Was passiert, wenn ich der Sparkasse nicht zustimme?

Gefragt von: Nathalie Rohde B.Sc.
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Wenn Sie den geänderten Bedingungen oder Preiserhöhungen der Sparkasse nicht zustimmen, kann die Sparkasse Ihr Konto unter bestimmten Umständen kündigen, da das sogenannte Schweigen als Zustimmung galt (BGH-Urteil) und nun eine aktive Zustimmung nötig ist. Sie haben zunächst das Recht, das Konto zu den alten Konditionen weiterzuführen, aber die Bank kann bei Verweigerung das Vertragsverhältnis beenden, da eine rechtssichere Fortführung ohne Zustimmung nicht möglich ist. Die Sparkasse fordert die Zustimmung meist aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen (z.B. bei Echtzeitüberweisungen) an, um die Geschäftsbeziehung rechtssicher fortzuführen.

Was passiert, wenn ich einer Kontoumstellung nicht zustimme?

Das Recht einer Bank, ein Konto zu kündigen, wenn Kunden geänderten Geschäftsbedingungen (AGB) nicht zustimmen, gilt grundsätzlich für alle Banken in Deutschland. Dies wurde durch mehrere Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) bestätigt.

Kann die Sparkasse mich ablehnen?

Darf mir die Sparkasse die Kontoeröffnung einfach verweigern? Nein, die Sparkasse darf die Kontoeröffnung nicht willkürlich verweigern.

Was passiert, wenn man der Preisanpassung des Girokontos nicht zustimmt?

Sie können auch die Zustimmung zur Preisanpassung verweigern. Das Konto wird dann zunächst zu den bisherigen Konditionen fortgeführt. Achtung: Verweigern Sie die Zustimmung, ist es durchaus wahrscheinlich, dass Ihnen die Bank kündigt. Dann müssten Sie sich nach einem neuen Anbieter umsehen.

Was passiert, wenn man ein Bankkonto einfach nicht mehr benutzt?

Manche Banken erheben nach einer gewissen Zeit eine Inaktivitätsgebühr. Wenn Ihr Konto jedoch aufgrund fehlender Aktivitäten bei gleichzeitiger Kontoüberziehung zwangsweise geschlossen wird , besteht die Möglichkeit, dass die Angelegenheit an ein Inkassobüro weitergeleitet wird, was sich negativ auf Ihre Kreditwürdigkeit auswirken kann .

Girokonto-Schock: Warum Kunden bei Sparkasse und Volksbank die Dummen sind

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Wie lange bleibt ein ungenutztes Bankkonto bestehen?

Ein Konto gilt als ruhend, wenn es 15 Jahre oder länger inaktiv war.

Kann eine Bank mein Konto ohne Angabe von Gründen schließen?

Wir sind auf unsere Bankkonten angewiesen, um Rechnungen zu bezahlen und unsere Finanzen zu verwalten. Doch Ihre Bank kann diese – ob Girokonto, Sparkonto oder sogar Kreditkarte – jederzeit und ohne Vorwarnung schließen . Das kann zu finanziellen Problemen führen, aber es gibt Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Problem zu beheben oder zukünftig zu vermeiden.

Was ist, wenn ich der Sparkasse nicht zustimme?

Was passiert, wenn ich Kontogebühren nicht zustimme? Sie sind selbstverständlich nicht gezwungen, einer Erhöhung von Kosten einfach zuzustimmen. Sollten Sie den Kontogebühren jedoch nicht zustimmen, haben die Sparkassen das Recht, das Girokonto zu kündigen.

Was passiert, wenn man den geänderten Bedingungen bei der Bank nicht zustimmt?

BGH-Urteil: Postbank kann Zustimmung nicht uneingeschränkt einholen. Banken können Ihre Zustimmung, etwa zu geänderten AGB und Preisen, nicht einfach unterstellen. Das entschied der Bundesgerichtshof. Geben Verbraucher:innen die geforderte ausdrückliche Zustimmung nicht ab, drohen Banken aber mit der Kündigung.

Warum soll man den neuen Sparkassen-Konditionen nicht zustimmen?

Banken und Sparkassen könnten nicht mit unterschiedlichen Vertragsbedingungen für einzelne Kunden arbeiten, weil dass ihre Arbeit erheblich erschweren würde. Weil der Kunde den neuen Bedingungen nicht zugestimmt hatte, war es für die Sparkasse nicht zumutbar, die Vertragsbeziehung weiterzuführen.

Warum sollte mir ein Girokonto verweigert werden?

Wenn Sie in der Vergangenheit Probleme mit Ihrem Bankkonto hatten, beispielsweise einen ungedeckten negativen Saldo oder Scheckbetrug , kann es sein, dass Ihnen bei einem neuen Institut kein Girokonto eröffnet wird. Ähnlich wie bei einer Kreditauskunft können Sie eine Kopie Ihres Kontoauszugs anfordern.

Wie viel kostet ein Guthabenkonto bei der Sparkasse?

Die Kosten für ein Guthabenkonto (Basiskonto) bei der Sparkasse variieren je nach regionaler Sparkasse und gewähltem Modell, beginnen aber oft bei kostenlos für junge Leute (bis ca. 22 Jahre) und kosten danach meist zwischen 4 € bis über 9 € monatlich, wobei es auch günstigere Online-Varianten (z.B. 4,95 €) und teurere Premium-Modelle gibt; entscheidend sind die Konditionen der jeweiligen Sparkasse. 

Kann die Bank ein Girokonto verweigern?

Die Bank kann gemäß § 36 wegen eines strafbaren Verhaltens oder Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot die Eröffnung ablehnen, beispielsweise wenn der Verdacht auf Geldwäsche besteht. Die Bank kann das Konto auch verweigern, wenn Sie in der Vergangenheit der Bank einen Grund gaben, ein Konto zu kündigen.

Wie hoch sind die Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse?

Die Kontoführungsgebühren bei der Sparkasse variieren stark je nach regionaler Sparkasse und gewähltem Kontomodell (z.B. Basis, Komfort, Online), liegen aber oft zwischen 0 € (für junge Leute/Studenten) bis ca. 5 € bis 10 € pro Monat für Standardkonten, wobei viele Institute Rabatte bei Digital-Nutzung oder Mindestgeldeingang anbieten, weshalb Sie die genauen Preise auf der Webseite Ihrer lokalen Sparkasse prüfen müssen. 

Gibt es Nachteile beim Wechsel des Bankkontos?

Wenn Sie ein neues Konto eröffnen, kann Ihre neue Bank eine Bonitätsprüfung durchführen . Dies kann sich auf Ihre Kreditwürdigkeit auswirken. Sollten während des Kontowechsels wider Erwarten Probleme mit Zahlungen (z. B. bei einem Dauerauftrag) auftreten, wird Ihre neue Bank oder Bausparkasse diese beheben.

Kann meine Bank mein Girokonto kündigen?

Ja, eine Bank kann Ihr Konto kündigen, oft sogar ohne konkreten Grund, solange der Vertrag dies vorsieht; häufige Gründe sind jedoch wiederholte Regelverstöße, verdächtige Transaktionen oder die Nichtzahlung von Gebühren, wobei Sie bei einer Kündigung Anspruch auf ein Basiskonto haben, falls nötig. Die Bank muss in der Regel eine Frist von mindestens zwei Monaten einhalten, es sei denn, es liegt ein Betrugsverdacht oder ein schwerwiegender Verstoß vor. 

Was passiert, wenn man der Preisanpassung des Girokontos nicht zustimmt?

BGH-Urteil: Keine Gebührenerhöhung ohne Zustimmung

Und Dein Schweigen kann Dir nicht so ausgelegt werden, als ob Du mit der Änderung einverstanden wärst. Hast Du einer Erhöhung nicht aktiv zugestimmt, kannst Du Gebühren zurückfordern (BGH, 27.04.2021, Az. XI ZR 26/20).

Kann die Sparkasse mein Konto kündigen?

Ja, auch eine Sparkasse darf Ihr Konto unter bestimmten Voraussetzungen kündigen, beispielsweise bei wiederholtem Überziehen, langer Inaktivität, Verstoß gegen die AGB (z.B. bei Ablehnung von AGB-Änderungen) oder bei Nutzung für illegale Aktivitäten, muss dabei aber meist Fristen (mindestens zwei Monate) einhalten, kann aber bei schweren Pflichtverletzungen fristlos kündigen, um sich vor Schäden zu schützen. 

Was ändert sich ab Oktober 2025 bei den Banken?

Im Oktober 2025 treten EU-weit wichtige Änderungen im Bankwesen in Kraft: Banken müssen Echtzeitüberweisungen (Instant Payments) standardmäßig und meist kostenlos anbieten, und es wird die obligatorische Überprüfung des Empfängernamens bei SEPA-Überweisungen eingeführt, was die Sicherheit erhöht, aber bei Abweichungen zu Warnungen führt. Ab dem 9. Oktober 2025 sind Echtzeitüberweisungen innerhalb von Sekunden möglich und müssen auf allen Kanälen verfügbar sein, während die Namensprüfung (IBAN & Name) ab dem 5. Oktober 2025 greift und bei Diskrepanzen (z.B. Tippfehler) Farbhinweise gibt. 

Welche Änderungen an den Bedingungen müssen Kunden der Sparkasse zustimmen?

Die Sparkassen führen neue Bedingungen ein, hauptsächlich wegen einer EU-Verordnung vom 5. Oktober 2025, die Echtzeitüberweisungen stärkt und eine obligatorische Empfängerprüfung bei Überweisungen einführt, was mehr Sicherheit bringt, aber auch eine aktive Zustimmung der Kunden erfordert, da bisherige Schweigefiktionen unwirksam sind, um Konten weiter nutzen zu können. Kunden müssen über App, Online-Banking oder Filiale zustimmen, sonst können Konten gekündigt werden.
 

Welche Änderungen gibt es bei der Sparkasse ab Oktober 2025?

Ab Oktober 2025 gibt es bei Sparkassen und Banken wichtige Änderungen im Zahlungsverkehr, hauptsächlich durch eine neue EU-Verordnung: Name und IBAN müssen bei Überweisungen automatisch abgeglichen werden, um Fehlbuchungen zu verhindern und die Sicherheit zu erhöhen. Außerdem werden Echtzeitüberweisungen ohne Zusatzkosten und ohne Betragsgrenze verpflichtend eingeführt. Es ist wichtig, dass Sie bis zum Stichtag (oft 05.10.2025) die aktuelle Version Ihrer Sparkassen-App nutzen. 

Warum kostenpflichtig zustimmen?

Warum ist meine Zustimmung "kostenpflichtig"? Die Zustimmung selbst ist nicht kostenpflichtig. Die Zustimmung muss jedoch nach dem Gesetz als kostenpflichtig bezeichnet werden, weil sie sich auf entgeltliche Dienstleistungen bezieht.

Ist die Sparkasse verpflichtet, mir ein Konto zu geben?

Ja, die Sparkasse ist verpflichtet, Ihnen ein sogenanntes Basiskonto zu eröffnen, da alle Banken in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet sind, jedem Verbraucher ein solches Konto anzubieten. Dies gilt auch für Menschen ohne festen Wohnsitz, Flüchtlinge oder Personen mit negativen Schufa-Einträgen, um die Teilnahme am Wirtschaftsleben zu ermöglichen, es sei denn, es bestehen schwerwiegende Gründe (wie z.B. Verdacht auf Geldwäsche oder Missbrauch) für eine Ablehnung. 

Bin ich verpflichtet, ein Bankkonto zu haben?

Nein, ein Bankkonto zu besitzen, ist rein rechtlich keine Pflicht, aber in der Praxis für das alltägliche Leben und die meisten Transaktionen in Deutschland unverzichtbar, da Gehalt, Miete und Rechnungen fast ausschließlich bargeldlos abgewickelt werden; daher gibt es ein gesetzliches Recht auf ein Basiskonto (Guthabenkonto), das jeder eröffnen darf, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.
 

Welche Bank ist gesetzlich verpflichtet, ein Konto zu eröffnen?

Die Kundin oder der Kunde muss geschäftsfähig sein, also mindestens 18 Jahre alt. Jede Bank, die Girokonten für Verbraucher in Deutschland führt, ist gesetzlich verpflichtet, ein Basiskonto anzubieten – und zwar jedem Menschen unabhängig von seiner sozialen Stellung.