Was passiert, wenn die Lohnbuchhaltung einen Fehler macht?

Gefragt von: Kirstin Ullrich-Kuhn
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Wenn die Lohnbuchhaltung einen Fehler macht, kann das für Arbeitgeber teuer werden: Sie müssen die Differenzen meist rückwirkend korrigieren, haftet aber gegenüber Finanzamt und Sozialversicherung, wobei sie Sozialversicherungsbeiträge nur begrenzt vom Arbeitnehmer zurückholen dürfen (3 Monate) und Lohnsteuer auch im laufenden Jahr korrigieren muss. Arbeitnehmer haben oft einen Anspruch auf Schadensersatz, wenn ihnen Nachteile entstehen (z.B. Zinsen, Mahnkosten). Bei zu viel gezahltem Lohn kann der Arbeitgeber diesen zwar zurückfordern, aber nicht immer bei Fehlern, die nicht durch den Arbeitnehmer verursacht wurden.

Wer haftet für Fehler in der Lohnbuchhaltung?

Bei einer falschen Lohnabrechnung haftet primär der Arbeitgeber (§ 42d EStG) für die korrekte Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer, da er der Steuerschuldner gegenüber dem Finanzamt ist; bei Sozialversicherungsbeiträgen haftet er als Gesamtschuldner. Er kann zu viel gezahlte Beträge vom Arbeitnehmer zurückfordern (Rückgriffsrecht), muss aber bei Fehlern, die durch seine Dienstleister (z.B. Steuerberater) verursacht wurden, selbst für Schäden aufkommen. Arbeitnehmer sollten ihre Abrechnungen prüfen, da sie für die Richtigkeit ihrer Angaben (z.B. Steuerklasse) mitverantwortlich sind. 

Was passiert, wenn die Lohnbuchhaltung einen Fehler macht?

Prüfen Sie zunächst in Ruhe die Angaben auf Ihrer Gehaltsabrechnung. Versuchen Sie, den genauen Grund für die Unstimmigkeit zu ermitteln – sei es bei den Arbeitsstunden, dem Stundenlohn oder den Abzügen. Sobald Sie den Fehler gefunden haben, melden Sie ihn umgehend Ihrem Arbeitgeber .

Was passiert, wenn die Lohnabrechnung nicht stimmt?

Konsequenzen einer fehlerhaften Lohnabrechnung

Ist die Lohnabrechnung fehlerhaft, haftet er gemäß § 42d EStG dafür. Führt er zu wenig Lohnsteuer ab, kann das Finanzamt ihn in Verantwortung nehmen, wobei er ein Rückgriffrecht auf die Arbeitnehmer:innen hat.

Wie lange rückwirkend kann eine Lohnabrechnung korrigiert werden?

Fehlerhafte Lohnabrechnungen können grundsätzlich bis zu drei Jahre rückwirkend korrigiert werden, wobei die gesetzliche Verjährungsfrist (§ 195 BGB) am Ende des Jahres beginnt, in dem der Fehler entdeckt wurde, aber oft auch durch Ausschlussfristen in Arbeitsverträgen kürzer sein kann; Arbeitnehmer sollten bei Fehlern schnell reagieren, um ihre Ansprüche zu wahren, während Arbeitgeber bei eigenen Fehlern auch bis zu 10 Jahre korrigieren können müssen (z.B. bei Steuerhinterziehung), aber bei Überzahlung oft 3 Jahre gelten.
 

Payroll and salary statements

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Wie weit rückwirkend lassen sich Lohnabrechnungen korrigieren?

Fehler in den Steuerjahren vom 6. April 2017 bis zum 5. April 2020

Lohnabrechnungsfehler für die Steuerjahre 2018/19 und 2019/20 können entweder durch Einreichung einer korrigierten Lohnsteuerbescheinigung (FPS) oder einer Aktualisierung für ein früheres Steuerjahr (EYU) behoben werden . Fehler aus dem Steuerjahr 2017/18 können nur mittels einer EYU korrigiert werden.

Welche Frist gilt, wenn die Lohnabrechnung falsch ist?

Es gilt die grundsätzliche Korrekturfrist bei einer Überzahlung von 3 Jahren. Die Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Fehler in der Lohnabrechnung bemerkt wurde. Sie kann jedoch durch Klauseln in Arbeits- oder Tarifverträgen begrenzt werden.

Wer haftet für Abrechnungsfehler?

Wer haftet bei Fehlern in der Buchhaltung? Beschäftigte haften für Fehlbeträge in der Kasse oder beim Warenbestand und, wenn ein wirksamer Mankovertrag besteht (im Fall der Mankohaftung steht der oder die Arbeitnehmende für ein Manko in der Kasse oder im Warenbestand ein).

Kann der Arbeitgeber die Lohnabrechnung korrigieren?

Der Arbeitgeber ist berechtigt, bei der jeweils nächstfolgenden Lohnzahlung bisher noch nicht erhobene Lohnsteuer nachträglich einzubehalten. Nach Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigung ist eine Korrektur des Lohnsteuerabzugs durch den Arbeitgeber grundsätzlich nicht mehr möglich.

Wie lange kann man zu wenig gezahlten Lohn zurückfordern?

Wenn Sie zu wenig Gehalt bekommen, müssen Sie Ihren Anspruch zeitnah geltend machen, da in Arbeitsverträgen oft kurze Ausschlussfristen (3-6 Monate) bestehen, die Vorrang vor der gesetzlichen Verjährung von 3 Jahren haben. Fordern Sie den Arbeitgeber schriftlich mit einer kurzen Frist (z.B. 10 Tage) zur Nachzahlung auf, idealerweise per Einschreiben, um den Anspruch zu wahren und bei Nichtzahlung dann Klage beim Arbeitsgericht einzureichen. 

Was kann ich tun, wenn meine Lohnabrechnung fehlerhaft ist und zu wenig Gehalt ausgezahlt wurde?

Hat ein Unternehmen einem Mitarbeitenden zu wenig Gehalt ausgezahlt, sollte es den Differenzbetrag so schnell wie möglich nachträglich überweisen und die Lohnabrechnung entsprechend korrigieren. Diese gilt als Dokument und muss korrekt sein.

Können Mitarbeiter für Fehler haftbar gemacht werden?

Für einen Schaden, der durch mangelhafte Leistung entstanden ist, haftet Ihr Mitarbeiter nur, wenn er dafür verantwortlich ist. Das Schuldverhältnis kann nur dadurch gerechtfertigt werden, dass er sehr langsam oder unkonzentriert gearbeitet hat.

Wie lange kann ich eine falsche Lohnabrechnung reklamieren?

Die gesetzlichen Verjährungsfristen betragen nach § 195 BGB drei Jahre. Nach Ablauf von drei Jahren, in dem der Anspruch entstanden ist, kann der Arbeitgeber einen Rückzahlungsanspruch nicht mehr durchsetzen.

Ist der Arbeitnehmer verpflichtet, seine Gehaltsabrechnung zu überprüfen?

Ja, Arbeitgeber sind grundsätzlich dazu verpflichtet, eine Lohn- oder Gehaltsabrechnung zu erstellen. Arbeitnehmer müssen das erhaltene Entgelt überprüfen und nachvollziehen können.

Wann muss ein Arbeitnehmer Schadensersatz zahlen?

Gesetzliche Regelung zur Haftung des Arbeitnehmers

1 BGB muss ein Schuldner (hier: der Arbeitnehmer) Schadensersatz leisten, wenn er schuldhaft eine Pflicht aus dem Schuldverhältnis verletzt hat. Die Verantwortlichkeit für einen Schaden, d. h. der Maßstab, wann Schadensersatz geschuldet wird, regelt § 276 BGB.

Was kann ich tun, wenn mein Arbeitgeber zu wenig Gehalt gezahlt hat?

Wenn Sie unterbezahlt sind, sollten Sie zuerst Ihren Marktwert ermitteln und das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, um eine Gehaltserhöhung zu verhandeln, idealerweise gestützt auf konkrete Erfolge und Marktvergleiche; falls das nicht hilft, sind Weiterbildung, Jobwechsel oder rechtliche Schritte wie eine Klage die nächsten Optionen, um Ihre Situation zu verbessern. 

Welche Konsequenzen hat ein Fehler in der Lohnabrechnung für den Arbeitgeber?

Eine Rückforderung erfolgt grundsätzlich schriftlich. In der Praxis bedeutet dies, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer über den zu viel gezahlten Lohn informiert und freundlich die Rückzahlung des zu viel gezahlten Betrags verlangt. Alle relevanten Informationen und Nachweise sollten dem Schreiben beigefügt werden.

Wer haftet für eine falsche Lohnabrechnung?

Bei einer falschen Lohnabrechnung haftet primär der Arbeitgeber (§ 42d EStG) für die korrekte Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer, da er der Steuerschuldner gegenüber dem Finanzamt ist; bei Sozialversicherungsbeiträgen haftet er als Gesamtschuldner. Er kann zu viel gezahlte Beträge vom Arbeitnehmer zurückfordern (Rückgriffsrecht), muss aber bei Fehlern, die durch seine Dienstleister (z.B. Steuerberater) verursacht wurden, selbst für Schäden aufkommen. Arbeitnehmer sollten ihre Abrechnungen prüfen, da sie für die Richtigkeit ihrer Angaben (z.B. Steuerklasse) mitverantwortlich sind. 

Was tun bei fehlerhafter Gehaltsabrechnung?

Entdeckst du als Arbeitnehmer einen oder gleich mehrere Fehler in deiner Gehaltsabrechnung, dann solltest du schriftlich bei deinem Arbeitgeber widersprechen. Dies ist schon alleine deshalb empfehlenswert, um bei möglichen Konflikten einen Nachweis erbringen zu können.

Wie lange darf eine Lohnabrechnung korrigiert werden?

Fehlerhafte Lohnabrechnungen können grundsätzlich bis zu drei Jahre rückwirkend korrigiert werden, wobei die gesetzliche Verjährungsfrist (§ 195 BGB) am Ende des Jahres beginnt, in dem der Fehler entdeckt wurde, aber oft auch durch Ausschlussfristen in Arbeitsverträgen kürzer sein kann; Arbeitnehmer sollten bei Fehlern schnell reagieren, um ihre Ansprüche zu wahren, während Arbeitgeber bei eigenen Fehlern auch bis zu 10 Jahre korrigieren können müssen (z.B. bei Steuerhinterziehung), aber bei Überzahlung oft 3 Jahre gelten.
 

Wie kann ich überprüfen, ob meine Lohnabrechnung korrekt ist?

Sowohl bei einem Steuerberater als auch bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht kannst du deine Lohnabrechnung überprüfen lassen und hast dabei gleichzeitig den Fachmann zur Seite, der dir eine rechtssichere Auskunft zum weiteren Vorgehen geben kann.

Kann ein Buchhalter haftbar gemacht werden?

Beispiele für mögliche Haftende sind etwa: Buchhalter und Steuerberater helfen dem Steuerpflichtigen, eine unrichtige Steuererklärung abzugeben. Buchhalter und Steuerberater haften nach § 71 AO. Das gilt auch dann, wenn sich nicht klären lässt, ob diese Personen Täter oder Teilnehmer sind.

Wer kann meine Lohnabrechnung überprüfen?

Wie kann ich meine Lohnabrechnung überprüfen lassen? - Die Fachanwälte für Arbeitsrecht der ArbeitnehmerHilfe e.V. überprüfen Ihre Lohnabrechnung gern und helfen Ihnen, wenn sie Fehler enthält, rechtssicher weiter.

Wer haftet für zu wenig abgeführte Lohnsteuer?

Der Arbeitgeber haftet für die Lohnsteuer, die er einzubehalten und abzuführen hat. Dies gilt grundsätzlich auch für die Nachforderung von Lohnsteuer.

Wie lange kann man rückwirkend Gehalt einfordern?

Man kann Lohnansprüche in Deutschland grundsätzlich drei Jahre lang nachfordern, wobei die Verjährungsfrist am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist (z.B. Lohn für Januar 2022 verjährt am 31.12.2025). Wichtig: Arbeits- oder Tarifverträge können kürzere "Verfallsklauseln" enthalten, die Ansprüche oft schon nach wenigen Monaten verfallen lassen, wenn sie nicht schriftlich geltend gemacht wurden; daher muss man schnell handeln und Forderungen rechtzeitig schriftlich einfordern, um die gesetzliche Frist nicht durch Verfall zu verlieren.