Was passiert, wenn eine Rechnung falsch ausgestellt wird?

Gefragt von: Götz Meister
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Wenn eine Rechnung falsch ausgestellt wird, drohen dem Aussteller und Empfänger steuerliche Probleme (z.B. kein Vorsteuerabzug), Bußgelder und Ärger mit dem Finanzamt, wenn sie nicht zeitnah korrigiert wird; die Korrektur erfolgt meist durch eine Stornorechnung (mit negativem Betrag) und eine neue, korrekte Rechnung oder eine einfache Rechnungskorrektur, um die Pflichtangaben nach § 14 UStG zu berichtigen.

Was tun bei falsch ausgestellter Rechnung?

Stornorechnung und Neuausstellung

Wurde eine Rechnung bereits verbucht oder enthält gravierende Fehler (z. B. falscher Rechnungsbetrag oder falscher Leistungsempfänger), muss sie storniert werden. Dafür wird eine Stornorechnung mit negativem Betrag ausgestellt, die den ursprünglichen Beleg vollständig aufhebt.

Wie hoch ist die Strafe für eine fehlerhafte Rechnungsstellung?

A. Relevante Bestimmungen im CGST-Gesetz von 2017

Abschnitt 122(1)(i): Strafe für fehlerhafte Rechnungen. Stellt ein Steuerpflichtiger eine fehlerhafte oder falsche Rechnung aus, beträgt die Strafe: 10.000 ₹ oder den Betrag der hinterzogenen Steuer, je nachdem, welcher Betrag höher ist .

Wer haftet für eine falsch ausgestellte Rechnung?

Bei gefälschten Rechnungen haften oft beide Seiten anteilig: Der Zahler trägt das Risiko, dass seine Zahlung nicht beim richtigen Gläubiger ankommt, kann aber vom Unternehmen (Rechnungssteller) Schadensersatz fordern, wenn dieser seine IT-Systeme und Kundendaten nicht ausreichend nach DSGVO geschützt hat (z.B. bei Hackerangriffen, die Rechnungsdaten manipulieren). Der Zahler muss die Zahlungspflicht gegenüber dem Original-Gläubiger meist erneut erfüllen, aber das Unternehmen haftet für den entstandenen Schaden, da es seine Pflicht zum Schutz der Daten verletzt hat. 

Welche Folgen hat eine fehlerhafte Rechnung?

Fehlerhafte Rechnungen können gravierende Folgen haben, insbesondere wenn sie nicht vom Finanzamt anerkannt werden und den Vorsteuerabzug gefährden. Häufige Fehler sind fehlende Pflichtangaben wie Rechnungsnummer, Steuernummer oder ein falscher Steuerbetrag.

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Was passiert bei nicht ordnungsgemäßer Rechnung?

Wer entgegen seiner hiernach bestehenden Verpflichtung vorsätzlich oder leichtfertig eine Rechnung nicht oder nicht rechtzeitig ausstellt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro belangt werden (§ 26a Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 UStG).

Wie lange kann man nachträglich eine Rechnung korrigieren?

Rechnungskorrekturen und Stornorechnungen dürfen nur vom ursprünglichen Rechnungssteller ausgestellt werden und nicht durch den Empfänger erfolgen. Grundsätzlich gibt es keine Befristung, wie lange Rechnungen nachträglich korrigiert werden dürfen.

Welche Folgen hat eine gefälschte Rechnung?

Strafen für die Ausstellung falscher Rechnungen

und kann zu zivil- und strafrechtlichen Sanktionen führen, einschließlich Geldstrafen, Freiheitsstrafe, Einziehung von Vermögenswerten und Verlust der Geschäftslizenz.

Verjährt eine fehlerhafte Rechnung?

Allgemein gilt für Rechnungen aller Art eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Der Ablauf der Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung gestellt wurde. Handelt es sich also zum Beispiel um eine Rechnung vom 03. Mai 2023, so verjährt die Rechnung zum 31.12.2026.

Wer haftet bei Fehlern in der Buchhaltung?

Für Fehler in der Buchhaltung haftet primär der Unternehmer selbst, da er die Verantwortung für die Richtigkeit trägt. Bei Fehlern durch Mitarbeiter greift oft die Versicherung, aber der Mitarbeiter haftet bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz, oft durch eine spezielle „Mankovereinbarung“ bei Kassentätigkeiten. Steuerberater haften für Fehler durch ihre Berufshaftpflichtversicherung, aber der Mandant bleibt gegenüber dem Finanzamt erster Ansprechpartner. 

Bin ich verpflichtet, eine Rechnung zu korrigieren?

Wenn aber größere Fehler in der Rechnung auftauchen und wichtige Pflichtangaben wie das Rechnungsdatum, die Liefermenge oder der Rechnungsbetrag nicht korrekt sind oder fehlen, muss der Leistungserbringer die Rechnung korrigieren.

Wann sind Rechnungen nicht mehr gültig?

Rechnungen unterliegen in der Regel der dreijährigen Verjährungsfrist gemäß § 195 BGB. Diese beginnt am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist. Eine Rechnung für eine Leistung aus 2024 verjährt also am 31.12.2027.

Wie lange muss man eine Rechnung reklamieren?

Eine Rechnung können Sie in Deutschland in der Regel drei Jahre reklamieren, wobei die Verjährungsfrist am Ende des Jahres beginnt, in dem die Forderung entstanden ist. Bei Mängeln an Sachen gilt oft eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren nach Übergabe an den Kunden, aber für den Widerspruch gegen die Rechnung selbst gibt es keine gesetzliche Frist, Sie sollten aber unverzüglich handeln, am besten innerhalb weniger Tage, um die Sache schnell zu klären. 

Ist es möglich, eine Rechnung nachträglich zu korrigieren?

Kann man eine Rechnung rückwirkend korrigieren? Grundsätzlich ist es möglich, eine Rechnung rückwirkend zu berichtigen. Nach § 31 Abs. 5 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV) wirkt eine solche Berichtigung auch auf den Zeitpunkt der ursprünglichen Ausstellung zurück.

Was tun, wenn die Rechnung nicht stimmt?

  1. 1.) Zahlungsaufforderung überprüfen. Wer eine ungerechtfertigte Rechnung bekommen hat, sollte diese in einem ersten Schritt überprüfen. ...
  2. 2.) Rechnungssteller kontaktieren. ...
  3. 3.) Rechnung nicht bezahlen! ...
  4. 4.) Der Rechnung widersprechen. ...
  5. 5.) Prüfung der Rechnung durch den Rechnungssteller.

Wie schreibe ich eine korrigierte Rechnung?

Rechnungskorrektur: Muster

  1. Name und Anschrift des Ausstellers und des Rechnungsempfängers.
  2. Steuernummer des Ausstellers.
  3. Ausstellungsdatum der Korrekturrechnung.
  4. Fortlaufende Rechnungsnummer.
  5. Datum der Lieferung oder Leistung.
  6. Bezeichnung der Lieferung oder Leistung.
  7. Beträge für die Lieferung oder Leistung.

Was tun, wenn eine Rechnung falsch ausgestellt ist?

Sie müssen Ihren Widerspruch schriftlich verfassen, und dem Unternehmen nachweisbar zukommen lassen, also per Einschreiben mit Rückschein oder per Fax mit Fax-Sendeberichtsbestätigung. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie das geht. Warum ist der schriftliche Widerspruch gegen eine falsche Rechnung so wichtig?

Wie weit rückwirkend dürfen Rechnungen gestellt werden?

Rechnungen dürfen grundsätzlich rückwirkend immer gestellt werden, solange die Leistung erbracht wurde, aber der Kunde kann die Zahlung verweigern, wenn die Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist. Diese Frist beginnt nicht mit dem Datum der Leistung, sondern mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist, sodass eine Forderung aus 2022 am 31.12.2025 verjährt. Wichtig ist, dass Sie nachweisen können, dass die Leistung wirklich erbracht wurde, und die üblichen Pflichtangaben auf der Rechnung vorhanden sind, auch wenn sie rückdatiert wird. 

Wann verjähren Abrechnungsfehler?

Auch der Anspruch auf Erteilung einer Betriebskostenabrechnung verjährt gem. §§ 195, 199 Abs. 1 BGB in drei Jahren ausgehend vom Ende einer Abrechnungsfrist.

Wie lange kann eine falsche Rechnung korrigiert werden?

Eine Rechnung muss innerhalb von 6 Monaten nach Ausführung der Leistung gestellt werden (§ 14 UStG). Der Grund ist, dass eine solche Leistung korrekt abgerechnet werden muss und dadurch Umsatzsteuer fällig wird. Andernfalls kann ein Bußgeld drohen. Steuerfreie Rechnungen sind von dieser Regelung ausgenommen.

Wie wird eine Rechnung kontrolliert?

Wenn Sie die Rechnungen formell prüfen , müssen alle Pflichtangaben auf Richtigkeit geprüft werden: vom Namen und der Anschrift der Rechnungssteller über den korrekt ausgewiesenen Umsatzsteuersatz bis hinunter auf Positionsebene, also zur Bezeichnung und Menge der gelieferten Waren.

Wer erhält das Original einer Rechnung?

Das Original bekommt der Zahler, der Zahlungsempfänger erhält den Durchschlag. Der Durchschlag ist für Deine eigenen Unterlagen bestimmt.

Wann verjährt eine falsche Rechnung?

Verjährung einer Rechnung – Drei-Jahres-Frist berücksichtigen. Der Gesetzgeber hat die Verjährung von Rechnungen aus dem täglichen Leben klar geregelt. Paragraf 195 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sieht eine Frist von drei Jahren vor.

Wie lange darf eine Rechnung in Österreich gestellt werden?

der Anspruch verjährt. Die gesetzliche Verjährungsfrist beträgt im geschäftlichen Bereich in der Regel drei Jahre. Aber Achtung: Durch Vereinbarung kann die Verjährungsfrist auch wesentlich verkürzt werden.

Kann man eine bezahlte Rechnung korrigieren?

Eine bereits bezahlte Rechnung darf man nicht einfach ändern, sondern muss sie stornieren und eine neue Rechnungskorrektur (bzw. Gutschrift) erstellen, die den Fehler rückgängig macht, damit der Sachverhalt korrekt und nachvollziehbar ist. Wichtig ist, die ursprüngliche Rechnung als ungültig zu markieren und die neue Korrektur mit korrekten Angaben zu versenden, idealerweise mit negativen Beträgen für die Korrekturpositionen.