Was passiert, wenn die Polizei bei der Hausdurchsuchung nichts findet?

Gefragt von: Sven Fleischmann-Albrecht
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Wenn die Polizei bei einer Hausdurchsuchung nichts findet, wird das Verfahren meistens eingestellt oder endet mit einem Freispruch, und Sie können unter Umständen Schadensersatz fordern, wenn der Schaden 25 € übersteigt und die Durchsuchung fehlerhaft war; dennoch sollten Sie sofort einen Anwalt einschalten, Akteneinsicht beantragen und die Rechtmäßigkeit der Maßnahme prüfen lassen, da auch eine erfolglose Durchsuchung Ihre Rechte beeinträchtigt hat.

Was passiert, wenn bei einer Hausdurchsuchung keine Drogen gefunden werden?

Wenn bei einer Hausdurchsuchung wegen Drogen nichts gefunden wurde, ist das ein positives Zeichen, aber Sie sollten trotzdem Ruhe bewahren, keinen Widerstand leisten, nichts unterschreiben und schnellstmöglich einen auf Strafrecht spezialisierten Anwalt kontaktieren, um die Akteneinsicht zu beantragen und das Verfahren wegen fehlender Beweise auf Einstellung zu prüfen, da die Maßnahme auch bei erfolgloser Suche rechtmäßig gewesen sein kann, aber die Beweislage entscheidend ist. 

Was passiert, wenn bei einer Hausdurchsuchung nichts gefunden wurde?

Was passiert nach einer Hausdurchsuchung, wenn nichts gefunden wurde? Wurde bei einer Durchsuchung nichts gefunden, liegt es an der Staatsanwaltschaft, ob das Verfahren wegen mangelnder Beweise eingestellt wird oder andere Beweismittel herangezogen werden.

Was passiert, wenn die Polizei in Großbritannien Ihr Haus durchsucht und nichts findet?

Wenn Ihre Wohnung zu Unrecht durchsucht wurde, sollten Sie sich von einem Anwalt für Zivilrecht über eine mögliche Entschädigung beraten lassen .

Ist eine Hausdurchsuchung ohne Anwesenheit erlaubt?

Ja, eine Hausdurchsuchung ist auch ohne Ihre Anwesenheit möglich, wenn Sie nicht angetroffen werden, die Ermittler aber einen richterlichen Beschluss haben; in diesem Fall müssen sie einen geeigneten Zeugen (Nachbar, Angehöriger, Mitbewohner) hinzuziehen und einen Durchsuchungsbeschluss vorlegen. Sie haben zwar ein Anwesenheitsrecht, aber keine Anwesenheitspflicht, können also auch durch einen Vertreter oder Zeugen vertreten werden, und die Polizei muss nicht auf Ihre Rückkehr warten, um die Durchsuchung durchzuführen, besonders wenn Gefahr im Verzug ist.
 

Hausdurchsuchung - Tipps vom Strafverteidiger und Fachanwalt für Strafrecht aus Berlin

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Wie lange dauert es von der Anzeige bis zur Hausdurchsuchung?

Eine Hausdurchsuchung nach einer Anzeige hängt vom Tatverdacht ab, kann aber oft schnell erfolgen (manchmal Minuten bei Gefahr im Verzug), oder sich über Wochen/Monate ziehen (Durchschnitt ~7 Monate bei bestimmten Fällen). Wichtige Faktoren sind die Dringlichkeit, die Beweislage, ein richerlicher Beschluss, die Uhrzeit (meist früh morgens, nicht „zur Unzeit“) und die Schwere des Vorwurfs, wobei die Ermittler oft schnell handeln wollen. 

Wer zahlt den Schäden bei Hausdurchsuchung?

Mieter haftet nicht immer für Schäden durch Hausdurchsuchung. Bewahrt der Mieter in einer Wohnung Drogen auf, verletzt er hierdurch den Mietvertrag. Gleichwohl muss er für Schäden durch einen Polizeieinsatz nur aufkommen, soweit die Pflichtverletzung hierfür ursächlich war.

In welche Zimmer darf die Polizei bei einer Hausdurchsuchung?

Die Durchsuchung darf Räume betreffen, die der verdächtigen Person zugeordnet sind, darunter auch Zweitwohnungen, Geschäftsräume oder Kraftfahrzeuge. Räumlichkeiten Dritter dürfen nur unter engen Voraussetzungen durchsucht werden.

Ist die Polizei in London bewaffnet?

Die Londoner Polizei (Metropolitan Police) führt nicht standardmäßig Schusswaffen; die meisten Beamten (Bobbys) sind unbewaffnet und tragen Schlagstock und Pfefferspray, aber seit Terroranschlägen sind spezialisierte, bewaffnete "Authorised Firearms Officers" (AFOs) mit Pistolen (z.B. Glock 17) und Karabinern (z.B. SIG MCX) für spezielle Einsätze präsent. Die Debatte über Bewaffnung ist präsent, aber die Mehrheit der Beamten und die Bevölkerung bevorzugen das traditionelle unbewaffnete Konzept. 

Kann die Polizei mich ohne Grund durchsuchen?

Da das Polizeirecht Ländersache ist, unterscheiden sich die Voraussetzungen von Bundesland zu Bundesland. Eines gilt aber überall in Deutschland: Ohne Grund darf die Polizei keine Personen kontrollieren oder befragen. So ist zum Beispiel die Hautfarbe kein ausreichender Grund für eine Personenkontrolle.

Ist eine Hausdurchsuchung vor 6 Uhr erlaubt?

§ 104 StPO gibt für eine Hausdurchsuchung Uhrzeiten vor: tagsüber sind derartige Maßnahmen zwischen 6 und 21 Uhr erlaubt. Hausdurchsuchungen zu Nachtzeiten zwischen 21 und 6 Uhr sind verboten bzw. nur in Ausnahmefällen zulässig – sprich bei Gefahr in Verzug. Der Wochentag spielt dabei keine Rolle.

Was wird durchsucht, wenn mein Handy von der Polizei beschlagnahmt wird?

Wenn ein Handy beschlagnahmt wird, durchsucht die Polizei grundsätzlich alle darauf gespeicherten Daten, um Beweise für eine Straftat zu finden: also Chats (WhatsApp, SMS, E-Mails), Fotos, Videos, Kontakte, Anruflisten, Kalender, Social-Media-Aktivitäten, Standortdaten und gelöschte, aber wiederherstellbare Dateien. Ziel ist es, Informationen zu finden, die den Tatverdacht erhärten oder widerlegen können, oft basierend auf dem Verdacht einer konkreten Straftat. Wichtig: Sie müssen die PIN nicht herausgeben, aber es kann Konsequenzen haben; am besten ist es, sofort einen Anwalt zu kontaktieren und zu schweigen.
 

Was passiert, wenn es keine Beweise gibt?

Ohne Beweise gibt es keine Basis für eine Verurteilung. Gelingt der Beweis der Tat und der Schuld des Beschuldigten daran nicht, so ist das Strafverfahren einzustellen oder der Angeklagte freizusprechen.

Was passiert, wenn man mit 2 g Koks erwischt wird?

Die Grenze der „Normalmenge“ liegt bei bis zu 5g Reinkokain. Das Strafmaß reicht von einer Geldstrafe bis zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe. Entsprechend der Normalmenge liegt eine nicht geringe Menge vor, wenn der Normalwert überschritten ist. Eine nicht geringe Menge Kokain wird somit ab 5g Reinkokain angenommen.

Was sollte man bei einer Polizeikontrolle auf keinen Fall sagen?

Bei einer Polizeikontrolle sollten Sie auf keinen Fall Geständnisse oder Erklärungen abgeben, die Sie belasten könnten, wie z.B. auf die Frage "Wissen Sie, warum wir Sie anhalten?" mit "Ja" oder "Ich war zu schnell" zu antworten, da dies ein Schuldeingeständnis ist. Vermeiden Sie auch beleidigende, aggressive oder drohende Äußerungen gegenüber den Beamten, da dies strafbar ist. Sagen Sie stattdessen ruhig und höflich, dass Sie von Ihrem Recht zu schweigen Gebrauch machen möchten und nur Ihre Personalien angeben müssen. 

Was passiert bei Aussage gegen Aussage ohne Beweis?

Bei "Aussage gegen Aussage" ohne weitere Beweise kann es zu einer Verurteilung kommen, wenn das Gericht die belastende Aussage für glaubhaft hält; es führt nicht automatisch zum Freispruch. Gerichte bewerten die Glaubwürdigkeit der Zeugen anhand Kriterien wie Detailreichtum, Konstanz und innere Logik, wobei sie die belastende Aussage zunächst skeptisch prüfen, aber bei Überzeugung verurteilen können. Der Grundsatz "in dubio pro reo" (im Zweifel für den Angeklagten) greift erst, wenn nach sorgfältiger Prüfung weiterhin unüberwindbare Zweifel bestehen. 

Ist die dänische Polizei bewaffnet?

Bewaffnung. Die Standard-Handfeuerwaffe ist die H&K USP Compact 9mm Pistole. Für besondere Aufgaben wird die Maschinenpistole H&K MP5 verwendet. Die Beamten sind auch mit Schlagstöcken und Pfefferspraydosen ausgestattet.

Was sind Bobbys?

"Bobbies" ist ein umgangssprachlicher Begriff für Polizisten im Vereinigten Königreich, der auf Sir Robert Peel zurückgeht, der die moderne Polizei gründete, vergleichbar mit dem deutschen "Schupo"; es kann aber auch eine französische Schuhmarke für trendige Lederwaren bedeuten, die für ihre Qualität bekannt ist.
 

Was bedeutet DC bei der britischen Polizei?

Bei der englischen Polizei steht "DC" für Detective Constable, was dem deutschen Kriminalkommissar-Anwärter oder einem spezialisierten, ermittelnden Polizeibeamten auf unterer Ebene entspricht – vergleichbar mit einem Police Constable (PC), aber mit Fokus auf Ermittlung, nicht auf Streifendienst. Es ist der unterste Dienstgrad in der Kriminalpolizei, der oft der erste Schritt in eine Ermittlerkarriere ist und zu höheren Rängen wie Detective Sergeant (DS) oder Detective Inspector (DI) führen kann.
 

Wann macht die Polizei Hausdurchsuchung Uhrzeit?

Grundsätzlich darf eine Hausdurchsuchung nur zu einer bestimmten Uhrzeit stattfinden. In den Monaten April bis September darf die Durchsuchung nur in den Zeiten von 4:00 Uhr morgens bis 21:00 Uhr abends durchgeführt werden. Von Oktober bis März gilt ein Zeitrahmen von 6:00 Uhr morgens bis 21:00 Uhr abends.

Welche Passwörter sollte ich bei einer Hausdurchsuchung verwenden?

Außerdem sollte stets darauf geachtet werden, durch sein Verhalten nicht den Eindruck zu erwecken, Beweismittel in der Wohnung zu verstecken oder beiseitezuschaffen. Wichtig ist vielmehr, was Sie nicht tun sollten: Nennen Sie keine Passwörter, weder für Ihr Smartphone, noch für Ihren Computer!

Wer zahlt Schäden bei Hausdurchsuchung?

Dem Vermieter einer Wohnung steht für Schäden, die im Zuge einer rechtmäßigen Hausdurchsuchung der Wohnung des Mieters im Rahmen eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen diesen durch Polizeibeamte verursacht worden sind, grundsätzlich ein Ersatzanspruch aus enteignendem Eingriff gegenüber dem Land zu.

Wer trägt die Kosten bei Einstellung des Verfahrens?

Wenn ein Straf- oder Bußgeldverfahren eingestellt wird, trägt grundsätzlich die Staatskasse die Kosten des Verfahrens (Gerichtskosten, Staatsanwaltschaftskosten) und die notwendigen Auslagen des Beschuldigten, wie Anwaltskosten (Wahlverteidiger), was einer faktischen „Umkehr“ der Kostenlast gleichkommt und oft einer Verurteilung ähnelt, da der Staat die Auslagen des Bürgers übernimmt. Allerdings gibt es bei Einstellung des Ermittlungsverfahrens (§ 170 Abs. 2 StPO) eine Besonderheit: Hier trägt der Beschuldigte oft seine eigenen Anwaltskosten, da es keine direkte gesetzliche Regelung zur Übernahme durch den Staat gibt, nur bei Freispruch oder bestimmten anderen Einstellungen greift § 467 StPO. 

Wird bei einer Hausdurchsuchung die Tür aufgebrochen?

Ja, die Polizei darf bei einer Hausdurchsuchung die Tür aufbrechen, wenn Ihnen Einlass verwehrt wird oder Gefahr im Verzug ist, um den Durchsuchungsbefehl zu vollstrecken. Sie müssen Ruhe bewahren, den Durchsuchungsbeschluss verlangen, sich nicht äußern, einen Anwalt kontaktieren und keine Protokolle unterschreiben. Der Schaden wird vom Staat ersetzt, wenn das Verfahren eingestellt wird oder Sie freigesprochen werden, aber Sie müssen einen Antrag stellen. 

Wann ist eine Hausdurchsuchung unverhältnismäßig?

Beispiel: Eine Hausdurchsuchung wegen des Überfahrens einer roten Ampel ist unverhältnismäßig. Im Jahr 2018 entschied das Bundesverfassungsgericht (Az.: 2 BvR 2993/14), dass ein hinreichender Verdacht auf die Begehung einer Straftat für die Verhältnismäßigkeit einer Wohnungsdurchsuchung ausreicht.