim muss, bleiben der Ehefrau ihr Einkommen, ein Schonvermögen von 10.000 € (plus ein Betrag für die eigene Bestattung) sowie die selbst bewohnte Immobilie (oft als Schonvermögen gewertet), während sie sich aber anteilig an den Pflegeheimkosten beteiligen muss, wobei der Sozialhilfeträger erst einspringt, wenn eigene Mittel nicht reichen und der Ehepartner nicht mehr zahlen kann. 

Wie kann ich meine Immobilie im Pflegefall vor dem Sozialamt schützen?

Um Ihre Immobilie vor dem Sozialamt zu schützen, müssen Sie frühzeitig handeln und das Haus idealerweise mindestens 10 Jahre vor Pflegebedürftigkeit verschenken (Schenkungs- und Verwertungsfristen beachten), sich ein Wohnrecht oder Nießbrauchrecht eintragen lassen und sich notariell beraten lassen, da das Sozialamt Schenkungen innerhalb dieser Frist zurückfordern kann; alternativ schützt eine Pflegezusatzversicherung das Vermögen. 

Kann das Sozialamt mich zwingen, mein Haus zu verkaufen?

Ja, das Sozialamt kann den Verkauf Ihres Hauses verlangen, wenn Sie pflegebedürftig werden und der Eigenanteil für die Pflegekosten nicht durch andere Mittel gedeckt werden kann, aber nicht, solange Sie oder Ihr Ehepartner das Haus selbst bewohnen und es angemessen groß ist; es gilt als Schonvermögen. Ein Verkauf wird relevant, wenn die Immobilie leer steht (z.B. nach Einzug ins Pflegeheim), von erwachsenen Kindern bewohnt wird oder Sie Schenkungsfristen (10 Jahre) missachtet haben. Das Sozialamt muss jedoch das mildere Mittel wählen, was eine Beleihung (Hypothek) statt eines Verkaufs sein kann. 

Was passiert mit dem Haus, wenn ein Partner ins Pflegeheim muss?

Was passiert mit einer Immobilie im Pflegefall? Eine selbstgenutzte Immobilie wird vom Sozialamt als Schonvermögen anerkannt und muss nicht verkauft werden. Zieht ihr Eigentümer dauerhaft in ein Pflegeheim, kann das Sozialamt den Verkauf oder die Beleihung der Immobilie zur Deckung der Pflegekosten fordern.

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Wie kann ich mein Haus vor einem Pflegeheim schützen?

Um ein Haus vor dem Zugriff des Sozialamts im Pflegefall zu schützen, sind frühzeitige Planung und die Nutzung der 10-Jahres-Frist bei Schenkungen entscheidend; Sie können das Haus durch eine Schenkung mit eingetragenem Wohn- oder Nießbrauchrecht an Kinder übertragen, alternative Modelle wie Teilverkauf oder Leibrente prüfen oder testamentarisch absichern, wobei das Haus nur dann geschützt ist, wenn es selbst genutzt wird oder ein Ehepartner darin wohnt. Wichtig ist, dies vor dem Leistungsantrag zu tun, da Schenkungen innerhalb von 10 Jahren rückwirkend vom Sozialamt zurückgefordert werden können. 

Kann das Pflegeheim auf Besitz zurückgreifen?

Seit 1. Jänner 2018 ist ein Zugriff auf Vermögen von in stationären Pflegeeinrichtungen aufgenommenen Personen, deren Angehörigen, Erbinnen und Erben sowie Geschenknehmerinnen und Geschenknehmern zur Abdeckung der Pflegekosten unzulässig.

Was ist besser, ein Haus verkaufen oder behalten?

Ob der Verkauf oder die Vermietung Ihres Hauses die für Sie beste Lösung ist, hängt von Ihren individuellen Umständen und der Art der Immobilie ab. In den meisten Fällen ist der Hausverkauf die bessere und wirtschaftlichere Lösung. In einigen Fällen kann jedoch auch die Vermietung Ihres Hauses sinnvoll sein.

Wie kann man Geld vor einem Pflegeheim schützen?

Um Ihr Geld vor Pflegeheimkosten zu schützen, gibt es Strategien wie frühzeitige Schenkungen (mit 10-Jahres-Frist!), die Nutzung des Schonvermögens (ca. 10.000 € + Altersvorsorge/Immobilie), den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung oder die Errichtung einer Stiftung/Treuhand; entscheidend ist eine proaktive Planung in Abstimmung mit Fachleuten (Anwalt, Steuerberater), um spätere Rückforderungen des Sozialamts zu vermeiden und Vermögen für die Erben zu sichern.
 

Wann muss das Haus für die Pflege verkauft werden?

Ein Haus muss für die Pflege in Deutschland verkauft werden, wenn der Pflegebedürftige es nicht mehr selbst bewohnt, der Ehepartner ausgezogen ist und die Pflegekosten die eigenen Mittel übersteigen, sodass das Sozialamt einspringen muss, da dann die Immobilie als verwertbares Vermögen zählt – es sei denn, es handelt sich um eine "angemessene" Größe (Schonvermögen) oder ein Familienmitglied wohnt darin. Das Sozialamt fordert den Verkauf, um die Pflegekosten zu decken, wenn das Haus nicht mehr selbst genutzt wird, kein Ehepartner mehr darin lebt und die Immobilie nicht als angemessen gilt.
 

Wer zahlt das Pflegeheim, wenn das Haus vorhanden ist?

Wenn jemand ins Pflegeheim muss und ein Haus besitzt, müssen zuerst das eigene Einkommen und Vermögen (Rente, Ersparnisse, Mieteinnahmen) zur Deckung der hohen Heimkosten herangezogen werden, einschließlich eines möglichen Hausverkaufs, falls nötig. Das Haus gilt als Vermögen, aber es gibt Schonvermögen (aktuell ca. 10.000 € pro Person 2025) und Ausnahmen (z.B. wenn der Ehepartner darin wohnt oder es selbstgenutzt ist). Nur wenn eigene Mittel und evtl. Unterhalt von Angehörigen nicht ausreichen, springt das Sozialamt ein und kann die Verwertung des Hauses fordern, um die Restkosten zu decken.
 

Wann gehört ein Haus zum Schonvermögen?

Ein Haus oder eine Eigentumswohnung in angemessener Größe gehört auch zum Schonvermögen, solange die leistungsberechtigte pflegebedürftige Person, ihr Ehe- oder Lebenspartner (oder ein minderjähriges Kind) darin weiter wohnt (§ 90 Abs. 2 Nr. 8 SGB XI).

Wie kann ich meine Immobilie vor dem Sozialamt schützen?

Um eine Immobilie vor dem Sozialamt zu schützen, sind frühzeitige, notariell beurkundete Schenkungen mit Nießbrauchrecht oder Wohnrecht an Angehörige die gängigste Methode, wobei eine 10-Jahres-Frist vor dem Pflegefall eingehalten werden muss, damit das Sozialamt die Schenkung nicht zurückfordern kann. Alternativ bleibt die Immobilie geschützt, wenn sie selbst genutzt wird (Angemessenheitsgrenzen beachten) oder von nahestehenden Angehörigen bewohnt wird. Eine frühe Planung mit juristischer Beratung (Fachanwalt für Erbrecht/Sozialrecht) ist entscheidend.
 

Wer muss zahlen, wenn der Vater ins Pflegeheim kommt?

Wer zahlt, wenn die Eltern gepflegt werden müssen? Zunächst übernimmt das Sozialamt die Kosten. Aber dann wendet es sich an die Kinder – denn sie sind gegebenenfalls zum sogenannten Elternunterhalt verpflichtet.

Wie hoch ist die maximale Zuzahlung im Pflegeheim 2025?

Anfang 2025 lag der Eigenanteil bereits bei 2.984 Euro. Seit Mitte 2025 beträgt er nun 3.108 Euro.

Ist es sinnvoll, ein Haus zu Lebzeiten zu überschreiben?

Ein Haus zu überschreiben wird rechtlich als Schenkung angesehen. Eine Schenkung zu Lebzeiten gilt als vorzeitiges Erbe und kann gleichzeitig helfen, Erbschaftssteuer zu senken. Ehepartner, Kinder und Enkel können bei Schenkungen alle zehn Jahre von hohen steuerlichen Freibeträgen profitieren.

Was passiert mit dem Haus bei einer Trennung, wenn beide im Grundbuch stehen?

Wenn beide Ehepartner im Grundbuch stehen, gehört das Haus beiden hälftig (oder entsprechend ihrem Anteil) und muss bei der Scheidung gemeinsam geklärt werden – entweder durch Verkauf, Auszahlung eines Partners, Teilungsversteigerung oder eine Einigung über die Nutzung. Eine Einigung ist ideal, andernfalls entscheidet das Familiengericht, oft unter Berücksichtigung der Kinder (Zuweisung an den betreuenden Elternteil), oder es kommt zur Zwangsversteigerung, wenn sich beide nicht einigen können. Die Immobilie bleibt bis zur Klärung oft im Miteigentum, auch wenn die Trennung schon vollzogen ist. 

Wann muss ich aus meinem verkauften Haus ausziehen?

Nach § 573c Absatz 1 BGB muss die Kündigung des Mietverhältnisses bis zum dritten Werktag eines Kalendermonats ausgesprochen sein. Sie wird dann zum übernächsten Monat wirksam, das bedeutet, es bestehen Kündigungsfristen für den Vermieter bei Verkauf der Immobilie von drei Monaten.

Was bleibt der Ehefrau, wenn der Mann ins Pflegeheim kommt?

Wenn ein Mann ins Pflegeheim kommt, bleiben seiner Frau finanziell ein Schonvermögen von 20.000 € (10.000 € pro Person) sowie ihr eigenes Einkommen und Vermögen geschützt, aber sie muss sich an den Heimkosten beteiligen, wenn ihr Einkommen und Vermögen über bestimmten Grenzen liegt; das sogenannte Ehegattenschutz-Einkommen von 100.000 € Bruttojahreseinkommen gilt nicht mehr, stattdessen wird das Paareinkommen bereinigt, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, bevor das Sozialamt einspringt. Ein selbstgenutztes Haus bleibt in der Regel geschützt. 

Was passiert mit Eigentum, wenn man ins Pflegeheim kommt?

Was passiert mit meiner Immobilie bei einem Pflegefall? Solange Sie Ihre Pflegekosten decken können, passiert mit Ihrer Immobilie erst einmal gar nichts. Als Immobilienbesitzer können Sie in Ihrem Eigenheim allein wohnen, es unbewohnt lassen, vermieten oder Angehörige darin wohnen lassen.

Wie lange muss ein Haus überschrieben sein Pflegeheim?

Ein Haus muss mindestens 10 Jahre vor dem Pflegefall überschrieben werden, damit das Sozialamt es nicht zurückfordern kann, um Pflegekosten zu decken (10-Jahres-Frist). Bei Schenkungen innerhalb dieser Frist kann der Sozialhilfeträger eine Rückübertragung fordern, auch wenn sich die Eltern ein lebenslanges Wohnrecht vorbehalten haben, wobei der Beginn der Frist kompliziert sein kann (oft erst mit Verzicht auf das Wohnrecht).
 

Was kann ich tun, wenn meine Rente für ein Pflegeheim nicht ausreicht?

Wenn die Eltern pflegebedürftig werden und nicht genügend finanzielle Mittel aus Rente und Vermögen für den Heimplatz zur Verfügung stehen, springt das Sozialamt ein und verpflichtet gegebenenfalls die Kinder in Form des sogenannten Elternunterhalts zu Unterhaltszahlungen.

Was steht mir zu, wenn ich meine Ehefrau Pflege?

Grundsätzlich darf die Pflegekasse für die Verhinderungspflege insgesamt maximal nur 1.685 Euro im Kalenderjahr übernehmen.

Wie kann ich mein Vermögen vor einem Pflegeheim retten?

Um Vermögen vor dem Pflegeheim zu retten, muss man frühzeitig planen; gesetzlich geschützt sind das Schonvermögen (ca. 10.000 € pro Person plus Hausrat/Fahrzeug/Immobilie) und spezielle Freibeträge, während das Sozialamt nach 10 Jahren Schenkungen zurückfordern kann (BGB § 528), aber Ausnahmen gelten, wenn der Beschenkte das Geld nicht mehr hat oder sich in Not bringt. Strategien umfassen Schenkungen mit Nießbrauch/Wohnrecht, testamentarische Gestaltungen (Vor-/Nacherbschaft) oder Pflegeregister, um Vermögen rechtzeitig und legal zu sichern, wobei professionelle Rechtsberatung (Fachanwalt für Erbrecht/Sozialrecht) unerlässlich ist.